Suchen Sie nach Ihrem Platz im Leben? Oder fragen Sie sich, ob Sie am richtigen Ort angekommen sind?Auch Tomas Sjödin bewegen diese Lebensfragen und er macht sich auf die Suche nach Antworten: Er folgt der Spur seines "Zwillings", des zweifelnden Apostels Thomas. In ihm findet Sjödin einen Seelenverwandten, jemanden, den er versteht und von dem er sich verstanden weiß. Er begibt sich auf eine persönliche Spurensuche, bei der er die Stationen seines Lebens, und die seines "Zwillings" bereist. Und er macht Entdeckungen, die er am heimischen Schreibtisch nicht gemacht hätte.Hoffnungsvoll fordert das Buch Sie heraus, alles infrage zu stellen, aus dem Vertrauten aufzubrechen und den eigenen Platz und die eigene Berufung zu finden.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
aus Hamburg
5/5
19.03.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf den Spuren des Apostels Thomas
Woher weiß ich, dass ich meinen Platz im Leben gefunden habe? Diese Frage stellt sich der Autor Tomas Sjödin. Auf der Suche nach einer Antwort findet er einen „Leidensgenossen“ in dem Apostel Thomas, und er begibt sich auf eine Reise in dessen Fußspuren. Dabei macht er sich vor allem innerlich auf den Weg, um endlich seinen Platz zu finden.
Zunächst einmal: Ein ganz, ganz tolles Buch! Der Autor lässt uns an seiner persönlichen Reise teilhaben, und berichtet dabei offen und ausführlich von seinen Gefühlen, Gedanken und Erlebnissen. Er berichtet also nicht distanziert oder spricht darüber, was „man“ machen sollte, sondern er steigt selbst in den Ring. Das macht ihn und sein Buch auf jeden Fall sehr sympathisch. Sein Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist locker und humorvoll, nimmt die Suche aber gleichzeitig sehr ernst. So ist es leicht, ihm durch das Buch zu folgen, jedoch wird auch der Leser sich an der einen oder anderen Stelle fragen: Was bedeutet das für mich? Die gleichen Fragen, die der Autor sich stellt, habe auch ich mir beim Lesen gestellt, ohne dass ich das Gefühl hatte, gönnerhaft von oben herab behandelt zu werden. Es ist vielmehr die Erkenntnis, dass wir alle uns im Grunde dieselben Fragen stellen, und dass keiner das Recht hat, anderen in dieser Hinsicht etwas vorzuschreiben.
Auch der Inhalt ist sehr lesenswert. Tomas Sjödin schreibt abwechslungsreich und tiefgründig. Er begnügt sich nicht damit, an der Oberfläche zu kratzen. Denn es ist ihm nicht nur wichtig, von seiner Reise zu berichten, sondern auch die Leser auf die Reise zu schicken. Er betont immer wieder, wie wichtig es ist, sein Leben auf ein „JA“ zu bauen. Wenn man dieses JA sagen kann, dann ist man am richtigen Platz angekommen.
Fazit: Ein wertvolles Buch mit vielen spannenden Erfahrungen, wertvollen Ideen und lustigen Anekdoten. Es macht Freude, dieses Buch zu lesen, und ich möchte es wirklich weiterempfehlen!
peedee
5/5
04.12.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mit Ameisenschritten vorwärts
Viele Menschen haben Zweifel: Wie finde ich meinen Platz im Leben? oder Woher weiss ich, dass ich am richtigen Ort angekommen bin? Auch Tomas Sjödin, ein schwedischer Pastor und Schriftsteller, hat Zweifel. Er macht sich auf die Suche nach seinem Zwilling, dem Jünger Thomas, der ebenfalls ein Zweifler war, und erzählt vom Aufbrechen und Heimatfinden.
Erster Eindruck: Mir gefällt das Cover sehr gut. Der Hintergrund wirkt durch das unregelmässige, grafische Muster unruhig, aber da der Titel dann auf einem grossen weissen Hexagon ist, fokussiert es den Blick auf den Titel. Mir gefallen Titel und Untertitel sehr gut. Das Layout des Buches wirkt sehr luftig.
Der Jünger Thomas war ein Zweifler. Die Geschichte des (biblischen) Thomas ist sehr interessant. Es steht, dass er aufbrechen musste, weil es dort, wo er war, keinen Platz für seinen Traum gab. Ein schönes Bild. Mich hat es beeindruckt, dass sich der Autor so intensiv mit dem Leben von Thomas auseinandersetzt und sich auch wirklich auf Reisen begibt (und nicht nur zu Hause über den Jünger Thomas recherchiert).
Es hat sehr viele Passagen, die ich mir angezeichnet habe und die mich zum Nachdenken gebracht haben, z.B.:
- Seinen Platz zu finden, ist nicht dasselbe, wie immer zufrieden zu sein. Zeiten des Kampfs gehören dazu. Aber es ist ein guter Kampf.
- Erfolg ist nicht das Glück auf kurze Sicht; es bedeutet, unbeirrt das zu tun, wovon man weiss, dass man es in dieser Welt tun soll. Ohne auf das Resultat zu schauen. Das klingt grossartig und simpel und doch ist es zuweilen schwer, unbeirrt an etwas festzuhalten, wenn es zwischendurch nicht gut läuft.
- Der Glaube ist für alle da: Man kann über den Glauben promovieren, und doch ist er etwas, das auch einem Kind offensteht. Auch wenn jemand nicht so gescheit von der Bibel zitieren oder vor vielen Leuten sprechen kann, kann er doch seinen Glauben umsetzen, indem eben z.B. Nächstenliebe, Freiwilligenarbeit etc. erbracht wird.
- Der Autor, der zusammen mit seiner Frau bereits früh zwei seiner drei Söhne verloren hat, ist davon überzeugt, dass Trauer etwas zeitlich Begrenztes ist, während das Vermissen ein Leben lang anhält. Diese Aussage hat für mich etwas Tröstliches die Trauer, die einem den Boden unter den Füssen wegreisst, ist begrenzt.
Tomas Sjödin erwähnt viele Menschen, die ihn auf die eine oder andere Weise beeindruckt haben, wie z.B.:
- E. Stanley Jones, ein methodistischer Missionar, der viele Jahre in Indien lebte, war mir vorher nicht bekannt. Ich bewundere Menschen, die sich mit grossem Engagement für etwas einsetzen. Jones hat seinen eigenen Weg mit einem Samenkorn verglichen seine ganze Zukunft war in diesem Samen verschlossen. Die Frage ist nur, wann, wie und wo der Samen dann aufgeht.
- Ein Pastor in England, der während der dreissig Jahre, die er für ein und dieselbe Gemeinde gearbeitet hat, immer wieder daran dachte, wegzugehen: Diese Geschichte hat mir sehr gefallen und mich auch nachdenklich gemacht. Bei mir sehe ich da Parallelen: Auch wenn ich einen Job habe, der mir gefällt, frage ich mich manchmal schon, ob ich nicht besser ganz etwas anderes machen sollte. Aber meistens gibt es sich dann auch wieder wie beim erwähnten Pastor.
Ich bin seit Jahren auf der Suche, meinen Platz im Leben zu finden ich habe das Gefühl, dass das eine Aufgabe ist, die mich das ganze Leben begleiten wird. Wichtig ist jedoch, einfach loszugehen. Daher gefällt mir der Begriff Ameisenschritt-Revolution: sich ganz langsam in die Richtung bewegen, die wir wollen; es geht zwar langsam vorwärts, aber stetig. Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Es hat sich gut lesen lassen, aber auf die einleitenden Fragen habe ich für mein persönliches Leben keine direkten Antworten gefunden (das wäre aber auch zu schön gewesen), jedoch sehr wohl viele Denkanstösse. Das Buch war (im positiven Sinne) anders, als ich es mir vorgestellt habe ich kann aber nicht wirklich benennen, warum.
Bewertung
aus Magdeburg
5/5
08.10.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Zeit, die Segel zu setzen"
"Wie finde ich meinen Platz im Leben? Woher weiß ich, dass ich am richtigen Ort angekommen bin? Um sich diesen Fragen zu stellen, folgt Tomas Sjödin der Spur des Apostels Thomas, seines Namensvetters. Er begibt sich auf eine Reise quer durch Europa, an den See Genezareth und bis zum indischen Kerala. Dabei macht er sich auch innerlich auf den Weg, begegnet seinen zweifeln - und weiß schließlich, wo er genau richtig ist.
"Die Welt wartet auf deine Träume. Mach dich auf! Es kommt ein Wind auf. Zeit, die Segel zu setzen!"" - soweit der Klappentext.
Tomas Sjödin wurde 1959 in Schweden geboren. Er ist Schriftsteller, Pastor und in Schweden "durch viele Radio- und Fernsehsendungen bekannt. Seine Bücher und Kolumnen sind oft autobiografisch geprägt und humorvoll." (Quelle: Klappentext).
Autobiografisch geprägt - ja, das ist dieses Buch, denn Tomas Sjödin beschreibt seinen Weg, seinen Platz zu finden. Er beginnt mit einem Tag im Juli 2016 an seinem Arbeitsplatz. Zu Beginn des Arbeitstages sammeln sich die Kollegen, um den anstehenden Tag zu besprechen und die Aufgaben zu verteilen. Tomas Sjödin fällt auf, dass sie einen Kreis gebildet haben, einen Ring und in diesem Moment erkennt er, dass er dort den Platz hat, der ihn von Grund auf verändert hat. Wie kam es dazu? Tomas Sjödin erzählt, dass es mit dem Namen anfing, Thomas, der Apostel, den wir meist als Zweifler kennen. Der Name "Tomas" kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie "Zwilling". Und diese Bedeutung nimmt Tomas Sjödin zum Anlass, dem Weg des Apostels Thomas zu folgen. Diese Reise wird in den kommenden Kapiteln beschrieben, diese Reise, auf der der Autor überraschende Erkenntnisse gewonnen hat und wie er "seinen" Platz gefunden hat.
Tomas Sjödin erklärt, was der "richtige" Platz im Leben eines jeden einzelnen bedeutet und wie man ihn finden kann. Das ist ein lebenslanger, mitunter einsamer Weg, ein Weg, der vielleicht mit einem winzigen Schritt beginnt, auf dem man zweifelt und vielleicht auch verzweifelt, den zu gehen es lohnt.
Tomas Sjödin schreibt eine klare, gut verständliche Sprache und verdeutlicht seine Absicht sehr anschaulich an vielen Beispielen.
Das Hardcover, im SCM-Verlag erschienen, ist mit einem Lesebändchen ausgestattet und liebevoll gestaltet. Wichtige Gedanken sind gesondert am Rand der jeweiligen Seite zu finden.
Fazit: Ein wunderbares Buch, das viele Impulse gibt, den eigenen Platz und die eigene Berufung im Leben zu finden.
JDaizy
aus Berlin
5/5
08.09.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vom Aufbrechen und Heimatfinden
"Ich mag diese Art, vom Lebensweg zu sprechen. Statt von einer vorherbestimmten, klar umrissenen Bahn spricht Jones von dem Potential, das einem Samenkorn innewohnt. Da steckt alles schon drin, aber es kommt jetzt darauf an, wo das Samenkorn hinfällt. Deshalb ist der Platz so wichtig, der Platz den wir zusammen schaffen können, und der Platz, von dem man manchmal aufbrechen muss, den man verlassen muss, um an einem anderen Platz sein volles Potential ausschöpfen zu können."
Der schwedische Autor Tomas Sjödin folgt in seinem Buch "Wo du richtig bist - vom Aufbrechen und Heimatfinden" der Spur des Apostels Thomas, dem er sich, nicht nur wegen ihrer Namensgleichheit innerlich wie einem Bruder, ja wie einem Zwilling, verbunden fühlt.
Alles begann dabei mit seiner Sehnsucht mehr über seinen Namen und seinen Namensvetter zu erfahren. Und so machte er sich - nicht nur gedanklich - auf den Weg und folgte den (historisch nur dürftigen) Spuren quer durch Europa, an den See Genezareth bis hin nach Indien. Er erkennt, dass es kein Nachteil sein muss, dass es nur wenige Schriften über Apostel Thomas gibt und so lässt er sich unvoreingenommen und hochmotiviert auf dieses spannende Abenteuer ein.
Ist es richtig seinen Impulsen und seiner Sehnsucht zu folgen? Wohin sollen wir gehen? Und wie kann ich meinen Platz im Leben finden? Diesen und vielen anderen Fragen widmet sich der Autor in seinem Buch und für mich war es ein wahres Geschenk ihn auf seiner Reise begleiten zu dürfen. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man immer wieder Gemeinsamkeiten entdeckt, obwohl die (Lebens-)Geschichte eine ganz andere ist. Wenn man sich in einem Buch an die Hand genommen, angekommen und geborgen fühlt. So ging es mir mit Tomas Sjödin und seinen Aufzeichnungen.
Es geht um seinen / unseren Weg, um die Suche nach seinem / unserem Platz im Leben und im Glauben. Oft ist das eine sehr einsame Wanderung, für denjenigen der sich auf die Suche macht. Kein einfacher Weg, gespickt mit Selbstzweifeln und Widersprüchen. Und machen wir uns nichts vor: es ist eine lebenslange Reise, die zu immer neuen Herausforderungen, aber auch zu neuen Erkenntnissen und Entdeckungen führt. Im Zeitalter des Suchens scheut der Autor solch sensible Themen wie (Selbst-)Zweifel, Ausgrenzung und den Mut, die Dinge in Frage zu stellen nicht. Denn es geht darum, JA zu sagen, zu seinem Leben und darum, seinen Platz einzunehmen, der schon immer der eigene war.
Besonders schön fand ich, das er dazu ermutigt, dass man seinen Weg nicht allein gehen muss. Das Wege nicht immer dort enden, wo man glaubt, sie seien zuende. Und das man glücklich werden wird, wenn man seinen Träumen und seinem Herzen folgt.
Auch die Vergleiche mit dem Samenkorn, das auf fruchtbaren Boden fällt oder der mit der Blume, die ihre Blüte entfaltet, fand ich wunderschön.
"Wer angesehen wird und merkt, dass man ihm etwas zutraut, der wächst. Wer seinen Platz im Leben findet erblüht."
Das Buch wurde als Hardcover in der deutschen Auflage 2017 im SCM-Verlag veröffentlicht. Es überzeugt mit einem extrem stabilen, griffigen Cover, einer hochwertigen Verarbeitung und einem Lesebändchen. Auf 218 Seiten erzählt der Autor in 16 übersichtlichen Kapiteln seine Geschichte vom "Aufbrechen und Heimatfinden". Leicht, persönlich, unterhaltsam und trotzdem tiefgründig, regt jede Reiseetappe erneut zum Nachdenken an.
Fazit:
"Wenn Menschen sich zusammensetzen, um einander von ihrer Sehnsucht zu erzählen, geschieht immer etwas. Immer."
"Wo du richtig bist" ist ein wunderbares, berührendes und ermutigendes Buch über den Weg, die Suche nach dem eigenen Platz im Leben, nach unserer inneren Heimat. Und ich wünsche mir, dass jeder von uns seinen Platz findet, der ihm das Gefühl gibt, er habe die ganze Zeit nur auf ihn gewartet. Meine absolute Leseempfehlung.
Bewertung
aus Attenhofen
4/5
21.09.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Heimat
Wo du richtig bist wer möchte nicht gerne seinen Platz im Leben kennen? Den Platz an dem er sich wohlfühlt, er gedeihen kann, und auch das Leben von anderen Menschen bereichern kann? Dieses Buch sucht auf Fragen dieser Art eine Antwort. Die Reise beginnt auf den Spuren eines eher unbekannten Apostels, Thomas. In den biblischen Erzählungen liest man vor allem von seinen Zweifeln. Der auferstandene Jesus erschien den Jüngern, aber Thomas fehlte bei dieser Begegnung. Von Zweifeln geplagt, wollte er erst glauben, wenn er die Wunden von Jesus berührt. Jesus geht liebevoll auf seine Zweifel ein und gibt ihm diese Möglichkeit.
Neben den knappen Hinweisen in der Bibel, geht der Autor, der ebenfalls Tomas heißt, auch auf Mythen und Legenden rund um den Apostel Thomas ein. Es scheint sehr wahrscheinlich zu sein, dass der Apostel Thomas die Botschaft von Jesus nach Indien gebracht hat. Der Autor reist selbst nach Indien, und verliebt sich in die geistliche Lebendigkeit dieses Landes.
Aber dieses Buch besteht nicht nur aus Reiseberichten, auch wenn der schwedische Autor auf den Spuren von Thomas nach Deutschland, Israel, Indien und Italien gereist ist und davon berichtet. Er erzählt auch viel von seiner Gemeinde in der er, gemeinsam mit anderen, eine Arbeit aufgebaut hat, in der die Armen der Stadt liebevoll beköstigt werden. In dieser Arbeit finden viele Menschen ihren Platz, und damit Heimat.
Dieses Buch war bei mir nicht Liebe auf dem ersten Blick. Der Autor schwenkt oft seinen Blickwinkel, und anfangs fiel es mir schwer ihm zu folgen. Dann habe ich, denke ich, seinen Schreibstil besser verstehen können. Das Buch gleicht einer Zugreise, bei der es nicht allein auf das Ziel ankommt, sondern auch auf die Begegnungen unterwegs, und auf den Blick aus dem Fenster. So beginnt der Autor mit dem Weg von Thomas, streut aber immer wieder seine eigenen Erfahrungen ein, oder erzählt von Büchern, die ihn auf seiner Reise begleitet haben.
Letztendlich geht es dem Autor darum wie ein Mensch Heimat findet, und dazu gehören unter anderem andere Menschen und eine Aufgabe. Die Suche nach den eigenen Stärken, und auch das Wegschneiden von Unwichtigem spielen dabei eine Rolle.
Ich finde dieses Buch gibt viele wertvolle Impulse, wie man seinen Platz im Leben finden kann. Wer den Eindruck hat am falschen Platz zu sein oder auf der Suche ist nach einer erfüllenden Aufgabe wird hier sicher einige Antworten und Denkanstöße finden.
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