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Cyberkrank! Wie das digitalisierte Leben unsere Gesundheit ruiniert

2

12,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.08.2017

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/3,2 cm

Gewicht

444 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-30104-3

Beschreibung

Rezension

"'Ein Buch für Eltern, Erzieher und alle, die der neuen schönen Cyberwelt mit kritischem Bewusstsein gegenüberstehen." ("Der Kurier")
"Spitzer klärt deutlich und schonungslos auf. (...) Es bleibt nur zu hoffen, das auf seine Warnungen auch endlich gehört wird." ("quanten-psychologie-metaphysik (Blog)")
"Wir werden cyberkrank, wenn wir digitalen Medien die Kontrolle unser Leben überantworten (...) Doch Spitzer zeigt auch, wie man sich schützen kann." ("Medical Tribune")
"Beipackzettel zur digitalen Revolution" ("Technology Review")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.08.2017

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/3,2 cm

Gewicht

444 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-30104-3

Herstelleradresse

Droemer Taschenbuch
Landsberger Straße 346
80687 München
DE

Email: [email protected]

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Schöne neue (digitale) Welt

Raumzeitreisender aus Ahaus am 25.02.2026

Bewertungsnummer: 3057373

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gehirnforscher Manfred Spitzer beschäftigt sich seit Jahren mit dem Einfluss der Medien auf unsere Gesundheit. Er hat zu diesem Thema mehrere Bücher veröffentlicht, die in unserer Gesellschaft kontrovers diskutiert werden. Auf diese Diskussionen bezieht er sich im Vorwort des Buches und lässt keinen Zweifel an seiner Position aufkommen. "Wir dürfen weder die Köpfe noch die Gesundheit unserer Kinder dem Markt überlassen!" Warum gibt es Zivilisationskrankheiten? Spitzer zeichnet kurz die Entwicklung der Zivilisation nach und erläutert die Schattenseiten des technischen und wirtschaftlichen Fortschritts. Die Ursachen für moderne Krankheiten liegen u.a. in der Ernährung und im Bewegungsmangel begründet. Das menschliche Belohnungssystem im Gehirn, über Jahrmillionen bei knappen Ressourcen bewährt, führt in einer Überflussgesellschaft zu Suchterscheinungen. Spitzer erläutert prägnant, warum das so ist. Während die Essgewohnheiten seit Jahren kritisch reflektiert werden, ist das bei der digitalen Informationstechnik anders. PCs befinden sich in jedem Haushalt und fast jeder nutzt Smartphones für private und dienstliche Aufgaben. Oft werden mehrere Dinge gleichzeitig erledigt, dabei ist der Mensch nicht geeignet für Multitasking. Die ständige Nutzung von Smartphones in Gesprächen, bei Vorlesungen und in der Büroarbeit führt zur Unaufmerksamkeit und kann krank machen. Spitzer thematisiert nicht nur die Bedrohung unserer Gesundheit und die Suchtgefahren, die von den digitalen Medien ausgehen, sondern auch den Überwachungswahn unserer Geheimdienste. "Big Brother is watching you" ist keine Utopie. Smartphones i.V.m. WLAN-Netzen und GPS ermöglichen es, Bewegungsprofile von Personen zu erstellen. Jedermann ist jederzeit auffindbar. Nicht nur öffentliche Stellen sammeln Daten, sondern in besonderem Ausmaß auch private Unternehmen. Der Autor erläutert, warum die Menschen freiwillig auf ihre Privatsphäre verzichten und die Datensammler mit Details aus ihrem Privatleben anfüttern. Unter dem Begriff Cyberstress subsumiert der Autor Symptome wie "Smartphone-Stress", "Stress mit Facebook", "Cybermobbing", "Cyberstalking" und "Cyberangst". Bestimmte Begriffe wie "Nomophobie" müssen erfunden werden, um Ängste der Moderne treffend kategorisieren zu können. Spitzer verurteilt nicht die moderne Informationstechnik an sich, es geht um Auswüchse in der Nutzung. Es gilt, ähnlich wie in der Medizin: "Die Dosis macht das Gift." Bei Kleinkindern gelten hinsichtlich der Dosis andere Maßstäbe als bei Jugendlichen und Erwachsenen. "Setzt man Kinder ... vor den Bildschirm, bleiben sie in ihrer Sprachentwicklung zurück." Dagegen wirkt sich das von vielen Eltern praktizierte dialogische Lesen analoger Bücher positiv auf die Sprachentwicklung aus. Spitzer beschreibt, wie sich das Gehirn in den ersten Lebensjahren entwickelt und welche negativen Auswirkungen der frühe Umgang mit digitalen Medien haben kann. Und wie sieht es bei der Jugend und in den Schulen aus? Seit Jahren wird das "Ende der Kreidezeit" propagiert. Dabei sieht die Wissenschaft die Dinge kritisch. Studien belegen, dass Computer an Schulen weder das Lernen noch die Schulleistungen verbessern. Tastaturschreiben wirkt sich negativ auf die Lesefähigkeit aus. Digitale Informationstechnik lenkt ab und schadet der Konzentration und Aufmerksamkeit. Die intensive Nutzung digitaler Medien bewirkt zudem eine Verkürzung der Schlafdauer und eine Verminderung der Schlafqualität. Digitale Medien können depressiv und einsam machen, aber nicht nur das. "Denn nachweislich leiden Jugendliche unter zunehmendem Empathieverlust, je mehr Zeit sie vor dem Bildschirm verbringen." Spitzer differenziert und unterstreicht, dass eine moderate Nutzung der Technik sehr wohl positive Auswirkungen hat. Aber eine intensive Nutzung des Smartphones ist wie stundenlanges Fernsehen oder Computerspielen und macht krank. "Was tun?", leitet Spitzer das letzte Kapitel ein mit dem Ziel, Gegenmaßnahmen vorzuschlagen. Hierzu gehören u.a. Aufklärung über Fehlverhalten, Einschränkung der Nutzung, Selbstkontrolle, Verbote, Alternativen aufzeigen und Erlebnisse in der realen Welt schmackhaft machen. An den Ausführungen wird deutlich, wie hilflos die Gesellschaft derzeit dem Problem Cybersucht gegenübersteht. Die Auflistung der Argumente und Gegenargumente ist hilfreich, erreicht die Menschen aber eher rational als emotional. Manfred Spitzer greift ein wichtiges Problem auf, belegt seine Thesen mit wissenschaftlichen Studien, beschreibt die Auswirkungen eines unkontrollierten Umgangs mit digitalen Medien und zeigt Lösungswege auf. Er ist Experte in Sachen Gehirnforschung und seine Analysen überzeugen, jedoch mangelt es an wirksamen Rezepten, wie im großen Stil gegengesteuert werden kann. Letztlich sind Umkehrprozesse erforderlich, die über viele Jahre laufen werden, wie Spitzer auch anhand der gesellschaftlichen Einstellung zum Rauchen und dem Umgang mit Asbest deutlich macht.

Schöne neue (digitale) Welt

Raumzeitreisender aus Ahaus am 25.02.2026
Bewertungsnummer: 3057373
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gehirnforscher Manfred Spitzer beschäftigt sich seit Jahren mit dem Einfluss der Medien auf unsere Gesundheit. Er hat zu diesem Thema mehrere Bücher veröffentlicht, die in unserer Gesellschaft kontrovers diskutiert werden. Auf diese Diskussionen bezieht er sich im Vorwort des Buches und lässt keinen Zweifel an seiner Position aufkommen. "Wir dürfen weder die Köpfe noch die Gesundheit unserer Kinder dem Markt überlassen!" Warum gibt es Zivilisationskrankheiten? Spitzer zeichnet kurz die Entwicklung der Zivilisation nach und erläutert die Schattenseiten des technischen und wirtschaftlichen Fortschritts. Die Ursachen für moderne Krankheiten liegen u.a. in der Ernährung und im Bewegungsmangel begründet. Das menschliche Belohnungssystem im Gehirn, über Jahrmillionen bei knappen Ressourcen bewährt, führt in einer Überflussgesellschaft zu Suchterscheinungen. Spitzer erläutert prägnant, warum das so ist. Während die Essgewohnheiten seit Jahren kritisch reflektiert werden, ist das bei der digitalen Informationstechnik anders. PCs befinden sich in jedem Haushalt und fast jeder nutzt Smartphones für private und dienstliche Aufgaben. Oft werden mehrere Dinge gleichzeitig erledigt, dabei ist der Mensch nicht geeignet für Multitasking. Die ständige Nutzung von Smartphones in Gesprächen, bei Vorlesungen und in der Büroarbeit führt zur Unaufmerksamkeit und kann krank machen. Spitzer thematisiert nicht nur die Bedrohung unserer Gesundheit und die Suchtgefahren, die von den digitalen Medien ausgehen, sondern auch den Überwachungswahn unserer Geheimdienste. "Big Brother is watching you" ist keine Utopie. Smartphones i.V.m. WLAN-Netzen und GPS ermöglichen es, Bewegungsprofile von Personen zu erstellen. Jedermann ist jederzeit auffindbar. Nicht nur öffentliche Stellen sammeln Daten, sondern in besonderem Ausmaß auch private Unternehmen. Der Autor erläutert, warum die Menschen freiwillig auf ihre Privatsphäre verzichten und die Datensammler mit Details aus ihrem Privatleben anfüttern. Unter dem Begriff Cyberstress subsumiert der Autor Symptome wie "Smartphone-Stress", "Stress mit Facebook", "Cybermobbing", "Cyberstalking" und "Cyberangst". Bestimmte Begriffe wie "Nomophobie" müssen erfunden werden, um Ängste der Moderne treffend kategorisieren zu können. Spitzer verurteilt nicht die moderne Informationstechnik an sich, es geht um Auswüchse in der Nutzung. Es gilt, ähnlich wie in der Medizin: "Die Dosis macht das Gift." Bei Kleinkindern gelten hinsichtlich der Dosis andere Maßstäbe als bei Jugendlichen und Erwachsenen. "Setzt man Kinder ... vor den Bildschirm, bleiben sie in ihrer Sprachentwicklung zurück." Dagegen wirkt sich das von vielen Eltern praktizierte dialogische Lesen analoger Bücher positiv auf die Sprachentwicklung aus. Spitzer beschreibt, wie sich das Gehirn in den ersten Lebensjahren entwickelt und welche negativen Auswirkungen der frühe Umgang mit digitalen Medien haben kann. Und wie sieht es bei der Jugend und in den Schulen aus? Seit Jahren wird das "Ende der Kreidezeit" propagiert. Dabei sieht die Wissenschaft die Dinge kritisch. Studien belegen, dass Computer an Schulen weder das Lernen noch die Schulleistungen verbessern. Tastaturschreiben wirkt sich negativ auf die Lesefähigkeit aus. Digitale Informationstechnik lenkt ab und schadet der Konzentration und Aufmerksamkeit. Die intensive Nutzung digitaler Medien bewirkt zudem eine Verkürzung der Schlafdauer und eine Verminderung der Schlafqualität. Digitale Medien können depressiv und einsam machen, aber nicht nur das. "Denn nachweislich leiden Jugendliche unter zunehmendem Empathieverlust, je mehr Zeit sie vor dem Bildschirm verbringen." Spitzer differenziert und unterstreicht, dass eine moderate Nutzung der Technik sehr wohl positive Auswirkungen hat. Aber eine intensive Nutzung des Smartphones ist wie stundenlanges Fernsehen oder Computerspielen und macht krank. "Was tun?", leitet Spitzer das letzte Kapitel ein mit dem Ziel, Gegenmaßnahmen vorzuschlagen. Hierzu gehören u.a. Aufklärung über Fehlverhalten, Einschränkung der Nutzung, Selbstkontrolle, Verbote, Alternativen aufzeigen und Erlebnisse in der realen Welt schmackhaft machen. An den Ausführungen wird deutlich, wie hilflos die Gesellschaft derzeit dem Problem Cybersucht gegenübersteht. Die Auflistung der Argumente und Gegenargumente ist hilfreich, erreicht die Menschen aber eher rational als emotional. Manfred Spitzer greift ein wichtiges Problem auf, belegt seine Thesen mit wissenschaftlichen Studien, beschreibt die Auswirkungen eines unkontrollierten Umgangs mit digitalen Medien und zeigt Lösungswege auf. Er ist Experte in Sachen Gehirnforschung und seine Analysen überzeugen, jedoch mangelt es an wirksamen Rezepten, wie im großen Stil gegengesteuert werden kann. Letztlich sind Umkehrprozesse erforderlich, die über viele Jahre laufen werden, wie Spitzer auch anhand der gesellschaftlichen Einstellung zum Rauchen und dem Umgang mit Asbest deutlich macht.

Manfred Spitzer hat als…

Winker aus Baiersbronn am 06.04.2021

Bewertungsnummer: 2742279

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Manfred Spitzer hat als renommierter Hirnforscher viel Interessantes und Relevantes zum Thema zu sagen. Würde seine fachlich begründeten Bedenken doch insgesamt noch ernster genommen! Bei seinen klugen Ausführungen fehlt allerdings durchgängig ein wichtiger Punkt: die gesundheitlichen bzw. biologischen Effekte der Funkstrahlung. Hier stünde es dem Hirnforscher gut an, die Diskussion nicht zu meiden, sondern die einseitigen Verharmlosungen mit wissenschaftlich sehr wohl greifbaren Argumenten zu hinterfragen. Das gehört nun mal zum Thema mit dazu!

Manfred Spitzer hat als…

Winker aus Baiersbronn am 06.04.2021
Bewertungsnummer: 2742279
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Manfred Spitzer hat als renommierter Hirnforscher viel Interessantes und Relevantes zum Thema zu sagen. Würde seine fachlich begründeten Bedenken doch insgesamt noch ernster genommen! Bei seinen klugen Ausführungen fehlt allerdings durchgängig ein wichtiger Punkt: die gesundheitlichen bzw. biologischen Effekte der Funkstrahlung. Hier stünde es dem Hirnforscher gut an, die Diskussion nicht zu meiden, sondern die einseitigen Verharmlosungen mit wissenschaftlich sehr wohl greifbaren Argumenten zu hinterfragen. Das gehört nun mal zum Thema mit dazu!

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