Du glaubst, du weißt, wer du bist. Doch dann ist plötzlich alles anders.Bei einem Unfall hat Antonia fast das Augenlicht verloren und danach eine einsame Entscheidung getroffen: Sie möchte die Mutter der toten Spenderin der Transplantate kennenlernen, mit denen sie wieder sehen kann. Sie hofft, so viel wie möglich über diese Frau zu erfahren, eine Malerin, jung, beliebt, schön. Und sie fragt sich, ob die Tote versucht, ihr etwas mitzuteilen. Denn seit der OP verfolgten Antonia Flashbacks. Als sie schließlich erkennt, dass sie manipuliert wird, schwebt ihre eigene Mutter bereits in Lebensgefahr. Und nur wenn Antonia sich dem Geheimnis ihr eigenen Familie stellt, hat sie eine Chance, dem perfiden Spiel der anderen zu entkommen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Lavendelgarten
aus Berlin
5/5
09.01.2025
eBook (ePUB 3)
Neue Augen
Das Buch "Die andere Tochter" hat mich zunächst aufgrund der Thematik interessiert. Was geschieht, wenn man ein zunächst fremdes Organ transplantiert bekommt? Verändert sich etwas in der eigenen Identität? Fühlt man Gefühle, die man sonst noch nie hatte? Wie kommt man mit der Situation klar, dass ein anderer Mensch gestorben und man selbst der "Nutznießer" ist ?
Genau das passiert im Buch der Protagonistin: sie verliert auf Grund eines Unfalls ihr Augenlicht und bekommt ein wenig später die Hornhaut einer Verstorbenen transplantiert. Nach der OP schreibt sie sogar den Eltern der Spenderin so etwas wie einen Dankesbrief. Damit fangen die Verwicklungen an und alles ist anders als es zunächst erscheint.
Spannend erzählt, manchmal war es für mich mehr ein Thriller als ein Roman, liest er sich doch gut und flüssig "herunter".
Klare Kaufempfehlung!
Mihu
aus Giengen
5/5
04.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lesenswert!
Der Roman "Die andere Tochter" von Dinah Marte Golch hat mir sehr gut gefallen. In die Geschichte rund um Toni, die durch einen Arbeitsunfall ihr Augenlicht verliert und dieses durch eine Transplantation wieder zurück erhält, konnte ich mich als Leser gut hineinversetzen. Auch im weiteren Verlauf als sich die Familie der Spenderin meldet und man mit Toni einige Hochs und Tiefs erlebt war ich immer gebannt dabei und wollte weiterlesen um zu erfahren wie es weitergeht und in welche Richtung sich die unterschiedlichen Charaktere entwicklen. Sehr spannend finde ich die Schreibweise Mal in der Vergangenheit und Mal im Jetzt. Alles in allem ein sehr gelungener Roman, den ich definitiv weiterempfehlen kann!
Im_Lesehimmel
aus Berlin
5/5
23.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Raffiniert konstruiert
Antonia verdient ihr Geld mit Haushaltsauflösungen bis es zu einem tragischen Unfall kommt. Eine Transplantation rettet ihr das Augenlicht und wenig später nimmt die Mutter der Spenderin Kontakt mit ihr auf. Antonia freut sich über diese Möglichkeit, auch wenn es fraglich ist, wie dieser Kontakt zustande gekommen ist. Sie macht sich sofort auf den Weg, um diese Familie kennenzulernen und landet in einer ihr fremden Welt. Nicht alle heißen sie willkommen und am Tod der Spenderin ist Manches merkwürdig. Sie versucht es zu ergründen und ihr bisheriges Leben scheint plötzlich nicht mehr gut genug für sie zu sein. Hinzu kommen unerklärliche Flaschbacks und viele Fragen.
Hat die Transplantation Einfluss auf ihre Persönlichkeit? Gibt ihr ihre Beziehung wirklich das, was sie möchte? Warum hat sich die Spenderin für den Kunstraub der Nazis interessiert? Was verbergen ihre Eltern vor ihr?
Das Buch greift viele Themen auf - Kunstraub, Seelenwanderung, Organspende, Traumata… und wirkt dadurch manchmal etwas verwirrend. Aber es vermittelt auch etliche Hintergrundinformationen, was es für mich sehr interessant gemacht hat.
Dadurch, dass der Zeitraum, in dem der Roman spielt mit April bis Oktober 2019 sehr kurz ist, überschlagen sich die vielen Ereignisse förmlich. Man springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und so fügt sich Puzzlestück für Puzzlestück zu einem Ganzen zusammen. Es bleibt spannend bis zum Schluss. Am Ende war ich ziemlich überrascht.
Es gab nur ein paar kleinere Ungereimtheiten, die ich mir nicht so richtig erklären konnte. Antonia wacht sehr oft in fremden Betten auf und weiß nie, wie sie dorthin gekommen ist.
Außerdem fand ich etwas befremdlich, dass sie vorher nie hintergefragt hat, warum sie bis zum 12. Lebensjahr bei ihrer Großmutter gelebt hat. Ansonsten hat mich die Geschichte sehr gefesselt.
Es ist ein raffiniert aufgebautes und spannendes Buch.
Lu
aus Berlin
5/5
05.01.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr gelungen
Der Aufbau des Romans ist interessant gestaltet. In der Geschichte wird zwischen verschiedenen Zeiten gesprungen. Die Hauptfigur in dem Buch ist Toni (Antonia). Sie verliert durch einen blöden Arbeitsunfall die Möglichkeit zu sehen und bekommt eine Spende der Netzhaut einer verstorbenen Person.
Ihr gelingt es, durch einen versehen, Kontakt zu der Familie der Spenderin aufzunehmen ab diesem Augenblick spitzt sich die Situation immer weiter zu.
Das Buch behandelt ein interessantes Thema, welches ich bisher so nicht auf dem Schirm hatte. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ist angenehm zu lesen. Der Wechsel zwischen den beiden Zeitpunkten innerhalb der Geschichte ist gut gelungen. Das Cover und die Gestaltung des Buches sind sehr ansprechend, aber schlicht. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Thematik interessiert.
Bewertung
aus Stuttgart
5/5
29.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Große Familiengeheimnisse
Nach einem Unfall wird Antonia blind, sie erhält eine Transplantation am Auge und kann wieder sehen. Die Mutter der Spenderin nimmt Kontakt zu ihr auf, und Antonia ist neugierig, sie kennenzulernen. Sie lernt die Familie der Toten kennen, doch nicht alle nehmen sie so freundlich in Empfang wie Zsazsas Mutter. Bald erkennt Antonia, dass hinter dem jeweiligen Verhalten der Familienmitglieder der Spenderin unterschiedliche Intentionen liegen, bis dahin, dass sie manipuliert wird. Doch Antonia merkt, dass irgendetwas gewaltig faul ist an der Geschichte der Familie Mertens. Dann gerät auch noch Antonias Mutter in Gefahr…
Anfangs war ich immer wieder drauf und dran, Antonia zuzurufen: Hör auf! Geh nicht weiter! Denn sie scheint den falschen Weg zu gehen, indem sie den Kontakt zur Mutter der Spenderin aufnimmt und deren Aufmerksamkeit genießt. Doch gilt diese Aufmerksamkeit wirklich ihr selbst? Liegt es an der Transplantation, dass Antonia von dieser seltsamen Neugier befallen ist? Es gibt einige große Geheimnisse, die in dieser Geschichte darauf warten, von Antonia entdeckt zu werden. Der Plot ist geschickt konstruiert und zieht den Leser immer weiter in seinen Sog hinein. Die Auflösung war für mich äußerst überraschend, sie lässt die Geschichte rückblickend in einem ganz neuen Licht erscheinen.
Sehr gerne empfehle ich diese spannende Familiengeschichte weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.
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