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Adriana Altaras

1. Besser allein als in schlechter Gesellschaft

Besser allein als in schlechter Gesellschaft Meine eigensinnige Tante

29

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Adriana Altaras + weitere

Spieldauer

6 Stunden und 24 Minuten

Erscheinungsdatum

09.03.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839820384

Beschreibung

Rezension

»Die Autorin und Angela Winkler interpretieren die Monologe und Dialoge wunderbar und berührend: aufgedreht die eine, nachdenklich die andere.« ("hr2 kultur")
»Schauspielerin Adriana Altaras […] setzt ihrer Tante Teta hier ein Denkmal. Berührend, vor allem in dieser Autorenlesung.« ("HÖRZU")
»Ein positives Hörbuch mit sich perfekt ergänzenden Sprecherinnen.« ("Buchkultur")
»Ein besonderer Genuss ist […] das Hörbuch, in dem sich Adriana Altaras selber liest (in temperamentvollem Deutsch, Italienisch und ein bisschen Kroatisch), während Filmlegende Angela Winkler ihrer Tante ein weises, melancholisches Timbre verleiht.« ("GALORE Literatur")
»Den Teil der Kapitel, die aus der Sicht der Nichte erzählt sind und sich aus den Telefongesprächen entwickeln, liest Altaras selbst – genauso temperamentvoll, wie man sie als Schauspielerin in Filmen kennt. In anderen Passagen lässt die Autorin die Tante ihr Leben reflektieren.

Produktdetails

Gesprochen von

Spieldauer

6 Stunden und 24 Minuten

Erscheinungsdatum

09.03.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839820384

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
[email protected]
Argon Verlag AVE GmbH

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Lebensbejahend und tröstend

Bewertung aus Baden-Baden am 22.05.2023

Bewertungsnummer: 1946855

Bewertet: Hörbuch (Audio)

Adriana Altaras, 1960 in Zagreb geboren, ist bekannt aus Film und Fernsehen. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit arbeitet sie sehr erfolgreich als Regisseurin. Und mittlerweile hat sie sich auch als Schriftstellerin einen Namen gemacht. Bisher sind vier Bücher von ihr erschienen, alle haben einen stark autobiographischen Bezug. So auch ihr neuester Roman „ Besser allein als in schlechter Gesellschaft“. Der Untertitel verrät, um wen es hierin geht „ Meine eigensinnige Tante“. Dabei handelt es sich um die nunmehr 99jährige Tante Jele, zu der Adriana ein besonders inniges Verhältnis hat. Kam sie doch als vierjähriges Kind in die Obhut von Tante Jele und deren Mann Giorgio, denn ihren Eltern drohte ein Straflager in Titos Jugoslawien. Das kinderlose Paar kümmerte sich um das Mädchen. Und später, als Adriana längst mit ihren Eltern in Deutschland wohnt, verbringt sie sämtliche Ferien bei der geliebten Tante. Und auch als Erwachsene lässt sie den Kontakt nie abbrechen. Nun besucht Adriana regelmäßig die betagte Dame, kümmert sich um deren Angelegenheiten und heult sich aus. Denn ihr Mann Georg hat sie nach dreißigjähriger Ehe verlassen, wegen einer Jüngeren. Das soll ja häufiger vorkommen, aber wen es trifft, bricht es das Herz. Bei Jele findet Adriana Gehör und Trost. Mittlerweile lebt Jele in einem Altersheim in Mantua. Lange hatte sie ihre Selbständigkeit verteidigt, doch ein Oberschenkelhalsbruch machte ein Alleinleben unmöglich . Doch wir haben das Jahr 2020; das Corona- Virus unterbindet jeglichen persönlichen Kontakt. Es bleibt nur das Telefon und ein bisschen skypen, kein leichtes Unterfangen, denn die Tante ist beinahe taub und blind. Auch das geplante Fest zum 100. Geburtstag kann nicht stattfinden. Aber Jele lässt sich davon nicht unterkriegen, hat sie doch die Spanische Grippe, den Krieg und die Verfolgung durch die Nazis überlebt. Jele, 1920 in Zagreb geboren, war ein großbürgerliches Leben gewohnt. Ihre Eltern hatten es mit einem Porzellan- und Glasgeschäft zu einem gewissen Wohlstand gebracht. Doch als 1941 die Deutschen das Königreich Jugoslawien erobern, gelten auch hier die Rassengesetze. Der Vater stirbt früh an einem Herzinfarkt, Jele kommt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in ein KZ auf der Insel Rab. Ein italienischer Soldat rettet Jele mit einem Boot und bringt sie nach Norditalien. Aus Dankbarkeit heiratet sie ihn, obwohl sie ihn nicht liebt. Und führt fortan ein bescheidenes Dasein auf dem Dorf unter der Herrschaft der Schwiegermutter. Als Witwe kann sie endlich frei über ihr Leben verfügen. Trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen existenziellen Bedrohungen genießt sie das Leben mit all seinen Annehmlichkeiten. Dazu gehören für sie flotte Autos, Hunde, Cashmere- Twinsets in allen Farben, teure Gesichtscremes und gutes Essen. Dabei ist sie überzeugt, dass sie ihr hohes Alter dem Genuss von Pasta verdankt und ihre Schwester, die in Deutschland lebte, wegen ihrem Kartoffelkonsum früher gestorben ist. Das Buch ist ein Zwiegespräch der beiden Frauen, die eine sehr alt, die andere an der Schwelle zum Alter. Die Gespräche helfen ihnen mit der Einsamkeit fertig zu werden. Adriana leidet furchtbar darunter. Denn mittlerweile sind auch die beiden erwachsenen Söhne ausgezogen und wegen Corona kann sie nicht arbeiten. Jele sieht das pragmatischer. Ihr Credo lautet „ Besser allein als in schlechter Gesellschaft“. Die Gespräche der beiden Frauen greifen Alltägliches auf, Probleme, die das Alter mit sich bringt, aber auch Erinnerungen werden geteilt. Jele geizt nicht mit ihren Lebensweisheiten, zur Aufmunterung liefert sie Anekdoten und jüdische Witze. Mehrere Male schlägt sie dem Tod noch ein Schnippchen und als sie mit 102 Jahren in Frieden mit sich und der Welt einschläft, ist ihre Nichte bei ihr. „ Alles ist gut. Ich verzeihe dir, G‘tt.“ Die Autorin lässt wechselweise Adriana und die Tante zu Wort kommen. Sprachlich unterscheiden sich die beiden Erzählstimmen kaum, das muss man leider als Kritikpunkt anbringen. Sämtliche Kapitel, sowohl die, in denen Adriana erzählt als auch die der Tante sind in der Ich- Perspektive geschrieben. Diese Entscheidung halte ich für nicht so ideal. Ansonsten ist „ Besser allein als in schlechter Gesellschaft“ ein unterhaltsames Buch, das trotz der verhandelten Themen wie Alter, Krankheit und Einsamkeit tröstend und lebensbejahend ist . Die Autorin schildert dabei ein weiteres Kapitel jüdischen Lebens im 20. Jahrhundert. Und sie zeichnet das liebevolle Portrait einer unerschrockenen und eigensinnigen Frau.

Lebensbejahend und tröstend

Bewertung aus Baden-Baden am 22.05.2023
Bewertungsnummer: 1946855
Bewertet: Hörbuch (Audio)

Adriana Altaras, 1960 in Zagreb geboren, ist bekannt aus Film und Fernsehen. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit arbeitet sie sehr erfolgreich als Regisseurin. Und mittlerweile hat sie sich auch als Schriftstellerin einen Namen gemacht. Bisher sind vier Bücher von ihr erschienen, alle haben einen stark autobiographischen Bezug. So auch ihr neuester Roman „ Besser allein als in schlechter Gesellschaft“. Der Untertitel verrät, um wen es hierin geht „ Meine eigensinnige Tante“. Dabei handelt es sich um die nunmehr 99jährige Tante Jele, zu der Adriana ein besonders inniges Verhältnis hat. Kam sie doch als vierjähriges Kind in die Obhut von Tante Jele und deren Mann Giorgio, denn ihren Eltern drohte ein Straflager in Titos Jugoslawien. Das kinderlose Paar kümmerte sich um das Mädchen. Und später, als Adriana längst mit ihren Eltern in Deutschland wohnt, verbringt sie sämtliche Ferien bei der geliebten Tante. Und auch als Erwachsene lässt sie den Kontakt nie abbrechen. Nun besucht Adriana regelmäßig die betagte Dame, kümmert sich um deren Angelegenheiten und heult sich aus. Denn ihr Mann Georg hat sie nach dreißigjähriger Ehe verlassen, wegen einer Jüngeren. Das soll ja häufiger vorkommen, aber wen es trifft, bricht es das Herz. Bei Jele findet Adriana Gehör und Trost. Mittlerweile lebt Jele in einem Altersheim in Mantua. Lange hatte sie ihre Selbständigkeit verteidigt, doch ein Oberschenkelhalsbruch machte ein Alleinleben unmöglich . Doch wir haben das Jahr 2020; das Corona- Virus unterbindet jeglichen persönlichen Kontakt. Es bleibt nur das Telefon und ein bisschen skypen, kein leichtes Unterfangen, denn die Tante ist beinahe taub und blind. Auch das geplante Fest zum 100. Geburtstag kann nicht stattfinden. Aber Jele lässt sich davon nicht unterkriegen, hat sie doch die Spanische Grippe, den Krieg und die Verfolgung durch die Nazis überlebt. Jele, 1920 in Zagreb geboren, war ein großbürgerliches Leben gewohnt. Ihre Eltern hatten es mit einem Porzellan- und Glasgeschäft zu einem gewissen Wohlstand gebracht. Doch als 1941 die Deutschen das Königreich Jugoslawien erobern, gelten auch hier die Rassengesetze. Der Vater stirbt früh an einem Herzinfarkt, Jele kommt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in ein KZ auf der Insel Rab. Ein italienischer Soldat rettet Jele mit einem Boot und bringt sie nach Norditalien. Aus Dankbarkeit heiratet sie ihn, obwohl sie ihn nicht liebt. Und führt fortan ein bescheidenes Dasein auf dem Dorf unter der Herrschaft der Schwiegermutter. Als Witwe kann sie endlich frei über ihr Leben verfügen. Trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen existenziellen Bedrohungen genießt sie das Leben mit all seinen Annehmlichkeiten. Dazu gehören für sie flotte Autos, Hunde, Cashmere- Twinsets in allen Farben, teure Gesichtscremes und gutes Essen. Dabei ist sie überzeugt, dass sie ihr hohes Alter dem Genuss von Pasta verdankt und ihre Schwester, die in Deutschland lebte, wegen ihrem Kartoffelkonsum früher gestorben ist. Das Buch ist ein Zwiegespräch der beiden Frauen, die eine sehr alt, die andere an der Schwelle zum Alter. Die Gespräche helfen ihnen mit der Einsamkeit fertig zu werden. Adriana leidet furchtbar darunter. Denn mittlerweile sind auch die beiden erwachsenen Söhne ausgezogen und wegen Corona kann sie nicht arbeiten. Jele sieht das pragmatischer. Ihr Credo lautet „ Besser allein als in schlechter Gesellschaft“. Die Gespräche der beiden Frauen greifen Alltägliches auf, Probleme, die das Alter mit sich bringt, aber auch Erinnerungen werden geteilt. Jele geizt nicht mit ihren Lebensweisheiten, zur Aufmunterung liefert sie Anekdoten und jüdische Witze. Mehrere Male schlägt sie dem Tod noch ein Schnippchen und als sie mit 102 Jahren in Frieden mit sich und der Welt einschläft, ist ihre Nichte bei ihr. „ Alles ist gut. Ich verzeihe dir, G‘tt.“ Die Autorin lässt wechselweise Adriana und die Tante zu Wort kommen. Sprachlich unterscheiden sich die beiden Erzählstimmen kaum, das muss man leider als Kritikpunkt anbringen. Sämtliche Kapitel, sowohl die, in denen Adriana erzählt als auch die der Tante sind in der Ich- Perspektive geschrieben. Diese Entscheidung halte ich für nicht so ideal. Ansonsten ist „ Besser allein als in schlechter Gesellschaft“ ein unterhaltsames Buch, das trotz der verhandelten Themen wie Alter, Krankheit und Einsamkeit tröstend und lebensbejahend ist . Die Autorin schildert dabei ein weiteres Kapitel jüdischen Lebens im 20. Jahrhundert. Und sie zeichnet das liebevolle Portrait einer unerschrockenen und eigensinnigen Frau.

Tante Teta Jeles Leben

Mareike Kollenbrandt aus Jülich am 26.02.2024

Bewertungsnummer: 2140419

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Allein der Titel hat mich schon begeistert, entspricht er doch meinem eigenen Motto. Das Schicksal von Adrianas Tante entspricht aber nicht im Entferntesten meinem eigenen. Geboren als Jüdin im ehemaligen Jugoslawien wird sie in ein KZ verschleppt, das sie genauso wie die spanische Grippe und ihre norditalienische Schwiegermutter überlebt. Adriana kommt mit 4 Jahren durch unglückselige Umstände zu ihr nach Italien. Obwohl sie später zurück zu ihrer Mutter nach Deutschland geht, kehrt sie immer wieder nach Italien und zu ihrer Tante zurück, die für sie die Vertrauensperson Numero Uno ist. Die Geschichte beginnt damit, dass Adriana und ihre Tante Teta Jele, die in einem Pflegeheim lebt, nur noch telefonieren können, da die Pandemie alles andere nicht zulässt. Trotzdem tauschen sich die beiden mehrmals die Woche aus, sofern es der Zustand der Tante zulässt. Denn mit fast hundert Jahren gibt es gute und schlechte Tage. Nichtsdestotrotz lässt Teta Jele sich nicht nehmen ihre Nichte mit guten Ratschlägen aus der Erfahrung eines ganzen Jahrhunderts zu versorgen. Und nebenher erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Ihren 100. Geburtstag könne sie leider nicht miteinander verbringen. Doch Adriana ist bei ihr, als es zu Ende geht. Mit 101 Jahren, einem Leben das für mehrere Menschen reicht und der Zufriedenheit, dass sie wirklich gelebt hat, stirbt Teta Jele. Ein beeindruckendes Leben und eine interessante Frau. Ein Jahrhundert zu leben und nicht den Mut zu verlieren halte ich für eine sagenhafte Einstellung.

Tante Teta Jeles Leben

Mareike Kollenbrandt aus Jülich am 26.02.2024
Bewertungsnummer: 2140419
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Allein der Titel hat mich schon begeistert, entspricht er doch meinem eigenen Motto. Das Schicksal von Adrianas Tante entspricht aber nicht im Entferntesten meinem eigenen. Geboren als Jüdin im ehemaligen Jugoslawien wird sie in ein KZ verschleppt, das sie genauso wie die spanische Grippe und ihre norditalienische Schwiegermutter überlebt. Adriana kommt mit 4 Jahren durch unglückselige Umstände zu ihr nach Italien. Obwohl sie später zurück zu ihrer Mutter nach Deutschland geht, kehrt sie immer wieder nach Italien und zu ihrer Tante zurück, die für sie die Vertrauensperson Numero Uno ist. Die Geschichte beginnt damit, dass Adriana und ihre Tante Teta Jele, die in einem Pflegeheim lebt, nur noch telefonieren können, da die Pandemie alles andere nicht zulässt. Trotzdem tauschen sich die beiden mehrmals die Woche aus, sofern es der Zustand der Tante zulässt. Denn mit fast hundert Jahren gibt es gute und schlechte Tage. Nichtsdestotrotz lässt Teta Jele sich nicht nehmen ihre Nichte mit guten Ratschlägen aus der Erfahrung eines ganzen Jahrhunderts zu versorgen. Und nebenher erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Ihren 100. Geburtstag könne sie leider nicht miteinander verbringen. Doch Adriana ist bei ihr, als es zu Ende geht. Mit 101 Jahren, einem Leben das für mehrere Menschen reicht und der Zufriedenheit, dass sie wirklich gelebt hat, stirbt Teta Jele. Ein beeindruckendes Leben und eine interessante Frau. Ein Jahrhundert zu leben und nicht den Mut zu verlieren halte ich für eine sagenhafte Einstellung.

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