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Wovon wir leben "Erhellend, überzeugend und überaus lesenswert." SRF

138

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,3/12,7/2,4 cm

Gewicht

299 g

Farbe

Smaragd

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07335-7

Beschreibung

Rezension

"Birnbacher erzählt dezent und zugleich glasklar, durchscheinend und subtil. In einer die Stimmungen des Augenblicks und die Gestimmtheiten der Figuren exakt aufnehmenden Sprache, die nichts Denunziatorisches hat und auch nichts Aufgebrachtes." Christoph Schröder
"Einer der präzisesten und intensivsten Romane dieses Bücherjahres. Die Sprache ist von einer Lakonie, in der ein Feuer lodert." Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag, 25.06.23
"Ein unvergessliches Buch!" Nicola Steiner, SRF Literaturclub, 23.05.23
"Da sind Sätze drin, bei denen man einfach nur jubeln möchte." Martin Ebel, SRF Literaturclub, 23.05.23
"Diskret und bezaubernd!" Daniela Strigl, SRF Literaturclub, 23.05.23
"Auch in ihrem jüngsten Roman verhandelt Birnbacher das Aufregendste und Herausforderndste, was es gibt – das ganz normale Leben. Sie verstoffwechselt dieses Leben in seiner ganzen schnöden Alltäglichkeit in inspirierende, konzentrierte und zum Weiterreflektieren anregende Literatur." Günter Kaindlstorfer, BR Diwan, 07.05.23
"Wer dieses Buch gelesen hat, wird es nicht mehr vergessen!" Beate Tröger, WDR3 Gutenbergs Welt, 15.04.23
"Eine Autorin, die einen so genauen sozialen Blick hat … Ihr schmaler Roman vibriert deswegen, weil so viel zwischen den Zeilen steht, weil er so viel erzählt und versteht … unheimlich leicht erzählt." Insa Wilke, WDR3 Gutenbergs Welt, 15.04.23
"Italienisch hell und fein orchestriert!" Denis Scheck, WDR 3 Mosaik, 03.04.23
"Dank Birnbachers genauem Blick und trockenem Humor erwächst aus diesem Kaff eine ganze Welt. 'Wovon wir leben' ist auch eine Reflexion gegenwärtiger Arbeitswelten, analytisch scharf und aus dem Leben gegriffen." Martina Läubli, NZZ Bücher am Sonntag, 26.03.23
"Ein wunderbares Buch." Myriam Schellbach, HR2 Kultur, 19.03.23
"Ein wunderbarer Roman." Sophia Zessnik, taz, 18.03.23
"Eine tolle Sprache! (…) Es macht wirklich Spaß dieses Buch zu lesen." Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur, 09.03.23
"Ein wunderbarer Roman über das Auseinanderfallen und sich selbst neu zusammensetzen." Sally-Charell Delin, SR2 Kultur, 07.03.23
"Birnbachers grossartig kleiner Roman, hört auch noch zu, wenn gar nichts mehr gesagt wird." Paul Jandl, NZZ, 07.03.23
"Von einer Größe, die man einer Ich-Erzählerin kaum zutrauen möchte. (...) Schlicht hinreißend!" Gregor Dotzauer, SWR Bestenliste Diskussion, 05.03.23
"Starke Bilder!" Nicola Steiner, SWR Bestenliste Diskussion, 05.03.23
"Ein diagnostischer Blick mit großem literarischen Geschick." SWR-Bestenliste, Platz 2 März 2023
"Sorgfältig und mit großer Präzision – aber auch einer wohltuenden Portion Realismus – erzählt Birnbachers sympathischer Roman von Menschen, die sich selbst im Weg stehen und die trotzdem versuchen, aus den sprichwörtlichen Zitronen des Lebens Limonade zu machen." Oliver Pfohlmann, WDR 3 Lesestoff, 06.03.23
"Herausragende dichte Sprache" Nadine Kreuzahler, rbb Kultur, 03.03.23
"Eine wunderbare Leseerfahrung!" Karin Buttenhauser, ORF, 26.02.23
"Ein zart-lyrischer Roman, den man nicht aus der Hand legen mag." Ariane Heimbach, Brigitte Woman, März 23
"Birgit Birnbachers Art, die Welt zu erzählen, hallt lang nach. (…) Birnbacher beschreibt in einer ganz wunderbaren Sprache, wie viel zwischen Menschen stehen kann. (…) 'Wovon wir leben' macht mit seinen Sätzen die Welt weiter." Doris Kraus, Die Presse am Sonntag, 26.02.23
"'Wovon wir leben' verhandelt enorm viele gesellschaftliche Brennpunkte auf wenigen Seiten. Birnbacher schreibt beeindruckend feinfühlig und zeichnet unkitschige und treffsichere Bilder von dem, was ist. Erfrischend realistisch." Hanna Ronzheimer, Ö1 ex libris, 26.02.23
"Gut ausgedacht, karg, nüchtern geschrieben, und doch schwingt immer auch ein bisschen Poesie und unerwartete Helligkeit mit." Christine Westermann, WDR5 Bücher, 25.02.23
"Womit Birnbacher in ihrem neuen Roman erneut trifft und ihre Stellung in der Gegenwartsliteratur untermauert, ist die Klarheit der Erzählung, die Ökonomie der Beobachtung – und das Zusammenziehen von Beobachtung, Erzählung und Kommentar, oftmals auf der Satzebene. (…) Der Text ist mitunter so schonungslos, wie die Leute, die er beschreibt. (...) Nie erhebt sich die Erzählerin über die anderen." Gerald Heidegger, ORF, 24.02.23
"Literarisch und sprachlich fein gearbeitet. Sehr überzeugend!" Nicola Steiner, SRF, 24.02.23
"Eine exzellente Beobachterin zwischenmenschlicher Details. (…) Die Leerstellen dazwischen darf man selbst ausfüllen, auch ein Grund für die Faszination und den langen Nachhall dieses kurzen Romans." Judith Hoffmann, Ö1, 23.02.23
"Ein sprachlich herausragender Roman. (...) Ein herausragendes Beispiel für eine Gegenwartsliteratur, die sich nicht nur auf ihr Thema verlässt, sondern vor allem sprachlich überzeugt. (…) Diesen Text sollte man jedenfalls mit einem Stift in der Hand lesen. Es gibt so viel zu unterstreichen. Formulierungen, die man nicht vergessen möchte." Carsten Otte, Zeit online, 22.02.23
"Hier sitzt jeder Satz, hier passen die Bilder lotrecht zusammen. Wer billig kauft, zahlt zweimal, sagt man. Deshalb lieber gleich zu Birnbacher gehen. Die poetische Rendite übersteigt den Ladenpreis um ein Vielfaches." Jan Drees, Deutschlandfunk Büchermarkt, 22.02.23
"Obwohl die Autorin klare Worte für die zwischengeschlechtlichen Kümmernisse im Dorf findet, ist das Buch keine Klageschrift – eher teilnehmende Beobachtung. Kühl, protokollarisch, realistisch." Katharina Teutsch, FAZ, 18.02.23
"Ein Glücksfall von einem Buch. (...) Dieser künstlerische Akt wirkt bei Birnbacher nie gekünstelt, die Empathie ist unpathetisch, das soziale Anliegen nicht moralisierend. (…) Dieser fantastische Roman riecht nach Leben." Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 18.02.23
"Ein kluger Roman!" Alice Pfitzner, ORF, 16.02.23
"Roman der Stunde (...) Schlicht, aber keineswegs ostentativ auf coole Lakonie getrimmt.(…) Immer wieder funkeln hier anmutig rhythmisierte und pfiffige Sätze." Klaus Nüchtern, Falter, 15.02.23
"Birnbacher schafft es, auf 192 Seiten eine komplexe Geschichte von Arbeitslebenswelten und Arbeitslosigkeit zu erzählen und dabei sehr genau ein Bild unserer Gesellschaft zu zeichnen.“ Judith Hoffmann, Ö1, 02.01.23

Produktdetails

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,3/12,7/2,4 cm

Gewicht

299 g

Farbe

Smaragd

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07335-7

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

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  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    16.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gelungen

    Der Protagonistin Julia widerfährt bei ihrer Arbeit als Krankenschwester ein schwerer Fehler, wodurch sie ihren Job verliert. Von heute auf morgen steht sie gesundheitlich schwer angeschlagen und ohne Perspektive vor den Trümmern ihres Lebens. Da ihr auch die Dienstwohnung gekündigt wird, bleibt als Ausweg nur der Weg zurück zum Dorfleben, zurück zu ihrer Familie. Auch hier stößt sie auf neue Herausforderungen. Die Mutter hat die Familie verlassen, der geistig beeinträchtigte Bruder im Heim, der Vater ein Hypochonder der seinem Leben nachtrauert und eine Dorfgemeinschaft, die unter der Fabrikschließung als letzten Arbeitgeber leidet und Trost im Alkohol und Glückspiel sucht. Doch dann trifft Julia Oskar, der seinen Rehaaufenthalt in einer Klinik am Dorfrand verbringt... Mich hat "Wovon wir leben" von Birgit Birnbacher ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Ein Buch über die Wege die das Leben schreibt, Ereignisse die uns ungewollt aus der Bahn werfen und die Fähigkeit uns Situationen zu fügen und sie zu meistern.

  • Daniela Stein

    aus Wien

    5/5

    31.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schicksalsschläge

    Das Cover fand ich vom ersten Anblick an super schön. Es zeigt zwei Menschen, die im Wasser sind und schwimmen. Auch die Farbwahl trifft meinen Geschmack sehr. Birgit Birnbacher schafft mit kurzen Sätzen, wenigen Worten und viel Gespür einen Text, der nahe geht, obwohl die Stimmung im Buch eher eine gedämpfte ist, zumindest kommt es mir so vor. Die Protagonistin, von der wir zwar den Namen (Julia) kennen und auch die Umstände, warum sie von der Stadt wieder aufs Land ziehen muss, versucht, ihren Weg zu finden, doch den kreuzen unerwartete Geschehnisse oder Menschen. Vielleicht hiflt ihr das aber auch ganz gut, durchs Leben zu gehen und sich auf Dinge oder Personen oder Tiere einzulassen. Julia und den Städter finde ich sehr authentisch und auch sympathisch. Mich hat das Werk von Birgit Birnbacher von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich freue mich sehr, dass ich "Wovon wir leben" lesen durfte - sicher nicht mein letztes Buch der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin.

  • Bewertung

    5/5

    08.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    WOVON WIR LEBEN hat mich berührt

    Als Leserin habe ich die Enge, in welcher sich die Protagonistin befindet, in jeder Buchseite wahrgenommen. Es gibt immer einen Ausweg, heißt es, aber kann man mit dem Ausweg leben? Als Autorin hat mich die Stimmung fasziniert, in die mich Birgit mit ihrer Sprache versetzt hat. Für mich hat die Autorin mit ihrer klaren Sprache große Gefühle erzeugt.

  • Heike

    aus Draßburg

    5/5

    23.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wege zum Ich

    Wie soll es weitergehen, wenn man/frau gestrandet ist: beruflich, gesundheitlich, privat, finanziell? Birgit Birnbacher schildert hier in klarer Sprache am Beispiel einer Krankenschwester wie schnell Überforderung, Zeitdruck und ein unmenschliches System im menschlichen Arbeitsbereich zu schweren Fehlern und gesundheitlichen Einschränkungen führen kann. Letztlich bleibt nur die Familie, wenn sonst nichts mehr bleibt. Aber was, wenn die auch nicht mehr funktioniert. Agieren Männer und Frauen unterschiedlich auf der Suche nach neuen Lebenswegen und wieviel Zeit braucht Erholung? All diese Fragen werden auf literarische Weise abgearbeitet und mögliche oder unmögliche Lösungen gesucht und gefunden. Ein Buch über Menschen und Menschsein, Frauen und Frausein, ein wichtiges Buch. Dazu noch angenehm zu lesen, mit Humor und Herz geschrieben und Figuren, die man gar nicht mehr loslassen möchte. Der Roman sollte unbedingt einen Platz auf den Leselisten unserer Schulen bekommen.

  • Manfred Fürst

    aus Kirchbichl

    5/5

    17.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trostlosigkeit in kristallklaren Sätzen

    Julia, sechsunddreißig Jahre, erzählt ihre Geschichte. Als Krankenschwester ist ihr bei der Behandlung einer Patientin ein Fehler unterlaufen. Nach der Verabreichung eines falschen Medikaments hat sie statt dem Not-, den Herzknopf gedrückt. Die Patientin hat’s überlebt, nicht so Julia, denn nun ist sie den Job als Krankenschwester los. Zunächst im Krankenstand, wegen ihres Asthmas, das sich durch die Aufregung zusätzlich verstärkt. „Alles kann man nicht auf die Organe schieben“, so die Lungenärztin (S. 8); Kündigung nach Ende des Krankenstandes. Einher gehend der Verlust der Personalwohnung, das Ende ihrer Affäre mit dem verheirateten Johannes und das Abhandenkommen ihrer einzigen Freundin Gerlinde. Es geht noch tiefer, denn der Exit heißt zurück in ihr Heimatdorf, zu Vater und Bruder, dorthin wo sie nie sein wollte. Die Mutter ist ab in den Süden, nach Sizilien geflüchtet. Bruder David lebte nach einer Hirnhautentzündung, die der Betriebsarzt falsch diagnostiziert hatte, als vegetierender Rest in einem Heim. Vater holt sie vom Krankenhausparkplatz ab, Julia schnauft tief: „Ich bin knapp am Sauerstoff vorbei“ (S. 30). Provinzielle Trostlosigkeit in strukturschwacher Gegend, in der die großen Arbeitgeber dichtgemacht haben. „Schwarzbach ist jahrzehntelang im Tageslist verblasst“ (S. 33). Das Dorf im Innergebirg, nur eine Stunde von der Stadt entfernt, aber durch ein ganzes Bergmassiv von der Sonne abgeschnitten. Schmerzhaft genau und ziemlich traurig. Nur Oskar könnte für Julia einen Hoffnungsschimmer bedeuten. Nach einem Luxus-Herzinfarkt auf Reha. Da könnte was entstehen, aber es ist kompliziert, zwischenmenschlich, in der Familie, im Dorf – und überhaupt. Nach knapp zweihundert Seiten ist das Lesen zu Ende und ich muss den Atem anhalten. Mit eigenwilligem Rhythmus und kristallklaren Sätzen, ohne Effekthascherei und Pathos beweist Birnbacher ihre Souveränität in dieser „Mikrostudie von Lebensverhältnissen“. Birnbachers klare Sprache, benennt die Probleme dieser spießig-patriarchalen Welt deutlich mit Vermessung des österreichischen Wirtshauskosmos, nicht anklagend, sondern als aufmerksames, lesenswertes Protokoll, mit einem Schuss Hoffnung - zum Schluss. Birgit Birnbacher ist nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2023.

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