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Tiere für Fortgeschrittene

2

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

81784

Erscheinungsdatum

09.03.2017

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

3095 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462315875

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

81784

Erscheinungsdatum

09.03.2017

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

3095 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462315875

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Klug und erbarmungslos

Bewertung am 14.06.2020

Bewertungsnummer: 328810

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Kurzgeschichten dieses Bandes, die reichlich quälend zu lesen waren, halten sich in etwa die Waage mit den erträglicheren. Wie schon dem Klappentext zu entnehmen ist, geht es hier nicht um Tiere. Dennoch musste ich permanent an Tierquälerei denken. Vielleicht weil ein Vergleich von tierischem (einer sehr selektiven Mischung aus Säugetieren, Reptilien und Insekten) mit menschlichem Verhalten suggeriert wird. Vielleicht, weil Tiere, mal ehrlich, besser sind. Vielleicht, weil sich die Menschen allesamt selbst quälen mit dem, was sie von den Tieren abhebt: ihren ewig rumorenden Gedanken. Es geht fast ausnahmslos um Menschen, die sich selbst belügen. Das wirkt oft bitter und giftig, auch wenn es wohl bissig humorvoll gemeint sein soll. /// Ich habe mich schwer getan damit. Vielleicht, weil teilweise scheinbar zu große Füße in den kleinen Schuh der Kurzgeschichte gequetscht werden. Dazu gehört, wenn auch sehr aktuell, die Diskriminierung einer ausländischen Familie in einer Montessori-Schule und die merkwürdige pseudo-utopische Kolonie in einem abgeschirmten Wohnkomplex irgendwo in Italien, ein ausgesuchter Menschenmix, der von einem experimentierfreudigen Wissenschaftler zusammengeworfen zu sein scheint. Es wird dann schnell 'too much'. /// Bemerkenswert ist, wie schleichend die Missverhältnisse aufgedeckt werden. Viele Bilder sind sprachlich stark, wie wenn eine Figur "aus allen Seelenfalten blutet": "all seine Stärke und seine Liebe und sein Glaube an Familie und Lebenswerk liefen aus ihm heraus." - "Wut- und Schamgestrüpp", "geruchlose Jungpuppen", Väter, die "entweder die im Fleiß ergrauten Mütter ihrer fast erwachsenen Kinder oder wechselnde Mannequins im Arm haben" - "große Jungs, quasi über Nacht zu schlaksigen Türmen mit rauhen Gesichtern geworden, zappelten im Gegenlicht der Wintersonne." /// Ohne unangenehme oder oft bittere Wahrheiten geht es nicht: "Es kommt der Tag, wo die schönen Erinnerungen in so krassem Missverhältnis zur Gegenwart stehen, dass man sie lieber ganz loswerden will." - "Zu Hause trug sie die gleiche starre Maske genervter Überforderung, die sie an ihrer Mutter so gehasst hatte." "Ein ironisches Zitat, bezogen auf eine hysterische Gesellschaft, die so spät wie möglich und dabei unversehrt sterben wollte..." /// Kein Tier (zumindest nicht die in Freiheit, auf die sich hier bezogen wird) kann sich so isoliert, entfremdet, entwurzelt und heimatlos fühlen wie die Figuren in diesen Geschichten.

Klug und erbarmungslos

Bewertung am 14.06.2020
Bewertungsnummer: 328810
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Kurzgeschichten dieses Bandes, die reichlich quälend zu lesen waren, halten sich in etwa die Waage mit den erträglicheren. Wie schon dem Klappentext zu entnehmen ist, geht es hier nicht um Tiere. Dennoch musste ich permanent an Tierquälerei denken. Vielleicht weil ein Vergleich von tierischem (einer sehr selektiven Mischung aus Säugetieren, Reptilien und Insekten) mit menschlichem Verhalten suggeriert wird. Vielleicht, weil Tiere, mal ehrlich, besser sind. Vielleicht, weil sich die Menschen allesamt selbst quälen mit dem, was sie von den Tieren abhebt: ihren ewig rumorenden Gedanken. Es geht fast ausnahmslos um Menschen, die sich selbst belügen. Das wirkt oft bitter und giftig, auch wenn es wohl bissig humorvoll gemeint sein soll. /// Ich habe mich schwer getan damit. Vielleicht, weil teilweise scheinbar zu große Füße in den kleinen Schuh der Kurzgeschichte gequetscht werden. Dazu gehört, wenn auch sehr aktuell, die Diskriminierung einer ausländischen Familie in einer Montessori-Schule und die merkwürdige pseudo-utopische Kolonie in einem abgeschirmten Wohnkomplex irgendwo in Italien, ein ausgesuchter Menschenmix, der von einem experimentierfreudigen Wissenschaftler zusammengeworfen zu sein scheint. Es wird dann schnell 'too much'. /// Bemerkenswert ist, wie schleichend die Missverhältnisse aufgedeckt werden. Viele Bilder sind sprachlich stark, wie wenn eine Figur "aus allen Seelenfalten blutet": "all seine Stärke und seine Liebe und sein Glaube an Familie und Lebenswerk liefen aus ihm heraus." - "Wut- und Schamgestrüpp", "geruchlose Jungpuppen", Väter, die "entweder die im Fleiß ergrauten Mütter ihrer fast erwachsenen Kinder oder wechselnde Mannequins im Arm haben" - "große Jungs, quasi über Nacht zu schlaksigen Türmen mit rauhen Gesichtern geworden, zappelten im Gegenlicht der Wintersonne." /// Ohne unangenehme oder oft bittere Wahrheiten geht es nicht: "Es kommt der Tag, wo die schönen Erinnerungen in so krassem Missverhältnis zur Gegenwart stehen, dass man sie lieber ganz loswerden will." - "Zu Hause trug sie die gleiche starre Maske genervter Überforderung, die sie an ihrer Mutter so gehasst hatte." "Ein ironisches Zitat, bezogen auf eine hysterische Gesellschaft, die so spät wie möglich und dabei unversehrt sterben wollte..." /// Kein Tier (zumindest nicht die in Freiheit, auf die sich hier bezogen wird) kann sich so isoliert, entfremdet, entwurzelt und heimatlos fühlen wie die Figuren in diesen Geschichten.

8 längere Beziehungskurzgeschi…

Juti aus HD am 30.10.2017

Bewertungsnummer: 2729781

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

8 längere Beziehungskurzgeschichten zu kurzen Tiermeldungen, die es tatsächlich mal in die Medien geschafft haben. Die Tiermeldungen sind alle interessant, doch deswegen wird sich keiner das Buch kaufen. Die Kurzgeschichten haben mir unterschiedlich gefallen: Die erste war mir zu familienlastig, die zweite habe ich gar nicht verstanden, die dritte ganz nett, die vierte wurde mir erst klar, als ich in der Kritik las, dass die Autorin ihr Jahr in der Villa Massimo in Rom beschreibt. Ich habe daraufhin es nochmal gelesen und einiges als Kunstkritik verstanden. Aber ich habe ernste Bedenken, ob man so schreiben darf, dass die Geschichte ohne Hintergrundwissen nicht zu verstehen ist? Danach gefiel mir das Buch besser. Mir gelang es Bezüge zu den Tiergeschichten herzustellen, etwa bei Opposum, wo in der Tiergeschichte ein Betrunkener ein Opposum wiederbelebt und in der Beziehungsgeschichte ein Ehemann auf einem Pass eine Seitensprung plant, aber dann im Tal ein Reh anfährt und bei ihm bleibt. Haie handelt von Tieren, die in Gefangenschaft an Sauerstoffmangel sterben, was übertragen wird auf die linksliberale Nora, die ihre Tochter Clara in die Schule ihres Viertels schickt und mitbekommt wie ein Mitschüler u. a. Von ihrer Tochter gemobbt wird. Erinnert vom Milieu her etwas an Dörte Hansens „Altes Land.“ Schlangen brauchen Sicherheit, wenn sie auf Bäume krabbeln, wie der alte Mann Jakob, der seine Ehe aufs Spiel setzte und Kontakt zum jungen Nachbarsehepaar aufnimmt, das den Kontakt zu ihm sucht. Sie erhalten von ihm den einzigen Tisch, den er ohne seine Frau gekauft hat, dem aber ein Bein und damit Sicherheit fehlt. Enten sind auch im Schlaf wachsam, am Rand mehr als in der Mitte des Schwarms. Wachsam wie die Mutter von Sammy, die ihrem Mann Ben vorwirft nicht so wachsam zu sein, obwohl dieser im Gegensatz zur Familiengeschichte zum ersten im Haushalt mithelfenden Vatergeneration gehört und nicht ein „unbegleiteter Flüchtling“ (wie wir heute sagen) wie sein Vater, da der Großvater Jude war und die Großmutter aus Liebe bei ihm blieb. Entweder wird dieses Buch gegen Ende besser oder ich habe mich an den Stil der Autorin gewöhnt. 4 Sterne.

8 längere Beziehungskurzgeschi…

Juti aus HD am 30.10.2017
Bewertungsnummer: 2729781
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

8 längere Beziehungskurzgeschichten zu kurzen Tiermeldungen, die es tatsächlich mal in die Medien geschafft haben. Die Tiermeldungen sind alle interessant, doch deswegen wird sich keiner das Buch kaufen. Die Kurzgeschichten haben mir unterschiedlich gefallen: Die erste war mir zu familienlastig, die zweite habe ich gar nicht verstanden, die dritte ganz nett, die vierte wurde mir erst klar, als ich in der Kritik las, dass die Autorin ihr Jahr in der Villa Massimo in Rom beschreibt. Ich habe daraufhin es nochmal gelesen und einiges als Kunstkritik verstanden. Aber ich habe ernste Bedenken, ob man so schreiben darf, dass die Geschichte ohne Hintergrundwissen nicht zu verstehen ist? Danach gefiel mir das Buch besser. Mir gelang es Bezüge zu den Tiergeschichten herzustellen, etwa bei Opposum, wo in der Tiergeschichte ein Betrunkener ein Opposum wiederbelebt und in der Beziehungsgeschichte ein Ehemann auf einem Pass eine Seitensprung plant, aber dann im Tal ein Reh anfährt und bei ihm bleibt. Haie handelt von Tieren, die in Gefangenschaft an Sauerstoffmangel sterben, was übertragen wird auf die linksliberale Nora, die ihre Tochter Clara in die Schule ihres Viertels schickt und mitbekommt wie ein Mitschüler u. a. Von ihrer Tochter gemobbt wird. Erinnert vom Milieu her etwas an Dörte Hansens „Altes Land.“ Schlangen brauchen Sicherheit, wenn sie auf Bäume krabbeln, wie der alte Mann Jakob, der seine Ehe aufs Spiel setzte und Kontakt zum jungen Nachbarsehepaar aufnimmt, das den Kontakt zu ihm sucht. Sie erhalten von ihm den einzigen Tisch, den er ohne seine Frau gekauft hat, dem aber ein Bein und damit Sicherheit fehlt. Enten sind auch im Schlaf wachsam, am Rand mehr als in der Mitte des Schwarms. Wachsam wie die Mutter von Sammy, die ihrem Mann Ben vorwirft nicht so wachsam zu sein, obwohl dieser im Gegensatz zur Familiengeschichte zum ersten im Haushalt mithelfenden Vatergeneration gehört und nicht ein „unbegleiteter Flüchtling“ (wie wir heute sagen) wie sein Vater, da der Großvater Jude war und die Großmutter aus Liebe bei ihm blieb. Entweder wird dieses Buch gegen Ende besser oder ich habe mich an den Stil der Autorin gewöhnt. 4 Sterne.

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Tiere für Fortgeschrittene

von Eva Menasse

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