Produktbild: Sechzehn Wörter

Sechzehn Wörter Roman

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9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

23673

Erscheinungsdatum

27.03.2017

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

8376 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641187064

Beschreibung

Rezension

»Nava Ebrahimi erzählt in ihrem klugen, poetischen Roman ‚Sechzehn Wörter‘ von einer jungen Frau ‚in zwei Ausprägungen‘«

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ePUB

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
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Verkaufsrang

23673

Erscheinungsdatum

27.03.2017

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

8376 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641187064

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  • Manu

    Book Circle Community

    5/5

    05.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Häppchenweises Eintauchen in eine unbekannte Kultur

    Die Idee, die Leserschaft anhand 16 Wörter auf eine kulturelle Reise zwischen Deutschland und dem Iran mitzunehmen, ist genial. Irgendwie zusammenhängend und doch irgendwie voneinander losgelöst lesen sich die einzelnen Kapitel flüssig und authentisch. Neben spannenden und überraschenden Einblicken in die persische Kultur, lässt einen die Autorin auch an der teils verklemmten, teils enthemmten Gedankenwelt der Hauptfigur teilhaben. Dies ist ihr inhaltlich wie auch sprachlich ausserordentlich präzise und lebendig gelungen. Ich habe dieses zeitgemässe Buch sehr gerne gelesen und war vom Aufbau in 16 gut lesbare Kapitel äusserst angetan. Anstatt eines dramatischen Familienepos, bekam ich auf unaufgeregte Art die Realität wohl vieler tausend Menschen präsentiert und hatte ein faszinierendes Leseerlebnis, das mich auch nachdenklich zurücklässt.

  • Bewertung

    aus Gmunden

    5/5

    04.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    !لطفا این کتاب را بخوانید

    Nava Ebrahimi stellt uns sechzehnn Wörter vor für die es so eigentlich keine direkte Übersetzung gibt. Während man das Geschehen rund um die in Köln lebende Mona die persische Wurzeln hat verfolgt, lernt man wann, wo und wie diese Wörter zu Gebrauch kommen. Ich persönlich kann mich an vielen Stellen des Buches mit Mona identifizieren da auch ich als Sohn persischer Migranten das Glück habe seit meiner Geburt zwei so unterschiedliche Kulturen kennenlernen zu dürfen. Eine bemerkenswert gute Lektüre die nicht nur dafür sorgt, dass die linguistuscher Gehrinzellen wieder etwas reaktiviert werden sondern, das auch in den Backstagebereich des modernen Iran führt.

  • Juliane

    aus Hofheim

    5/5

    22.02.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bittersüß und melancholisch

    Ab und zu wage ich es aus meiner Genre-Komfortzone zu entwischen und suche mir ein Buch heraus, das meinen Horizont erweitern soll. Die Wahl ist dieses Mal auf „Sechzehn Wörter“ gefallen. Den Iran kenne ich nur aus den Nachrichten, gelesen habe ich noch nichts über oder aus dem Land. Es wurde also höchste Zeit! Ich bin sehr froh, dass ich „Sechzehn Wörter“ gefunden habe. Der Roman ist sehr lesenswert. Der Beginn ist sehr leicht, Mona nimmt den Leser gut auf, erzählt von ihrer Großmutter, die ja auch der Grund ist, warum Mona aus Deutschland in den Iran fliegt. Die Großmutter ist herrlich unterhaltsam und witzig. Es ist wie eine Telenovela – ihre derben Sprüche, ihre traditionelle Denkweise und diese harte Ehrlichkeit. Sie spiegelt viele Iranerinnen der älteren Generation wider, da erkennt man im Laufe der Geschichte. Im Bezug auf die Erwartungen an eine junge Frau, die Regeln und Vorgaben entsprach es meinen Vorstellungen. Gleichzeitig war es auch anders. Lustiger, hinterfragender, menschlicher. Die Verbindung zwischen den Frauen, die gegenseitige Hilfe. Und die Modernität der jüngeren Frauen. Im Laufe des Romans lernte ich Mona näher kennen. Sie ist im Iran geboren, doch lebt in Deutschland. Sie vergleicht die Länder oft, sieht Parallelen und noch mehr die Unterschiede. Sie erklärt es anhand von Wörtern, die zu Szenen aus ihrem Leben führen. Der Ansatz war echt gut, denn es waren fast alles Wörter, die man in Deutschland nicht kennt oder nicht verwendet. Sie konnte die Wörter nicht einfach 1 zu 1 übersetzen, sondern sie zeigte es mit Momenten aus dem Leben. Ich tauchte ein in die Welt von Mona. Die Zerrissenheit zwischen zwei Länder. Sie war nirgends heimisch und vereinte doch beide Länder in sich. Es ist kein Roman über ihre Entwicklung als Charakter. Es ist ihre Geschichte, die sie erzählt. Und obgleich der Großteil des Romans aus Momenten bestand, ist es eine fortlaufende Geschichte. Es ist viel über die Beziehungen von Mona. Zu Ramin, ihrem alten Geliebten und zu ihrer Mutter. Das irritierte mich zunächst, da ich ihr Verhältnis nicht einschätzen konnte. Zum Ende hin war ich sehr gerührt. Die Entwicklung dieser Beziehung ist bittersüß. So durchlief ich verschiedene Phasen beim Lesen: Von Heiterkeit bis hin zu Melancholie. Dieser Roman bietet viele Einblicke. Ich lernte viel über den Iran und die Menschen dort. Doch gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass ich hier Monas Geschichte las und bin mir sicher, dass es viele Menschen gibt, die den Iran anders kennen. Vielleicht härter, vielleicht verständnisvoller. Dieser Roman war ein Einstieg und ich bin begeistert. Ich hoffe, die Autorin schreibt nach diesem tollen Debut viele weitere Werke! Fazit: „Sechzehn Wörter“ bietet eine melancholische, witzige und bittersüße Geschichte. Völlig offen ging ich an die Geschichte heran und wurde so positiv überrascht. Nicht nur über den Iran als Land habe ich viel gelernt, auch über die dortige Kultur und die Gepflogenheiten. Der Schreibstil ist locker, der Roman lässt sich super leicht lesen. Während der Inhalt ebenso leicht beginnt, entwickelt sich hier eine tiefgründige und so berührende Geschichte. Definitiv ein Lesetipp!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    22.06.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf der Suche...

    Als ihre Großmutter stirbt, diese eigenwillige Frau, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte, beschließt Mona, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben zwischen Coworking und Clubszene ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschidstrip nach Bam, in jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Und Monas Mutter schließt sich den beiden an. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft, über die so vieles im Ungewissen ist. Aber manchmal wird uns das Fremde zum heimlichen Vertrauten. Und über das, was uns vertraut schien, wissen wir so gut wie nichts… “Erst war es nur ein Wort. Das Wort, flink und wendig, überfiel mich, wie alle diese sechzehn Wörter, aus dem Hinterhalt. (…) Regelmäßig war ich ihnen ausgeliefert, diesen Wörtern, die nichts mit meinem Leben zu tun hatten. (…) Nichts hatten sie mit meinem Leben zu tun, trotzdem, oder gerade deshalb brachten sie mich immer wieder in ihre Gewalt. Doch dann, einer Eingebung folgend, übersetzte ich ein Wort, und es war, als hätte ich es entwaffnet. (…) Mit einem Schlag verlor es die Macht über mich. (….) Wir waren nun beide frei, das Wort und ich.” (S. 7 f.) Die Iranerin Nava Ebrahimi hat sie genommen, diese sechzehn Wörter, und hat sie den Kapiteln ihres Buches vorangestellt, in arabischer Schrift und auf Persisch - und hat die Ich-Erzählerin Mona sich an diesen Wörtern entlanghangeln lassen auf ihrer Reise in den Iran, in die Vergangenheit, zu ihren Wurzeln, auf der Suche nach Antworten und sich selbst. Die 34jährige Mona erscheint als toughe Frau, die ihr Leben sicher nicht geradlinig führt, aber mit beiden Beinen fest darin zu stehen scheint. Doch tief im Innern schlummern Fragen, lauern Zweifel, bröckelt das Fundament. Dies ist Mona selbst gar nicht so deutlich - bis zu ihrer Reise in den Iran, zum Begräbnis ihrer Großmutter. “Bevor ich eine Moschee betrete, spüre ich jedes Mal Widerwillen. Bin ich drin, möchte ich sie nicht mehr verlassen. Ich fühle mich dann, wie sich ein Baby auf einer riesigen Krabbeldecke fühlen muss. Gestillt, gepudert, gewickelt. Ich würde am liebsten ganze Tage und Nächte auf den Perserteppichen herumkugeln. (…) In den Nächten bräuchte ich weder Kissen noch Decke, ich schliefe wie ein Neugebornes, das an der Brust der Mutter eingenickt ist und dessen Träume von warmer Milch beim ersten Augenaufschlag wahr würden.” (S. 73) Der Leser reist mit Mona in den Iran, widerwillig eher, pflichtergeben, weil nun einmal die Großmutter verstorben ist. Maman-Bozorg starb in hohem Alter recht unspektakulär im Sessel vor ihrem Fernseher, der zuletzt ihr ein und alles war. Diese Großmutter ist in dem Roman überaus präsent und hat mich des öfteren den Kopf schütteln lassen, mich aber auch wirklich amüsieren können. Immer ein loses und oft ordinäres Mundwerk(‘Kämm dir mal die Haare. Du siehst aus wie ein verprügelte Nutte.’), lebte Maman-Bozorg von Klatsch und Tratsch, äußerte stets unverblümt ihre Meinung, nahm sich, was sie wollte und hatte ein heimliches Faible für nette Männer. Ihr Lieblingswort war ‘Kos’, was allen anderen die Schamesröte ins Gesicht trieb, doch nein, ich werde jetzt nicht übersetzen, um was für ein Schimpfwort es sich hierbei handelt. Die Großmutter gehörte irgendwie immer zu Monas Leben dazu, auch wenn sie sich oft nur einmal im Jahr sahen - meist kam Maman-Bozorg nach Köln, zu Mona und ihrer alleinerziehenden Mutter, reiste stets mit großem Übergepäck, Ezafebar. Mona selbst wurde im Iran geboren, lebt aber bereits seit frühester Kindheit in Deutschland - zwischen den Kulturen, wie ihr nun deutlich bewusst wird. Immer das Gefühl, irgendwie nicht dazu zu gehören: im Iran ist sie die Deutsche, in Deutschland ist sie die Iranerin. Wie ist es möglich, sich so irgendwo zu Hause zu fühlen? Doch Mona begibt sich auf ihrer Reise im Iran nicht nur auf die Suche nach sich selbst - auch ein langgehütetes Familiengeheimnis drängt hier zunehmend an die Oberfläche. “Glück? Nach drei Bier auf einer Tanzfläche, über mir viel Raum, durch mich hindurch ein Bass, der alles in Schwingung versetzt, um mich herum Menschen, deren Gesichter mir bekannt vorkommen, die ich manchmal zufällig streife, die genau wie ich darauf warten, dass der DJ sein Versprechen einlöst, dass er aufhört, sich und uns zu zügeln, und dann ist es endlich so weit, der Damm bricht, und uns erfasst eine riesige Welle. (…) und ich denke auch daran, dass, nachdem uns alle dieselbe Welle erfasst hat, jeder woanders angespült wird und jeder von vorne beginnt.” (S. 186 f.) Ein Schreibstil, der eher nüchtern daherkommt, wechselnd zwischen leise-poetisch und derb-zotig, dabei nichts davon überstrapazierend. Wie auf einer Welle treibt Nava Abrahimi den Leser durch das Land, das einem bei aller Fremdheit und Befremdlichkeit plötzlich nahe kommt, wodurch aber auch deutlich wird, wie groß der Spagat der in Deutschland lebenden Mona sein muss, um sich zwischen den Kulturen nicht zu verlieren. Subtil dabei das Kreisen um das ominöse Familiengeheimnis, das letztlich nicht nur für Mona in einer gewaltigen Überraschung gipfelt. Eine leise Erzählung, melancholisch und poetisch, aber auch anarchisch und voll abgründigem Humor. Über die Fremde und das Fremde in uns. Für mich eine ganz besondere Entdeckung… © Parden

  • Melanie Enns

    aus L.

    5/5

    23.04.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen den Kulturen

    "Sechzehn Wörter" ist ein Roman, der mir die iranische Kultur ein klein wenig näher bringen konnte, In sechzehn Worten, die Monas leben prägen erhalten wir Einblicke in eine Welt, die mir fremd war und je mehr ich las nicht mehr unverständlich blieb, sondern beeindrucken konnte. Nach dem Tod der Großmutter setzt sich Mona mit ihren Wurzeln auseinander und dies geschieht zwar allmählich, wird aber von Seite zu Seite eindrücklicher. Gerade der Schreibstil konnte mich überzeugen, da die Worte fließen und mich mitnehmen konnte in eine sehr interessante Lebensgeschichte und eine Kultur, die mir irgendwann nicht mehr fremd erschien. Für mich war "Sechzehn Wörter" intensiv, da sich die Story hauptsächlich auf Mona konzentrieren konnte und natürlich auch auf Sitten und Gebräuche des besuchten Landes. Es ist ein Roman der nicht überfordert oder eigentümlich auf seine Leserschar wirkt, da es authentisch bleibt und mich dadurch besonders anrühren konnte. Hervorgehoben werden Familienbande, die auch zerbrechen können und dennoch bestehen bleiben, da Familie wertgeschätzt wird. Auch wenn man viele Meilen auseinander lebt bleibt man verbunden. Besonders herrlich sind die Rückblicke auf die Großmutter, die mir äußerst herzlich erschien und deren Lieblingswort "Kos" mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Für mich war "Kos" bisher eine Insel in Griechenland und nun werde ich sicherlich grinsen müssen, sobald jemand "Kos" sagen wird, da ich nun auch eine andere Bedeutung kenne. "Sechzehn Wörter" ist ein Roman mit dem ich mich gerne auseinandergesetzt habe, denn die mitunter naive analytische Suche nach Wahrheit und Erkenntnis konnten mich überzeugen. Mona steht zwischen zwei Kulturen und auch wenn ich dieser fremden Welt mitunter misstrauisch entgegenblicken konnte, war ich am Ende fasziniert und auch aufgeklärter was Begebenheiten und Traditionen betrifft. "Sechzehn Wörter" hat mich überzeugt und daher vergebe ich gerne eine Leseempfehlung. Die knapp 2000 Seiten waren fast schon zu zügig gelesen, denn mein Interesse an Land, Kultur und Tradition war geweckt und ich hätte hier und da gerne mehr Einblicke in Gepflogenheiten erhalten. Dennoch war die Story rund und ich finde nichts, was ich bemängeln müsste. Außergewöhnlich, warmherzig und interessant gestaltete sich jede Buchseite und nahm mich mit auf eine Suche nach Identität.

Kundinnen und Kunden meinen

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