Produktbild: Wovon wir leben

Wovon wir leben Roman

138

14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.03.2025

Verlag

btb

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,5/11,5/2 cm

Gewicht

201 g

Farbe

Smaragd

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77458-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.03.2025

Verlag

btb

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,5/11,5/2 cm

Gewicht

201 g

Farbe

Smaragd

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77458-6

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    16.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gelungen

    Der Protagonistin Julia widerfährt bei ihrer Arbeit als Krankenschwester ein schwerer Fehler, wodurch sie ihren Job verliert. Von heute auf morgen steht sie gesundheitlich schwer angeschlagen und ohne Perspektive vor den Trümmern ihres Lebens. Da ihr auch die Dienstwohnung gekündigt wird, bleibt als Ausweg nur der Weg zurück zum Dorfleben, zurück zu ihrer Familie. Auch hier stößt sie auf neue Herausforderungen. Die Mutter hat die Familie verlassen, der geistig beeinträchtigte Bruder im Heim, der Vater ein Hypochonder der seinem Leben nachtrauert und eine Dorfgemeinschaft, die unter der Fabrikschließung als letzten Arbeitgeber leidet und Trost im Alkohol und Glückspiel sucht. Doch dann trifft Julia Oskar, der seinen Rehaaufenthalt in einer Klinik am Dorfrand verbringt... Mich hat "Wovon wir leben" von Birgit Birnbacher ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Ein Buch über die Wege die das Leben schreibt, Ereignisse die uns ungewollt aus der Bahn werfen und die Fähigkeit uns Situationen zu fügen und sie zu meistern.

  • Daniela Stein

    aus Wien

    5/5

    31.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schicksalsschläge

    Das Cover fand ich vom ersten Anblick an super schön. Es zeigt zwei Menschen, die im Wasser sind und schwimmen. Auch die Farbwahl trifft meinen Geschmack sehr. Birgit Birnbacher schafft mit kurzen Sätzen, wenigen Worten und viel Gespür einen Text, der nahe geht, obwohl die Stimmung im Buch eher eine gedämpfte ist, zumindest kommt es mir so vor. Die Protagonistin, von der wir zwar den Namen (Julia) kennen und auch die Umstände, warum sie von der Stadt wieder aufs Land ziehen muss, versucht, ihren Weg zu finden, doch den kreuzen unerwartete Geschehnisse oder Menschen. Vielleicht hiflt ihr das aber auch ganz gut, durchs Leben zu gehen und sich auf Dinge oder Personen oder Tiere einzulassen. Julia und den Städter finde ich sehr authentisch und auch sympathisch. Mich hat das Werk von Birgit Birnbacher von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich freue mich sehr, dass ich "Wovon wir leben" lesen durfte - sicher nicht mein letztes Buch der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin.

  • Bewertung

    5/5

    08.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    WOVON WIR LEBEN hat mich berührt

    Als Leserin habe ich die Enge, in welcher sich die Protagonistin befindet, in jeder Buchseite wahrgenommen. Es gibt immer einen Ausweg, heißt es, aber kann man mit dem Ausweg leben? Als Autorin hat mich die Stimmung fasziniert, in die mich Birgit mit ihrer Sprache versetzt hat. Für mich hat die Autorin mit ihrer klaren Sprache große Gefühle erzeugt.

  • Heike

    aus Draßburg

    5/5

    23.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wege zum Ich

    Wie soll es weitergehen, wenn man/frau gestrandet ist: beruflich, gesundheitlich, privat, finanziell? Birgit Birnbacher schildert hier in klarer Sprache am Beispiel einer Krankenschwester wie schnell Überforderung, Zeitdruck und ein unmenschliches System im menschlichen Arbeitsbereich zu schweren Fehlern und gesundheitlichen Einschränkungen führen kann. Letztlich bleibt nur die Familie, wenn sonst nichts mehr bleibt. Aber was, wenn die auch nicht mehr funktioniert. Agieren Männer und Frauen unterschiedlich auf der Suche nach neuen Lebenswegen und wieviel Zeit braucht Erholung? All diese Fragen werden auf literarische Weise abgearbeitet und mögliche oder unmögliche Lösungen gesucht und gefunden. Ein Buch über Menschen und Menschsein, Frauen und Frausein, ein wichtiges Buch. Dazu noch angenehm zu lesen, mit Humor und Herz geschrieben und Figuren, die man gar nicht mehr loslassen möchte. Der Roman sollte unbedingt einen Platz auf den Leselisten unserer Schulen bekommen.

  • Manfred Fürst

    aus Kirchbichl

    5/5

    17.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trostlosigkeit in kristallklaren Sätzen

    Julia, sechsunddreißig Jahre, erzählt ihre Geschichte. Als Krankenschwester ist ihr bei der Behandlung einer Patientin ein Fehler unterlaufen. Nach der Verabreichung eines falschen Medikaments hat sie statt dem Not-, den Herzknopf gedrückt. Die Patientin hat’s überlebt, nicht so Julia, denn nun ist sie den Job als Krankenschwester los. Zunächst im Krankenstand, wegen ihres Asthmas, das sich durch die Aufregung zusätzlich verstärkt. „Alles kann man nicht auf die Organe schieben“, so die Lungenärztin (S. 8); Kündigung nach Ende des Krankenstandes. Einher gehend der Verlust der Personalwohnung, das Ende ihrer Affäre mit dem verheirateten Johannes und das Abhandenkommen ihrer einzigen Freundin Gerlinde. Es geht noch tiefer, denn der Exit heißt zurück in ihr Heimatdorf, zu Vater und Bruder, dorthin wo sie nie sein wollte. Die Mutter ist ab in den Süden, nach Sizilien geflüchtet. Bruder David lebte nach einer Hirnhautentzündung, die der Betriebsarzt falsch diagnostiziert hatte, als vegetierender Rest in einem Heim. Vater holt sie vom Krankenhausparkplatz ab, Julia schnauft tief: „Ich bin knapp am Sauerstoff vorbei“ (S. 30). Provinzielle Trostlosigkeit in strukturschwacher Gegend, in der die großen Arbeitgeber dichtgemacht haben. „Schwarzbach ist jahrzehntelang im Tageslist verblasst“ (S. 33). Das Dorf im Innergebirg, nur eine Stunde von der Stadt entfernt, aber durch ein ganzes Bergmassiv von der Sonne abgeschnitten. Schmerzhaft genau und ziemlich traurig. Nur Oskar könnte für Julia einen Hoffnungsschimmer bedeuten. Nach einem Luxus-Herzinfarkt auf Reha. Da könnte was entstehen, aber es ist kompliziert, zwischenmenschlich, in der Familie, im Dorf – und überhaupt. Nach knapp zweihundert Seiten ist das Lesen zu Ende und ich muss den Atem anhalten. Mit eigenwilligem Rhythmus und kristallklaren Sätzen, ohne Effekthascherei und Pathos beweist Birnbacher ihre Souveränität in dieser „Mikrostudie von Lebensverhältnissen“. Birnbachers klare Sprache, benennt die Probleme dieser spießig-patriarchalen Welt deutlich mit Vermessung des österreichischen Wirtshauskosmos, nicht anklagend, sondern als aufmerksames, lesenswertes Protokoll, mit einem Schuss Hoffnung - zum Schluss. Birgit Birnbacher ist nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2023.

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