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Besser allein als in schlechter Gesellschaft Meine eigensinnige Tante

29

14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

47976

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.09.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,9/12,3/2,2 cm

Gewicht

214 g

Farbe

Flieder

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00702-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

47976

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.09.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,9/12,3/2,2 cm

Gewicht

214 g

Farbe

Flieder

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00702-2

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • Mareike Kollenbrandt

    aus Jülich

    5/5

    26.02.2024

    eBook (ePUB 3)

    Tante Teta Jeles Leben

    Allein der Titel hat mich schon begeistert, entspricht er doch meinem eigenen Motto. Das Schicksal von Adrianas Tante entspricht aber nicht im Entferntesten meinem eigenen. Geboren als Jüdin im ehemaligen Jugoslawien wird sie in ein KZ verschleppt, das sie genauso wie die spanische Grippe und ihre norditalienische Schwiegermutter überlebt. Adriana kommt mit 4 Jahren durch unglückselige Umstände zu ihr nach Italien. Obwohl sie später zurück zu ihrer Mutter nach Deutschland geht, kehrt sie immer wieder nach Italien und zu ihrer Tante zurück, die für sie die Vertrauensperson Numero Uno ist. Die Geschichte beginnt damit, dass Adriana und ihre Tante Teta Jele, die in einem Pflegeheim lebt, nur noch telefonieren können, da die Pandemie alles andere nicht zulässt. Trotzdem tauschen sich die beiden mehrmals die Woche aus, sofern es der Zustand der Tante zulässt. Denn mit fast hundert Jahren gibt es gute und schlechte Tage. Nichtsdestotrotz lässt Teta Jele sich nicht nehmen ihre Nichte mit guten Ratschlägen aus der Erfahrung eines ganzen Jahrhunderts zu versorgen. Und nebenher erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Ihren 100. Geburtstag könne sie leider nicht miteinander verbringen. Doch Adriana ist bei ihr, als es zu Ende geht. Mit 101 Jahren, einem Leben das für mehrere Menschen reicht und der Zufriedenheit, dass sie wirklich gelebt hat, stirbt Teta Jele. Ein beeindruckendes Leben und eine interessante Frau. Ein Jahrhundert zu leben und nicht den Mut zu verlieren halte ich für eine sagenhafte Einstellung.

  • Edith Berger

    5/5

    29.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    berührend schönes Leseerlebnis

    Adriana ist 4 Jahre alt, als sie zu ihrer Tante nach Italien kommt. Ihr Vater wurde aus der kommunistischen Partei geworfen und flieht in die Schweiz. Ihrer Mutter wird in Zagreb zurückgehalten und darf nicht ausreisen. Adrianas Teta Jele und Cika Giorgio reisen aus Italien an. Unter einer Wolldecke im Fond ihres Autos schmuggeln sie ihre Nichte bei Triest über die Grenze. Adriana Altares erzählt über das faszinierende Leben ihrer schönen Tante Jele. Ein berührend schönes Leseerlebnis

  • Bewertung

    5/5

    31.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Tod ist ein guter Bekannter

    Berührend und voller Liebe entwirft Altaras ein Bild über die letzten Tage, Wochen, Monate ihrer 99jährigen Tante Jele. Beide sind hunderte Kilometer voneinander entfernt und Corona lässt höchstens mal ein Telefonat zu. Und so hängt jede der Frauen dazwischen mehr oder weniger ihren Gedanken und Erinnerungen nach, lässt das Leben noch einmal an sich vorüberziehen. Wunderbar

  • Bewertung

    5/5

    15.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tragisch,ergreifend, berührend.

    So kann man Tante Jele’s Leben zusammenfassen. Mit viel Humor und Intimität schreibt Jele’s Nichte Adriana ein Buch über ihre geliebte Tante, die Trotz aller erlebten Dinge nie Ihren Lebenswillen verloren hat, Eine Geschichte mit prägenden Inhalt. Eine Erfahrung über die ich sehr froh bin, sie gelesen zu haben.

  • hasirasi2

    aus Dresden

    5/5

    18.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Leben in einem

    „Alle sterben, nur die Tante nicht. Gott hat sie einfach vergessen.“ (S. 27) Wer hat noch nicht vom ewigen Leben geträumt, bei Adrianas Tante Jele sieht es fast so aus, als würde dieser (Alb)Traum wahrwerden. Die sitzt 2021 nach einem Oberschenkelhalsbruch kurz vor ihrem hundertsten Geburtstag im Pflegeheim in Mantua fest und darf wegen der Pandemie keinen Besuch empfangen oder raus, dabei hat sie bis zuletzt selbstständig gelebt. Sie ist zwar fast blind und hört schwer, aber in ihrem gewohnten Umfeld hat sie sich noch gut zurecht gefunden. Vor allem aber gab es ihren Hund, einen Fernseher in Stadionlautstärke, Freunde und Nachbarn. Jetzt hat sie plötzlich viel Zeit, um über ihr wechselvolles Leben nachzudenken und sich über Adriana Sorgen zu machen, die auch zwei Jahre nach der Trennung ihres Mannes nicht mit dem Verlust fertig wird. Regelmäßig telefonieren Adriana und Jele, die nicht versteht, warum sie im Zimmer eingeschlossen wird und ständig eine Maske tragen soll, warum auf der Straße niemand mehr zu sehen. „Ich lebe in einem Totenhaus. Stille und Leere überall.“ (S. 6) Als später Besucher mit Passierschein kommen dürfen, werden Erinnerungen an die Zeit im Lager werden wach. Sie fragt sich, warum Gott sie so vieles er- und überleben lassen hat. „Obwohl sie sich immer häufiger verabschiedet, ist sie gleichzeitig so präsent wie noch nie. Sie zieht Bilanz, sie rechnet ab, sie ist wirklich gründlich.“ (S. 128) Jele hatte ein hartes Leben. Ihre gesamte jüdische Familie wurde aus Zagreb vertrieben und in ein Lager gesteckt. Erst Adriana erkämpft Jahrzehnte später eine Entschädigung für Jele als letzte Überlebende. Das Überleben spielt überhaupt eine große Rolle. Nach dem Krieg musste sie ihre streng katholische italienische Schwiegermutter und eine verrückte Schwägerin überstehen. Ihren Mann hatte sie nur aus Dankbarkeit und nicht aus Liebe geheiratet – ihr Leben fing erst nach seinem Tod so richtig an, wobei sie sich auch vorher schon den einen oder anderen Liebhaber gegönnt hat. Jetzt versorgt sie ihre Nichte ganz nonchalant mit ihren gesammelten Lebensweisheiten, die gleichermaßen klug und witzig sind: „Ach, das Leben ist, was es ist. Wieso glauben wir, es wäre da, um uns glücklich zu machen?“ (S. 177) Und bringt ihr alles bei, was sie über das (Über-)Leben, Unabhängigkeit, Männer, Kleidung und Genuss wissen muss. „Besser allein als in schlechter Gesellschaft“ ist ein wunderbar melancholischer, warmherziger und berührender Roman über Familie und das Älterwerden. Mit leisem Humor erzählt Adriana Altaras aus dem Leben ihrer eigenwilligen Tante und ihrem eigenen, ihrer Kindheit zwischen Deutschland und Italien, zwischen Eltern und Tante (die ihr oft mehr Mutter war als ihr eigentliche), zwischen Strenge und Grandezza, gepaart mit Dolce Vita. „Das Letzte, was von mir gehen wird, ist die Lust auf Pasta. Und die Liebe zu meiner Nichte.“ (S. 84)

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