Produktbild: Demon Copperhead
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Barbara Kingsolver

1. Demon Copperhead

Demon Copperhead Winner of the Women's Prize for Fiction

Gesprochen von
2

26,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

2066

Gesprochen von

Charlie Thurston

Spieldauer

21 Stunden und 3 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

18.10.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

68

Verlag

Faber & Faber

Sprache

Englisch

EAN

9780571376506

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

2066

Gesprochen von

Charlie Thurston

Spieldauer

21 Stunden und 3 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

18.10.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

68

Verlag

Faber & Faber

Sprache

Englisch

EAN

9780571376506

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  • Bewertung

    5/5

    14.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Der amerikanische Alptraum

    Demon Copperheads Leben steht von Geburt an unter keinem guten Stern. Er kommt in einer Trailer-Siedlung in West-Virginia, dem armen „Hinterland“ der USA auf die Welt, sein Vater schon vor seiner Geburt verstorben, seine Mutter eine drogenabhängige Achtzehnjährige. Schon die Geburt ist eine Katastrophe – auf dem Badfußboden des Wohnwagens, in dem seine Mutter lebt, kämpft er sich selbst ins Leben, sie ist komplett durch Drogen ausgeknockt. Nur durch das beherzte Eingreifen der Peggots, Vermieter des Wohnwagens und gleichzeitig Nachbarn, wird verhindert, dass sein Leben gleich bei der Geburt endet. Demons Mutter gibt sich danach große Mühe, ihm eine gute Mutter zu sein, doch scheitert sie immer wieder an sich selbst und hangelt sich von einem Entzug zum nächsten. Und so sind die Peggots eine Art Ersatzfamilie für Demon. Als er 11 Jahre alt ist, stirbt seine Mutter und das Jugendamt übernimmt die Verantwortung für ihn, d.h. er landet in einem System, das komplett versagt. Niemand kümmert sich wirklich und es folgt eine wahre Odyssee durch Pflegefamilien, eine schlimmer als die andere. Die folgenden Jahre sind geprägt sind von Armut, Hunger, Misshandlungen und Erniedrigungen. So fürchterlich es auch ist, so gibt es doch auch eine Handvoll Menschen, die es gut mit ihm meinen und Demon erlebt zwischenzeitlich sogar gute Zeiten. Er kann allerdings nicht glauben, dass dies von Dauer ist und so kommt es zu Rückschlägen. Trotz der Negativ-Beispiele in seiner Umgebung landet er irgendwann bei Drogen. Demon erzählt die Geschichte aus seiner Perspektive. Mit diesem Ich-Erzähler hat Barbara Kingsolver einen sehr sympathischen Charakter geschaffen. Seine schnoddrige Sprache, sein Galgenhumor und vor allem die Eigenschaft, nie aufzugeben, sondern sich immer wieder durchzukämpfen, führen dazu, dass man mit ihm mitleidet und für ihn hofft – man muss ihn einfach ins Herz schließen. Gleichzeitig zeichnet die Autorin ein sehr realistisches Bild der traurigen Seite der USA, einer abgehängten Region, deren Menschen von der Politik vergessen sind. Die Kohleminen sind leergeschürft, also gibt es keine Jobs und damit auch kein Geld. Was bleibt sind Football, Alkohol und Drogen. Gerade das Drogenproblem wurde noch verschärft durch das miserable amerikanische Krankenversicherungssystem, das diesen Namen eigentlich nicht verdient. Ärztliche Behandlungen sind für viele nicht finanzierbar, also werden hauptsächlich Schmerzmittel (Opiate) verschrieben, die viele Leute in die Drogenabhängigkeit getrieben haben. Insgesamt ein fesselnder und berührender Roman, der für mich eines meiner Lesehighlights des Jahres ist.

  • Lesepartie

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    27.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    sozialkritische Geschichte

    Demon Copperhead kommt unter dramatischen Umständen in einem Trailer in Lee County zur Welt. Seine sehr junge Mutter befindet sich gerade auf Drogenentzug, sein Vater ist bereits vor seiner Geburt gestorben. Zehn Jahre lang sind Mutter und Sohn ein eingeschworenes Team. Doch dann gewinnen die Drogen die Oberhand, und Demon bleibt allein zurück. Der Junge kämpft sich durch, findet Freunde und schließlich auch wieder eine Art Zuhause. Er wird zum Star der Footballmannschaft, bis er eine schwere Knieverletzung erleidet. Die Schmerzmittel, die er über längere Zeit einnehmen muss, machen ihn abhängig. Plötzlich steht seine Zukunft erneut auf dem Spiel. Demons einzige Chance auf ein drogenfreies Leben besteht darin, Lee County, sein vertrautes Umfeld und seine Freunde zu verlassen. Keine leichte Entscheidung für ihn. Die Geschichte von Demon Copperhead ist an Charles Dickens’ Roman David Copperfield angelehnt. Wie Dickens’ Held ist Demon ein Waisenjunge, der vom Jugendamt an verschiedene Pflegefamilien vermittelt wird. Doch die Pflegeeltern sind vor allem an dem Geld interessiert, das sie für ein Pflegekind bekommen. Demon selbst kommt davon kaum etwas zugute; stattdessen muss er schon während seiner Schulzeit arbeiten. Hunger ist lange sein ständiger Begleiter. So schlimm die Umstände auch sind, Demon schließt Freundschaften und begegnet Menschen, die ihm helfen. Und genau darum geht es in diesem Roman: nicht aufzugeben und trotz aller Widrigkeiten immer wieder das Positive zu sehen. Ich habe den Roman gelesen, weil ich Charles Dickens’ David Copperfield sehr mag. Demons Geschichte hat mich berührt. Die Figuren sind durchweg sehr authentisch gezeichnet, allen voran Demon, der sich trotz allem, was ihm widerfährt, seinen Optimismus und seine Zuversicht bewahrt. Der Roman umfasst fast 800 Seiten. Meiner Meinung nach hätten einige Abschnitte deutlich kürzer ausfallen können. Manche Passagen habe ich nur überflogen, weil sie mir zu lang und ausschweifend waren. Dadurch verlor die Erzählung für mich immer wieder an Schwung. Manchmal musste ich mich regelrecht aufraffen, um weiterzulesen. Auch wenn der Roman für mich einige Schwächen hat, ist Demons Geschichte lesenswert. Sie ist bewegend, eindringlich und zeigt auf berührende Weise, wie wichtig Freundschaft, Hoffnung und die Fähigkeit sind, trotz widriger Lebensumstände nicht aufzugeben.

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