Vergangene Zweiradmarken behalten ihren guten Klang, das gilt auch für Hercules. Leo Keller widmet sich der altehrwürdigen Marke. Weil die Nürnberger Zweiradbauer ihre Motoren stets beim Schweinfurter Riesen Fichtel & Sachs zukauften, übernahmen die Motorenbauer Hercules. Mitte der 1960er Jahre kauften F&S die Zweirad Union, die 1958 aus den Marken DKW, Express und Victoria geformt wurde. Welche Marken und Modelle so entstanden und wie es mit der Marke Sachs weiterging, schildert diese umfangreiche Dokumentation. Geschichte, Modelle, Technik, Sport – endlich eine lückenlose Chronik der untergegangenen, aber unvergessenen Firma.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
ws
aus Markdorf
5/5
02.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das 'Neid-Objekt' auf Seite…
Das 'Neid-Objekt' auf Seite 76... Wer damals die K50RX sein Eigen nennen konnte, war auf dem Schulhof einfach der Star. Da konnte auch keine Kreidler Florett mithalten. Da wurde sogar noch über die irre Leistungssteigerung von 0,1 PS diskutiert. Und ob sich diese Mehrleistung in der Höchstgeschwindigkeit bemerkbar macht, wenn sich die Fahrer der beiden 50ccm-Maschinen mit dem Bauch so flach wie möglich auf den Tank legten... Erst die Kreidler Florett RS konnte da wieder mithalten. Das ging so lange, bis die in Deutschland von Neckermann vertriebene italienische Garelli mit ihren 7PS die deutschen Kleinkrafträder in den Schatten stellte. Denn diese hatten sich auf eine Höchstleistung von 6,25PS geeinigt... Hercules baute aber schon ab 1890 Fahrräder, besser gesagt Hochräder. 1898 wurde ein elektrogetriebener Kutschwagen unter der Bezeichnung 'Electro-Chaise' angeboten, 40km/h schnell mit einer Reichweite von 40 Kilometern. Auf Seite 14 ist eine Stiefelputzmaschine und auch ein zweispuriges Velociped von 1910 zum Krankentransport zu sehen. Auf Seite 100 ein 'Schneemotorrad' aus der Hercules-Entwicklungsabteilung. Einige Design-Studien, bei deren Anblick kalte Schauer über den Rücken laufen (S. 105). Wer kann sich denn noch erinnern, das etwa zu der Zeit, als NSU den legendären RO80 mit Wankelmotor auf den Markt brachte, Hercules anno 1974 mit der W 2000 ein Motorrad mit Wankelmotor auf den Markt brachte. Und davon immerhin rund 1.800 Stück vornehmlich in den USA verkaufte. Im Klartext bedeutet dies, die ganze Geschichte von Hercules (oder sollte man jetzt im Zeitalter des Gender-Wahnsinns Her- und Fraucules sagen?) wird aufgezeigt. Illustriert mit vielen Fotos, Reproduktionen von Werbematerial. Informativ mit den gut zu lesenden Texten. Wer wissen möchte, wie die 'Blechbanane' aussah, schlägt Seite 116 oder 121 auf. Und wer heute auf einer Harley durch die Gegend bollert, kann bestimmt viele Jugenderinnerungen ins Gedächtnis holen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.