Während eines Urlaubs mit seiner Mutter Mathilde auf dem Semmering macht der zwölfjährige Edgar die Bekanntschaft eines jungen Barons. Glücklich über die gewonnene Freundschaft erkennt Edgar jedoch nicht die eigentliche Absicht des Barons, der tatsächlich nur an seiner Mutter interessiert ist. Das Interesse wird von Mathilde erwidert. Der enttäuschte Edgar, der das "brennende Geheimnis" zwischen den beiden nicht verstehen kann, steigert sich zusehends in Hass auf den Baron hinein. Eines Abends, als Edgar eigentlich Stubenarrest hat, verfolgt er das Paar und stellt den Baron wutentbrannt zur Rede.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Gaby Meier
5/5
26.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein alter Klassiker
Ein Romanschriftsteller bekommt jedes Jahr zu seinem Geburtstag weiße Rosen. Er weiß nicht von wem diese sind, doch an seinem 41. Geburtstag bekommt er keine Rosen, stattdessen erreicht ihn ein Brief. Diese Frau erzählt von ihrem Leben und das er eine große Rolle darin gespielt hat, auch wenn ihm das nicht bewusst ist. Als Kind sieht sie ihn das erste mal und an diesem Tag beginnt auch ihre Liebe zu ihm.
Durch seinen Lebensstil verändert der Schriftsteller das Leben anderer, auch wenn er das nicht möchte. Es ist ihm nicht bewusst und durch diesen Brief werden ihm die Augen geöffnet.
Die Unbekannte ist eine starke Frau, deren Lebensmittelpunkt der Schriftsteller darstellt. Sie beobachtet ihn genauestens und durch ihre Worte wird das nicht als falsch wahrgenommen. Sie erzählt ehrlich wie es ihr ging und sie gibt ihm an verschiedenen Dinge die Schuld, aber sie klagt ihn nie an, stattdessen zeigt sie Verständnis.
Das Buch ist sehr spannend und sehr kurz, dadurch liest man es in einem durch und legt es dazwischen nicht weg. An der Sprache und den Reaktionen auf verschiedene Entscheidungen merkt man die Zeit in der es geschrieben wurde(1922), aber es ist trotzdem verständlich.
Bewertung
aus Linz
5/5
24.10.2019
Buch (Taschenbuch)
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Jeder wirklich JEDER sollte mind. ein Buch von Stefan Zweig gelesen haben!!! Obwohl es eher dünn gehalten ist, ist die Art & Weise wie Zweig schreibt sehr bedeutungsvoll!!!!!!!
Der vorliegende Diogenes-Band versammelt acht der schönsten Erzählungen von Stefan Zweig (1881-1942): von der Novelle „Brennendes Geheimnis“ aus dem Jahre 1911 bis zu seiner Meistererzählung „Schachnovelle“, die er zwischen 1938 und 1941 im brasilianischen Exil schrieb. In allen Erzählungen kommen Zweigs unvergleichliches Einfühlungsvermögen und seine dichterische Sensibilität zum Ausdruck. In der Auftaktgeschichte schildert Zweig die psychischen Erschütterungen eines Pubertierenden, der erstmals mit Erotik und Sexualität konfrontiert wird. Feinfühlig werden die ersten Schritte des Heranwachsenden in die Welt der Erwachsenen zwischen Traum und Realität beschrieben. Die Titelgeschichte aus dem Jahre 1922 ist eine sehr wienerisch anmutende Novelle. Es ist die leidenschaftliche Lebensbeichte einer Frau, die ihr ganzes Leben für einen Erfolgsautor und Lebemann geopfert hat. Für ihn war sie jedoch nur eine belanglose Geliebte, gewissermaßen eine Unbekannte. Da bekommt der berühmte Schriftsteller an seinem 41. Geburtstag einen sonderbaren Brief, der den größten Teil der Novelle einnimmt. Der Absender: eine ihm unbekannte Dame. „Ich klage Dich nicht an, mein Geliebter, nein, ich klage Dich nicht an“. In der abschließenden Erzählung „Schachnovelle“ schildert Zweig die Ereignisse an Bord eines Passagierschiffes, das sich auf dem Weg von New York nach Buenos Aires befindet. Hier treffen der arrogante Schachweltmeister Mirko Czentovic und ein gewisser Dr. B., der in monatelanger Einzelhaft im Wiener Gestapo-Gefängnis saß, aufeinander. Mit dieser Erzählung veranschaulichte Zweig die Gefährdung der Kultur durch den nationalsozialistischen Ungeist. Die weiteren Meistererzählungen des Diogenes-Bandes sind: „Der Amokläufer“, „Verwirrung der Gefühle“, „Vierundzwanzig Stunden im Leben einer Frau“, „Episoden am Genfer See“ und „Die unsichtbare Sammlung“. Der Band ist zum 70. Todestag des Schriftstellers eine wunderbare Begegnung mit seiner eleganten und doch fesselnden Sprache. Manfred Orlick
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