Produktbild: Hundswut

Hundswut Roman | erinnert an Andrea Maria Schenkels »Tannöd« | Buch zum Kinofilm mit Christine Neubauer, Konstantin Wecker, Annika Preil, Markus Brandl, Sepp Schauer und Christian Tramitz

16

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

40555

Erscheinungsdatum

20.02.2024

Verlag

HarperCollins eBook

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

2481 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783749907229

Beschreibung

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • Navigation über vorher / nachher Elemente
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Verkaufsrang

40555

Erscheinungsdatum

20.02.2024

Verlag

HarperCollins eBook

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

2481 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783749907229

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  • Ele

    aus xxx

    4/5

    17.03.2024

    eBook (ePUB)

    Homo homini lupus

    Hundswut, Historischer Roman von Daniel Alvarenga, HarperCollins eBook Hat mich an meine Grenzen gebracht. Das Buch besteht aus 67 Kapiteln in unterschiedlicher Länge, im auktorialen Stil und sehr bildhaft und flüssig erzählt. Es besteht aus zwei Teilen, wobei der zweite Teil noch in Tag 1-3 eingeteilt wurde. Die teilweise harschen, sowie derben Dialoge sind in bayrischer Mundart verfasst, sie machen die Geschichte so lebendig, dadurch ist auch kein Zweifel am Setting möglich. Bilder entstanden in meinem Kopf, denn es wird abwechslungsweise aus der Sicht der verschiedenen Charaktere erzählt. 1932 irgendwo im tiefsten Bayern, Joseph Köhler, der Einsiedler wurde von den Mitbewohnern in seinem Heimatdorf schon immer argwöhnisch beäugt. Als sein Sohn und später auch seine geliebte Frau starben, wurde er schwermütig. Eines Tages werden die Leichen von vier Jugendlichen gefunden, die Wunden trugen, die auf den Angriff einer „Bestie“ hindeuten. Das Urteil der Dorfgemeinschaft war bald gemacht und die Jagd, nach einem „Werwolf“ beginnt. Dieses Buch hat mir so einiges abverlangt, der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich wusste nicht, auf was ich mich mit der Lektüre einlasse. In den letzten Kapiteln war es schier unerträglich für mich überhaupt noch weiterzulesen. Grausige Szenen sind hier rücksichtslos geschildert. Obwohl ich eine hartgesottene Leserin bin, konnte ich die Tränen und den Ekel nicht mehr zurückhalten. Trotzdem wollte ich das Lesegerät nicht aus der Hand legen. Die Figuren sind zutiefst charakterisiert, was denkt sich der Jäger Edi wenn er erneut im Suff versink? Oder wie fühlt sich Fanny die beste Freundin von Mitzi Köhler, die ausschlaggebend in die Geschichte involviert ist und dabei handelt es sich nur um Nebencharaktere im Geschehen. Noch viel, viel tiefer sind die Hauptcharaktere des Buches und der Protagonist gezeichnet. Da konnte man die Emotionen direkt mitfühlen, ein sehr gutes Beispiel dafür der Wirt des Ortes, der Lugg oder auch seine Frau die Mini. Unglaublich wie tief ich mich dabei in die Personen hineindenken konnte. Immer wieder habe ich gehofft, dass diese, im Grunde eigentlich guten und gläubigen Menschen zur Vernunft kommen, doch selbst der Pfarrer hat sich als Scheusal entpuppt. Intrigante Großkopferte, Eifersucht Hass, Aberglauben, selbst die neugierigen Ratschweiber taten das Ihrige dazu und das Verhängnis und der Blutrausch waren nicht mehr zu stoppen. Die Gerechtigkeit und der gesunde Menschenverstand sind auf der Strecke geblieben, man bedenke, dass das Buch nicht im dunkelsten Mittelalter spielt. Ich schwanke zwischen euphorischer Begeisterung und abgrundtiefem, schier unerträglichem Grauen über dieses Buch. Den dazu gehörigen Film würde ich mir gerne Ansehen, ob die Figuren in meinem Kopf mit denen im Film übereinstimmen? Ich denke dieses Buch ist nur für die besonders abgebrühten Leser geeignet. Auch Leser die mit der bayrischen Mundart nicht vertraut sind werden, die interessanten und ausgefeilten Dialoge nicht begreifen. Sätze wie: „Wenn oana ned ganz bacha is“, sollte man verstehen können. Gerne würde ich dem Buch die volle Punktzahl zuschreiben, doch die Grausamkeit des Geschriebenen hat mich schon sehr abgeschreckt, dazu kommt, dass für mich auch einige der Geschehnisse nicht ausreichend auserzählt waren. Deshalb von mir 4 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    24.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Uff - das saß!

    Eindrucksvoll, sehr düster, bewegend, beängstigend. Trotz bayrischem Dialekt gut verständlich. SPOILER. In einem gutbürgerlichen Dorf suchen einfache Menschen schnelle Antworten auf die Frage "Wer hat die Opfer ermordet?". Dies steigert sich so weit, dass der depressive Einsiedler als Täter dient und unter Folter gestehen soll. Richtig schön fand ich die komplexen Charakterbeschreibungen, deren Motive und Lebenswelten und die Darstellung des Dorflebens. Die Dynamik wird zunehmend erdrückend. Das Buch hat mich schockiert zurück gelassen, obwohl ich schon schlimmere Foltersequenzen gelesen habe. Es fühlte sich einfach so lebensnah an. Richtig gut fand ich, dass es am Ende überhaupt nicht darum geht, WER es WIRKLICH war. Sondern die Hetzjagd an sich und deren fatale Folgen im Vordergrund standen.

  • Gesellschaftliche Betrachterin

    aus Großraum Halle (Saale)

    5/5

    20.10.2024

    Hörbuch-Download

    Folterknechte durch Tratsch und Stillschweigen

    Leben Sie in einem Dorf? Dort kann ein Desaster besonders dann über Sie hereinbrechen, wenn Sie zugezogen sind oder nicht gerne an der Dorfgemeinschaft teilhaben. Der Roman führt uns in ein bayerisches Dorf im Jahr 1932. Trieb überragt mal mit und mal ohne Kalkül den Verstand – bereits bevor die Faschisten heraufdämmern. Die von Thomas Birnstiel mit angenehmer Stimme und Betonung eingesprochene Hörbuchfassung sei ausdrücklich empfohlen, denn er beherrscht vorzüglich den Vortrag der bei direkter Rede gelegentlich einfließenden bayerischen Mundart.

  • Jasmin

    aus Fulda

    5/5

    10.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Die Grausamkeit der Menschen in all ihren Facetten.

    Grausig was Menschen einander antun können. Hundswut stellt unbeschönigt dar, was Gerüchte, Hetze und Machtmissbrauch anrichten können und hinterlässt neben Wut und Trauer, immensen Redebedarf. Als ich nach dem Buch gegriffen habe, dachte ich an eine kurze Beschäftigung für zwischendurch. Doch je tiefer ich in die Erzählungen eingetaucht bin, desto mehr wurde mir bewusst, das ist nichts für zwischendurch und auch nichts was man nachher einfach zuklappt und wegstellt. Der Autor stellt in präziser Sprache die Abgründe der Menschen dar und macht dabei auch nicht vor den grausamsten Szenen halt. Der menschliche Verstand scheint komplett ausgeschaltet, oder will man logische Zusammenhänge vielleicht gar nicht herstellen? Was dieses Buch so erschreckend grausam macht, ist dass sich ein solches Szenario auch heute noch durch Selbstjustiz und Hetze ähnlich abspielen könnte. Mich hat das Buch so mitgenommen, dass ich am Ende bitterlich Tränen vergossen hab. Hundswut ist brutal und schockierend, ein Buch hinter dem sich Grauen versteckt. Zartbesaitete sollten vielleicht lieber die Finger davon lassen. Die, die es lesen wollen sollten sich vorher darauf einstellen, dass dieses Buch noch lange nachhallen wird.

  • tinstamp

    aus Hürm

    5/5

    31.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Großartig, aber brutal - wie die Menschen selbst

    Puh, das war eine richtige emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle! Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, welches mich so "zerstört" hat. Ich habe dieses Buch, welches ich selbst als eine Mischung aus historischen Roman mit Horroranteilen bezeichnen würde, schon vor zwei Wochen gelesen, doch die Geschichte hat mich wirklich noch tagelang beschäftigt. Nach dem Zuklappen hatte ich immensen Redebedarf - leider hatte ich aber keinen Gesprächspartner. Beim recherchieren fand ich heraus, dass Daniel Alvarenga die Geschichte verfilmt hat und DANACH erst den Roman/Thriller/Krimi geschrieben hat. Sehr ungewöhnlich! Und man merkt in keinster Weise, dass hier das Drehbuch zuerst entstanden ist. Was ich noch dazu sagen möchte ist, dass die Dialoge in bayrischer Mundart geschrieben und vielleicht für norddeutsche Leser:innen etwas schwer zu lesen sind. Und zartbesaitete Leser:innen sollten vielleicht auch lieber zu einem anderen Buch greifen, denn hier lesen wir ungeschönt von den Abgründen des Menschen! Worum geht es? Wir sind in einem kleinen abgeschiedenen Dorf in Bayern im Jahre 1932. Als vier Jugendliche aus dem Dorf im Wald tot aufgefunden werden, ist zuerst die Rede von einem Wolf, der nach Jahren wieder aufgetaucht zu sein scheint. Doch die grauenhaften Verletzungen und vorallem die nackte und schlimm zugerichtete Leiche des einzigen Mädchens, lassen bald andere Gerüchte aufkommen. Ist etwa ein Werwolf in den Wäldern zugange? Das Misstrauen untereinander wächst. Um die Dorfbewohner zu beruhigen, muss ein Schuldiger her. Für Bürgermeister "Hartl" Aichinger und Großbauer Georg Steiner ist eine Meldung der Morde nach München ausgeschlossen. Die Dörfler bereinigen diese "Sache" unter sich. Der Gemeinderat, der neben Aichinger und Steiner, auch aus Dorfwirt "Lugg" Kramer und Dorfpfarrer Hias Lechner, sowie den zugezogenen Lehrer Konrad Zankl besteht, haben schnell eine Lösung gefunden. Einsiedler Joseph Köhler, der nach dem Tod seiner Frau und seines kleinen Sohnes, schwermütig geworden ist und mit seiner Tochter Mitzi alleine lebt, ist schnell als Sündenbock auserkoren. Er wird im Bierkeller des Wirtshauses eingesperrt, wo ihm "der Prozess" gemacht werden soll. Die Dorfgemeinschaft wird immer mehr aufgehetzt und niemand zweifelt mehr an der Unschuld von Köhler, der nach Kirchenrecht als Werwolf angeklagt und verurteilt werden soll. Seine Tochter soll als Hexe verbrannt werden, nachdem der Dorfpfarrer den mittelalterlichen Hexenhammer zu Rate zieht. Wer sich den hohen Herren und dem Mob entgegen stellt, ist selbst bald a Leich.... Was soll ich sagen? Diese Geschichte hat mich wirklich mitgenommen! Daniel Alvarenga ist bei seinen Beschreibungen alles andere als zimperlich. Plastisch und sehr anschaulich beschreibt er die Morde und die Toten, die Folter und das Leid der misshandelten Menschen. Die drastischen und brutalen Schilderungen des Autors machen auch vor grausamsten Szenen nicht Halt. Daniel Alvarenga zeigt perfekt auf, was ein willkürliches Gerücht, blinde Agression und Hetze alles anrichten kann. Der gesunde Menschenverstand ist ausgeschaltet! Und nein, dass passierte nicht nur im Mittelalter, wo nicht nur die ungebildeten Leute sensationslüstern vor dem Scheiterhaufen oder dem Pranger stehen. Ähnliche Szenen können jederzeit passieren, wo mehrere Menschen zusammenkommen und zur Selbstjustiz aufgehetzt werden. Genau das macht dieses Buch so realistisch und grausam. Die Dialoge sind in bayrischer Mundart verfasst und machen die Handlung noch um einiges lebendiger. Auch die Charaktere sind unbeschreiblich gut gelungen, facettenreich und voller Leben, egal ob Haupt- oder Nebencharakter. Ich hatte während des Lesens immer Bilder im Kopf und sah die Figuren vor mir, deren Gedanken und Gefühle wir abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt bekommen. Manche Leser finden einige Geschehnisse der Geschichte nicht auserzählt. Mittlerweile wisst ihr wahrscheinlich, dass ich offene Enden hasse - und ja, es wird nicht alles aufgeklärt, aber für mich ist und bleibt die Geschichte rund. Am Ende habe ich das Buch fassunglos zugeschlagen. Für mich ein absolutes Meisterwerk, welches mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Den Film werde ich mir nicht anschauen, falls er jemals in unsere Kinos oder ins Fernsehen kommen sollte. Lesen kann ich solche brutaeln Szenen jederzeit, aber ansehen eher nicht. Da schließe ich lieber schnell die Augen.... "Hundswut" bedeutet übrigens tollwütig. Fazit: Eine Geschichte, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird: Brutal und schockierend zeigt sie uns die tiefsten Abgründe des Menschen auf. Wer nicht zu zartbeseitet ist und der bayrischen Mundart mächtig - dem empfehle ich diesen historischen Roman - hinter dem sich das Grauen versteckt - auf jeden Fall weiter.

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