In seinem neuen Buch schreibt Paulo Coelho über sein Leben als junger Rockmusiker aus Südamerika. Als ihm in Amsterdam die Holländerin Karla begegnet, trifft sie die Liebe wie der Blitz. Sie beschließen, aufzubrechen und auf dem Hippie-Trail nach eigenen Werten zu suchen und danach zu leben. Dabei sind ihre Freunde sowie die Musik, die damals die Welt aus den Angeln hob.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Claudia
aus Stolberg
5/5
19.10.2018
eBook (ePUB 3)
Flower-Power und „make love - no war“
Schon das Cover versetzt einen in die Flower-Power-Zeit. Und auch die Geschichte transportiert den Zeitgeist gelungen: freies Leben, freie Liebe, ohne die Konventionen der älteren Generationen.
Paulo aus Brasilien will die Welt entdecken und will das Hippie-Leben genießen und Etfahrungen sammeln. Hierzu reist er nach Amsterdam, wo er Karla kennenlernt, die sich auch von einem bürgerlichen Leben veranschiedet hat und nach Nepal mit dem „Magic Bus“ reisen will.
In dem Buch erzählt der Autor die Erfahrungen und Erkenntnisse von Paulo. Auch wenn die Geschichte in der 3. Person erzählt wird, handelt sich um eine stark autobiografische Sichtweise.
Dem Autor gelingt es, den Leser in die damalige Zeit zu entführen auch mit ihren Schattenseiten, dem Unverständnis der Elterngeneration, den Drgenproblemen. Gleichzeitig erlebt man die Musik und die Leichtigkeit der Aufbruchstimmung. Es findet viel Zwischenmenschliches statt und die alles bestimmende Frage nach dem Sinn des Lebens beherrscht die Gespräche. Jeder sucht seinen eigenen Weg in Musik, Tanz, Drogen, Meditation und Liebe.
Die Handlung ist interessant und mitunter spannend. Mich hat das Buch berührt und gab mir viele Impulse zum Nachdenken und weckte Erinnerungen.
yellowdog
5/5
03.10.2018
eBook (ePUB 3)
Reise im Magic Bus 1970…
Reise im Magic Bus 1970 trifft der Brasilianer Paulo in Amsterdam die Niederländerin Karla. Gemeinsam reisen sie von Amsterdam in einem Bus Richtung Nepal. Ein lange Reise durch viele Länder. Sie sind gute Reisegefährten, aber wie sich ihre Beziehung zueinander gestalten wird, muss sich erst ergeben. Interessant, wie Coelho seine Figuren entwirft. Sein alter Ego Paulo zeichnet er als schüchtern, aber auch neugierig auf Neues und Karla ist selbstbewusst und betimmend. Eigentlich ergänzen sie sich ganz gut. Es ist die Zeit der Hippiebewegung voller Hoffnung auf eine andere Zukunft mit Freiheit und Liebe. Auch andere Mitreisende bekommen ausreichend Raum für ihre Geschichte, z.B. der Franzose Jacques und seine Tochter Marie, die gemeinsam auf der Suche nach einem neuen Leben reisen. Die Figur Paulo teilt Erfahrungen des Autors, z.B. Stromschockbehandlung während psychiatrischer Aufenthalte und später Verhaftung und Folter, obwohl er unschuldig ist. Das hat ihn innerlich tief verwundet, doch er spricht kaum darüber. Gleichzeitig treibt ihn um, was es mit anderen Religionen und Bewegungen auf sich hat, etwa Hare Krishna oder der Sufismus. Und dann hat er noch den Traum, Schriftsteller zu werden. Auch das Thema Drogen wird nicht ausgespart, so gibt es eine intensive Szene, in der Paulo in einem House of the Rising Sun einen Heroinabhängigen interviewt und eine Passage, in der Marie auf einem LSD-Trip ist. Ein zentraler Halt auf der Reise ist Istanbul. Für einen der Reisenden endet hier die Fahrt. Es ist ganz spannend zu lesen, wie die verschiedenen Figuren Erfahrungen machen, mit denen sie nicht gerechnet haben. Paulo Coelho hat viel in seinem neuen Roman gepackt, der zum Glück durchgehend erzählerisch gestaltet ist und sich nicht nur in philosophischen Ansätzen erschöpft. Er schließt damit gut an den Stil seiner Romane Untreue und Die Spionin an. Auch Fans von „Veronika beschließt zu sterben“ sind hier nicht falsch. Hippie ist nicht ganz sein bestes Buch, gehört aber klar in die obere Kategorie. Es hat Spaß gemacht, den Roman zu lesen.
Bewertung
5/5
02.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Packt meine Koffer!
Paulo Coelho hat mich in diesem Buch mitgenommen auf eine einmalige Reise, ich muss jetzt dringend zum Bosporus um in Europa zu frühstücken und in Asien Abend zu essen. Ich habe wieder richtiges Fernweh.
Timo Funken
5/5
29.07.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hippie
Hippie handelt von einer tiefen Begegnung zwei junger Menschen, welche zu einer längeren inneren sowie äußeren Reise führt. Ich habe es in einem durchgelesen, es liest sich sehr flüssig und leicht. Ein Buch, welches motiviert seinen eigenen Weg zu gehen.
Liebe Grüße
Timo Funken
Bewertung
aus Oberursel
5/5
20.05.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unterwegs auf dem Hippietrail
Mit Paulo Coelho und seinen Büchern verhält es sich für mich wie mit der berühmten Pralinenschachtel: man weiss nie, was man bekommt. Kann der grosse Wurf sein, oder aber es ist so esoterisch abgespaced, sodass ich gar nix mit anfangen kann. Und hier, hey, Ersteres!!! Ich hab das Buch fast in einem Rutsch gelesen und war / bin begeistert.
Generell hat Coelho einen sehr angenehmen flüssigen Schreibstil und weiss zu erzählen, und in diesem autobiographischen Roadtrip nimmt er uns mit auf eine Reise ins Jahr 1970 und in den Magic Bus von Amsterdam Richtung Kathmandu. Es ist die Zeit der Hippies, und der junge Brasilianer Paulo ist gerade in Europa angekommen und trifft in Amsterdam auf die Niederländerin Karla, die eine Reisebegleitung nach Nepal sucht. Kurzentschlossen kauft auch Paulo ein Ticket für die Busreise, in dem sich eine bunte Mischung aller Nationalitäten und Altersgruppen wiederfindet, die aber das eine Ziel eint: eine Reise zu neuen Werten und einer neuen Welt.
Wie immer wenn Coelho erzählt, fliessen auch philosphische Betrachtungen mit ein, und hier liegt ein wenig auch die Crux, ob man die Geschichte liebt oder nicht. Wenn der Autor von seinen eigenen Hippie-Zeiten erzählt und vor allem natürlich seinen Reisen gen Osten, dann dürfen Betrachtungen aus der Bagavad Gita oder Ideen aus dem Sufismus und Zitate von dem persischen Dichter Rumi, den er sehr verehrt, nicht fehlen. Wenn man diese Werke kennt und sogar liebt, dann weckt das gleich ein tieferes Gefühl für die Story, wenn nicht, hm, dann nicht. Ich liebe Rumi, und konnte mich in den entsprechenden Passagen voll und ganz mit den Sehnsüchten und Ideen des jungen Paulo identifizieren, aber genau dieses Stilmittel hat es mir bei anderen Werken des Autors schwer gemacht, in die Romane voll einzusteigen. Also, Coelho ist speziell, und man sollte eine gewisse Affinität zu den Hippiewerten und -ideen haben, umd das Lesevergnügen voll auszukosten!
Übrigens handelt es sich hier nicht um eine Lovestory zwischen Paulo und Karla, wie ich es nach dem Klappentext erwartet hätte – Liebe passiert, aber nicht so, wie man es erwartet. Also, die Geschichte bleibt spannend, und ich verteile volle Punktzahl!
Ein Plädoyer für das Reisen – zu Orten, zu Werten, zu Menschen und vor allem: zu sich selbst.
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