Produktbild: Unversehrt. Frauen und Schmerz

Unversehrt. Frauen und Schmerz SACHBUCH DES JAHRES | Preisträgerin des NDR-Sachbuchpreises 2025 | Gewalt gegen Frauen | Gender Pain Gap | Medizin für Frauen | Frauengesundheit

108

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

22.10.2024

Verlag

HarperCollins eBook

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

2188 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783749907557

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
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Erscheinungsdatum

22.10.2024

Verlag

HarperCollins eBook

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

2188 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783749907557

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  • PucKker

    5/5

    12.10.2024

    eBook (ePUB)

    Wichtig für alle!

    „Unversehrt“ von Eva Biringer hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Das Cover allein weckt eine stille Neugier – die Frau in Strumpfhose, das zerbrechende Ei in ihrem Schoß, es wirkt wie ein eingefrorener Moment voller Intimität und Zerbrechlichkeit. Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass ich dieses Buch schnell verschlingen würde. Der Schreibstil von Biringer ist nicht nur flüssig, sondern auch angenehm direkt, sodass ich das Buch in nur zwei Tagen beendet habe. Es liest sich leicht, doch die Inhalte hallen nach und laden zum Nachdenken ein. Als Frau fühlte ich mich oft tief angesprochen. Viele der Themen sind so allgegenwärtig und „relatable“, dass ich beim Lesen nicht selten innehalten musste. Mehr als einmal stockte mir der Atem oder Tränen sammelten sich in meinen Augen. Doch es wäre ein Fehler, das Buch nur für Frauen zu empfehlen – auch Männer könnten viel daraus lernen. Oft bleibt ihnen die systematische Unterdrückung durch das Patriarchat unsichtbar, was „Unversehrt“ eindrucksvoll zu beleuchten weiß. Biringer behandelt eine erstaunliche Vielzahl an Themen – von Sprache, Herkunft, Medizin, Invalidierung über Selbstverletzung bis hin zur Fetischisierung. Besonders beeindruckend ist dabei, wie klar und strukturiert sie diese komplexen Themen aufarbeitet, sie einordnet und stets auf fundierte Quellen und Studien verweist. Dieses Buch ist mehr als nur persönliche Reflexion – es ist eine gesellschaftskritische Analyse, die auf fundiertem Wissen basiert. Einzig ein Wunsch blieb für mich offen: Ich hätte gerne noch mehr über den Schmerz von Frauen in der Medizin und in Studien erfahren. Dieser Aspekt wurde zwar berührt, doch ich hätte mir eine noch tiefere Auseinandersetzung gewünscht. Trotzdem bleibt „Unversehrt“ für mich eine wichtige und berührende Lektüre, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

  • BücherAlex

    aus Ba-Wü

    5/5

    28.06.2026

    Hörbuch-Download

    Sehr zu empfehlen

    Die Geschichten über Gewalt an Frauen z.B. in Indien oder hier bist in die frühe Neuzeit werden eindrücklich erzählt. Oder auch über den weibl. Körper/Sexualität betreffende Medizin-Historie.

  • Bewertung

    aus Annaberg-Buchholz

    5/5

    30.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Schmerz, lass bitte nach!

    Ein Buch,das ich am liebsten jeden Menschen zwingen möchte, es zu lesen. Der Schmerz von Frauen, der belächelt, minimiert wird, und schon so allgegenwärtig Kleingeredet wird, das es die meisten von uns schon viel zu sehr verinnerlicht haben. Es wird Scham empfunden und es wird rationalisiert, aber genau das ist der falsche Weg (Reclaim the Pain, wie die Autorin so schön sagt). Denn unser Schmerz darf wehtun und angezeigt werden und es muss noch so unfassbar viel getan werden, damit man auch als Frau in der Medizin(!) und im sozialen Umfeld damit nicht mehr allein gelassen wird. Auf 232 Seiten werden Fakten und Anekdoten werden hier perfekt verwoben. Ich hatte bei einigen der persönlichen Geschichten wirklich Gänsehaut. Es geht hier auch wirklich nicht um Junge Frauen, sondern um ein weibliches Trauma, das seit Generationen so weitergegeben wird und das macht einfach fassungslos und wütend.

  • limaelmo

    5/5

    21.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Erkenntnisreich Die Autorin…

    Erkenntnisreich Die Autorin Eva Biringer hat mit "Unversehrt" ein vom Schreibstil her leicht lesbares, inhaltlich teils nur schwer erträgliches Buch über Schmerzen bei Frauen geschrieben. Aufhänger und roter Faden sind ihre Erinnerungen an ihre Großmutter, die sie als Frau mit chronisch starken Schmerzen kannte. Diese Teile des Buches rahmen den Buchinhalt gut ein und verbindet die einzelnen Kapitel und Aspekte von Schmerzen. In neun Kapiteln lernen wir gut sortiert die Gedanken der Autorin zum Thema kennen. Sie weist auf vielerlei Quellen, Forschungsarbeiten, weiteren Lektüren und Medien hin, die sie dazu herangezogenm hat. Darum gibt es umfangreichen Listen im Anhang. Einige der genannten Bücher kenne ich und sie machten an den Stellen ihrer Erwähnung das Thema für mich runder, sind als sehr nützlich in ihrer Auflistung am Ende des Buches, um sich weiter mit dem Thema zu befassen. Ganz persönlich hat mich das Buch an mehreren Stellen sehr erhellt. So fand ich Belege dafür, dass verschiedenen Situationen in meinem Leben bisher in einem anderen Licht dastanden. In einem für mich schlechten nämlich. Nun weiß ich, dank der Autorin und ihrem Buch, dass ich mit diesem schlechten Licht nicht alleine bin und kann das miese Gefühl, das mich seither begleitet hat, wandeln in etwas positives. Danke, Eva Biringer!

  • xxholidayxx

    5/5

    24.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein sehr wichtiges (!) Buch, das wütend macht

    "Jahrtausendelang wurde der weibliche Körper per se als schwach, krank und behandlungsbedürftig angesehen. Daran hat sich nur wenig geändert. Wenn Frauen ihre körperliche Versehrtheit offenbaren, wird ihnen oftmals nicht geglaubt." (Seite 189 - Buchzitat) Eva Biringers Sachbuch „Unversehrt. Frauen und Schmerz“ beleuchtet eindringlich, wie weiblicher Schmerz in unserer Gesellschaft systematisch abgewertet, ignoriert und fetischisiert wird. Die Autorin, geboren 1989 in Albstadt-Ebingen, studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft und schreibt als freie Autorin über Stil- und Kulturthemen für renommierte Zeitungen wie "Die Zeit" und "Welt am Sonntag". Biringer, die in Wien und Berlin lebt, bringt ihre Expertise und persönliche Erfahrung in dieses wichtige Buch ein. Worum geht’s genau? Das Buch setzt sich mit der gesellschaftlichen, medizinischen und kulturellen Wahrnehmung von weiblichem Schmerz auseinander. Frauen, die häufiger unter chronischen Schmerzen leiden und stärkeren Belastungen wie Menstruationsbeschwerden, Endometriose oder häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, erfahren oft weniger Verständnis und Unterstützung als Männer. Ihre Schmerzen werden schneller als psychosomatisch abgetan, weniger intensiv erforscht und oft einfach medikamentös ruhiggestellt. Eva Biringer zeigt anhand persönlicher Erlebnisse, wie ihrer Großmutter, deren lebenslanger Schmerz ignoriert wurde, und einer beeindruckenden Fülle an Studien, wie patriarchale Strukturen diese Missstände fördern. Sie beleuchtet außerdem die Fetischisierung von Schmerz und wie Männerkörper weiterhin als medizinische Norm gelten. Meine Meinung Für mich ist „Unversehrt“ eines der eindringlichsten Bücher des Jahres. Die Lektüre ist wie ein Schlag in die Magengrube – nicht wegen Effekthascherei oder sprachlicher Tricks, sondern durch die gut recherchierten Fakten, die sowohl erschütternd als auch wütend machen. Biringer nähert sich dem Thema Schmerz aus unterschiedlichsten Perspektiven: philosophisch, gesellschaftlich, medizinisch und autobiografisch. Besonders berührend fand ich den roten Faden des Buches – den Schmerz und die gesundheitlichen Probleme ihrer Großmutter, der nie ernst genommen wurde. Dieses Element schafft Nahbarkeit und eine (persönliche) Verbindung zur Autorin. Der Autorin gelingt es, komplexe medizinische und gesellschaftliche Zusammenhänge verständlich zu erklären, ohne dabei den feministischen Kern der Botschaft zu verlieren: Schmerz bei Frauen wird nicht nur bagatellisiert, sondern systematisch übersehen, was tödliche Konsequenzen haben kann. Die Darstellung, dass chronische Erkrankungen wie Endometriose oder Menstruationsbeschwerden immer noch kaum erforscht sind, macht mich fassungslos – ebenso wie die Tatsache, dass patriarchale Gewalt und der Ausschluss von Frauen aus medizinischen Standards bis heute existieren. Trotz meines eigenen Vorwissens konnte ich aus dem Buch viel Neues lernen, denn Biringer hat eine Fülle an Studien und historischen wie aktuellen Beispielen zusammengetragen. Die Stärke des Buches liegt in seiner Klarheit und Eindringlichkeit. Es ist ein feministisches Plädoyer, das mit Fakten überzeugt, ohne zu polemisieren. Fazit „Unversehrt“ ist ein tief bewegendes, faktenreiches und unverzichtbares Buch, das sich mit einem wichtigen, oft vernachlässigten Thema auseinandersetzt. Es regt zum Nachdenken an und ruft zum Handeln auf. Eva Biringer hat hier ein Meisterwerk geschaffen, das feministisches Bewusstsein schärft und einen unverzichtbaren Beitrag zur Diskussion über weiblichen Schmerz leistet. Nicht weniger als 5 von 5 Sternen.

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