Alles über das unbekannte Power-Organ: die Gebärmutter!Die Journalistin und Hebamme Leah Hazard ist um die Welt gereist, um alles über ein faszinierendes Organ zu erfahren, über das wir zu wenig wissen: die Gebärmutter. Sie hat mit zahlreichen Frauen und Expert*innen gesprochen, über ihre Erfahrungen rund um Zyklus, Krankheit, Schwangerschaft, Geburt, Abtreibung, über die Meilensteine der Medizin und ihre Auswirkungen, die noch junge wissenschaftliche Erforschung des Uterus und über verblüffende technologische Zukunftsmusik. Sie erzählt auf informative und höchst unterhaltsame Weise Faszinierendes sowie Erschreckendes über den zurückhaltenden bis abwertenden Umgang mit dem Uterus. Leah Hazards Ansatz ist feministisch, und ihre Botschaft ist klar: Die Gebärmutter ist ein Power-Organ!
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Sandrina
aus Rastatt
5/5
05.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch gesehen und…
Ich habe das Buch gesehen und wusste, es ist wie für mich geschaffen. Dieses Buch beinhaltet alle was man rund um die Gebärmutter wissen kann/sollte. Es werden keine Standardinformationen zum weiblichen Zyklus gegeben, dafür ist dieses großartige Werk nicht da. Aber wer diese Informationen nicht hat, der kann dieses Buch dennoch lesen. Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt, von Wehen, Geburt, Hysterektomie, Kaiserschnitt, alles ist dabei. Es werden neue wissenschaftliche Studien und Arbeiten vorgestellt, die Vorgeschichte zu einzelnen Eingriffen, die Verbindung zwischen Gehirn und Gebärmutter. Es war alles so spannend und interessant, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte es dementsprechend innerhalb weniger Tage gelesen. Ich bin absolut begeistert und kann das Buch jeder Person mit und ohne Gebärmutter empfehlen.
Bewertung
aus Bad Liebenwerda
5/5
24.05.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wirklich spannend
"Wo alles beginnt- Die ungeahnte Power der Gebärmutter" von Leah Hazard mit 9783455015782. Dieses Organ ist unterschätzt und leider behandeln viele Biologiebücher das Thema eher stiefmütterlich. Es ist immer noch so, dass viel Unwissenheit zu diesem Thema vorhanden ist und es vielen Menschen betrifft. Umso wichtiger sind nun gute Bücher, die aufklären. Falsche Darstellungen werden im Buch ebenso thematisiert. Der Schreibstil ist eine angenehmen Erzählstimme, welche man gerne zuhört um die Zusammenhänge zu verstehen. Biologische Sonderfälle wie zwei Gebärmütter, oder Gebärmütter bei Männern werden ebenso im Buch erläutert. Das macht das Buch interessant und spannend zu lesen. Das Buch ist ein super Tipp, wer mehr über dieses wichtige Organ lernen möchte.
Bewertung
5/5
13.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Muss nicht nur für Feministinnen
"Die Dosierung des Medikaments, das Frauen von der Bürde ungewollter Schwangerschaft befreien sollte, hatte sich also ein Mann ausgedacht [...]."
Und nicht nur da ist die Gynäkologie durch den männlichen Blick geprägt. Ein "komplizierter Uterus" ist genauso eine von einem veralteten Frauenbild geprägte Diagnose wie die Vorstellung, dass Gebärmutter und Eizelle bis zur Befruchtung einen passiven Dornröschenschlaf schlummern. Frauen - so die zugrunde liegenden Gedankengänge - sind das schwache Geschlecht, das empfängt und abwartet, während sich die Spermien einen Wettlauf ums Leben liefern. Kein Wunder, dass Forschungsergebnisse, die hier nicht ins Bild passen, in der Wissenschaft lange ausgespart werden. Oder wie lässt es sich sonst begründen, dass wir zwar wissen, dass die Gebärmutterschleimhaut in der Lage ist, Spermien aktiv einzulagern, denn Sinn dieses Speichervorgangs aber bis heute nicht verstanden haben?
Wie viel medizinischer Fortschritt dadurch verloren geht, dass wir es noch immer mit einem in weiten Zügen männlichem (und weißen) Blick auf die weiblichen Geschlechtsorgane zu tun haben, zeigt Leah Hazard eindrücklich in ihrem Sachbuch "Wo alles beginnt". Die Hebamme räumt mit einigen Mythen auf und erklärt auch ganz zu Anfang, dass an weiblichem Ausfluss und Periodenblut nichts Ekliges ist - obwohl selbst die medizinische Forschung weibliche Sekret mit anderen Maßstäben zu messen scheint als andere Körperflüssigkeiten. Denn würden wir die bakterielle Zusammensetzung der Gebärmutter etwa öfter untersuchen, könnten wir möglicherweise Hinweis auf den allgemeinen Gesundheitszustand einer Frau bekommen - unter anderem auf das Risiko, fettleibig zu werden. Wie einfach solche Verfahren sein könnten, verdeutlicht die Autorin ebenfalls: Nur ein einziger Teststreifen in einem Tampon könnte dafür sorgen, dass Frau ihre vaginale Gesundheit viel selbstbestimmter kontrollieren könnten. Gerade in Regionen mit schlechter ärztlicher Versorgung wäre das ein großer Fortschritt. Und da sprechen wir noch gar nicht von Fehlgeburten und unerfülltem Kinderwunsch...
Hazard gelingt es, in "Wo alles beginnt" Feminismus und medizinische Forschung zu verbinden. Auf ein mal wird beim Lesen überdeutlich, wie stark Frauen bei der Vergabe von Forschungsgeldern und Doktorantenstellen zur vaginalen Gesundheit benachteiligt werden. Mir war - obwohl ich mich durchaus mit feministischen Theorien beschäftigt habe - vorher nicht klar, wie groß das Ausmaß dieser strukturellen Diskriminierung ist. Allein deshalb schon, sollte jede(r) dieses Buch lesen. Darüber hinaus ist es fantastisch recherchiert. Jede Behauptung wird mit wissenschaftlichen Studien hinterlegt und ist somit absolut transparent. Dabei hat man nur selten das Gefühl, einer langweiligen medizinischen Abhandlung zu folgen. Stattdessen sind immer wieder unterhaltsame oder zum Nachdenken anregende Episoden eingestreut, viele davon aus Hazards Arbeit als Hebamme.
Die Autorin widersteht auch der Versuchung, in idologische-dogmatischen Auseinandersetzungen klare Stellung für eine Seite zu übernehmen. So gibt es etwa ein Kapitel zur Pille und dem Auslassen der Pillenpause. Von den einen als Befreiung und ultimative Gleichberechtigung beschworen (z.B. kein Leistungsabfall bei Prüfungen, wenn man die Periode bekommt), wird die Pille von anderen als bedenklicher Eingriff in das Gehirn und seine Entwicklung verstanden. Hazard stellt für beide Positionen Experten vor und schließt damit, dass es für jede Frau unterschiedlich gute Lösungen gibt. Man kann eben nicht alle über einen Kamm scheren - auch das ist die Botschaft des Buches.
Für mich war die Lektüre "Wo alles beginnt" absolut lohnenswert. Ich würde das Buch nicht nur allen Frauen empfehlen, sondern gerne auch dem (aus meiner Sicht) "anderen" Geschlecht. Selbst wer glaubt, schon recht viel über den eigenen Körper und Zyklus zu wissen, findet hier überraschende Erkenntnisse. Das Bild aus dem schulischen Biologieunterricht wird an einigen Stellen gerade gerückt. Ein kleines Manko: Stellenweise setzt die Autorin bereits einiges an Vorwissen voraus, sodass ich den ein oder anderen Begriff dann doch nachschlagen musste,
Harakiri
aus Ostalb
4/5
31.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch über die Gebärmutter?…
Ein Buch über die Gebärmutter? Wird das nicht langweilig? Ist das nicht zu intim? Nein, weder noch. Denn die Autorin schreibt in humorvollem Ton. Stellenweise natürlich auch etwas "technisch", aber das lässt sich bei einem Fachbuch ja nicht immer vermeiden. Sie schreibt aber auch über THemen wie Kaiserschnitt, Menopause, Periode, Empfängnis und Wehen. Gerade im Wehenkapitel gelingt es ihr, zu fesseln. Als Frau weiß man schon vieles über seinen Körper und die Vorgänge, Leah Hazard hat aber noch viel mehr Wissenswertes zusammengetragen und aufbereitet. Einfühlsam schreibt sie über den Verlust von Föten und Komplkationen während der Geburt, gibt Tips zu Empfängnis und Gesundheit. Kurzum: ein umfrangreiches Buch über den menschlichen Empfängnisapparat, das sich um viele Themen kümmert und einige AHA-Effekte bietet.
Buchstabenfestival
aus Deutschland
3/5
25.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leah Hazard wagt sich an ein…
Leah Hazard wagt sich an ein Thema heran, welches so intensiv und ausführlich in der Öffentlichkeit kaum besprochen wird. Die Gebärmutter - ohne sie wären wir alle nicht auf der Welt. Und doch wissen nur wenige Menschen, wie sie genau funktioniert, was für ein starker Muskel sie ist und welche Auswirkungen sie auf den Körper der Frau haben kann. Die Autorin ist Hebamme und Journalistin, was man dem Buch auch anmerkt. Sie schreibt sehr gut und leicht zu lesende Kapitel und durch ihre Tätigkeit als Hebamme mit viel Fachwissen. Man bekommt jedoch kein Fachbuch im engeren Sinne geliefert, sondern ein Buch mit vielen Kapiteln, die jeweils ein Thema zur Gebärmutter beleuchtet. Man kann Kapitel überspringen, wenn man ein bestimmtes Thema nicht lesen möchte, ohne den Anschluss zu verpassen. Phasenweise wird es etwas zu ausschweifend, aber auch dies kann man überblättern. Ich hätte eine Bebilderung gut gefunden. Die Visualisierung hilft den meisten Lesenden sich besser in fachfremden Themen zu orientieren. Was ich sehr gut fand, waren das Glossar und die Literaturquellen am Ende des Buches. So konnte man schnell Fachbegriffe nachlesen und ggfs. sich Artikel oder Bücher für eine vertiefende Lektüre heraussuchen. Man sollte jedoch wissen, dass die Autorin sich hauptsächlich auf den englischsprachigen Raum und deren Studien konzentriert. Es befinden sich demnach nur wenige deutsche Studien bzw. Artikel im Verzeichnis.
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