Produktbild: Retroland

Retroland Geschichtstourismus und die Sehnsucht nach dem Authentischen

3

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

22.08.2018

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

6656 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104906935

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

22.08.2018

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

6656 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104906935

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  • Sara

    5/5

    16.08.2020

    Buch (Paperback)

    Was aus Tourismus geworden ist.

    Jeder kennt die überfüllten Straßen Venedigs, die Touristenhotspots in Paris oder London oder den berüchtigten Ballermann. Der Trend geht mittlerweile zur "noch unberührten Natur", am besten in kleinen Gartenhäuschen direkt am Strand oder Baumhäusern bis hin zu Glamping. Was hinter diesem Reiseimpuls steckt, warum der Urlaub immer etwas Besonderes sein muss, klärt der Autor mit weiteren Fragen und gibt einen historischen Abriss. Sehr zu empfehlen!

  • wisteria

    aus Hagenbach

    5/5

    22.01.2019

    Buch (Paperback)

    Die Sehnsucht nach dem…

    Die Sehnsucht nach dem Authentischen Das Buch „Retroland“ von Valentin Groebner, S.Fischer Verlag, Ffm. 2018, trägt den erläuternden Untertitel: „Geschichtstourismus und die Sehnsucht nach dem Authentischen“. In dem nur knapp 220 Seiten umfassenden Werk wird alles gestreift was den Stadtplaner - wie auch den Marketingexperten - heutzutage berührt, wenn er sich beruflich mit Altstadt, erhaltender Erneuerung, Stadtmarketing, Gestaltungssatzung, Stadtsanierung, Dorferneuerung und Denkmalschutz etc... beschäftigt. Nur dass diese Themen deutlich anders dargestellt und abgehandelt werden, wie gewohnt. Nämlich durch die Brille des Tourismusforschers und des Mittelalter- und Renaissanceforschers. So kommen entscheidend andere, bessere Blickrichtungen zustande. Was hat z.B. der Mythos um den Berg Samanala Kanda in Ceylon mit der wiederaufgebauten Altstadt von Warschau zu tun? Vermittels einer langsam sich herausschälenden Theorie des Tourismus – beginnend mit einer leisen Kritik an Hans Magnus Enzensbergers ebensolchem Essay von 1962 schafft es Valentin Groebner den Leser mitzunehmen und nebenbei alle möglichen Begriffsdefinitionen unter die Lupe zu nehmen: Vergangenheit, Geschichte, Identität, Authentisch, Heimat, Substitution, Paradies, Replik, Kopie... Fazit: das „Original“ existiert in der Regel gar nicht mehr. Das sind alles Rekonstruktionen. Dabei spielen nebenbei auch die „Sex Pistols“ mit Ihrem Titel „Holiday in the Sun“ von 1976 eine Rolle. Auch die Alpen, Portugal und Spanien sind im Detail ihrer Monumente und Landschaften sehr treffend charakterisiert: „Ich reise also bin ICH“ wird ein Reiseprospekt beziehungsreich zitiert. Die „Wiederholung“ als schillernder Begriff, als Gefühlschiffre (S. 147 ff): „... Der Wunsch danach, dass im Urlaub endlich alles richtig sei, richtig wie früher, die Landschaft, die Hotels, die Strände und der Sound, dieser Wunsch schließt Ironie aus. Ich weiß nicht mehr, an welchem Mittelmeerstrand ich den VW-Bus mit Tiroler Kennzeichen gesehen habe – Sardinien? Er hatte Surfbretter auf dem Dach, die Seitentüren bemalt mit einem stilisierten Maori-Muster, darunter groß, in Schwarz: »Riders of the Storm«. Dasselbe Motto hat der Besitzer noch einmal sorgfältig verkleinert vorne über die beiden Frontscheinwerfer geschrieben. Unter den Scheinwerfern und dem Kühlergrill, auf der Stoßstange, saß ein großer Stoffteddybär. Er war mit Draht befestigt und sah, so gefesselt, ein wenig unbehaglich drein. Das Surferstüberl als Roadmovie und wildes Leben, The Doors mit Plüschtier...“ Ganz selbstverständlich werden auch die Doors mit Ihrem epochalem "Riders on The Storm" immer mehr als Denkmal zu betrachten sein. Nicht nur das Grab von Jim Morrison in Paris ist eine Pilgerstätte! Im Internet werden Lieder, Lyrics und Filme für eine Ewigkeit ausgestellt, aufgepäppelt, restauriert, mit Sauerstoff versorgt, ggf. wiederbelebt. Sehr empfehlenswertes Buch – gerade auch wegen der zielgerichteten, wissensbasierten Umwege, die um das Thema kreisen.

  • Juti

    aus HD

    4/5

    28.08.2021

    Buch (Paperback)

    O, du mein Luzern Der…

    O, du mein Luzern Der Luzerner Historiker legt ein Buch vor, dass zwischen Vergangenheit und Geschichte unterscheidet. Die armenische Stadt Ani in der heutigen Türkei hat nur eine Vergangenheit, da von der großen Stadt des Mittelalters nur Ruinen übrig sind, die Stadt Luzern dagegen bemüht das Mittelalter, auch wenn die Stadt die Befestigung weitgehend abgerissen hat und was als Altstadt bezeichnet wird, erst im 19. Jahrhundert entstanden ist. Dafür gibt es eine Erzählung von der Vergangenheit, die wir mit der Anknüpfung an die Gegenwart als Tradition bezeichnen. Bei Stadtjubiläen allerdings, vor allem wenn vom authentischen Geschehen nicht viel bekannt ist, wird häufig etwas vom Pferd erzählt, um eine gemeinsame Identität zu erzeugen. Damit aber genug der Definitionen. Das Buch gibt neben Luzern noch zahlreiche Beispiele, wie Varallo im Piemont mit seinem Sacri Monti, auf dem Kapellen aus dem 16. und 17. Jh. das Leben Jesu so nachzeichnen, dass eine Reise nach Jerusalem überflüssig wird. Weiter gefällt mir die Suche nach dem Paradies, das wörtlich nur ein umzäuntes Gebiet sei. Der Autor erwähnt das Hotel Paradiso im Martello-Tal, dessen Eröffnung abgesagt wurde, weil der Sohn des Besitzer am Tag vorher bei einem Autounfall ums Leben kam. Das Buch fällt auf durch steile Thesen: Da es keine unentdeckten Orte mehr gebe, bliebe nur noch die Reise in die Vergangenheit ist die Hauptthese. Mag sein. Aber seine Behauptung: „Jeder Ort , der in den letzten 200 Jahren ein Touristenziel gewesen ist, ist es heute immer noch,“ (141) möchte ich mit Bad Gastein widerlegen. Nun wird der ein oder andere sagen, das stimme nicht, aber sobald ich einen Namen nennen kann, ist der Ruinentourismus eröffnet. Ein spannendes Thema, auf hohen Niveau erzählt, aber leider nicht ohne Wiederholungen, 4 Sterne.

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