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Augustblau

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Verlag

AKI Verlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,8/14,8/1,9 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Ozeanblau / Cool Grey

Auflage

1

Originaltitel

August Blue

Übersetzt von

Marion Hertle

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-311-35015-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Verlag

AKI Verlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,8/14,8/1,9 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Ozeanblau / Cool Grey

Auflage

1

Originaltitel

August Blue

Übersetzt von

Marion Hertle

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-311-35015-6

Herstelleradresse

Verlegerdienst München
Gutenbergstraße 1
82205 Gilching
DE

Email: [email protected]

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Besondere Sprache und Erzählstil

Bewertung am 15.08.2023

Bewertungsnummer: 2001356

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Deborah Levy ist eine der Autorinnen in aller Munde, die ich ohne schlechtes Gefühl an mir vorbei ziehen ließ. Ich vernahm die Begeisterung von mir geschätzter Leserinnen. Aber ach, es gibt so vieles, dachte ich mir, doch da fand sich nun doch ein Weg in meinen Briefkasten. Das Blau in der Gestaltung des Covers ist Aki-typisch atmosphärisch, aufwendig und ausgesucht. Die Künstlerin Shirana Shahbazi ist spannend. Schon ansprechend, »August Blau«, im Sommer, aber der Inhalt? Zumal ein aktuelles Werk? Es brauchte nur ein bis zwei Seiten, und alle Skepsis verflog. Wow Deborah Levy, was für ein Gefühl diese Autorin hat für Szenerie und Figuren, wie interessant, intensiv, genau und dabei leicht, wie nebenbei komponiert ist dieser Text, dabei sitzt jede Beobachtung, jedes Wort. Es stören noch nicht einmal die Beschreibungen der Pandemie, die beiläufig eingestreut werden ohne eine Hauptrolle zu spielen, die ich in anderen Romanen bisher oft als gewollt und nicht ganz gelungen empfand. »Ich berührte das Klavier, und es berührte mich. Ich empfand es wie den Körper meiner Mutter. Wir würden niemals wieder getrennt sein.« | 104 Die Hauptfigur Elsa, nein Ann, oder noch ganz anders, ein Wunderkind der klassischen Musik, löst sich von der Trauer Rachmaninoffs. Sie war unfähig, das ausverkaufte Konzert in Wien zuende zu spielen und bleibt verstört zurück. In Athen findet und verliert sie ihre Doppelgängerin. Sie stiehlt ihren Trilby, die Pferde bekommt sie nicht. Innere Dialoge und flüchtige Begegnungen spiegeln sie in London, in Paris und in Sardinien. In Liebe und Beziehungen ist sie scheu, nüchtern beobachtend. Sich fallen lassen und sich zeigen ist ihre Sache nicht, auch nicht die Freiheit, dabei dreht sich alles um die verlorene Mutter und alles ist da. Es ist gar nicht die Geschichte, die mich hier begeistert, es ist die Art des Erzählens, der Sound, die lässige Intensität, der Hauch von Abgrund, die Prise Naivität, die Tiefe, die Ahnung der Innenwelt der Nebenfiguren, die ganz andere Geschichten erzählen würden, die Entwicklung der Figur, die nicht erklärt und auch nicht gezeigt wird, sie entpuppt sich.

Besondere Sprache und Erzählstil

Bewertung am 15.08.2023
Bewertungsnummer: 2001356
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Deborah Levy ist eine der Autorinnen in aller Munde, die ich ohne schlechtes Gefühl an mir vorbei ziehen ließ. Ich vernahm die Begeisterung von mir geschätzter Leserinnen. Aber ach, es gibt so vieles, dachte ich mir, doch da fand sich nun doch ein Weg in meinen Briefkasten. Das Blau in der Gestaltung des Covers ist Aki-typisch atmosphärisch, aufwendig und ausgesucht. Die Künstlerin Shirana Shahbazi ist spannend. Schon ansprechend, »August Blau«, im Sommer, aber der Inhalt? Zumal ein aktuelles Werk? Es brauchte nur ein bis zwei Seiten, und alle Skepsis verflog. Wow Deborah Levy, was für ein Gefühl diese Autorin hat für Szenerie und Figuren, wie interessant, intensiv, genau und dabei leicht, wie nebenbei komponiert ist dieser Text, dabei sitzt jede Beobachtung, jedes Wort. Es stören noch nicht einmal die Beschreibungen der Pandemie, die beiläufig eingestreut werden ohne eine Hauptrolle zu spielen, die ich in anderen Romanen bisher oft als gewollt und nicht ganz gelungen empfand. »Ich berührte das Klavier, und es berührte mich. Ich empfand es wie den Körper meiner Mutter. Wir würden niemals wieder getrennt sein.« | 104 Die Hauptfigur Elsa, nein Ann, oder noch ganz anders, ein Wunderkind der klassischen Musik, löst sich von der Trauer Rachmaninoffs. Sie war unfähig, das ausverkaufte Konzert in Wien zuende zu spielen und bleibt verstört zurück. In Athen findet und verliert sie ihre Doppelgängerin. Sie stiehlt ihren Trilby, die Pferde bekommt sie nicht. Innere Dialoge und flüchtige Begegnungen spiegeln sie in London, in Paris und in Sardinien. In Liebe und Beziehungen ist sie scheu, nüchtern beobachtend. Sich fallen lassen und sich zeigen ist ihre Sache nicht, auch nicht die Freiheit, dabei dreht sich alles um die verlorene Mutter und alles ist da. Es ist gar nicht die Geschichte, die mich hier begeistert, es ist die Art des Erzählens, der Sound, die lässige Intensität, der Hauch von Abgrund, die Prise Naivität, die Tiefe, die Ahnung der Innenwelt der Nebenfiguren, die ganz andere Geschichten erzählen würden, die Entwicklung der Figur, die nicht erklärt und auch nicht gezeigt wird, sie entpuppt sich.

Deborah Levy ist eine der…

Kata_____Lović aus Bremen am 15.08.2023

Bewertungsnummer: 2828470

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Deborah Levy ist eine der Autorinnen in aller Munde, die ich ohne schlechtes Gefühl an mir vorbei ziehen ließ. Ich vernahm die Begeisterung von mir geschätzter Leserinnen. Aber ach, es gibt so vieles, dachte ich mir, doch da fand sich nun doch ein Weg in meinen Briefkasten. Das Blau in der Gestaltung des Covers ist Aki-typisch atmosphärisch, aufwendig und ausgesucht. Die Künstlerin Shirana Shahbazi ist spannend. Schon ansprechend, »August Blau«, im Sommer, aber der Inhalt? Zumal ein aktuelles Werk? Es brauchte nur ein bis zwei Seiten, und alle Skepsis verflog. Wow Deborah Levy, was für ein Gefühl diese Autorin hat für Szenerie und Figuren, wie interessant, intensiv, genau und dabei leicht, wie nebenbei komponiert ist dieser Text, dabei sitzt jede Beobachtung, jedes Wort. Es stören noch nicht einmal die Beschreibungen der Pandemie, die beiläufig eingestreut werden ohne eine Hauptrolle zu spielen, die ich in anderen Romanen bisher oft als gewollt und nicht ganz gelungen empfand. »Ich berührte das Klavier, und es berührte mich. Ich empfand es wie den Körper meiner Mutter. Wir würden niemals wieder getrennt sein.« | 104 Die Hauptfigur Elsa, nein Ann, oder noch ganz anders, ein Wunderkind der klassischen Musik, löst sich von der Trauer Rachmaninoffs. Sie war unfähig, das ausverkaufte Konzert in Wien zuende zu spielen und bleibt verstört zurück. In Athen findet und verliert sie ihre Doppelgängerin. Sie stiehlt ihren Trilby, die Pferde bekommt sie nicht. Innere Dialoge und flüchtige Begegnungen spiegeln sie in London, in Paris und in Sardinien. In Liebe und Beziehungen ist sie scheu, nüchtern beobachtend. Sich fallen lassen und sich zeigen ist ihre Sache nicht, auch nicht die Freiheit, dabei dreht sich alles um die verlorene Mutter und alles ist da. Es ist gar nicht die Geschichte, die mich hier begeistert, es ist die Art des Erzählens, der Sound, die lässige Intensität, der Hauch von Abgrund, die Prise Naivität, die Tiefe, die Ahnung der Innenwelt der Nebenfiguren, die ganz andere Geschichten erzählen würden, die Entwicklung der Figur, die nicht erklärt und auch nicht gezeigt wird, sie entpuppt sich.

Deborah Levy ist eine der…

Kata_____Lović aus Bremen am 15.08.2023
Bewertungsnummer: 2828470
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Deborah Levy ist eine der Autorinnen in aller Munde, die ich ohne schlechtes Gefühl an mir vorbei ziehen ließ. Ich vernahm die Begeisterung von mir geschätzter Leserinnen. Aber ach, es gibt so vieles, dachte ich mir, doch da fand sich nun doch ein Weg in meinen Briefkasten. Das Blau in der Gestaltung des Covers ist Aki-typisch atmosphärisch, aufwendig und ausgesucht. Die Künstlerin Shirana Shahbazi ist spannend. Schon ansprechend, »August Blau«, im Sommer, aber der Inhalt? Zumal ein aktuelles Werk? Es brauchte nur ein bis zwei Seiten, und alle Skepsis verflog. Wow Deborah Levy, was für ein Gefühl diese Autorin hat für Szenerie und Figuren, wie interessant, intensiv, genau und dabei leicht, wie nebenbei komponiert ist dieser Text, dabei sitzt jede Beobachtung, jedes Wort. Es stören noch nicht einmal die Beschreibungen der Pandemie, die beiläufig eingestreut werden ohne eine Hauptrolle zu spielen, die ich in anderen Romanen bisher oft als gewollt und nicht ganz gelungen empfand. »Ich berührte das Klavier, und es berührte mich. Ich empfand es wie den Körper meiner Mutter. Wir würden niemals wieder getrennt sein.« | 104 Die Hauptfigur Elsa, nein Ann, oder noch ganz anders, ein Wunderkind der klassischen Musik, löst sich von der Trauer Rachmaninoffs. Sie war unfähig, das ausverkaufte Konzert in Wien zuende zu spielen und bleibt verstört zurück. In Athen findet und verliert sie ihre Doppelgängerin. Sie stiehlt ihren Trilby, die Pferde bekommt sie nicht. Innere Dialoge und flüchtige Begegnungen spiegeln sie in London, in Paris und in Sardinien. In Liebe und Beziehungen ist sie scheu, nüchtern beobachtend. Sich fallen lassen und sich zeigen ist ihre Sache nicht, auch nicht die Freiheit, dabei dreht sich alles um die verlorene Mutter und alles ist da. Es ist gar nicht die Geschichte, die mich hier begeistert, es ist die Art des Erzählens, der Sound, die lässige Intensität, der Hauch von Abgrund, die Prise Naivität, die Tiefe, die Ahnung der Innenwelt der Nebenfiguren, die ganz andere Geschichten erzählen würden, die Entwicklung der Figur, die nicht erklärt und auch nicht gezeigt wird, sie entpuppt sich.

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