Produktbild: Der Kreis

Der Kreis Macht und Intrigen, Gewalt und Frömmigkeit, Männlichkeitskult und weibliche List — Die letzte Jesidin

7

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.12.2022

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21,5/14,1/3,5 cm

Gewicht

614 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-532-0

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.12.2022

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21,5/14,1/3,5 cm

Gewicht

614 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-532-0

Herstelleradresse

Europa Verlag GmbH
Johannisplatz 15
81667 München
DE

Email: sp@europa-verlag.com

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Ein spannender Roman und Geschichtsstunde zugleich

Bewertung am 14.01.2023

Bewertungsnummer: 1859611

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein außergewöhnliches und wunderbares Buch! Die junge Jesidin Aziza lässt sich anders als zahlreiche ihrer anderen Familienmitglieder nicht zwangsislamisieren. Auch nicht als der Sheikh sie gefangen nimmt und sie nicht nur Zeugin vieler schrecklicher Ereignisse wird. Sie bleibt eine aufrichtige Jesidin - auch zu dem Preis, dass familien- und heimatlos, einsam und arm wird. Sie lässt sich dennoch nicht von den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen bedrängen, ihren Glauben aufzugeben. Doch das ist nicht die einzige besondere, bewunderswerte Eigenschaft dieser Frau. Die Geschichte einer sehr starken und mutigen Frau, die sich von Elend und Leid nicht brechen lässt, wurde verwoben in ein Geschichtsbuch, das Einblicke in die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches gewährt. Durch die Protagonisten des Romans und ihren Interessen und Ziele werden die Konflikte zwischen den einzelnen Ethnien, Religionen und sonstigen agierenden Mächte wird auch die Psychologie und die Dynamik der Spannungen und Auseinandersetzungen deutlich. Wer jetzt eine langweilige "Geschichtsstunde" befürchtet, liegt falsch! Der Roman ist spannend geschrieben, die Geschichte hält immer wieder überraschende Wendungen parat und der Autor hält den roten Faden stets ein. Trotz viel Arbeit und Stress konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ein ganz besonderer Roman! Für jeden, der sich für die religiösen, ethnischen und territorialen Konflikte nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches, die auch die Wurzel der heutigen Konflikte im Vorderen Orient darstellen, interessiert und gerne über starke und mutige Frauen liest.

Ein spannender Roman und Geschichtsstunde zugleich

Bewertung am 14.01.2023
Bewertungsnummer: 1859611
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein außergewöhnliches und wunderbares Buch! Die junge Jesidin Aziza lässt sich anders als zahlreiche ihrer anderen Familienmitglieder nicht zwangsislamisieren. Auch nicht als der Sheikh sie gefangen nimmt und sie nicht nur Zeugin vieler schrecklicher Ereignisse wird. Sie bleibt eine aufrichtige Jesidin - auch zu dem Preis, dass familien- und heimatlos, einsam und arm wird. Sie lässt sich dennoch nicht von den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen bedrängen, ihren Glauben aufzugeben. Doch das ist nicht die einzige besondere, bewunderswerte Eigenschaft dieser Frau. Die Geschichte einer sehr starken und mutigen Frau, die sich von Elend und Leid nicht brechen lässt, wurde verwoben in ein Geschichtsbuch, das Einblicke in die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches gewährt. Durch die Protagonisten des Romans und ihren Interessen und Ziele werden die Konflikte zwischen den einzelnen Ethnien, Religionen und sonstigen agierenden Mächte wird auch die Psychologie und die Dynamik der Spannungen und Auseinandersetzungen deutlich. Wer jetzt eine langweilige "Geschichtsstunde" befürchtet, liegt falsch! Der Roman ist spannend geschrieben, die Geschichte hält immer wieder überraschende Wendungen parat und der Autor hält den roten Faden stets ein. Trotz viel Arbeit und Stress konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ein ganz besonderer Roman! Für jeden, der sich für die religiösen, ethnischen und territorialen Konflikte nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches, die auch die Wurzel der heutigen Konflikte im Vorderen Orient darstellen, interessiert und gerne über starke und mutige Frauen liest.

Kein Ausweg aus dem Kreis Die…

iGirl aus Bad Nauheim am 05.01.2023

Bewertungsnummer: 2797709

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kein Ausweg aus dem Kreis Die Geschichte begleitet den Lebensweg der Jesidin und Heilerin Aziza. Sie lebt in einem Umfeld, das von Zwangskonvertierung der jesidischen Bevölkerung hin zum Islam geprägt ist und der gnadenlosen Verfolgung eines scheinbar religiös motivierten Sheikhs. Das Netzwerk und der Einfluss dieses grausamer bösen Mannes bedeutet eine dunkle Zukunft für die verschleppte, junge Aziza. Ihre Fähigkeit zu Heilen und durch Visionen Dinge zu sehen, die anderen verborgen bleiben wird durch den Sheikh schamlos für seine Zwecke ausgenutzt. Aziza ist ein beeindruckend starkes Mädchen, das gelernt hat ihre Gefühle sehr gut zu beherrschen und Kraft aus ihrer religiösen Überzeugung schöpft. Die Rollen der Figuren sind nicht immer eindeutig, wer unterstützt und wer ist wann bedrohlich? Verrat und Kalkül sind jeder Figur eigen. Ein wenig erinnerte mich die Geschichte an ein orientalisches Märchen und orientiert sich doch an einer realen Figur, was der Autor im Nachwort ausführt. Die Visionen der Protagonistin konnte ich nicht immer nachvollziehen. Interessant sind die Erklärungen zur Geschichte des osmanischen Reichs bis in die 50er Jahre und den religiösen und machtpolitischen Konflikten der verschiedenen Gruppen. Ich finde, dass das Bild des Kreises eine gelungene Allegorie für den Inhalt der Geschichte ist. Die Kreise, die sich immer enger um die Protagonistin ziehen, die politisch und machtgetriebenen Kreise aus denen es scheinbar kein Entrinnen gibt, der Kreis als Fessel für die zwangskonvertierten Frauen und der Kreis als unerbittliche religiöse Begrenzung der Jesiden, die den Schritt darüber nicht wagen. Bedrückend finde ich den starken Aktualitätsbezug der in der Geschichte liegt: da denkt man, dass Religion den Menschen Gutes tun und Mut machen sollte. Stattdessen ging und geht es den sogenannten Religionsführern um Macht, Unterdrückung, Unterwerfung, legitimiertes Enteignen, Schinden bis hin zum Tod. Gerade Frauen sind nahezu in jeder Religion benachteiligt. Genau dieses Bild nimmt die Geschichte auf, in der Figur der starken Aziza, die dennoch ihrer eigenen Überzeugung folgt. Mein Fazit: „Der Kreis“ ist eine lesenswerte, atmosphärische Geschichte mit realem geschichtlichen Bezug und einem sehr guten Sprachstil.

Kein Ausweg aus dem Kreis Die…

iGirl aus Bad Nauheim am 05.01.2023
Bewertungsnummer: 2797709
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kein Ausweg aus dem Kreis Die Geschichte begleitet den Lebensweg der Jesidin und Heilerin Aziza. Sie lebt in einem Umfeld, das von Zwangskonvertierung der jesidischen Bevölkerung hin zum Islam geprägt ist und der gnadenlosen Verfolgung eines scheinbar religiös motivierten Sheikhs. Das Netzwerk und der Einfluss dieses grausamer bösen Mannes bedeutet eine dunkle Zukunft für die verschleppte, junge Aziza. Ihre Fähigkeit zu Heilen und durch Visionen Dinge zu sehen, die anderen verborgen bleiben wird durch den Sheikh schamlos für seine Zwecke ausgenutzt. Aziza ist ein beeindruckend starkes Mädchen, das gelernt hat ihre Gefühle sehr gut zu beherrschen und Kraft aus ihrer religiösen Überzeugung schöpft. Die Rollen der Figuren sind nicht immer eindeutig, wer unterstützt und wer ist wann bedrohlich? Verrat und Kalkül sind jeder Figur eigen. Ein wenig erinnerte mich die Geschichte an ein orientalisches Märchen und orientiert sich doch an einer realen Figur, was der Autor im Nachwort ausführt. Die Visionen der Protagonistin konnte ich nicht immer nachvollziehen. Interessant sind die Erklärungen zur Geschichte des osmanischen Reichs bis in die 50er Jahre und den religiösen und machtpolitischen Konflikten der verschiedenen Gruppen. Ich finde, dass das Bild des Kreises eine gelungene Allegorie für den Inhalt der Geschichte ist. Die Kreise, die sich immer enger um die Protagonistin ziehen, die politisch und machtgetriebenen Kreise aus denen es scheinbar kein Entrinnen gibt, der Kreis als Fessel für die zwangskonvertierten Frauen und der Kreis als unerbittliche religiöse Begrenzung der Jesiden, die den Schritt darüber nicht wagen. Bedrückend finde ich den starken Aktualitätsbezug der in der Geschichte liegt: da denkt man, dass Religion den Menschen Gutes tun und Mut machen sollte. Stattdessen ging und geht es den sogenannten Religionsführern um Macht, Unterdrückung, Unterwerfung, legitimiertes Enteignen, Schinden bis hin zum Tod. Gerade Frauen sind nahezu in jeder Religion benachteiligt. Genau dieses Bild nimmt die Geschichte auf, in der Figur der starken Aziza, die dennoch ihrer eigenen Überzeugung folgt. Mein Fazit: „Der Kreis“ ist eine lesenswerte, atmosphärische Geschichte mit realem geschichtlichen Bezug und einem sehr guten Sprachstil.

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Der Kreis

von Jan Ilhan Kizilhan

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