**A SUNDAY TIMES BESTSELLER**A masterful recasting of David Copperfield, narrated by an Appalachian boy whose wise, unwavering voice relates his encounters with poverty, addiction, institutional failures and moral collapse-and his efforts to conquer them. - the PulitzerWINNER OF THE PULITZER PRIZE FOR FICTIONTWICE WINNER OF THE WOMEN'S PRIZESHORTLISTED FOR THE ORWELL PRIZE FOR POLITICAL FICTIONSHORTLISTED FOR THE JAMES TAIT BLACK PRIZE FOR FICTIONTHE MULTI-MILLION COPY SELLING AUTHORBOOK AT BEDTIME ON BBC RADIO 4AN OPRAH'S BOOK CLUB PICKWITH OVER 29,000 5* REVIEWS'Extraordinary.' OPRAH'She means to save us by telling us stories. . . She comes closer than anyone else I know.' ANN PATCHETT'Electrifying. . . Every sentence here sizzles.' Daily Mail'It's EPIC. Righteously angry, DEEPLY moving and exquisitely written.' MARIAN KEYES____________Demon Copperhead is a once-in-a-generation novel that breaks and mends your heart in the way only the best fiction can.Demon's story begins with his traumatic birth to a single mother in a single-wide trailer, looking 'like a little blue prizefighter.' For the life ahead of him he would need all of that fighting spirit, along with buckets of charm, a quick wit, and some unexpected talents, legal and otherwise.In the southern Appalachian Mountains of Virginia, poverty isn't an idea, it's as natural as the grass grows. For a generation growing up in this world, at the heart of the modern opioid crisis, addiction isn't an abstraction, it's neighbours, parents, and friends. 'Family' could mean love, or reluctant foster care. For Demon, born on the wrong side of luck, the affection and safety he craves is as remote as the ocean he dreams of seeing one day. The wonder is in how far he's willing to travel to try and get there.Suffused with truth, anger and compassion, Demon Copperhead is an epic tale of love, loss and everything in between.'Legit about to get an 'I'd rather be reading Demon Copperhead' sticker for my Nissan Murano.' ROB DELANEY____________What readers are saying:***** 'An amazing, beautifully written story I cannot wait to recommend to everyone I know.'***** 'Powerful and brilliant. To immerse yourself in a Kingsolver novel is to put yourself in the hands of a master.'***** 'A must read and heart-opening book.'***** 'Raw, angry, starkly beautiful. . . Genuinely one of the best books I've ever read.'***** 'Amazingly complex. . . [Kingsolver] is, by far, one of the greatest living authors'
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4.5/5.0
Bewertung
5/5
14.12.2024
Buch (Taschenbuch)
Der amerikanische Alptraum
Demon Copperheads Leben steht von Geburt an unter keinem guten Stern. Er kommt in einer Trailer-Siedlung in West-Virginia, dem armen „Hinterland“ der USA auf die Welt, sein Vater schon vor seiner Geburt verstorben, seine Mutter eine drogenabhängige Achtzehnjährige. Schon die Geburt ist eine Katastrophe – auf dem Badfußboden des Wohnwagens, in dem seine Mutter lebt, kämpft er sich selbst ins Leben, sie ist komplett durch Drogen ausgeknockt. Nur durch das beherzte Eingreifen der Peggots, Vermieter des Wohnwagens und gleichzeitig Nachbarn, wird verhindert, dass sein Leben gleich bei der Geburt endet. Demons Mutter gibt sich danach große Mühe, ihm eine gute Mutter zu sein, doch scheitert sie immer wieder an sich selbst und hangelt sich von einem Entzug zum nächsten. Und so sind die Peggots eine Art Ersatzfamilie für Demon. Als er 11 Jahre alt ist, stirbt seine Mutter und das Jugendamt übernimmt die Verantwortung für ihn, d.h. er landet in einem System, das komplett versagt. Niemand kümmert sich wirklich und es folgt eine wahre Odyssee durch Pflegefamilien, eine schlimmer als die andere. Die folgenden Jahre sind geprägt sind von Armut, Hunger, Misshandlungen und Erniedrigungen. So fürchterlich es auch ist, so gibt es doch auch eine Handvoll Menschen, die es gut mit ihm meinen und Demon erlebt zwischenzeitlich sogar gute Zeiten.
Er kann allerdings nicht glauben, dass dies von Dauer ist und so kommt es zu Rückschlägen. Trotz der Negativ-Beispiele in seiner Umgebung landet er irgendwann bei Drogen.
Demon erzählt die Geschichte aus seiner Perspektive. Mit diesem Ich-Erzähler hat Barbara Kingsolver einen sehr sympathischen Charakter geschaffen. Seine schnoddrige Sprache, sein Galgenhumor und vor allem die Eigenschaft, nie aufzugeben, sondern sich immer wieder durchzukämpfen, führen dazu, dass man mit ihm mitleidet und für ihn hofft – man muss ihn einfach ins Herz schließen.
Gleichzeitig zeichnet die Autorin ein sehr realistisches Bild der traurigen Seite der USA, einer abgehängten Region, deren Menschen von der Politik vergessen sind. Die Kohleminen sind leergeschürft, also gibt es keine Jobs und damit auch kein Geld. Was bleibt sind Football, Alkohol und Drogen. Gerade das Drogenproblem wurde noch verschärft durch das miserable amerikanische Krankenversicherungssystem, das diesen Namen eigentlich nicht verdient. Ärztliche Behandlungen sind für viele nicht finanzierbar, also werden hauptsächlich Schmerzmittel (Opiate) verschrieben, die viele Leute in die Drogenabhängigkeit getrieben haben.
Insgesamt ein fesselnder und berührender Roman, der für mich eines meiner Lesehighlights des Jahres ist.
Lesepartie
Thalia Book Circle Community
4/5
27.09.2026
Buch (Taschenbuch)
sozialkritische Geschichte
Demon Copperhead kommt unter dramatischen Umständen in einem Trailer in Lee County zur Welt. Seine sehr junge Mutter befindet sich gerade auf Drogenentzug, sein Vater ist bereits vor seiner Geburt gestorben. Zehn Jahre lang sind Mutter und Sohn ein eingeschworenes Team. Doch dann gewinnen die Drogen die Oberhand, und Demon bleibt allein zurück.
Der Junge kämpft sich durch, findet Freunde und schließlich auch wieder eine Art Zuhause. Er wird zum Star der Footballmannschaft, bis er eine schwere Knieverletzung erleidet. Die Schmerzmittel, die er über längere Zeit einnehmen muss, machen ihn abhängig. Plötzlich steht seine Zukunft erneut auf dem Spiel. Demons einzige Chance auf ein drogenfreies Leben besteht darin, Lee County, sein vertrautes Umfeld und seine Freunde zu verlassen. Keine leichte Entscheidung für ihn.
Die Geschichte von Demon Copperhead ist an Charles Dickens’ Roman David Copperfield angelehnt. Wie Dickens’ Held ist Demon ein Waisenjunge, der vom Jugendamt an verschiedene Pflegefamilien vermittelt wird. Doch die Pflegeeltern sind vor allem an dem Geld interessiert, das sie für ein Pflegekind bekommen. Demon selbst kommt davon kaum etwas zugute; stattdessen muss er schon während seiner Schulzeit arbeiten. Hunger ist lange sein ständiger Begleiter.
So schlimm die Umstände auch sind, Demon schließt Freundschaften und begegnet Menschen, die ihm helfen. Und genau darum geht es in diesem Roman: nicht aufzugeben und trotz aller Widrigkeiten immer wieder das Positive zu sehen.
Ich habe den Roman gelesen, weil ich Charles Dickens’ David Copperfield sehr mag. Demons Geschichte hat mich berührt. Die Figuren sind durchweg sehr authentisch gezeichnet, allen voran Demon, der sich trotz allem, was ihm widerfährt, seinen Optimismus und seine Zuversicht bewahrt.
Der Roman umfasst fast 800 Seiten. Meiner Meinung nach hätten einige Abschnitte deutlich kürzer ausfallen können. Manche Passagen habe ich nur überflogen, weil sie mir zu lang und ausschweifend waren. Dadurch verlor die Erzählung für mich immer wieder an Schwung. Manchmal musste ich mich regelrecht aufraffen, um weiterzulesen.
Auch wenn der Roman für mich einige Schwächen hat, ist Demons Geschichte lesenswert. Sie ist bewegend, eindringlich und zeigt auf berührende Weise, wie wichtig Freundschaft, Hoffnung und die Fähigkeit sind, trotz widriger Lebensumstände nicht aufzugeben.
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