Produktbild: Die Kinder von Nebra

Die Kinder von Nebra Historischer Roman

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14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

28.05.2021

Illustriert von

Markus Weber

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

624

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/3,4 cm

Gewicht

390 g

Farbe

Anthrazit / Karamell

Auflage

5. Auflage 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-404-18428-6

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

28.05.2021

Illustriert von

Markus Weber

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

624

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/3,4 cm

Gewicht

390 g

Farbe

Anthrazit / Karamell

Auflage

5. Auflage 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-404-18428-6

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  • Sabine

    aus Köln

    4/5

    21.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Die Kinder von Nebra

    Ich liebe historische Romane – aber so weit in der Vergangenheit habe ich mich bisher nicht gelesen; in dieser Geschichte, die vor fast 4000 Jahren spielt steht die „Himmelsscheibe von Nebra“, die im Jahr 1999 in Sachsen-Anhalt gefunden wurde, im Mittelpunkt des Geschehens. Ich gebe zu, dass ich anfangs skeptisch war, und tatsächlich habe ich auch ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen – dann aber wurde es spannend und mit den sympathischen Protagonisten galt es, viele Abenteuer zu bestehen. Es ist kein leichtes Unterfangen, ein Buch zu schreiben, das in einer Zeit spielt, aus der nur wenig bekannt ist. Zwar gibt es einige Fundstücke, aber wie die Menschen wirklich gelebt haben, da bleibt viel Spielraum zur Spekulation. Der Autor hat wirklich exzellent recherchiert und alle Fakten geschickt mit der fiktiven Geschichte verknüpft – denn natürlich ist vieles erdacht, aber in den bekannten historischen Kontext gebracht. Die Geschichte beginnt gemächlich und führt den Leser langsam in die Zeit und die Lebensumstände ein. Man erfährt, wie die Himmelsscheibe entstanden sein könnte, wie die Menschen damals gelebt haben, dass das Land von Fürsten und Clans geführt wird und Götter angebetet und gehuldigt werden. Ich habe mich am Anfang sehr schwer getan, nicht nur wegen der vielen fremden Namen, die zu Menschen, Charakteren, Orten und Clans gehören, sondern weil mir auch einfach Spannung gefehlt hat, denn viel passiert zu Beginn wirklich nicht. Nach und nach wird es dann aber doch packender, als klar wird, welche Gottheiten mit welchem Clan wie zusammenhängen und wer welche Machtansprüche an wen stellt. Dann wird die Geschichte zu einem spannenden Abenteuerroman, bei dem ich sehr gefesselt war und mitgefiebert habe. Der Götterkult spielt in diesem Roman eine große Rolle und Ulf Schiewe hat einen tollen Götter-Stammbaum erstellt und ausgearbeitet. Natürlich ist dieser angelehnt am römische und griechische Gottheiten, dennoch aber ist er in sich schlüssig und muss sich in keinster Weise verstecken. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, auch wenn bei fast allen der Hang dazu besteht, nur aus guten oder auch schlechten Seiten zu bestehen. Damit wirken sie ein wenig unauthentisch – aber wer weiß schon, wie die Menschen vor 4000 Jahren gewesen sind. Trotzdem mochte ich die Hauptcharaktere und habe sie bei ihren Abenteuern gerne begleitet – sie sind Helden, und damit ist eigentlich auch klar, dass ihnen viele gute Eigenschaften zugeschrieben sind, aber auch, wie die Kämpfe sowohl zwischen den Clans als auch im Privaten enden werden. Schwer getan habe ich mich mit der Sprache – nicht weil sie anspruchsvoll ist oder schlecht zu lesen, sondern wie sie mir zu modern war und gar kein Zeitgefühl in mir geschaffen hat. Natürlich weiß man nicht, wie die Menschen damals gesprochen haben, trotzdem wünsche ich mir beim Lesen eines historischen Romans – egal zu welcher Zeit er spielt – ein gewisses „historisches Lesegefühl“, eine Atmosphäre, die mich fühlen lässt, in einer anderen Zeit zu sein. Und das hatte ich nicht. Ich habe tatsächlich ein bisschen gebraucht, dieses für mich bestehende Problem beiseite zu schieben, dann aber konnte ich die Geschichte endlich genießen und auch in ihr abtauchen. Ulf Schiewe hat großartiges geleistet, eine Geschichte in einer Zeit anzusiedeln, über die nur wenig bekannt ist, und seine exzellenten Recherchen merkt man nicht nur beim Lesen, sondern erfährt auch von ihnen in dem ausführlichen Nachwort. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

  • Bewertung

    5/5

    14.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnd und brutal

    Ich bin froh, dass ich nicht wusste wie grausam dieses Buch ist; ich hätte es nicht gekauft. ABER: sehr interessante Geschichte, fließend geschrieben und offensichtlich gut recherchiert. Die Geografie ist bildlich beschrieben und man lebt, leidet und fiebert mit den Protagonisten mit. Dieses Buch ist sehr nachhaltig, im positiven und negativen Sinn.

  • wanderer.of.words

    5/5

    02.02.2022

    eBook (ePUB)

    Ein tolles Buch, das mich in eine weit zurückliegende Vergangenheit entführt hat

    Ulf Schiewe baut seinen Roman auf einer sehr gut recherchierten historischen Basis auf. Das Leben der Menschen in der damaligen Zeit, ihre Häuser, Arbeit, Nahrung oder Kleidung sind detailliert aber dabei immer interessant beschrieben. An vielen Stellen war ich überrascht welche Erfindungen es bereits in der Bronzezeit gab. Wo die historischen Quellen fehlen versucht der Autor die Lücken möglichst logisch zu füllen, auch das ist ihm großartig gelungen. So entwirft er ein Glaubenssystem mit verschiedenen Gottheiten, dort spielen heilige Stätten, Bräuche, Priester und Priesterinnen eine große Rolle. Der Leser kann auch die Entstehung der Himmelsscheibe miterleben und wie sie zu einem religiösen Objekt wurde. Vieles ist auch hier natürlich Spekulation, denn wir wissen zu wenig darüber, doch die Geschichte ist so schlüssig, dass es genauso hätte passiert sein können. Die Geschichte beginnt gemächlich, stellt die Protagonisten vor und zeigt uns ihr Leben. Der Autor führt den Leser auch an die Glaubenswelt heran und zeigt wie das Herrschaftsgefüge aufgebaut war. Ich fand das sehr angenehm um in der lange zurückliegenden Zeit anzukommen. Viele der Namen klingen zunächst fremd und sind nicht immer leicht auseinanderzuhalten, hier hat mir das angehängte Personenregister gute Dienste geleistet. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und konnten mein Interesse wecken, die meisten tendieren aber dazu nur gute oder nur schlechte Seiten zu haben, auch Hauptdarstellerin Rana. Sie hat ein gutes Herz, kämpft für ihre Überzeugungen und gegen die Ungerechtigkeiten. Manchmal erinnerte sie mich mit ihrem impulsiven Trotz und der Aufmüpfigkeit an ein kleines Kind, gerade zu Beginn hat das meine Geduld mit ihr auf die Probe gestellt. In Laufe der Geschichte bessert sich das zum Glück und blitzt nur noch vereinzelt auf. Trotzdem mochte ich die Charaktere und habe ihre Geschichte sehr gerne verfolgt.

  • Eliza

    5/5

    30.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dramatik in der Bronzezeit

    Als Ende der 90iger Jahre die „Himmelsscheibe von Nebra“ entdeckt wurde war ich fasziniert und auch überrascht über die astronomischen Kenntnisse einer Zeit, welche man als Kind nicht so im Geschichtsunterricht gelehrt bekommen hat. Ich bin von der Umsetzung der Geschichte sehr angetan. Das Cover ist in but gehalten und zeigt kreisförmige Bronzeplatte mit Applikationen aus Gold, die sogenannte „Himmelscheibe von Nebra“. Der Klappentext beschreibt ausführlich die Handlung und bereitet die Leser sehr gut auf die Erzählung vor. Die Handlung spielt in der sogenannten „frühen Bronzezeit“, ca. 2000 Jahre vor Christus und ist mit fiktiven Personen um teilweise nachgewiesene Ereignisse erzählt worden. Im Nachwort des Autors erfährt man dabei weitere Hintergründe über die sich damals zugetragenen Ereignisse. In der Handlung geht es im Wesentlichen um die junge Rana welche dem Ruotinger Klan angehört und die Tochter eines Bronzeschmiedes, sowie der hochangesehenen Priesterin Herdis der Göttin Destarte ist. Rana ist eine sehr mutige und für damalige Verhältnisse sehr selbstbewusste Frau, welche trotz der harten kriegerischen Zeiten und einiger Schicksalsschläge nie den Mut verliert. Die wesentlichen Nebenfiguren der Geschichte sind neben Ranas Eltern, der Klan der Helminger und den Fürst „aller Ruotinger“ Orkon, sowie sein brutaler und furchteinflößender Sohn Arrak und Hakun Sohn des Klanherre der Harruner. Ebenso erwähnenswert ist die Leibwache von Orkon Odda, ein bärenstarker übergroßer Mann, welcher im Laufe der Geschichte einer Charakteränderung durchfährt. Er war für mich eine der Lieblingsfiguren der Geschichte. Am Anfang unnahbar und kühl beweist er im Laufe der Zeit ein Gespür für „die richtige Handlung sowie die richtigen Entscheidungen“ und kann so der Geschichte mit seinen Taten die richtige Wendung geben. Die Spannung der Geschichte lebt von ihrer Dramatik und dem Kampf „Gut“ gegen „Böse“. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind keine Zeitsprünge vorhanden. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, leicht tragend und zeitgemäß, sowie in Teilen auch sehr dialogorientiert. Als Besonderheit sind neben einem Glossar, einem Personen- sowie einem Klanverzeichnis auch eine abgedruckte Karte der wesentlichen Handlungsorte zu nennen. Als Zielgruppe des Romans kommen Freunde historischer Romane, Anhänger der Bronzezeit sowie neugierige Leser aller Altersklassen in Frage. Das Fazit des Romans ist sehr positiv. Da ich bis jetzt keine Vorstellung vom Leben „vor der Antike“ hatte war ich über das alltägliche Leben doch sehr überrascht. So hatten nach historischen Überlieferungen bereits die Menschen „vor der Antike“ Streitwagen besessen. Allein dieser Umstand war mir nicht bekannt. Auch das damals bereits rudimentäre astronomische Kenntnisse vorhanden waren zeigt nicht nur allein diese wunderbare Himmelsscheibe. Dem Autor ist es gelungen um historisch nachgewiesene Tatsachen eine sehr interessante, abwechslungsreiche und auch spannende Geschichte zu erzählen.

  • Bewertung

    5/5

    01.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leben in der Bronzezeit

    Wie lebten die Menschen hierzulande während der Bronzezeit? Funde, insbesondere solch sensationelle wie die Himmelsscheibe von Nebra beschäftigen nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Autoren. Ulf Schiewe entwirft aus den Erkenntnissen eine faszinierende Welt, nimmt mich mit in längst vergangene Zeiten. Rana wächst als Tochter einer Priesterin und eines Schmieds heran, gilt als eigenwillig und klug, sie hinterfragt Dinge. Ihre Familie gehört zum Klan der Nebroni, die mit einigen anderen Klans befriedet unter dem Fürsten Orkon leben. Während in ihrer Familie neben der Lebensspenderin Destarte auch andere alte Götter verehrt werden, gilt unter Orkons Herrschaft die Anbetung des Totengottes Hador als wichtigster Kult. Mit Hilfe dieses Kultes sichert sich der Fürst seine Macht, zusätzlich gestützt auf Söldnertruppen, die überall in den Gebieten der Klans stationiert sind. Während die Alten den so errungenen Frieden schätzen und in Kauf nehmen, dass Hador Opfer gebracht werden, begehren die Jungen auf. Der Autor entwirft hier das Bild einer Gesellschaft, wie es sie zu allen Zeiten gab, zwischen Tradition und Veränderung, Gut und Böse, Fürsten und einfachen Leuten, dem Wirken der Götter und dem irdischen Handeln. Rana ist durch ihre Kraft, aber auch durch ihre Zweifel eine faszinierende Persönlichkeit, der ich gern durch ihre Zeit folge.

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