Jonathan Harker muss auf Geschäftsreise. Nach Transsylvanien. Er ist zu Gast im Schloss von Graf Dracula. Dort wird er freundlich empfangen. Allerdings stellt Jonathan schon bald fest: Irgendetwas stimmt hier nicht. Etwas an Dracula stimmt nicht. Warum schläft er tagsüber in einem Sarg? Und was tut Dracula nachts, wenn er am Tag schläft? Jonathan will weg aus dem Schloss. Doch alle Türen sind verschlossen. Was geht hier vor? Wer ist Dracula? Ein großer Mann öffnet die Tür. Er trägt einen schwarzen Mantel. „Ich bin Graf Dracula.“ Er reicht mir die Hand. Ich schüttle sie. Die Hand ist kalt. Eiskalt. Wie die Hand eines Toten. Mich überläuft ein Schauer. Was für ein Mensch ist das?, denke ich bei mir. Dracula lächelt mich an. Freundlich sagt er zu mir: „Willkommen. Bitte treten Sie ein.“ Ich erwidere sein Lächeln. Dracula ist eine der weltweit bekanntesten Grusel-Romane. Er erschien zum ersten Mal im Jahr 1897.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
AnonymusLE
5/5
07.06.2026
Hörbuch-Download
Hörspiel einfach toll
Ein Klassiker, den Mann/Frau sich gönnen sollte. Die Sprecher*innen sind einfach gut gewählt und bringen die Story sehr gut rüber. Gänsehaut an manchen Stellen nah dran oder vorhanden.
Bewertung
5/5
22.05.2026
Buch (Leder)
Ein Horror Klassiker den man gelesen haben muss!
Bram Stoker hat damals mit Dracula den mythologischen Vampir in der Literatur salonfähig gemacht. Und was soll man sagen, obwohl das Buch schon über 100 Jahre alt ist liest es sich immer noch spannend und ist super atmosphärisch geschrieben. Das Buch fühlt sich an wie eine Zeitreise in das Viktorianische Zeitalter gemischt mit Gothic Horror, auch die Charaktere, besonders Van Helsing und der Graf, sind durchweg interessant geschrieben. - Top!!
Magictimes mit Diana
aus Pfungstadt
5/5
24.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schaurig schön
Ich möchte erstmal mit den Übersetzenden Personen anfangen. Die finde ich nämlich hier besonders erwähnenswert. Die bekanntesten sind Heinz Widtmann, Andreas Nohl und Ulrich Bossier. Widtmann ist der erste Originalübersetzer und immer noch in verschiedenen Veröffentlichungen vorhanden. Zum 100. Todestag hat sich Nohl an eine Übersetzung gewagt. Diese ist an die Sprache des 21. Jahrhunderts angelehnt und führt sicherlich zu einem flüssigen und modernen Lesefluss. Selbst habe ich das aus diesen Gründen aber noch nicht getestet. Ich mags viktorianisch.
Bossier durfte für Reclam übersetzen und gerade für LiebhaberInnen des Originals ein Genuss. Reclam bietet gerade im Nachwort noch spannende Details.
Ich denke, diese Ausgabe möchte ich auch irgendwann nochmal lesen.
Mit der Übersetzung von Engelmann bin ich aber wirklich zufrieden. Wenn man sich mit dem Schriftsteller und der Entstehung des Romans nicht intensiv beschäftigen möchte, bekommt man durch Fußnoten von Engelmann dennoch einen tollen bereichernden Einblick!
Viele Redewendungen, Fremdsprachen, geschichtliche, regionale und literarische Hintergründe werden so toll erklärt. Dies schafft nochmal einen ganz besonderen Bezug zur Story. Die Übersetzung lässt sich außerdem ganz wundervoll flüssig lesen. Sie ist nah am Original, nimmt sich aber die Freiheit auf die heutige Sprache hinzuweisen. Ein tolles Beispiel dafür, wie man abwertende Fremdbezeichnungen heute zu verstehen und zu betrachten hat. Gerade lehrreich für die, die gerne mal „früher usw.“ benutzen.
Gerade Dracula würde ich Lesenden ans Herz legen, die kleine Klassikmuffel sind, welche ggf Angst vor altertümlichen Ausdrücken und dem Sprachgebrauch haben. Die Story beginnt wohl mit einer der besten Storyaufbauten die es gibt. Dies ist sicherlich auch dem Stil geschuldet. Es beginnt mit dem ersten Tagebucheintrag von Jonathan Harker, welcher sich bereits auf dem Weg ins schaurige Reich von Graf Dracula befindet.
Warum der Roman in Tagebucheinträgen, Zeitungsartikeln und Briefen geschrieben wurde, wird im Verlauf erklärt. Ein ganz wundervoller Schachzug des Autoren, um Leben einzuhauchen. Hier könnte man kritisieren, dass man die einzelnen Stimmen eher weniger unterscheiden kann. Denn Stocker bringt da nicht viel Abwechslung rein. Mir ist das aufgefallen, es hat mich aber nicht gestört. Mir gefällt an dem Buch besonders, dass es mit der Schauergeschichte (kein Horror) anfängt, sich in eine Liebesgeschichte entwickelt, als Abenteuer weitergeht und emotional bewegend endet. Die Gestaltung der Schmuckausgabe untermalt das Lesevergnügen. Ich persönlich mag schwarze Seiten mit weißer Schrift nicht so gerne. Aber da die Farben immer mal wieder wechseln, sehe ich darüber hinweg. Die Story ist einfach grandios und bietet richtig viel Stoff zum nachdenken und philosophieren. Man kann sich an einigen Dingen aufreiben und glücklich schätzen, dass das Bild der Frau sich verändert hat. Mich hat sie jedenfalls aus meinem Alltag gerissen und mir mein Lesevergnügen zurückgegeben. Wenn das nicht das größte Kompliment ist.
MJ
aus Mystic
5/5
25.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Glamouröse Ausgabe des Grafen
Der Graf selbst würde sich diese traumhafte Schmuckausgabe in sein Schloss liefern lassen.
Die Story ist alsbald bekannt und bedarf keinem weiteren Lobpreisungen.
Die Zusatzelemente wie Briefe oder Reklame versetzten einen direkt in den Zeit des Vaters aller Vampire.
Klare Kaufempfehlung für alle Fans der Klassiker
MoMe
5/5
25.05.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine klassische Horrorgeschichte
Die Schmuckausgaben aus dem Hause Coppenrath sind wirklich eine Empfehlung wert. Die Gestaltung von Dracula ist wunderschön geworden. Das Cover mit der eindrucksvollen Burg mit seinen blutroten Fenstern und Wurzeln eines Baumes in Kombination mit den Fledermäusen vor diesem düster grau-schwarzen Hintergrund ist faszinierend und macht mir direkt Lust auf die Geschichte.
Ebenso großartig wie die Umschlaggestaltung ist das Innenlayout. Neben zehn aufwendig und superpassend zum Inhalt gestalteten Extras erwarten mich auch jede Menge farbiger Hintergründe, verschnörkelte Buchstaben, Scherenschnittmotive, Illustrationen und noch einiges mehr. Allein schon diese durchdachte Gestaltung sorgt für eine packende Atmosphäre.
Bram Stocker erzählt in Dracula die Geschichte nur in Tagebuchform. Zu Beginn folge ich dabei nur Jonathan Harkers Erlebnissen. Noch erfahre ich recht wenig über ihn und sein Ziel. Es wird jedoch deutlich, dass Jonathan geschäftlich nach Transsilvanien reist, um zu seinem Auftraggeber Dracula zu kommen. Sein Reisebericht ist durchweg interessant und mit jeder Meile, die Jonathan zurücklegt, werden seine Schilderungen düsterer und unheimlicher. Er greift dabei auch den Aberglauben und die Ängste der Menschen auf, die ihm begegnen. Doch alles bleibt mysteriös, da Jonathan die Sprache der Menschen nur unzureichend versteht und uns so verborgen bleibt, wovor sich die Menschen so fürchten.
Stück für Stück erfahre ich mehr über Jonathan, seinen Auftrag und die Situation vor Ort auf Burg Dracula.
Später kommen weitere Tagebucheinträge von unterschiedlichen Figuren hinzu, sodass es komplexer und vielschichtiger wird. Obwohl die Wahrnehmungen der Charaktere subjektiv sind, kann ich mir durch ihre Eindrücke ein umfassenderes Bild machen.
Der Schreibstil ist eingängig und an den richtigen Stellen herrlich düster-schaurig. Die Atmosphäre ist packend und macht die Geschichte äußerst stimmungsvoll. Anfänglich mag ich es, dass unbekannte Begriffe durch Fußnoten erklärt werden. Im späteren Verlauf jedoch bringen sie mich öfter aus dem Lesefluss, was ich als störend empfinde. Da wäre mir ein Glossar am Ende lieber gewesen.
Richtig gut gefällt mir der Blick in die damaligen Lebensverhältnisse und so manches Mal bin ich sehr erstaunt, welche fortschrittlichen technologischen Möglichkeiten die Menschen damals schon hatten. Auch die beginnende Frauenbewegung hält hier ihren Einzug und ich finde es großartig, wie modern Bram Stocker die Figur der Mina darstellt. Sie ist eine weltoffene Frau. Ihr Gegenstück ist ihre Freundin Lucy, die wesentlich traditioneller in ihren Ansichten und Handlungen ist.
Richtig begeistert bin ich zuerst von Van Helsing. Ein interessanter und äußerst kluger Kopf. Doch im weiteren Verlauf, besonders im letzten Drittel, verlagert sich der am Anfang doch eher sehr verschwiegene ältere Herr zu einem wahren Schwafelkopf. Er kann so langatmig schwadronieren, dass mir die Augen beim Lesen zufallen. Generell büßt im Verlauf der Handlungen mit dem Blick auf das große Finale die Geschichte an Spannung ein. Ich kann mir das gar nicht richtig erklären. Nur der Showdown selbst wird noch einmal richtig spannungsvoll und kann mit seiner gefährlichen Atmosphäre punkten.
Fazit:
Dracula ist zurecht ein Klassiker. Es hat mich erstaunt, wie wenig detailgetreu nachfolgende Filme und Bücher sind. Den Stammvater aller Vampire sollte jeder mal gelesen haben.
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