Produktbild: Row Zero: Gewalt und Machtmissbrauch in der Musikindustrie

Row Zero: Gewalt und Machtmissbrauch in der Musikindustrie

7

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

28.05.2024

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

271 (Printausgabe)

Dateigröße

846 KB

Auflage

1. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

EAN

9783751759557

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt

Erscheinungsdatum

28.05.2024

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

271 (Printausgabe)

Dateigröße

846 KB

Auflage

1. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

EAN

9783751759557

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  • Bewertung

    1/5

    27.10.2024

    eBook (ePUB)

    schlecht recherchiert

    Klar das Deppner und Krampf noch Kapital aus dem angeblichen Skandal um Rammstein rausholen müssen. Das Buch ist recht schlecht recherchiert und nur die negativen Aspekte werden absolut breit gewalzt und zum zigten Male wiedergekaut. Die aktuellen Ereignisse um Rammstein, die Gerichtsurteile zu Gunsten von Rammstein werden überhaupt nicht berücksichtigt. Na ja Hauptsache es wird noch Kohle gemacht

  • Bewertung

    5/5

    26.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Harte und notwendige Kost

    Lena Kampf und Daniel Drepper haben hier ein gut recherchiertes und sachliches Buch abgeliefert, das der Musikindustrie den Spiegel vorhält. Natürlich ist das alles nichts neues, und nicht nur Musikfans sind sich klar darüber, was in den 70ern und 80ern mit Rock 'n' Roll anfing und sich bis heute vor und hinter der Bühne abspielt. Aber das alles noch mal so gebündelt und vor allem genreübergreifend zu lesen, macht einen fassungslos und endlos wütend. Rammstein war nur die Spitze eines Eisberges, Gewalt und Machtmissbrauch in der Musikbranche zieht sich seit Jahrzehnten quer durch die internationale Musiklandschaft und der Großteil der Beteiligten schaut weg. Hier wird ein System am Laufen gehalten, das auf die ekelhafteste Weise frauenverachtend/menschenverachtend ist. Ja die Stimmen zur Causa Rammstein kannte man vermutlich schon vor der Veröffentlichung von "Row Zero" aus diversen Artikeln und Podcasts, aber auch diese Stimmen gehören zum Diskurs und bilden die Basis für die umfangreiche Recherche der beiden Investigativ-Journalisten. Vor allem die Deutschrap-Szene bekommt im Text ihr Fett weg - nicht überraschend, dennoch schockierend. Finde es lächerlich und absolut durchschaubar, wie Anhänger der Täter auf diversen Plattformen das Buch mit nur einem Stern bewerten. Da fühlen sich einige Menschen sehr auf den Schlips getreten. Shame! Karma regelt. Ich bin mir sicher! Mein Mitgefühl gilt allen Betroffenen. Mein Respekt gilt allen, die den Mund auf machen.

  • literaturwohnung

    5/5

    17.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Wann immer Macht, ihr…

    „Wann immer Macht, ihr Gebrauch und ihr Missbrauch neu vermessen werden, gilt es genau hinzuschauen und zu differenzieren.“ (S.15) Wow, was war das für ein Buch! Ich habe es verschlungen und ehrlich? Es hat mich bis jetzt nicht losgelassen. In dem Buch geht es, wie der Titel verrät, um Gewalt und den Machtmissbrauch in der Musikindustrie. Es wird von einigen Fällen, unter anderem dem von Lindemann, Frontsänger der Band Rammstein, berichtet. Noch jetzt bin ich erschüttert, was ich alles gelesen habe. Nicht nur Lindemanns Namen fiel, sondern auch der von R. Kelly oder Marilyn Manson. Es fällt mir wahnsinnig schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. Schlimm an der Geschichte finde ich, dass den Frauen nicht geglaubt wird und die Musiker ungehindert weiter Musik machen konnten oder gar können. Wo bitte bleibt da die Gerechtigkeit? Warum dürfen Musiker in Songs Sexismus beschreien und die Plattenfirmen sehen nur zu? Richtig, weil der Profit im Vordergrund steht. Heutzutage muss man vielleicht auffallen und in die ein oder andere Kerbe schlagen, aber nicht, indem Mann Frauen herauspicken lässt oder ihnen die Welt zu Füßen legt, um sie dann systematisch kaputtzumachen. Eine der Frauen, die von einem berühmten Mann sexuell missbraucht wurde, nahm sich das Leben. Ist das echt die Welt, in der wir leben? In der wir, weil wir den Status berühmt auf der Stirn haben und Geld in der Tasche, uns alles erlauben dürfen? Nein. Einfach ein klares Nein. Erschreckend fand ich, dass es bei einem Rammstein oder Lindemannkonzert einen Einspieler gab, bei dem gezeigt wurde, wie er von zwei Frauen oral befriedigt wurde – oder wie er sein Ding vor den Fans herausholt und auf die Menge uriniert. Leute, mal im Ernst: Ist das Kunst? Ist es das, wofür die Musik steht? Das Video kann man sich auf YouTube ansehen und ich kann nur eines sagen: Jetzt weiß ich, warum ich dieser Band nie meine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Was ich aber noch viel schlimmer ist, dass die Fälle eingestellt werden. Im Fall R.Kelly nicht – was ich gut finde. Ansonsten frage ich mich, auch wenn es die Unschuldsvermutung gibt – ja, warum den Fällen nicht zu 100% nachgegangen wird und Musiker so weitermachen dürfen und dafür auch noch gefeiert werden? „Regelmäßig werden bei Konzerten offenbar ein bis zwei Frauen gesucht, die dann – wie Shelby Lynn – unter der Bühne mit Till Lindemann Sex haben sollen, während in den etwa fünf Minuten des ‚Deutschland‘-Remixes Mitglieder der Band als leuchtende Strichmännchen auf der Bühne tanzen.“ (S.35) Nun möchte ich aber nochmal genauer auf einige Aussagen eingehen. Unter anderem, dass Frauen berühmt sein wollen. Welche von den 20 Frauen, die unabhängig voneinander über das Geschehene berichtet haben, sind nun berühmt? Dies ist nicht der Fall. Sie sind für ihr Leben, durch diese scheußliche Tat, geprägt. Mit Berühmtheit hat das nur wenig zu tun. Wer aber weiterhin gefeiert wird, sind die Künstler und die Frauen werden mundtot gemacht. Dann, dass es keine Beweise gibt. Mir sträubten sich wortwörtlich die Nackenhaare. Es sind 20 (!) Frauen herangezogen worden. Alle haben unabhängig voneinander über den Vorfall mit Lindemann geredet, sich getraut, etwas gegen ihn zu sagen. Ich denke, man kann sich sicher sein, dass es mehr als 20 Frauen gibt, nur die meisten Angst haben – weil ihnen Angst gemacht wurde. Hut ab, für die Frauen, die sich getraut haben. Und doch geschieht nur eines: nichts. Alles verläuft im Sand, die Stars werden weiterhin gefeiert und die Missbrauchten müssen leiden. Es gäbe keine Beweise, Person ABC habe ausgiebig gefeiert, war fröhlich. Ja, vor der Tat. Nach der Tat sieht es dann aber ganz anders aus. Und dann kommen die Gerichte ins Spiel. Alles ist in bester Ordnung, folglich ist alles wieder Tutti-Frutti. Nein. Während die missbrauchten Frauen an den Folgen des Missbrauchs leiden, das Gericht ihnen kein Recht zuspricht, werden die Stars gefeiert. Damit will ich eines sagen: Wer Geld hat, sich den besten Anwalt zu leisten und die Frauen mundtot zu machen, sieht an diesem Beispiel, dass Geld auch hier Macht ist. Doch ich finde, dass das absolut nicht sein darf. Auch Lindemann hat sich Top-Anwälte geleistet. Er verklagt jeden, der Negatives schreibt – so heißt es. Nur muss man mit Kritik, übrigens auch als Autor*in, umgehen können. Dieses Buch, um nun ein Ende zu finden, hat mich sprachlos zurückgelassen. Schon beim Lesen musste ich immer mal wieder innehalten. Es ist faszinierend und gleichzeitig berührend und schockierend. Die Recherche an diesem Buch hat über ein Jahr gedauert. Kein Wunder bei all den Informationen und Erfahrungsberichten, wo mir ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Jeder sollte dieses Buch gelesen haben und jeder sollte sich dagegen auflehnen. Wir alle sollten menschlich sein, zusammenhalten und den Schwächeren den Rücken stärken. Mehr Worte finde ich nicht, für diese rohe Gewalt, die teilweise in der Musikbranche herrscht. Niemals würde ich in der Row Zero sein wollen.

  • Marschmädchen.liest

    aus Bochum

    5/5

    01.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolut empfehlenswert!

    Als ich im Eichborn-Newsletter die Ankündigung zu „Row Zero – Gewalt und Machtmissbrauch in der Musikindustrie“ entdeckte, war ich richtig erleichtert. Erleichtert darüber, dass die Vorwürfe weiblicher Fans gegenüber Till Lindemann aufgegriffen und weiter recherchiert wurden, dass ich mich informieren kann und das Thema nicht ohne Widerhall in der Versenkung verschwindet. Nur einen Tag später habe ich mir das Buch im Buchhandel gekauft und mit dem Lesen begonnen. Das Buch hat mich richtig in Atem gehalten. Selten habe ich ein Sachbuch in so kurzer Zeit gelesen. Ich möchte es gern jeder Person in die Hand drücken und zum Lesen auffordern. Besonders den Musikfans, zu denen ich mich selbst zähle. Über die Autor:innen: Lena Kampf ist Journalistin, stellvertretende Ressortleitung im Ressort Investigative Recherche der Süddeutschen Zeitung. Daniel Drepper ist ebenfalls Journalist und leitet die Recherchekooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Sie haben zusammen mit einem Team recherchiert, mit über 200 Personen Interviews geführt und Einsicht in Aufzeichnungen, Screenshots und Videos erhalten. Zum Inhalt: Die Recherche zu diesem Buch lief anders ab, als es im investigativen Journalismus üblich ist. Wird normalerweise verdeckt recherchiert, waren die Vorwürfe gegenüber Till Lindemann bereits öffentlich. Daher wurde über die geplante Recherche öffentlich informiert und so Kontakt gesucht zu mutmaßlich Betroffenen und Personen aus der Musikbranche. Im Buch kommen (häufig unter geändertem Namen) Personen zu Wort, Die ihre Aussagen teilweise in Versicherung an Eides statt abgegeben haben, das bedeutet, dass sie die Wahrheit ihrer Aussagen bekräftigen und vor Gericht wiederholen würden. Das Buch umfasst detaillierte Beschreibungen des mutmaßlich stattgefundenen „Castings junger Frauen“ sowie Erfahrungen aus dem Backstage-Bereich und Vorwürfe se*ueller Übergriffe. Es geht aber noch viel mehr in die Tiefe, beleuchtet, wie der Rockstar-Mythos männlichen Künstlern systematischen Machtmissbrauch gegenüber Fans in der Vergangenheit und teils auch in der Gegenwart ohne Konsequenzen ermöglicht. Auch weibliche Mitarbeiterinnen der Musikbranche kommen zu Wort und schildern alltägliche se**stiche Übergriffe und ein enormes Machtgefälle. Jurist:innen legen die strafrechtlichen Abläufe bei Vergewaltigungsvorwürfen dar und warum so viele Frauen sich gegen ein Verfahren entscheiden. Fazit: Das Buch hat mich als Musikfan tief erschüttert. Die Systematik, die in all den aufgedeckten Machtmissbräuchen steckt, widert mich an. Besonders auch die Art, mit der Vorfälle unter den Teppich gekehrt werden. Zum Fall Lindemann: Die Berliner Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen gegen Till Lindemann und Alena Makeeva im August 2023 ein, weil bis auf eine keine weiteren Vernehmungen stattfinden konnten. Dies wird als Freispruch Lindemanns interpretiert, und die Band tritt weiterhin erfolgreich auf. Ich persönlich glaube den Frauen, die unabhängig voneinander, teils zu unterschiedlichen Zeitpunkten, ihre Erfahrungen anonym oder öffentlich teilten. Und ich verstehe, warum sie sich der Tortur eines öffentlichen Strafverfahrens nicht aussetzen. Das Verfahren zwischen Shelby Lynn und Till Lindemann läuft noch. Zur weiteren Lektüre kann ich das Buch "Prima Facie" von Suzie Miller empfehlen, in dem ein fiktiver Vergewaltigungsprozess geschildert wird. Vielen Dank für dieses wichtige Buch, ich empfehle es wirklich jede:m!

  • Bewertung

    aus Bamberg

    5/5

    26.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Zeit, über das zu sprechen, über das nicht gesprochen werden soll.« ~ Jan Böhmermann

    »Zeit, über das zu sprechen, über das nicht gesprochen werden soll.« ~ Jan Böhmermann Dieses Buch beginnt, wie der Titel schon verlauten lässt, mit Auseinandersetzung der Vorwürfe sowie des Rekrutierungssystems „Row Zero“ bei der Band Rammstein und greift im Fortlauf immer wieder darauf zurück, schließlich symbolisiert diese Band das patriarchale Machtsystem in ihrer ganzen Stärke. Doch würde man dieses Buch nur darauf reduzieren, käme es ihm nicht gerecht, schließlich geht es um weit mehr – die Musikindustrie an sich. Die beiden Journalisten Lena Kampf und Daniel Drepper recherchieren, gemeinsam mit weiteren Kollegen, seit einem Jahr zu dieser Thematik und haben allein für dieses Buch mit mehr als 200 Menschen gesprochen, was man der Qualität des Buches schnell anmerkt. Neben Ausnutzung von Fans durch misogyne Machtstrukturen anderer Künstler, wird ein Exkurs auf das Groupietum geworfen. Darüberhinaus werden schockierende Einblicke in den Alltag von Frauen, u.a. bei den großen Musiklabels gegeben, welche sexistischen Übergriffen und Äußerungen ausgesetzt sind. Es geht um betroffene Personen, Machtmissbrauch, aber auch um starke Frauen, die das System und ihre Machenschaften offenlegen und dennoch viel zu wenig gehört werden. Viele Fans unterschiedlicher Bands scheinen jegliche Vorwürfe weiterhin als Lüge abzuwehren. Es scheint einfacher, sich nicht damit auseinanderzusetzen. Aber kann man diese Tatsachen ignorieren und weiterhin Künstler unterstützen, die jegliche Moralvorstellungen verworfen haben? Es bleibt Stille, das große Schweigen und viele Fragen. Mich selbst hat das Buch sehr bewegt und mitgenommen, wütend gemacht und zugleich Hoffnung gegeben, dass sich vielleicht jetzt endlich etwas ändert. Unbestreitbar bleibt, dass „Row Zero“ eines der wichtigsten Bücher in diesem Jahr ist, hoffentlich viele Leute erreicht und zum Nach-, bzw. Umdenken anregt.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (7)

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