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  • Produktbild: Zwei Handvoll Leben
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Zwei Handvoll Leben Roman

77

14,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9771

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.03.2020

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/3,7 cm

Gewicht

396 g

Farbe

Lichtgrau / Aubergine

Auflage

20. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-30685-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

"Unglaublich berührend: Für mich jetzt schon eines der besten Bücher des Jahres!" OK! Magazin 20200527

Produktdetails

Verkaufsrang

9771

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.03.2020

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/3,7 cm

Gewicht

396 g

Farbe

Lichtgrau / Aubergine

Auflage

20. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-30685-7

Herstelleradresse

Droemer Taschenbuch
Landsberger Straße 346
80687 München
DE

Email: produktsicherheit@droemer-knaur.de

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Die Welt bräuchte mehr solcher Geschichten!

Sabine P. am 16.12.2025

Bewertungsnummer: 2679008

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In dem Moment, in dem ich wusste: Das waren die Großmütter der Autorin. Es ist wirklich so gewesen – keine literarische Konstruktion, kein dramaturgischer Kunstgriff –, ist der letzte Schutzwall gefallen. Emotionaler Abstand war kaum mehr möglich. Plötzlich waren es auch meine Großmütter. Frauen wie ich. Küchen wie die meine. Kinder, die auch die meinen hätten sein können. Kälte, wie ich sie selbst nie kennengelernt habe. Entscheidungen unter enormem emotionalem und sozialen Druck. Es war kein „Damals“ mehr, sondern ein „So ist Menschsein“. Was diese Geschichte für mich so kostbar macht, ist nicht das historische Ereignis an sich, sondern die Perspektive. Es geht nicht um Schlachten, sondern um den Hunger ganzer Familien – einen Hunger, der nicht allein durch Brot gestillt werden kann. Nicht Politik steht im Vordergrund, sondern sie bildet den engen Rahmen, der das Leben zweier Frauen wie ein Korsett umklammert und sie immer wieder in soziale und wirtschaftliche Warteschleifen drängt. Und es geht nicht um heroische Taten von Männern in Uniform, sondern um Frauen, die überleben, obwohl sie nie gefragt wurden, ob sie die Kraft und Stärke für all das überhaupt mitbringen. Es ist eine Geschichte voller Sorge um Sicherheit, voller Angst um Zugehörigkeit, vor Verlust und ums nackte Überleben. Und zwischen all dem – fein gewebt in die Zwischenräume – bleibt der Versuch, bei allem ein Stück menschliche Würde zu bewahren. Genau deshalb halte ich dieses Buch für notwendig. So viele Menschen wie möglich sollten es lesen, unabhängig von Herkunft oder Alter. Denn wenn wir uns heute in Zahlen, Ideologien und Schlagzeilen verlieren, vergessen wir allzu leicht, dass Geschichte immer durch reale Körper gegangen ist: durch müde, wunde und kalte Füße, durch leere, schmerzende Mägen – und durch Frauen, die niemals gefragt wurden, sondern einfach weitergemacht haben, weil Kinder da waren. Deren Liebe und Überlebenswille Familien emotional zusammengehalten haben. Es ist die Geschichte unserer Ahnenlinien. Und es geht nicht um Schuld, sondern um die Übernahme von Verantwortung – für die Gegenwart und für die Zukunft der Kinder. Die Welt bräuchte mehr solcher Geschichten. Nicht, um sentimental zu werden. Sondern um nüchtern zu werden. Erdverbunden. Menschlich. Wahrhaftig – ohne Pathos. Es ist ein ruhiges Erinnern, ein Ins-rechte-Licht-Rücken jener Menschen, die wir später – wenn wir Jahrzehnte danach vermeintlich mehr wissen, ohne je auch nur einen Bruchteil ihrer Ängste selbst durchlebt zu haben – allzu gern verurteilen. Einfach ein: So war es. So sind wir als Menschen. Und so schnell kann es jederzeit kippen. Und vielleicht – ganz leise – beginnt Veränderung nie dort, wo man schreit, in Nachrichten anprangert oder bei Mahnmalen Blumenkränze niederlegt, sondern dort, wo jemand liest … im Innersten berührt wird – und plötzlich nicht mehr wegsehen kann. Weil es auch seine eigene Geschichte ist.

Die Welt bräuchte mehr solcher Geschichten!

Sabine P. am 16.12.2025
Bewertungsnummer: 2679008
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In dem Moment, in dem ich wusste: Das waren die Großmütter der Autorin. Es ist wirklich so gewesen – keine literarische Konstruktion, kein dramaturgischer Kunstgriff –, ist der letzte Schutzwall gefallen. Emotionaler Abstand war kaum mehr möglich. Plötzlich waren es auch meine Großmütter. Frauen wie ich. Küchen wie die meine. Kinder, die auch die meinen hätten sein können. Kälte, wie ich sie selbst nie kennengelernt habe. Entscheidungen unter enormem emotionalem und sozialen Druck. Es war kein „Damals“ mehr, sondern ein „So ist Menschsein“. Was diese Geschichte für mich so kostbar macht, ist nicht das historische Ereignis an sich, sondern die Perspektive. Es geht nicht um Schlachten, sondern um den Hunger ganzer Familien – einen Hunger, der nicht allein durch Brot gestillt werden kann. Nicht Politik steht im Vordergrund, sondern sie bildet den engen Rahmen, der das Leben zweier Frauen wie ein Korsett umklammert und sie immer wieder in soziale und wirtschaftliche Warteschleifen drängt. Und es geht nicht um heroische Taten von Männern in Uniform, sondern um Frauen, die überleben, obwohl sie nie gefragt wurden, ob sie die Kraft und Stärke für all das überhaupt mitbringen. Es ist eine Geschichte voller Sorge um Sicherheit, voller Angst um Zugehörigkeit, vor Verlust und ums nackte Überleben. Und zwischen all dem – fein gewebt in die Zwischenräume – bleibt der Versuch, bei allem ein Stück menschliche Würde zu bewahren. Genau deshalb halte ich dieses Buch für notwendig. So viele Menschen wie möglich sollten es lesen, unabhängig von Herkunft oder Alter. Denn wenn wir uns heute in Zahlen, Ideologien und Schlagzeilen verlieren, vergessen wir allzu leicht, dass Geschichte immer durch reale Körper gegangen ist: durch müde, wunde und kalte Füße, durch leere, schmerzende Mägen – und durch Frauen, die niemals gefragt wurden, sondern einfach weitergemacht haben, weil Kinder da waren. Deren Liebe und Überlebenswille Familien emotional zusammengehalten haben. Es ist die Geschichte unserer Ahnenlinien. Und es geht nicht um Schuld, sondern um die Übernahme von Verantwortung – für die Gegenwart und für die Zukunft der Kinder. Die Welt bräuchte mehr solcher Geschichten. Nicht, um sentimental zu werden. Sondern um nüchtern zu werden. Erdverbunden. Menschlich. Wahrhaftig – ohne Pathos. Es ist ein ruhiges Erinnern, ein Ins-rechte-Licht-Rücken jener Menschen, die wir später – wenn wir Jahrzehnte danach vermeintlich mehr wissen, ohne je auch nur einen Bruchteil ihrer Ängste selbst durchlebt zu haben – allzu gern verurteilen. Einfach ein: So war es. So sind wir als Menschen. Und so schnell kann es jederzeit kippen. Und vielleicht – ganz leise – beginnt Veränderung nie dort, wo man schreit, in Nachrichten anprangert oder bei Mahnmalen Blumenkränze niederlegt, sondern dort, wo jemand liest … im Innersten berührt wird – und plötzlich nicht mehr wegsehen kann. Weil es auch seine eigene Geschichte ist.

Fuchsfan

Bewertung am 01.09.2022

Bewertungsnummer: 1778350

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe beide Teile von der Buchreihe gelesen, bin immer noch tief beeindruckt von den beschriebenen Personen. Ich denke fast täglich darüber nach, über die genannten Familienmitglieder, welche Positionen sie nachgingen bzw. Würde gerne selbst darin vorkommen. Meine größte Interesse ist, was war wirklich passiert? Leider kann man im Netz über die Menschen finden. Es wäre interessant, was Anna und Lottes Familie heute über die aktuelle Lage unser Welt darüber sagen würden.

Fuchsfan

Bewertung am 01.09.2022
Bewertungsnummer: 1778350
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe beide Teile von der Buchreihe gelesen, bin immer noch tief beeindruckt von den beschriebenen Personen. Ich denke fast täglich darüber nach, über die genannten Familienmitglieder, welche Positionen sie nachgingen bzw. Würde gerne selbst darin vorkommen. Meine größte Interesse ist, was war wirklich passiert? Leider kann man im Netz über die Menschen finden. Es wäre interessant, was Anna und Lottes Familie heute über die aktuelle Lage unser Welt darüber sagen würden.

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Zwei Handvoll Leben

von Katharina Fuchs

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