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Die Scham Nobelpreis für Literatur 2022

5

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

12774

Erscheinungsdatum

19.08.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

110 (Printausgabe)

Dateigröße

1480 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La honte

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783518767177

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Verkaufsrang

12774

Erscheinungsdatum

19.08.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

110 (Printausgabe)

Dateigröße

1480 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La honte

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783518767177

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Ein weiterer Baustein ihres tollen Gesamtwerks

katis zettelchen aus Salzburg am 05.02.2026

Bewertungsnummer: 3036600

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich habe nichts mehr mit dem Mädchen auf dem Foto gemein, außer dieser Szene eines Junisonntags, die das Mädchen im Kopf trägt und die mich dieses Buch hat schreiben lassen, weil ich sie nie vergessen konnte.“ Ernaux ist und bleibt eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich finde es toll, wie sie autobiographische Themen reflektiert und so erzählt, dass sie auf eine ganz andere Ebene gehoben werden. Sie liefern ein Abbild der französischen (oder mitteleuropäischen) Gesellschaft einer bestimmten Zeit, wenn man ihr gesamtes Oeuvre betrachtet, ergibt sich besonders die sozialhistorische Entwicklung der Rolle der Frau im 20. Jahrhundert. Gleichzeitig – was ich besonders mag – thematisiert sie noch den Schreibvorgang und Sprache. In diesem Roman geht es um ihr 13. Lebensjahr. Sie ist Schülerin einer privaten Klosterschule, sehr behütet von den Regeln und Zwängen der Nonnen. Sie wächst auf in einer Umgebung, die sehr darauf achtet, was andere machen, wer sich wie verhält und benimmt, was man macht und was nicht, wichtig ist, was die anderen von einem denken, bzw was sie über einen reden. Das erinnert mich an meine Kindheit auf dem Land, auch dort lästerte jeder über alles jenseits des Gartenzauns und der Ruf war vielen wichtig (ich lebte eher nach Wilhelm Busch, „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert). Allerdings war das in den 70ern in Bayern und nicht in den 50ern in der Normandie, dort noch konservativer, strikter und religiöser. Dreh- und Angelpunkt des Plots ist ein Ereignis, zu dem es ein Vorher und ein Nachher gab, ein Ereignis, über das die Erzählerin bis zu diesem Buch nicht gesprochen hat, vielleicht der Verlust der Unschuld verdeutlicht durch Scham – Was hat das Ereignis mit ihrer Kindheit / Jugend gemacht, was mit ihrem Platz in der Gesellschaft von außen gesehen, aber auch für sie selbst? Was passiert, wenn man über etwas spricht, was man nur noch aus der Erinnerung weiß? Was ist die Erinnerung, was war damals Realität? Wenn man über seine eigene Kindheit 40 Jahre später spricht, ist man dann noch dieselbe Person? Was macht der Schreibvorgang aus der Erinnerung? Was bewirkt der Schreibvorgang in der Erzählerin? Wie vergleicht sich die Sprache der 12jährigen mit der Sprache der Mittfünfzigerin? Eins von vielen Lieblingszitaten: „Vielleicht macht das Erzählen, egal in welcher Form, jede beliebige Tat, sogar die dramatischste, zu etwas Normalem. Aber weil ich die Szene bisher in mir getragen habe wie ein Bild ohne Wörter und Sätze […] kommen mir die Worte, mit denen ich sie hier beschrieben habe, fremd vor, beinahe unpassend. Die Szene gehört jetzt anderen.“

Ein weiterer Baustein ihres tollen Gesamtwerks

katis zettelchen aus Salzburg am 05.02.2026
Bewertungsnummer: 3036600
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich habe nichts mehr mit dem Mädchen auf dem Foto gemein, außer dieser Szene eines Junisonntags, die das Mädchen im Kopf trägt und die mich dieses Buch hat schreiben lassen, weil ich sie nie vergessen konnte.“ Ernaux ist und bleibt eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich finde es toll, wie sie autobiographische Themen reflektiert und so erzählt, dass sie auf eine ganz andere Ebene gehoben werden. Sie liefern ein Abbild der französischen (oder mitteleuropäischen) Gesellschaft einer bestimmten Zeit, wenn man ihr gesamtes Oeuvre betrachtet, ergibt sich besonders die sozialhistorische Entwicklung der Rolle der Frau im 20. Jahrhundert. Gleichzeitig – was ich besonders mag – thematisiert sie noch den Schreibvorgang und Sprache. In diesem Roman geht es um ihr 13. Lebensjahr. Sie ist Schülerin einer privaten Klosterschule, sehr behütet von den Regeln und Zwängen der Nonnen. Sie wächst auf in einer Umgebung, die sehr darauf achtet, was andere machen, wer sich wie verhält und benimmt, was man macht und was nicht, wichtig ist, was die anderen von einem denken, bzw was sie über einen reden. Das erinnert mich an meine Kindheit auf dem Land, auch dort lästerte jeder über alles jenseits des Gartenzauns und der Ruf war vielen wichtig (ich lebte eher nach Wilhelm Busch, „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert). Allerdings war das in den 70ern in Bayern und nicht in den 50ern in der Normandie, dort noch konservativer, strikter und religiöser. Dreh- und Angelpunkt des Plots ist ein Ereignis, zu dem es ein Vorher und ein Nachher gab, ein Ereignis, über das die Erzählerin bis zu diesem Buch nicht gesprochen hat, vielleicht der Verlust der Unschuld verdeutlicht durch Scham – Was hat das Ereignis mit ihrer Kindheit / Jugend gemacht, was mit ihrem Platz in der Gesellschaft von außen gesehen, aber auch für sie selbst? Was passiert, wenn man über etwas spricht, was man nur noch aus der Erinnerung weiß? Was ist die Erinnerung, was war damals Realität? Wenn man über seine eigene Kindheit 40 Jahre später spricht, ist man dann noch dieselbe Person? Was macht der Schreibvorgang aus der Erinnerung? Was bewirkt der Schreibvorgang in der Erzählerin? Wie vergleicht sich die Sprache der 12jährigen mit der Sprache der Mittfünfzigerin? Eins von vielen Lieblingszitaten: „Vielleicht macht das Erzählen, egal in welcher Form, jede beliebige Tat, sogar die dramatischste, zu etwas Normalem. Aber weil ich die Szene bisher in mir getragen habe wie ein Bild ohne Wörter und Sätze […] kommen mir die Worte, mit denen ich sie hier beschrieben habe, fremd vor, beinahe unpassend. Die Szene gehört jetzt anderen.“

Ein weiteres autobiografisches...

Bewertung am 16.04.2023

Bewertungsnummer: 1923059

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein weiteres autobiografisches Meisterwerk der Nobelpreisträgerin! In "Die Scham" erzählt Annie Ernaux unbeschönigt davon, dass sie trotz des sozialen Aufstiegs aus der Arbeiterklasse das Gefühl, nicht wirklich dazu zu gehören, niemals ganz los wird. Eine zeitlos aktuelles Buch.

Ein weiteres autobiografisches...

Bewertung am 16.04.2023
Bewertungsnummer: 1923059
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein weiteres autobiografisches Meisterwerk der Nobelpreisträgerin! In "Die Scham" erzählt Annie Ernaux unbeschönigt davon, dass sie trotz des sozialen Aufstiegs aus der Arbeiterklasse das Gefühl, nicht wirklich dazu zu gehören, niemals ganz los wird. Eine zeitlos aktuelles Buch.

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