Dieses bibliophile Prunkstück bietet auf 400 Seiten wirklich alles, was man über das kulinarische Universum Frankreichs wissen muss: Mit 375 Rezepten, Produktporträts, Warenkunde und kurzen Anekdoten über die vorgestellten Gaumenfreuden ist dies die ultimative Bibel für alle Gourmets. Von Apfeltarte bis Zurruputuna (einer baskischen Suppe mit Kabeljau) findet sich hier kulinarisches Geheimwissen der Extraklasse!
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HSL am 14.12.2021
Bewertungsnummer: 1623551
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Werk ist schon ein ordentlicher Brocken. Fast 2,7 kg schwer und 400 Seiten, das kann man absolut kein Taschenbuch nennen. Der Christian Verlag hat dieses monumentale Standardwerk zur französischen Küche im Juli 2021 herausgebracht.
Der Franzose François-Régis Gaudry, geboren 1975, ist Journalist und Restaurantkritiker. Er schreibt eine wöchentliche Kolumne für »L’Express« und präsentiert im Radiosender France Inter jeden Sonntag die Sendung »On Va Déguster«, aus der die Idee für dieses Buch entstanden ist.
Nämlich eine Bibel die alles enthält, was wir anfassen, fühlen, wahrnehmen, messen oder irgendwie kreieren können, das heißt ganz, ganz anders aufgebaut als wir es von einem Kochbuch kennen. Der Autor widmet sich mit seiner Gourmet Bibel ganz speziell seinem Land Frankreich und hat alles zusammengetragen was nur irgendwie geht. Einen kleinen Überblick bekommt man gleich zu anfangs in seiner Chronologie „Gourmande de la France“. , es reicht weit zurück bis ins Mittelalter. Wenn man es sich nicht vorstellen kann was Frankreich kulturell hervorgebracht hat, oder die Menschen von sich aus verändert haben oder aber von Natur aus existiert hat, das findet sich hier wieder. Im Grunde ist schnell erklärt, was die Bibel ist: Die anerkannten Schriften von der Erschaffung der Welt bis zur Entstehung der ersten christlichen Gemeinden. Das ganze Drumherum von der Welt des Essens und des Trinkens. Dazu erfragte der Autor Kolumnisten, Journalisten, Gaumenkünstler, Köche, Konditoren, Wissenschaftler, Sommeliers, Illustratoren, Fotografen, Zeichner und Familienmitglieder.
So enthält diese Lektüre auch „Ein Urteil von Paris“ aus 1796 bei einer Blindverkostung von französischen bzw. kalifornischen Weinen oder die Geschichte eines Tabus der Roßschlachterei, sowie die Rückkehr vergessener Kuchen, Knoblauchgeschichten, Weinkeller mit Verköstigung Regeln über Wildpilze und etwas über die hübschen Rohre der Destille. Und das was wohl jeder kennt die La Bouillabaisse de Marseille, eine Marseiller Bouillabaisse wird auch Marseillaise genannt. Die Fischsuppe, ursprünglich ein Arme-Leute-Gericht, wurde zum Star der französischen Klassiker. Selbstverständlich kommen die Rezepte und verschiedene Geheimnisse dazu auch nicht zu kurz, denn es sind 375 Stück an der Zahl. So sind Schätze aus Frankreichs Regionen ebenfalls enthalten, wie die Berichterstattung von 260 Persönlichkeiten. Ein Inhaltsverzeichnis, ein Rezeptregister, ein Bildnachweis beenden die Gourmet Bibel Frankreichs und die Vorstellung der vielen Mitarbeiter dieses Standartwerkes. Enorm was man hier zusammengetragen hat und es lässt sich nicht mal ganz schnell durchblättern, wenn man ein Freund von Frankreich ist.
Vive la Cuisine Francaise!
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