Vom Kindergarten bis Uniabschluss beschreibe ich die Innenansicht eines Deutschen mit indischen Wurzeln. Es wird alles besser hieß es als kleiner Junge, aber es ist nicht besser geworden. "Du kannst dafür dankbar sein, dass du Indien nicht auf der Straße lebst", "Ihresgleichen kann man hier nicht gebrauchen", "Wenn es dir hier nicht passt, kannst du in Indien Kühe anbeten gehen". Viele solcher Äußerungen bestimmen bis heute meinen Alltag. Ist das gelebte Diversity?
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Bewertung
5/5
04.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wichtiges Thema !!!
Dieses Buch thematisiert ein unfassbar wichtiges Thema, welches in unserer Gesellschaft leider immer noch Realität ist und sich immer wieder im Alltag zeigt. Als jemand mit Migrationshintergrund fühle ich mich verstanden und nicht allein gelassen und genau deshalb brauchen wir mehr solcher Bücher, damit sich mehr Leute trauen über ihre Erfahrungen zu reden und für sich selbst einzustehen, denn nur so ändern wir was. Ich danke Shiman für seinen Mut darüber zu sprechen und wünsche mir das sein Buch und seine Erfahrung andere erreichen und das wir so vielleicht wirklich etwas ändern und nicht nur Straßennamen..
Bewertung
5/5
22.09.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Stück bitter-süße Nostalgie aus der Kindheit
Ich finde das dieses Buch die heutige Gesellschaft aus der Sicht eines deutschen Kindes mit Migrationshintergrund sehr gut darstellt.
Es werden die schönen und tristen Momente aus der Kindheit und während der Karriere als Erwachsener festgehalten.
Von Vorwort bis zur Danksagung kann ich mich sehr gut in die Lage des Autors versetzen.
Auch ich bin als Sohn zweier Migranten in Deutschland geboren und mit der deutschen Philosophie aufgewachsen und finde, dass das Buch sehr modern aber auch an die Vergangenheit mahnend verfasst wurde.
Von daher sehe ich dieses Werk von Herr Achan als Pflichtlektüre für alle Jugendlichen/Erwachsenen mit Migrationshintergründen an und ebenso für alle neutralen Leser die einen Einblick in deren Innenleben haben möchten.
Ein Einlesen könnte zu einem besseren Verständnis und somit zu toleranteren und kommunikativeren Dialogen auf interkultureller Ebene verhelfen.
Bewertung
1/5
24.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Irgendwie seltsam
Das Buch hat mich vor allem deshalb zum Nachdenken gebracht, weil der Autor beschreibt, seit seiner Schulzeit immer wieder rassistische Ausgrenzung und Benachteiligung erfahren zu haben. Ich möchte diese Erfahrungen keinesfalls grundsätzlich absprechen. Gleichzeitig hatte ich beim Lesen Schwierigkeiten, die geschilderte Häufung der Ereignisse einzuordnen.
Als Mensch mit eigener Migrationsgeschichte kann ich sagen, dass ich selbst bisher überwiegend andere Erfahrungen gemacht habe. Natürlich kenne auch ich Situationen, in denen ich merke, dass mir jemand aufgrund meiner Herkunft oder meines Aussehens ablehnend begegnet. Ich nehme das wahr, ordne es für mich ein und gehe weiter. Gerade deshalb habe ich mich beim Lesen gefragt, wie viel der beschriebenen Erfahrungen tatsächlich auf rassistische Benachteiligung zurückzuführen ist und ob möglicherweise auch andere Faktoren eine Rolle spielen ggf tatsächlich eine psychische Krankheit beispielsweise.
Besonders die Darstellung, dass sich diese Erfahrungen praktisch durch sämtliche Lebensabschnitte ziehen, hat bei mir Zweifel ausgelöst. An einigen Stellen hätte ich mir deshalb eine differenziertere Auseinandersetzung gewünscht, etwa mit der Frage, wie einzelne Situationen wahrgenommen wurden, welche Belege es dafür gab und ob es auch andere Erklärungen geben könnte.
Die im Buch beschriebene Perspektive ist zweifellos persönlich und kann einen Einblick in die Wahrnehmung eines Menschen geben. Für mich persönlich bleiben jedoch einige Fragen offen. Das Buch hat mich daher weniger davon überzeugt, dass sämtliche geschilderten Benachteiligungen eindeutig rassistisch motiviert waren, sondern vielmehr dazu gebracht, über die Grenzen subjektiver Wahrnehmung und die Schwierigkeit nachzudenken, solche Erfahrungen im Nachhinein eindeutig einzuordnen.
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