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  • Produktbild: Nach Mitternacht
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Nach Mitternacht Roman | Der Klassiker der deutschen Exilliteratur neu im Taschenbuch

Aus der Reihe Irmgard Keun
8

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

13927

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

192

Maße (B/H)

12/18,5 cm

Gewicht

185 g

Farbe

Dunkellila / Messing

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06897-8

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

13927

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

192

Maße (B/H)

12/18,5 cm

Gewicht

185 g

Farbe

Dunkellila / Messing

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06897-8

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    05.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Absolut empfehlenswert

    Gleichzeitig unendlich witzig und unendlich traurig. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie es damals in der NS Zeit gewesen sein muss als ganz normale Person. Die Ohnmacht und Tatenlosigkeit vieler Menschen wird hier clever aufgearbeitet - bis der Schleier fällt. Absolut empfehlenswert.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    03.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Beklemmend realistisches Zeitdokument

    Der Roman “Nach Mitternacht” von Irmgard Keun spielt an nur 2 Tagen im Jahr 1936 in Frankfurt am Main und beschreibt auf beklemmend realistische Weise den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Die 19-jährige Erzählerin Sanna muss sich zwischen der Emigration und einem Leben in der Diktatur entscheiden, da ihr Verlobter Franz an die Gestapo verraten wurde. „Nach Mitternacht“ zeigt auf, dass sich JEDER, der zu diesen Zeiten in Deutschland lebte und überleben wollte, in einem gefahrenbeladenen Alltag befand. Mit seinen eigenen Werten und Ansichten konnte man nicht weit kommen, sie konnten sogar gefährlich werden.  Das Buch ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Zeitdokument und sollte nicht in Vergessenheit geraten. Der Schreibstil mag einigen gewöhnungsbedürftig vorkommen, aber ich finde, er passt genau so zu diesem Buch und dieser Geschichte. Die leicht naive umd kindliche Art von Sanna macht den Blick auf die damalige Situation während der Diktatur noch eindrücklicher. "Ich war müde bis zu Verzweiflung - muß ich mein ganzes Leben nun hier bleiben? Plötzlich fielen mir Worte von Paul ein. Nie werde ich vergessen, wie er an einem Abend erzählte von Ländern, in denen man reden könne, was man wolle, in denen man keine Angst zu haben brauche, solange man sich nicht gegen die heiligen Zehn Gebote versündige. Länder gebe es ohne versteckte Gefahren, dort könne man grüßen, wie man Lust habe - an Festtagen dürfen man weinen und an Trauertagen lachen, wie’s einem gerade ums Herz sei. Da überkam’s mich plötzlich. Hier saß ich und sollt bestraft werden und wußt nicht warum. Ich wußt nicht mehr, was gut war - ich wußte nicht mehr, was böse war. Ich dachte an die Länder mit den heiligen Zehn Geboten, in denen gut gut und böse böse ist. Ich dachte an die fernen fremden Länder, von denen Paul erzählte. Ich mußte weinen, wie ich noch nie in meinem Leben geweint hatte." „Das Schlimme ist, dass ich gar nicht verstehe, was eigentlich los ist, ich hab jetzt nur allmählich raus, wo man sich in acht zu nehmen hat.“

  • Tausendléxi

    4/5

    10.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Frankfurt im Jahre 1936. Auf…

    Frankfurt im Jahre 1936. Auf dem Odeonsplatz strömen Menschenmassen herbei, um einen Blick auf den Führer werfen zu können. Die 19-jährige Susanne, Sanna genannt, gerät mit ihrer Freundin Gerti unfreiwillig in dieses Treiben. Zuvor lebte Sanna bei ihrer Tante Adelheid in Köln, diese ist den Nationalsozialisten sehr zugetan ist. Franz ihr Sohn, fühlt sich zu Sanna hingezogen, was auf Gegenseitigkeit beruht. >Pütz, sagte die Tante Adelheid streng, Sie haben das neue Deutschland nicht begriffen, Sie haben den Aufbauwillen des Führers nicht begriffen. Alte Leute wie Sie muß man zu ihrem Heil zwingen oder über sie hinwegschreiten. < – Seite 14 In >Nach Mitternacht < geht es hauptsächlich um zwei Tage in Sannas Leben, die turbulenter nicht sein könnten. Jede unbedachte Bemerkung kann bestraft werden. Wer ist Freund und wer nun der Feind? Sanna ist eine hervorragende Beobachterin und schildert die vergehenden Stunden sehr genau. Doch immer wieder mit einem Rückblick auf ihre Kindheit und Jugend als Wirtstochter in einem Dorf an der Mosel. Ihre heile Welt zerbrach als der Vater starb und Sanna diesen Ort verlassen musste. Irmgard Keun schreibt aus der Sicht der jungen Frau, was sich im sprachlichen Stil absolut bemerkbar macht. Sie hat in diesen Roman eine besondere Momentaufnahme festgehalten, die die damalige Situation authentisch und beklemmend widerspiegelt. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Macht. Es ist die Zeit der Denunziationen und dem ständigen Misstrauen, der Diskriminierung der Juden, dem Schreibverbot für Schriftsteller* und die Zeit der vielen Abschiede. Doch vor allem stellt sich für die junge Sanna die Frage: Spiele ich hier diesen Wahnsinn mit oder verlasse ich mein Land?

  • Bewertung

    2/5

    25.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Begeisterung hält sich in Grenzen

    Buch ist das, was man von einem Buch erwarten würde, dass man für die Schule lesen muss. Sicherlich ganz interessant, nur nicht für mich oder irgendjemanden den ich kenne der das ebenso gelesen hat. Die Handlung war ok, jedoch gibt es hier und da einiges an Luft nach oben was Logik angeht. Ist aber, wie schon gesagt wirklich nicht mein Geschmack. Zudem hab ich das Buch mit einem an der Unterseite gestauchten Buchcover und einer angestoßene Ecke bei der Filiale abgeholt, also kein Zustand den man sich von einem neuen Buch wünscht.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    09.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Augenzeugin 1936 - brilliant, beklemmend und aktuell

    Frankfurt, 1936: Menschenmassen strömen auf den Opernplatz und warten auf den Besuch Hitlers. Mittendrin und doch abseits verfolgt die 19-jährige Susanne das Geschehen….48 Stunden schildert Irmgard Keun durch die Augen ihrer Erzählerin den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Mit genauer Beobachtungsgabe und scharfem Humor beschreibt sie die Erlebnisse, Gespräche und Widersprüchlichkeiten verschiedenster Menschen in dieser Zeit. Brillant geschriebener Roman von einer Augenzeugin, denn die Autorin, Irmgard Keun, ging erst vier Jahre nach Hitlers Machtübernahme ins Exil. Die Geschichte ist deshalb aktuell, weil sie direkt, mit schwarzem Humor und mit wenigen Worten bildhaft beschreibt was passiert, wenn sich der Faschismus und Nationalsozialismus epidemisch ausbreitet. Ich denke, es ist gut, dass wir uns dessen erinnern - dass es sich lohnt, gegen solche Strömungen aufzubegehren. 1936 waren in Deutschland schon sehr viele NS-Strukturen etabliert: nicht nur der Hitlergruß oder das Deutschlandlied um Mitternacht, sondern zum Beispiel das Rassengesetz, die systematische Denunzierung, die Konzentrationslager und die Remigration (Deportation in Konzentrationslager). Eine realistische Zeitdokumentation über Frankfurt 1936 (Hitler besucht die Stadt), über die Mittelstände, über die Menschen in der Stadt - wahnsinnig lebensnah. Zwischendurch erklärende und erschütternde Rückblenden nach Köln, in treffenden und bildhaften Sätzen aus der Sicht einer schlauen und doch jungen, überforderten Frau (19 Jahre). Die Atmosphäre ist düster, und man spürt deutlich, wie sich die Schlinge immer enger zieht in einer Gesellschaft, die von Denunziation, Alkohol, Verzweiflung, Angst und Gewalt geprägt ist. Ein hervorragendes Buch - traurig und satirisch - das fühlbar macht, wie alles Leben in einer faschistischen Umgebung im Keim zu ersticken droht.

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