In seinem neuen Buch schreibt Paulo Coelho über sein Leben als junger Rockmusiker aus Südamerika. Als ihm in Amsterdam die Holländerin Karla begegnet, trifft sie die Liebe wie der Blitz. Sie beschließen, aufzubrechen und auf dem Hippie-Trail nach eigenen Werten zu suchen und danach zu leben. Dabei sind ihre Freunde sowie die Musik, die damals die Welt aus den Angeln hob.
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Hippie
Timo Funken am 29.07.2019
Bewertungsnummer: 1232933
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Hippie handelt von einer tiefen Begegnung zwei junger Menschen, welche zu einer längeren inneren sowie äußeren Reise führt. Ich habe es in einem durchgelesen, es liest sich sehr flüssig und leicht. Ein Buch, welches motiviert seinen eigenen Weg zu gehen.
Liebe Grüße
Timo Funken
Unterwegs auf dem Hippietrail
Bewertung aus Oberursel am 20.05.2019
Bewertungsnummer: 1213237
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Mit Paulo Coelho und seinen Büchern verhält es sich für mich wie mit der berühmten Pralinenschachtel: man weiss nie, was man bekommt. Kann der grosse Wurf sein, oder aber es ist so esoterisch abgespaced, sodass ich gar nix mit anfangen kann. Und hier, hey, Ersteres!!! Ich hab das Buch fast in einem Rutsch gelesen und war / bin begeistert.
Generell hat Coelho einen sehr angenehmen flüssigen Schreibstil und weiss zu erzählen, und in diesem autobiographischen Roadtrip nimmt er uns mit auf eine Reise ins Jahr 1970 und in den Magic Bus von Amsterdam Richtung Kathmandu. Es ist die Zeit der Hippies, und der junge Brasilianer Paulo ist gerade in Europa angekommen und trifft in Amsterdam auf die Niederländerin Karla, die eine Reisebegleitung nach Nepal sucht. Kurzentschlossen kauft auch Paulo ein Ticket für die Busreise, in dem sich eine bunte Mischung aller Nationalitäten und Altersgruppen wiederfindet, die aber das eine Ziel eint: eine Reise zu neuen Werten und einer neuen Welt.
Wie immer wenn Coelho erzählt, fliessen auch philosphische Betrachtungen mit ein, und hier liegt ein wenig auch die Crux, ob man die Geschichte liebt oder nicht. Wenn der Autor von seinen eigenen Hippie-Zeiten erzählt und vor allem natürlich seinen Reisen gen Osten, dann dürfen Betrachtungen aus der Bagavad Gita oder Ideen aus dem Sufismus und Zitate von dem persischen Dichter Rumi, den er sehr verehrt, nicht fehlen. Wenn man diese Werke kennt und sogar liebt, dann weckt das gleich ein tieferes Gefühl für die Story, wenn nicht, hm, dann nicht. Ich liebe Rumi, und konnte mich in den entsprechenden Passagen voll und ganz mit den Sehnsüchten und Ideen des jungen Paulo identifizieren, aber genau dieses Stilmittel hat es mir bei anderen Werken des Autors schwer gemacht, in die Romane voll einzusteigen. Also, Coelho ist speziell, und man sollte eine gewisse Affinität zu den Hippiewerten und -ideen haben, umd das Lesevergnügen voll auszukosten!
Übrigens handelt es sich hier nicht um eine Lovestory zwischen Paulo und Karla, wie ich es nach dem Klappentext erwartet hätte – Liebe passiert, aber nicht so, wie man es erwartet. Also, die Geschichte bleibt spannend, und ich verteile volle Punktzahl!
Ein Plädoyer für das Reisen – zu Orten, zu Werten, zu Menschen und vor allem: zu sich selbst.
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