Eines Tages ist es soweit: Die eigenen Eltern können ihr Leben nicht mehr alleine meistern, und die Kinder sind plötzlich in der Pflicht. Anfänglich ist die Unterstützung der alten Eltern selbstverständlich. Doch mit der Zeit wird sie für viele zur physischen und emotionalen Überforderung.
Birgit Lambers bietet Entlastung, indem sie zeigt, dass diese Situation kein Einzelschicksal ist. Vielmehr versucht eine ganze Generation, ein gesellschaftliches Problem jeweils individuell zu lösen. Die Autorin benennt die klassischen Reibungspunkte: das schlechte Gewissen, Suche nach später Anerkennung, schwierige Eltern-Kind-Beziehungen und Geschwisterrivalitäten. Anhand zahlreicher Beispiele verdeutlicht sie, wie sich auch die Eltern in dieser Situation fühlen, und ermöglicht es mit diesem Verständnis, für sich selbst Lösungen zu finden. Ihr hilfreicher Ratgeber zeigt ganz konkret Wege aus der Überforderung, so dass jeder die Frage: Wieviel will ich geben und wieviel kann ich geben? für sich beantworten kann.
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Birgit Lambers beleuchtet…
GeheimerEichkater aus Essen am 23.10.2016
Bewertungsnummer: 2707087
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Birgit Lambers beleuchtet umfassend, wie man seine alten Eltern hilfreich zur Seite stehen, sie in einem Umfang, den man selber wählt und der einen nicht an seine Grenzen bringt, pflegen kann, ohne sich selber zu überfordern. Durch die hohe Lebenserwartung kann die Notwendigkeit der Pflege über viele Jahre andauern und das, was zu Beginn machbar schien nicht für längere Zeit durchzuhalten sein, nicht nur, weil sich ja auch die Pflegenden oft schon im Rentenalter befinden oder mit Beruf und eigener Familie ausreichend Stress und Belastung finden. Wie nun den geeigneten Weg finden, sich nicht aufzureiben und zu erkennen, wieviel man geben will oder kann? Anhand zahlreicher Fallbeispiele, Check- und Symptomlisten erkennt man seine eigene Situation und erhält Verständnis für etliche „Eigenarten“ oder besonderen Sichtweisen der Alten, die vielleicht sonst nur nerven oder abstoßen, z.B. über Hygiene, Sinneswahrnehmung, Umgang mit Geld oder der Ablehnung, Fremde in die eigene Wohnung zu lassen. Ganz besonders gut haben mir in diesem Zusammenhang die Darstellungen gefallen, die aufzeigen, dass wir vieles bei Alten anders bewerten, z.B. den Fahrstil, Ordnung, Kontaktfreudigkeit – dass vieles, was in jungen Jahren auf ausreichend Verständnis stößt im Alter plötzlich als unmöglich eingestuft wird ( z.B. die Frage: Ist X nicht immer schon genauso Auto gefahren?). Der Apell, den Alten durch ungeduldige, zu hochdosierte Hilfe nicht ihre Würde zu nehmen, sie nicht zu bevormunden fand ich sehr wichtig, denn oft bleibt vor einer langen Liste mit lauter abzuarbeitender Dinge nicht die Zeit, genau zu reflektieren, welches Maß angebracht ist. Die vielen Listen stellen also nicht nur Hilfen für den Pflegenden dar, mit sich selber und seinen Ressourcen gut umzugehen, sondern auch, um die Situation der Eltern, ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten besser einschätzen zu können, u.a. finden sich Hilfen um Reizthemen an- und zu besprechen, Entscheidungshilfen oder Argumente, mit denen man sich selber vor Überforderung und einem schlechten Gewissen schützen kann. Das Buch ist eine große Hilfe für pflegende Kinder, ebenso für die zu Pflegenden und jeden, der sich auf sein Alter vorbereiten möchte.
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