"Die Soziologin Franziska Schutzbach hat ein eindrucksvolles Buch über die heimliche Grundlage unseres Kapitalismus geschrieben: die gewissenlose Ausbeutung weiblicher Ressourcen."
"Die Soziologin Franziska Schutzbach hat ein eindrucksvolles Buch über die heimliche Grundlage unseres Kapitalismus geschrieben: die gewissenlose Ausbeutung weiblicher Ressourcen."
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
06.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Schöpfung statt Erschöpfung
Großartig beschreibt Franziska Schutzbach wie wir Frauen durch patriachale Strukturen erschöpft werden und laufend Energie mobilisieren müssen um in der virilen kapitalistischen Gesellschaft als Frauen bestehen zu können.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
31.12.2024
Buch (Taschenbuch)
Nimm es auf die Liste!
Ein intersektionales Buch, das selbst für Menschen, die sich bereits für Feminismus interessieren und damit befassen einiges bereithält und verschiedene Denkanstösse bietet.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Vielseitigkeit. Einerseits in der bereits erwähnten Intersektionalität, andererseits zeigt dieses Buch wunderbar auf, dass die Erfahrungen verschiedener Menschen sehr unterschiedlich sein können – was für dich gut ist, kann für mich schlecht sein. Obwohl es durchaus einen gemeinsamen Nenner gibt, sind nicht alle Wahrnehmungen deckungsgleich. Ebenfalls äusserst gelungen, ist der Ton des Textes. Klar, beim Lesen regen wir uns auf, wir kritisieren, wir klagen, werden wütend und trotzdem macht uns das Buch auch mutig. Dieser Text ist kein hilfloses Gejammer, das Frauen, inter, non-binäre, trans und agender Menschen als passive Zuschauer:innen darstellt, sondern zeigt, wie viel Stärke schon immer da war und ist, das wir mit unserer Erschöpfung nicht alleine sind und woher diese eigentlich rührt. Dieses Buch hilft, eine erschöpfende Situation besser zu verstehen, ohne dabei weiter zur Erschöpfung beizutragen.
Ein tolles Buch für sich selbst und um aktiv zu verschenken!
Dani12143
aus Oldenburg
5/5
20.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Das Buch „Die Erschöpfung der…
Das Buch „Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit“ von Franziska Schutzbach ist ein bedeutendes Werk, das sich mit den vielfältigen Belastungen auseinandersetzt, denen Frauen in der modernen Gesellschaft ausgesetzt sind. Es wurde im Droemer Taschenbuch Verlag veröffentlicht und bietet eine tiefgehende Analyse darüber, wie gesellschaftliche Strukturen und Erwartungen Frauen in eine dauerhafte Verfügbarkeit drängen und welche Auswirkungen dies auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden hat. Franziska Schutzbach, eine renommierte Soziologin und Geschlechterforscherin, thematisiert in ihrem Buch die verschiedenen Rollen, die Frauen in ihrem Alltag erfüllen müssen: als Mütter, Berufstätige, Partnerinnen und Pflegekräfte. Sie beschreibt, wie diese ständige Mehrfachbelastung zu einer tiefen Erschöpfung führt, die weit über das körperliche Ermüdungsgefühl hinausgeht. Schutzbach geht der Frage nach, warum Frauen oft das Gefühl haben, immer für andere da sein zu müssen, und beleuchtet die historischen und kulturellen Wurzeln dieser Erwartungshaltung. Ein zentrales Thema des Buches ist die „weibliche Verfügbarkeit“, die Schutzbach als eine gesellschaftliche Norm beschreibt, die Frauen dazu zwingt, ihre eigenen Bedürfnisse immer wieder hintanzustellen. Diese Verfügbarkeit manifestiert sich in verschiedenen Bereichen des Lebens: in der Erwartung, dass Frauen jederzeit für ihre Familie und ihren Beruf einsatzbereit sind, in der Pflege von Angehörigen oder im Umgang mit den Anforderungen des Alltags. Schutzbach kritisiert, dass diese Verfügbarkeit oft als selbstverständlich angesehen wird und Frauen dadurch in eine Erschöpfungsspirale geraten, die schwer zu durchbrechen ist. Das Buch ist nicht nur eine schonungslose Bestandsaufnahme, sondern auch ein Aufruf zum Widerstand. Schutzbach fordert, dass Frauen sich ihrer eigenen Bedürfnisse und Grenzen bewusstwerden und diese verteidigen. Sie plädiert für eine gesellschaftliche Veränderung, die es Frauen ermöglicht, sich von der ständigen Erwartungshaltung der Verfügbarkeit zu befreien und sich selbst wieder in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. Dabei spricht sie sich auch für eine gerechtere Verteilung von Verantwortung und Pflegearbeit aus, die traditionell oft den Frauen überlassen wird. Franziska Schutzbachs Buch ist hervorragend recherchiert und verbindet theoretische Ansätze mit vielen Beispielen aus dem Alltag von Frauen. Dadurch wird die Thematik greifbar und die Leserinnen und Leser werden dazu angeregt, über ihre eigenen Erfahrungen nachzudenken. Schutzbachs Schreibstil ist klar und engagiert, was die Lektüre sowohl informativ als auch inspirierend macht. „Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit“ ist ein wichtiges Buch für alle, die sich mit den Herausforderungen des modernen Frau-Seins auseinandersetzen wollen. Es richtet sich an Frauen, die sich in ihrer alltäglichen Erschöpfung wiedererkennen, aber auch an Männer und an die Gesellschaft als Ganzes, um ein Bewusstsein für die Belastungen zu schaffen, denen Frauen ausgesetzt sind. Das Buch bietet nicht nur eine tiefgründige Analyse, sondern auch konkrete Ansätze, wie Frauen sich aus der Falle der dauerhaften Verfügbarkeit befreien können. Es ist ein kraftvolles Plädoyer für mehr Selbstbestimmung und für eine gerechtere Verteilung von Verantwortung in der Gesellschaft. Rezension von: Die Magie der Bücher
Lesefuchs - Bücher mit Herz
aus Bargteheide
5/5
06.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein so wichtiges Buch für Frauen und FINTA
Kennen Sie das auch? Haben Sie auch manchmal so Phasen, wo sie plötzlich ganz viele Bücher zu einem Thema finden, welches Sie bisher gar nicht so interessiert hat, bzw. Sie nicht wussten, dass es ein so interessantes Thema ist? Mir geht es grad so mit Büchern zum Thema Feminismus. Mit einem Buch fing es an. Und bei dem Buch (Glennon Doyle „Ungezähmt“) wusste ich noch gar nicht, dass es sich in diese Richtung entwickeln würde. Seitdem habe ich Ihnen schon „Frauen Literatur“ von Nicole Seifert vorgestellt. Und genau diese Autorin und Bloggerin (nachtundtag) hat das Buch empfohlen, welches ich Ihnen jetzt vorstellen möchte – „Die Erschöpfung der Frauen“ von Franziska Schutzbach.
Über die Autorin und den Inhalt möchte ich Ihnen diesmal gar nicht viel erzählen, denn die relevanten Angaben haben Sie hier schon gefunden. Damit Sie sich aber noch genauer vorstellen können, um welche Unterthemen es in diesem Buch geht, möchte ich Ihnen das noch etwas genauer aufschlüsseln:
Es geht um die sexuelle Verfügbarkeit der Frauen. Damit einher geht, dass Frau nicht als selbstbestimmtes Subjekt angesehen werden, sondern als Objekt, an dem man sich immer bedienen kann.
Warum Frauen so oft ein mangelndes Selbstvertrauen haben.
Warum Emanzipation so viel Kraft kostet.
Warum spielt in unserem Denken unser Körper so eine große Rolle.
Was ändert sich für Frauen und Männer, wenn die Kinder kommen.
Der Spagat zwischen Beruf und Familie und Haushalt.
Franziska Schutzbach hat sich mit diesen einzelnen Themenfeldern sehr intensiv auseinandergesetzt und eingelesen. Sie zitiert immer auch wieder andere Autor:innen zu diesem Themen. Im Anhang gibt es ein ausführliches Literaturverzeichnis. Mich hat an diesem Buch schockiert, wie viel doch immer noch an den Frauen hängenbleibt. Die ganze „Sorge-Arbeit“ bleibt zumeist an ihnen hängen. Sie sorgen für die Familie (die eigene, die Eltern und die angeheiratete), sie sorgen dafür, dass der Haushalt funktioniert. Und sie sorgen auch in den Firmen für ein verständnisvolles Miteinander. Aber diese „Sorge-Arbeit“ wird nicht bezahlt. Und es gibt dafür keine Entlastung in anderen Bereichen. Diese Arbeit wird zusätzlich zu der eigenen Berufstätigkeit angefordert und ausgeführt.
So genau wie die Autorin es ausgeführt hat, war es mir vorher nicht bewusst. Ich merkte zwar, dass etwas nicht stimmt. Aber ich konnte nicht direkt den Finger in die Wunde legen. Doch jetzt ist es mir deutlich bewusster geworden. Frauen haben zu viel auf ihrer täglichen To-Do-Liste. Und wenn sie diese ordnungsgemäß abarbeiten, bleiben sie auf der Strecke und brennen irgendwann aus!
Die Autorin beschränkt sich allerdings nicht nur auf Frauen, bzw. weiße Frauen, sondern richtet sich auch an Frauen aus anderen Kulturkreisen und mit anderen Hautfarben und an die Menschen, die unter dem Sammelbegriff FINTA ( F rauen I nter Menschen N ichtbinäre Menschen T rans Menschen und A gender Menschen) definiert werden. Denn diese Menschen kennen diese Probleme auch, bzw. haben teilweise sogar noch mehr damit zu kämpfen.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Es endet mit einem Plädoyer, wie wir die Welt für alle besser machen können.
Ich finde es ein ausgesprochen wichtiges Buch, was jede Frau und FINTA lesen sollte, um einmal darüber nachzudenken. Wir sind in der Emanzipation noch lange nicht so weit, wie wir eigentlich meinen. Da gibt es noch einiges zu tun!
Julie's Bookhismus
aus Ebstorf
5/5
28.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Faszinierend aufklärend
Wow, was für ein Buch! Die tägliche Erschöpfung liegt bei uns Frauen also nicht nur am Eisenmangel, Stress und der Arbeit, nein, es liegt größtenteils an den hohen Erwartungen, die an uns Frauen gestellt werden und denen wir niemals gerecht werden können.
Ein Buch, das aufklärt und zum Aufbruch und Ausbruch aufruft. Wir sind mehr als Care-Arbeit, Hausfrauen, Mütter, Karrierefrauen oder was man sich noch so alles für uns Frauen ausdenkt. Die Gleichberechtigung scheint leider immer noch in weiter Ferne, wenn die große Männlichkeit nicht langsam aufhört Angst vor uns zu haben.
Ich bin schwer begeistert über dieses Buch und stolz, eine Frau zu sein, die sich ihr Leben selbst aussuchen kann. Lasst uns nicht zurück in alte Rollenbilder verfallen, sondern der Welt zeigen, dass wir alles sein können.
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