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Retroland Geschichtstourismus und die Sehnsucht nach dem Authentischen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

22.08.2018

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,2 cm

Gewicht

311 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397366-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

In ›Retroland‹ verändert Valentin Groebner auf luzide Weise die Perspektive auf das, was uns historisch umgibt. ("Deutschlandfunk Kultur")
ein ungemein ehrliches Buch ("Frankfurter Rundschau")
scharfsinnig und stilistisch ein Genuss. ("Neue Zürcher Zeitung")
Mit scharfzüngigem Sprachwitz, persönlichen Anekdoten und viel fundiertem historischen Wissen gibt Groebner etliche Beispiele [...] eine vergnügliche Lektüre ("Spektrum.de")
Valentin Groebner zeigt anhand eigener Reisen, wie der Tourismus funktioniert, wie er uns Authentizität vorgaukelt. Seine Berichte durchaus persönlich gefärbt und mit witzigen Anekdoten unterlegt. ("Schweizer Radio und Fernsehen")
ein so klug wie anschaulich erzählter Essay über eine epidemische Verwirbelung von Zeit und Raum. ("Die Zeit")
Groebners ›Retroland‹ punktet, weil er sich in seiner anekdotischen Anschaulichkeit nicht von dem ausnimmt, was er analysiert - und weil er Klugheit mit Witz paart ("Tages-Anzeiger")

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

22.08.2018

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,2 cm

Gewicht

311 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397366-2

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: [email protected]

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Was aus Tourismus geworden ist.

Sara am 16.08.2020

Bewertungsnummer: 1364353

Bewertet: Buch (Paperback)

Jeder kennt die überfüllten Straßen Venedigs, die Touristenhotspots in Paris oder London oder den berüchtigten Ballermann. Der Trend geht mittlerweile zur "noch unberührten Natur", am besten in kleinen Gartenhäuschen direkt am Strand oder Baumhäusern bis hin zu Glamping. Was hinter diesem Reiseimpuls steckt, warum der Urlaub immer etwas Besonderes sein muss, klärt der Autor mit weiteren Fragen und gibt einen historischen Abriss. Sehr zu empfehlen!

Was aus Tourismus geworden ist.

Sara am 16.08.2020
Bewertungsnummer: 1364353
Bewertet: Buch (Paperback)

Jeder kennt die überfüllten Straßen Venedigs, die Touristenhotspots in Paris oder London oder den berüchtigten Ballermann. Der Trend geht mittlerweile zur "noch unberührten Natur", am besten in kleinen Gartenhäuschen direkt am Strand oder Baumhäusern bis hin zu Glamping. Was hinter diesem Reiseimpuls steckt, warum der Urlaub immer etwas Besonderes sein muss, klärt der Autor mit weiteren Fragen und gibt einen historischen Abriss. Sehr zu empfehlen!

Die Sehnsucht nach dem…

wisteria aus Hagenbach am 22.01.2019

Bewertungsnummer: 2716109

Bewertet: Buch (Paperback)

Die Sehnsucht nach dem Authentischen Das Buch „Retroland“ von Valentin Groebner, S.Fischer Verlag, Ffm. 2018, trägt den erläuternden Untertitel: „Geschichtstourismus und die Sehnsucht nach dem Authentischen“. In dem nur knapp 220 Seiten umfassenden Werk wird alles gestreift was den Stadtplaner - wie auch den Marketingexperten - heutzutage berührt, wenn er sich beruflich mit Altstadt, erhaltender Erneuerung, Stadtmarketing, Gestaltungssatzung, Stadtsanierung, Dorferneuerung und Denkmalschutz etc... beschäftigt. Nur dass diese Themen deutlich anders dargestellt und abgehandelt werden, wie gewohnt. Nämlich durch die Brille des Tourismusforschers und des Mittelalter- und Renaissanceforschers. So kommen entscheidend andere, bessere Blickrichtungen zustande. Was hat z.B. der Mythos um den Berg Samanala Kanda in Ceylon mit der wiederaufgebauten Altstadt von Warschau zu tun? Vermittels einer langsam sich herausschälenden Theorie des Tourismus – beginnend mit einer leisen Kritik an Hans Magnus Enzensbergers ebensolchem Essay von 1962 schafft es Valentin Groebner den Leser mitzunehmen und nebenbei alle möglichen Begriffsdefinitionen unter die Lupe zu nehmen: Vergangenheit, Geschichte, Identität, Authentisch, Heimat, Substitution, Paradies, Replik, Kopie... Fazit: das „Original“ existiert in der Regel gar nicht mehr. Das sind alles Rekonstruktionen. Dabei spielen nebenbei auch die „Sex Pistols“ mit Ihrem Titel „Holiday in the Sun“ von 1976 eine Rolle. Auch die Alpen, Portugal und Spanien sind im Detail ihrer Monumente und Landschaften sehr treffend charakterisiert: „Ich reise also bin ICH“ wird ein Reiseprospekt beziehungsreich zitiert. Die „Wiederholung“ als schillernder Begriff, als Gefühlschiffre (S. 147 ff): „... Der Wunsch danach, dass im Urlaub endlich alles richtig sei, richtig wie früher, die Landschaft, die Hotels, die Strände und der Sound, dieser Wunsch schließt Ironie aus. Ich weiß nicht mehr, an welchem Mittelmeerstrand ich den VW-Bus mit Tiroler Kennzeichen gesehen habe – Sardinien? Er hatte Surfbretter auf dem Dach, die Seitentüren bemalt mit einem stilisierten Maori-Muster, darunter groß, in Schwarz: »Riders of the Storm«. Dasselbe Motto hat der Besitzer noch einmal sorgfältig verkleinert vorne über die beiden Frontscheinwerfer geschrieben. Unter den Scheinwerfern und dem Kühlergrill, auf der Stoßstange, saß ein großer Stoffteddybär. Er war mit Draht befestigt und sah, so gefesselt, ein wenig unbehaglich drein. Das Surferstüberl als Roadmovie und wildes Leben, The Doors mit Plüschtier...“ Ganz selbstverständlich werden auch die Doors mit Ihrem epochalem "Riders on The Storm" immer mehr als Denkmal zu betrachten sein. Nicht nur das Grab von Jim Morrison in Paris ist eine Pilgerstätte! Im Internet werden Lieder, Lyrics und Filme für eine Ewigkeit ausgestellt, aufgepäppelt, restauriert, mit Sauerstoff versorgt, ggf. wiederbelebt. Sehr empfehlenswertes Buch – gerade auch wegen der zielgerichteten, wissensbasierten Umwege, die um das Thema kreisen.

Die Sehnsucht nach dem…

wisteria aus Hagenbach am 22.01.2019
Bewertungsnummer: 2716109
Bewertet: Buch (Paperback)

Die Sehnsucht nach dem Authentischen Das Buch „Retroland“ von Valentin Groebner, S.Fischer Verlag, Ffm. 2018, trägt den erläuternden Untertitel: „Geschichtstourismus und die Sehnsucht nach dem Authentischen“. In dem nur knapp 220 Seiten umfassenden Werk wird alles gestreift was den Stadtplaner - wie auch den Marketingexperten - heutzutage berührt, wenn er sich beruflich mit Altstadt, erhaltender Erneuerung, Stadtmarketing, Gestaltungssatzung, Stadtsanierung, Dorferneuerung und Denkmalschutz etc... beschäftigt. Nur dass diese Themen deutlich anders dargestellt und abgehandelt werden, wie gewohnt. Nämlich durch die Brille des Tourismusforschers und des Mittelalter- und Renaissanceforschers. So kommen entscheidend andere, bessere Blickrichtungen zustande. Was hat z.B. der Mythos um den Berg Samanala Kanda in Ceylon mit der wiederaufgebauten Altstadt von Warschau zu tun? Vermittels einer langsam sich herausschälenden Theorie des Tourismus – beginnend mit einer leisen Kritik an Hans Magnus Enzensbergers ebensolchem Essay von 1962 schafft es Valentin Groebner den Leser mitzunehmen und nebenbei alle möglichen Begriffsdefinitionen unter die Lupe zu nehmen: Vergangenheit, Geschichte, Identität, Authentisch, Heimat, Substitution, Paradies, Replik, Kopie... Fazit: das „Original“ existiert in der Regel gar nicht mehr. Das sind alles Rekonstruktionen. Dabei spielen nebenbei auch die „Sex Pistols“ mit Ihrem Titel „Holiday in the Sun“ von 1976 eine Rolle. Auch die Alpen, Portugal und Spanien sind im Detail ihrer Monumente und Landschaften sehr treffend charakterisiert: „Ich reise also bin ICH“ wird ein Reiseprospekt beziehungsreich zitiert. Die „Wiederholung“ als schillernder Begriff, als Gefühlschiffre (S. 147 ff): „... Der Wunsch danach, dass im Urlaub endlich alles richtig sei, richtig wie früher, die Landschaft, die Hotels, die Strände und der Sound, dieser Wunsch schließt Ironie aus. Ich weiß nicht mehr, an welchem Mittelmeerstrand ich den VW-Bus mit Tiroler Kennzeichen gesehen habe – Sardinien? Er hatte Surfbretter auf dem Dach, die Seitentüren bemalt mit einem stilisierten Maori-Muster, darunter groß, in Schwarz: »Riders of the Storm«. Dasselbe Motto hat der Besitzer noch einmal sorgfältig verkleinert vorne über die beiden Frontscheinwerfer geschrieben. Unter den Scheinwerfern und dem Kühlergrill, auf der Stoßstange, saß ein großer Stoffteddybär. Er war mit Draht befestigt und sah, so gefesselt, ein wenig unbehaglich drein. Das Surferstüberl als Roadmovie und wildes Leben, The Doors mit Plüschtier...“ Ganz selbstverständlich werden auch die Doors mit Ihrem epochalem "Riders on The Storm" immer mehr als Denkmal zu betrachten sein. Nicht nur das Grab von Jim Morrison in Paris ist eine Pilgerstätte! Im Internet werden Lieder, Lyrics und Filme für eine Ewigkeit ausgestellt, aufgepäppelt, restauriert, mit Sauerstoff versorgt, ggf. wiederbelebt. Sehr empfehlenswertes Buch – gerade auch wegen der zielgerichteten, wissensbasierten Umwege, die um das Thema kreisen.

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