Die letzten Drachen verlassen sich auf sie – doch für Gold würden Menschen alles tun. Die Fortsetzung der Regenwildnis-Saga, die mit »Wächter der Drachen« begann.
Die Brut der großen Drachin Tintaglia und ihre menschlichen Hüter haben ihr Ziel noch nicht erreicht. Die verlorene Drachenstadt Kelsingra scheint in unerreichbarer Ferne. Doch ein Zurück gibt es nun nicht mehr, denn Drachenjäger sind ihnen auf den Fersen. Plötzlich müssen sich die Drachen neben den Gefahren der Regenwildnis auch noch der Skrupellosigkeit und Gier der Menschen stellen. Misstrauen zu ihren Hütern flammt auf. Zu Recht! Denn unter ihnen sind Verräter, die für Gold alles tun würden.
Die New-York-Times-Bestsellersaga »Regenwildnis« von Robin Hobb ist unabhängig von der Weitseher-Saga lesbar und erscheint komplett bei Penhaligon:
1. Wächter der Drachen
2. Stadt der Drachen
3. Kampf der Drachen
4. Blut der Drachen
Dieser Roman ist bereits unter dem Titel »Drachenkämpfer« auf Deutsch erschienen. Er wurde für diese Ausgabe komplett überarbeitet.
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Schöne Fantasy-Welt mit großartigen Charakteren
Bewertung am 13.01.2022
Bewertungsnummer: 1638251
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nach „Wächter der Drachen“ ist „Stadt der Drachen“ der zweite Teil der „Regenwildnis-Saga“ der amerikanischen Autorin Robin Hobb. Das Buch erschien am 22. November 2021 bei Penhaligon. Die Reihe ist ein Spin-off der „Weitseher-Saga“, kann aber unabhängig davon gelesen werden.
In „Stadt der Drachen“ geht die Reise nach Kelsingra weiter. Die Drachen und ihre Begleiter haben schon einen großen Weg zurückgelegt und doch haben sie noch einiges vor sich. Dabei wird ihre Reise nicht nur durch die unberechenbare Natur gefährlich, sondern auch durch Intrigen innerhalb der Gruppe.
Zu Beginn werden die Erinnerungen an den ersten Teil aufgefrischt, was sehr hilfreich sein kann, wenn man „Wächter der Drachen“ schon vor längerer Zeit gelesen hat. Die Geschichte setzt genau dort ein, wo man beim vorherigen Buch ausgestiegen ist, sodass man schnell und einfach wieder in die Welt einsteigen kann.
Während im ersten Teil noch ein großer Fokus darauf lag, die Welt rund um die Regenwildnis aufzubauen und die Charaktere vorzustellen, bringt Teil 2 viel Spannung mit sich und glänzt mit deutlich mehr Action als im ersten Teil!
Trotzdem wird die Charakterentwicklung auch in „Stadt der Drachen“ nicht vernachlässigt, sodass sich alle stetig verändern. Auch die Drachen sind nicht einfach nur Drachen, denn alle sind einzigartiges Wesen. Ob arrogant, weise, liebenswürdig - jeder von ihnen unterscheidet sich von den anderen und jeder von ihnen ist ein komplexer Charakter. Viele der Drachen fühlen sich den Menschen überlegen und handeln auch so, was zu Spannungen zwischen den Menschen und den Drachen führt. Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich darauf reagiert wird und was das für Folgen mit sich bringt.
Da die Gruppe sich mittlerweile weit von der Zivilisation entfernt hat, kann sie ihre eigenen Regeln aufstellen und die Teilnehmer der Expedition müssen sich nicht mehr daran halten, was ihnen schon eingeschärft wurde, als sie noch kleine Kinder waren. Das eröffnet den Charakteren neue Freiheiten, bringt aber auch Schwierigkeiten mit sich. So können sie ihre Persönlichkeiten entfalten, müssen aber auch lernen, dass ihnen trotzdem nicht alles offen steht. Man kann den Charakteren wortwörtlich dabei zusehen, wie sie sich weiterentwickeln, denn sie verändern sich dabei nicht nur mental, sondern auch physisch. Man gewinnt Charaktere wieder lieb, von denen man sich vorher entfernt hat und findet andere dafür immer unsympathischer.
Im Laufe des Buches nimmt man an vielen tiefgründigen Gesprächen teil. Obwohl diese Gespräche die Handlung nur bedingt vorantreiben, liest man sie genauso gerne wie actiongeladene Szenen, denn sie helfen, einiges über die Figuren und die Umstände zu lernen und sie besser zu verstehen.
Wie schon im ersten Teil überzeugt Robin Hobb auch in „Stadt der Drachen“ mit einem fesselnden Schreibstil, der einen immer dazu verleitet, weiterzulesen.
Insgesamt ist Band 2 eine Steigerung zum ersten Band. Auffällig sind die besonders gut gelungenen Charaktere und deren Entwicklung, aber auch der fesselnde Schreibstil. „Stadt der Drachen“ weckt Vorfreude auf den dritten Teil der „Regenwildnis-Saga“, den ich mir nicht entgehen lassen will!
4,5/5
Ein Abenteuer, das ich so schnell wie möglich im dritten Band fortsetzen will!
Endlose Seiten am 08.03.2023
Bewertungsnummer: 1895905
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
- Achtung: Band 2. der »Regenwildnis-Saga« -
»Stadt der Drachen« ist der zweite Band der »Regenwildnis-Chroniken« von Robin Hobb. Die Geschichte geht nahtlos weiter. Die Drachen und ihre Hüter sind immer noch unterwegs durch die Regelwildnis auf der Suche nach der verlorenen Stadt Kelsingra. Da mich der erste Band sehr gepackt hat, habe ich beschlossen, die Reihe weiterzulesen. Nachdem ich nun mit dem zweiten Band fertig bin, kann ich schon verraten, dass ich vorhabe, auch den dritten Band zu lesen.
Genau wie im ersten Band, hat es auch dieses Mal etwas gedauert, bis die Geschichte an Tempo gewann. Aber auch wenn die ersten Seiten etwas schleppend waren, kam man dafür gut in die Geschichte herein. Sprich, man wurde nicht überrumpelt, sondern wurde „an die Hand genommen“ und konnte somit eine Verbindung zum ersten Band herstellen, was für den einen oder anderen hilfreich sein kann.
Da es sich hierbei um den zweiten Teil handelt, erfährt man logischerweise mehr über die Figuren. Einige von ihnen zeigten aber eine neue Seite von sich. Dies war zum Beispiel bei Alises Freund Sedric der Fall. Der junge Mann hat im Verlauf des zweiten Bandes eine Wendung hingelegt, die ich von ihm nicht erwartet habe. Ich würde sagen, dass er der Charakter war, der mich in diesem Teil am meisten überrascht hat.
Die junge Drachenhüterin Thymara ist mir ebenfalls stark in Erinnerung geblieben. Vor allem hat dies mit ihrer Art zu tun, wie sie sich weigert, bestimmten Regeln zu folgen und ihren eigenen Weg gehen will. Ich finde, Thymara hat sich zu einer selbstbewussten und durchsetzungsstarken Person entwickelt. Leider ist ihr das noch nicht klar, aber sie gibt alles, um sich behaupten zu können. Spannend war auch Thymaras Beziehung zu ihrer Drachin Sintara, denn diese unterscheidet sich etwas von den Beziehungen, der anderen Drachen zu ihren Hütern.
Eine Lieblingsfigur habe ich bis jetzt nicht, weil ich alle Figuren ganz spannend finde, vor allem aber die fünfzehn Drachen, die sich im Verlauf der zwei Bände ziemlich gemacht haben. Seitdem sie nicht auf sich allein gestellt sind und ihre Hüter haben, haben sie sich verändert. Das Paradoxe ist, dass die Drachen erst seit dem selbstständiger und stärker geworden sind, seit sie von ihren Hütern unterstützt werden. Die Drachen haben sich weiterentwickelt und sind beinahe zu den prächtigen Wesen geworden, wie man sie normalerweise aus Büchern und Filmen kennt.
Die Nachrichten der beiden Vogelwarte haben zwischendurch für Abwechslung gesorgt. Man hat ein bisschen mitbekommen, was außerhalb der Regenwildnis passiert. Man merkt immer mehr, dass die Zivilisation immer mehr zurückbleibt und je weiter in die Wildnis vorgedrungen wird, desto mehr kristallisieren sich neue Gesetze und Regeln heraus, die sehr brutal sein können. Es entstehen zwar Freundschaften, aber auch Feindschaften, sowohl zwischen Menschen als auch zwischen Drachen. Dabei vergisst Robin Hobb nicht, stets neue Infos über die Regenwildnis, Uralten, Kapitän Leftrin und sein Schiff Teermann zu liefern, damit wir uns die Welt der »Regenwildnis«-Reihe besser vorstellen können.
Fazit: Der zweite Band der »Regenwildnis-Chroniken« von Robin Hobb hat mir noch besser gefallen, als der erste. »Stadt der Drachen« war ein Abenteuer, das ich so schnell wie möglich im dritten Band fortsetzen will!
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