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Scheue Wesen Eine mutige Frau im London der 60er. Ein zarter Roman über die Sehnsucht, gesehen zu werden | "Eine sehr liebevolle Lektüre." Elke Heidenreich, Autorin von „Altern“

17

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2024

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

14,6/21,9/4,4 cm

Gewicht

620 g

Farbe

Grau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Shy Creatures

Übersetzt von

Wibke Kuhn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-196-6

Beschreibung

Rezension

Warmherzig, voller Empathie, immer mit ganz leisem Humor geschrieben, erschafft die Autorin liebenswerte, lebensechte Charaktere, deren Handlungen stets folgerichtig sind. ("Rheinische Post")
Ein zarter und sprachlich wunderbarer Roman! ("Hamburger Abendblatt")
Mit viel Einfühlungsvermögen und psychologischem Tiefgang nähert sich die Autorin ihren Figuren an und legt vielschichtige und komplexe Beziehungsstrukturen offen. Zugleich zeichnet sie ein detailliertes Bild der Nachkriegszeit in Großbritannien mit ihren vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen. Ein großartiger, absolut lesenswerter Roman! ("Medienprofile")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2024

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

14,6/21,9/4,4 cm

Gewicht

620 g

Farbe

Grau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Shy Creatures

Übersetzt von

Wibke Kuhn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-196-6

Herstelleradresse

Julia Eisele Verlag GmbH
Lilienstraße 73
81669 München
DE

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  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    07.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sieh mich an…

    Helen Hansford arbeitet als Kunsttherapeutin in der psychiatrischen Klinik Westbury Park. Es sind die Sechzigerjahre, bestimmte invasive Behandlungen von Geisteskrankheiten wurden abgeschafft, die Kunsttherapie als neuer zusätzlicher Ansatz hinzugefügt. Mit William Tapping wird ein Patient eingeliefert, dem sie sich widmet, besonders als sie bemerkt, dass dieser mit einem großen künstlerischen Talent gesegnet ist. William lebte viele Jahre im Haus seiner Tante, ohne das Haus verlassen zu haben. Erst nach und nach kommen Einzelheiten zutage, die das ganze Ausmaß der Tragödie offenbaren. »Die Polizei, die am Sonntag wegen Lärmbelästigung zu einem Haus in der Coombe Road gerufen worden war, entdeckte dort einen nackten Mann mit einem anderthalb Meter langen Bart, der als Einsiedler mit seiner älteren Tante zusammenwohnte. William Tapping, 37, ist stumm, und es ist davon auszugehen, dass er das Haus seit mindestens zehn Jahren nicht mehr verlassen hat.« (Seite 129) Im Nachwort verrät Clare Chambers, dass ihr die Idee zum vorliegenden Buch gekommen ist aufgrund eines Zeitungsartikels, den sie gelesen hat. Aus dieser Perspektive bekommt die Erzählung für mich einen ganz besonderen Charakter, obwohl die Ereignisse rund um William natürlich vollkommen fiktiv sind. Im Vordergrund steht eigentlich Helen, deren Affäre mit einem verheirateten Mann sie in Gewissensbisse und Grübeleien versetzt. Seit drei Jahren dauert diese unselige Beziehung bereits an und immer öfter merkt die junge Frau, dass Glück sich anders anfühlt. Es werden die üblichen Versprechen gemacht und zukünftige Taten in Aussicht gestellt. Dem gegenüber stehen Rückblenden, die William betreffen. Diese Reisen in die Vergangenheit erfolgen nicht chronologisch, die Sprünge scheinen auf den ersten Blick chaotisch und nicht zusammenhängend, aber für das Gesamtbild sind diese klug gewählt, denn die Spannung, die dadurch erzeugt wird, ist nicht zu unterschätzen. Beide Erzählstränge zusammen ergeben eine interessante und auch spannende Geschichte, die ich mir anders vorgestellt habe, durch deren Verlauf ich allerdings sehr angenehm überrascht worden bin. Insgesamt ein Buch mit wunderschöner Sprache und voller Wendungen, die unerwartet und passend gewählt wurden. Lesenswert!

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    09.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meine Meinung William Tapping…

    Meine Meinung William Tapping werde ich nicht mehr vergessen Nach Kleine Freuden konnte mich Clare Chambers erneut mit Scheue Wesen überzeugen. Wieder hat mich die Lebendigkeit ihrer Figuren total begeistert. Mit William hat sie eine Person gezeichnet, die mich emotional sehr berührt hat. Kennengelernt habe ich den stummen Mann in den 60er Jahren. Verwildert, mit einem ungewöhnlich langen Bart und Haaren, gibt er ein erbarmungswürdiges Bild ab. Mit seiner betagten Tante Luise haust er in einem heruntergekommenen Cottage, das er seit Jahren nicht mehr verlassen hat. Nach einem lautstarken Streit alarmieren Nachbarn die Polizei. Keiner wusste, dass es William überhaupt gibt. Seine Tante und er landen in einer psychiatrischen Klink. Dort lernt William die empathische Helen Hansford kennen. Die Kunsttherapeutin hat das Herz am rechten Fleck. Zusammen mit dem Arzt Gil, versuchen sie William zu helfen, ein eigenbestimmtes Leben zu führen. Helen führt ihren Beruf mit großer Leidenschaft aus. Für sie zählt nur das Wohl der psychisch kranken Menschen. Auch Gil ist überzeugt; die Patienten brauchen viel Zuwendung, statt Unmengen Medikamente. Die Einstellung der beiden hat sie mehr sehr sympathisch gemacht. Die Affäre zwischen dem verheirateten Gil und Helen passt wunderbar in die Geschichte. Sie hat gezeigt, dass auch einfühlsame Menschen nicht immer ein moralisch tadelloses Leben führen. In dieser Geschichte menschelt es gewaltig. In verschiedenen Zeitebenen erfahren wir abwechselnd aus der Perspektive von Helen und William, das ganze Ausmaß einer großen Tragödie, basierend auf einer wahren Begebenheit. Für mich war es manchmal sehr hart mitzuerleben, was William alles erleiden musste. Einzig eine Person ist für diese Tragödie verantwortlich. Sämtliche andere Personen haben auch falsch gehandelt, aber sie waren sich dessen nicht bewusst. Sie hatten nach besten Wissen und Gewissen gehandelt. Aber diese eine Person hat einen Stein ins Rollen gebracht, der durch falsches Handeln lange Zeit nicht mehr zu stoppen war. Ich bin von dem Schreibstil der Autorin sehr angetan. Clare Chambers schreibt sich in die Seele des Lesers und erzeugt ein emotionales Kopfkino. Die komplexe Geschichte beinhaltet wichtige Themen, darunter den Alltag in einer psychiatrischen Klink. Der zweite Weltkrieg spielt eine untergeordnete Rolle, da die Thematik nur kurz angeschnitten wird. Ich empfehle das Nachwort zu lesen. Von mir eine klare Empfehlung. Danke Clare Chambers.

  • @ivyliestalles

    aus Niedersachsen

    5/5

    13.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine so schöne Geschichte!

    Was für eine wunderbare Geschichte! Zum Teil auf wahren Begebenheiten basierend, hat Clare Chambers eine so schöne Geschichte daraus geschrieben. Wir befinden uns im Jahre 1964 in England und begleiten Helen, die in einer psychiatrischen Einrichtung als Kunsttherapeutin arbeitet. Unser Hauptaugenmerk liegt im Buch auf einem ganz besonderen Patienten, der in die Klinik aufgenommen werden soll. Aber wir erfahren auch sehr viel über Helen und ihr Privatleben. Eines vorweg: Wer in diesem Buch ein Kunsttherapeutisches Werk erwartet, der wird enttäuscht. Die Kunsttherapie kommt zwar vor, ist aber nur Beiwerk im Buch. Uns wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Clare Chambers lässt ihre eindrucksvollen Charaktere selbst zu Wort kommen und ich hätte zu Beginn des Buches nicht geahnt, wohin uns diese Reise führt. Einnehmend, ohne aufdringlich zu sein, wird in einem sehr angenehmen Schreibstil eine Geschichte über scheue Wesen erzählt. Und der Titel hätte nicht treffender sein können. Besonders mit unserem Protagonisten William habe wir eine so unbedarfte Persönlichkeit. Aber auch Helen selbst zähle ich dazu. Ihre Beziehung zu ihrem Geliebten ist, für mich, extrem toxisch und Helen ist oft dabei sich selbst zu verlieren in dieser Beziehung. Mit viel Einfühlungsvermögen wird hier eine Geschichte erzählt, die doch recht schwierige Themen behandelt. Manche mögen uns banal erscheinen, andere entsetzen uns. Man muss sich Zeit nehmen für dieses Buch und seine Charaktere. Man muss ein bisschen zwischen den Zeilen lesen und sich absolut in diese Geschichte fallen lassen. Dieses Buch war rund, einfach rund. Für mich hat hier alles gepasst. Alles war perfekt an seinem Platz. Ein Highlight, welches ich sehr gerne weiterempfehle.

  • Renas Wortwelt

    5/5

    12.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselndes, auf wahren Ereignissen beruhendes Drama – hervorragend geschrieben

    Schon allein auf dieses wunderschöne Cover könnte man Hymnen singen. Es passt perfekt zum Inhalt dieses genialen Romans, ebenso wie der Titel. Denn die Protagonisten der Geschichte sind in der Tat sehr scheue Wesen. Was sich aber im Laufe der Zeit ändert. Zu Beginn ist die im Mittelpunkt stehende Helen, Anfang dreißig und ledig, sehr schüchtern und zurückhaltend. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist, dass sie mit einem verheirateten Kollegen eine Affäre hat. Sie arbeitet als Kunsttherapeutin in einer psychiatrischen Klinik in London, es ist das Jahr 1964. Da wird sie eines Tage zusammen mit Gil, ihrem Liebhaber, der einer der leitenden Ärzte der Klinik ist, zu einem alten Haus gerufen. Nach Beschwerden der Nachbarn hatte die Polizei in diesem Haus eine verwirrte alte Dame gefunden und einen völlig verwahrlosten jungen Mann. William Tapping, so sein Name, spricht nicht, sein Bart reicht ihm bis zu den Knien, er hat offensichtlich seit Jahrzehnten das Haus nicht verlassen, keinen Kontakt zu anderen Menschen als seiner Tante gehabt. Helen findet später in dem Haus Zeichnungen von William und erkennt sein fulminantes Talent, integriert ihn in ihre Therapiegruppe. Irgendwann entlockt sie ihm auch wieder Worte, beginnt er zu sprechen. Sie findet Menschen, die ihn von früher kennen und nach und nach stellt sich seine Geschichte heraus. In rückwärts laufenden Rückblicken, die zwischen die aktuelle Handlung eingeschoben sind, erleben wir William während der Kriegsjahre, zuerst als junger Mann, dann als Teenager, dann als Kind. Wir lernen seine drei Tanten kennen, bei denen er aufwuchs und erfahren, warum er irgendwann nicht mehr aus dem Haus gehen durfte. Die Erfahrungen mit William haben auf Helen einen großen Einfluss, sie beginnt ihre Beziehung zu Gil zu hinterfragen, ihr Verhältnis zu ihrer Mutter. Langsam lernt sie sich zu emanzipieren, ebenso wie ihre Nichte, die wiederum unter dem Verhältnis zu ihrer Mutter leidet. Der Roman ist ganz wunderbar sanft, fast zärtlich geschrieben. Man gleitet durch die Seiten, verfolgt atemlos die spannende Geschichte Williams, möchte Helen anschubsen, sich von ihren Fesseln und (noch) zeitgemäßen Dünkeln zu befreien. Und neben der eigentlichen Romanhandlung greift die Autorin, deren voriger Roman „Kleine Freuden“ mich genauso begeistert hatte, noch das Thema der damaligen Entwicklungen in der Psychotherapie und dem Umgang mit deren Patienten auf. Der Schreibstil von Clare Chambers ist unglaublich warmherzig, voller Empathie, immer mit ganz leisem Humor, als wolle sie die Schrullen ihrer Figuren zeigen, aber nie verurteilen. So erschafft sie liebenswerte, lebensechte Charaktere, deren Handlungen stets folgerichtig sind. Man kommt diesen Figuren so nah, kann sich so gut in sie hineinfühlen, dass man am Ende des Buchs ein großes Bedauern verspürt, sie nun verlassen zu müssen. Ein ganz und gar wunderbares Buch, uneingeschränkt und nachdrücklich empfehlenswert. Clare Chambers - Scheue Wesen aus dem Englischen von Wibke Kuhn Eisele, Juli 2024 Gebundene Ausgabe, 510 Seiten, 26,00 €

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    05.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So toll!

    SCHEUE WESEN Clare Chambers 1964: Helen, ehemalige Kunstlehrerin, arbeitet seit einigen Jahren als Kunsttherapeutin in einer Einrichtung für psychisch erkrankte Menschen. Sie hat seit drei Jahren eine Affäre mit einem der Ärzte der Klinik. Während sie zu Beginn der Liebe noch glücklich war, plagt sie nun zunehmend das schlechte Gewissen, denn der Psychiater Gil ist verheiratet und hat zwei Kinder. Während Helen versucht, immer für spontane Besuche seitens Gils parat zu stehen, vergisst sie, dass sie ein eigenes Leben mit Freunden und Familie führen könnte. Eines Tages wird der stumme William Tapping mit seiner verwirrten Tante in die Klinik eingeliefert. Nachbarn hatten die Polizei benachrichtigt, nachdem im Nachbarhaus ein Streit ausbrach. Diese waren ganz verwundert, dass aus dem Haus ein völlig verwildert und vernachlässigter Mann mit einem unendlich langen Bart abgeführt wurde. In der ganzen Zeit, in der sie dort wohnten, hatten sie nie zuvor einen Mann in dem Haus gesehen. William wird Gils Patient. Helen bemerkt schnell, dass dieser ein besonderes Talent zum Zeichnen hat und lädt ihn in ihre Therapiestunde ein. Um seine Vergangenheit zu klären, wendet sie sich an Williams ehemalige Klassenkameraden und erfährt so Bruchstücke aus seinem Leben. Unter anderem findet sie heraus, dass William seine Schule im Alter von 11 Jahren abbrach und nie mehr zur Schule zurückkehrte, außerdem ist es wahrscheinlich, dass er ab diesem Zeitpunkt das Haus nie mehr verließ. Mit Fingerspitzengefühl gelingt es Helen, hinter das große Geheimnis von William zu kommen. Was für ein unglaublich tolles Buch! Ich habe es in nur drei Tagen gelesen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Zum Ende wurde es so spannend, dass ich das Buch mit seinem leichten Schreibstil und dem schönen Cover gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Geschickt hat es die Autorin verstanden, Fiktion und die wahre Geschichte des William Tapping zu verknüpfen. Dabei gefiel mir besonders gut, dass der Erzählstrang vom William rückwärtslaufend war und bis in den Sommer 1938 reichte. Die Protagonisten wirkten auf mich komplett authentisch und absolut passend in die Zeit der 60er-Jahre, als die Frauen gerne mal als hysterisch in den Psychiatrien weggeschlossen und mit Elektroschocks behandelt wurden. Große Leseempfehlung für dieses feine Buch und ja, es müsste eigentlich eine Triggerwarnung geben, aber wenn ich die ausspräche, verrate ich den Plot. 5/ 5

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