Produktbild: Das Mädchen mit dem Fingerhut

Das Mädchen mit dem Fingerhut Roman

34

18,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2016

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,8/12,8/2 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-25055-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2016

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,8/12,8/2 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-25055-0

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    13.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolut lesenswert

    Absolut lesenswert, gar keine Frage." Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen noch Institutionen. Niemand weiß irgendwas über sie und niemand möchte es wirklich wissen. Aber alle glauben zu wissen, was sie braucht und wollen ihr helfen. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht ihretwegen tun, sondern entweder aus den beruflichen Gründen, weil sie es müssen, oder sie helfen ihr, weil sie sich dadurch besser fühlen. Michael Köhlmeier greift sehr aktuelles, sogar akutes Thema auf. Es wird heutzutage viel über die Flüchtlingskrise diskutiert. Die illegalen Migranten, überwiegend aus angeblich sicheren Herkunftsstaaten Osteuropas, die schon lange bei uns und unter uns leben, bleiben immer noch für die Meisten „unsichtbar“. Weil wir sie nicht wirklich sehen wollen. Weil es für uns einfacher ist, die Kriegsflüchtlinge am Bahnhof mit Teddys zu bewerfen, eventuell eine Kleinigkeit zu spenden und sich dann als bessere Menschen zu fühlen? Spenden heißt noch lange nicht teilen und aufnehmen heißt nicht annehmen. Und so wird dieses Kind das, was es braucht, wahrscheinlich nur bei den Freunden finden. „Die Freunde, das sind eine Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung." Die Erzählweise des Autors gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist einfach und sachlich, fast emotionslos. Die Geschichte von Yiza wird schonungslos und authentisch erzählt. So sieht die Realität von vielen Flüchtlingskindern aus. Da helfen die Emotionen weniger. Der Leser bleibt nachdenklich und betroffen zurück und hoffentlich lernt etwas über sich selbst. Beindrückend nüchtern und erschreckend ehrlich geschriebener Roman.

  • larissaslawa

    aus Leipzig

    5/5

    13.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    " Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen noch Institutionen. Niemand weiß irgendwas über sie und niemand möchte es wirklich wissen. Aber alle glauben zu wissen, was sie braucht und wollen ihr helfen. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht ihretwegen tun, sondern entweder aus den beruflichen Gründen, weil sie es müssen, oder sie helfen ihr, weil sie sich dadurch besser fühlen. Michael Köhlmeier greift sehr aktuelles, sogar akutes Thema auf. Es wird heutzutage viel über die Flüchtlingskrise diskutiert. Die illegalen Migranten, überwiegend aus angeblich sicheren Herkunftsstaaten Osteuropas, die schon lange bei uns und unter uns leben, bleiben immer noch für die Meisten „unsichtbar“. Weil wir sie nicht wirklich sehen wollen. Weil es für uns einfacher ist, die Kriegsflüchtlinge am Bahnhof mit Teddys zu bewerfen, eventuell eine Kleinigkeit zu spenden und sich dann als bessere Menschen zu fühlen? Spenden heißt noch lange nicht teilen und aufnehmen heißt nicht annehmen. Und so wird dieses Kind das, was es braucht, wahrscheinlich nur bei den Freunden finden. „Die Freunde, das sind eine Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung." Die Erzählweise des Autors gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist einfach und sachlich, fast emotionslos. Die Geschichte von Yiza wird schonungslos und authentisch erzählt. So sieht die Realität von vielen Flüchtlingskindern aus. Da helfen die Emotionen weniger. Der Leser bleibt nachdenklich und betroffen zurück und hoffentlich lernt etwas über sich selbst. Beindrückend nüchtern und erschreckend ehrlich geschriebener Roman. Absolut lesenswert, gar keine Frage.

  • Bibliomarie

    aus Düsseldorf

    5/5

    10.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kinder auf der Flucht

    Das Mädchen mit dem Fingerhut ist eines der auf sich allein gestellten Kinder, die irgendwie zu überleben versuchen. Yiza, sie nennt sich so, weil sie ihren Namen nicht kennt, hat immer mal wieder einen „Beschützer“ so wie Onkel Bogdan, der sie zum Betteln schickt, oder einige Frauen, für die sie in Müllcontainer klettert und die guten Sachen herausfischt. Sie verliert Bogdan, lebt allein auf der Straße, wird aufgegriffen, kommt in ein Heim und wäre fast geborgen, wenn sie da nicht auf Schamhan trifft, der ihre Sprache spricht und sie flieht zusammen mit ihm und Arian aus dem Heim. Sie leben von Betteln und Stehlen, kennen Hunger und Kälte, schlafen im Wald oder in Scheunen. Vermutlich kommen sie aus dem Südosten, Balkan wäre eine Möglichkeit und das Schicksal hat sie in eine westliche Großstadt gespült. Köhlmeier berichtet ganz emotionslos und distanziert von diesen Schicksalen, die es häufiger gibt, als man sich denkt. Dadurch wird diese kleine Geschichte viel eindringlicher, denn jeder Leser selbst wird die Bilder im Kopf haben. Die Kälte ist nicht nur der Jahreszeit geschuldet, Kinder wie Yiza bleiben oft unsichtbar, unser Blick gleitet über sie hinweg. Das Leben auf der Straße wird sie prägen und die kühle Distanz der Menschen. Es wird Yiza auch nicht gelingen Vertrauen aufzubauen, deshalb zieht sie die Flucht mit Schamhan und Arian der Sicherheit und Wärme des Kinderheims vor. Köhlmeiers Buch ist nur schmal vom Umfang, aber gewichtig im Inhalt. Das Schicksal der Kinder, von denen Yiza nur eines ist - man denke nur an die augenblickliche Flüchtlingsdebatte, die die Not der Balkanländer fast völlig ausblendet – bekommt hiermit eine eindringliche Stimme. Ein Wort nur zum Umschlag, große, melancholische Augen blicken ins Leere. Ich finde, das setzt den Inhalt sehr schön um.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    09.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    " Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen noch Institutionen. Niemand weiß irgendwas über sie und niemand möchte es wirklich wissen. Aber alle glauben zu wissen, was sie braucht und wollen ihr helfen. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht ihretwegen tun, sondern entweder aus den beruflichen Gründen, weil sie es müssen, oder sie helfen ihr, weil sie sich dadurch besser fühlen. Michael Köhlmeier greift sehr aktuelles, sogar akutes Thema auf. Es wird heutzutage viel über die Flüchtlingskrise diskutiert. Die illegalen Migranten, überwiegend aus angeblich sicheren Herkunftsstaaten Osteuropas, die schon lange bei uns und unter uns leben, bleiben immer noch für die Meisten „unsichtbar“. Weil wir sie nicht wirklich sehen wollen. Weil es für uns einfacher ist, die Kriegsflüchtlinge am Bahnhof mit Teddys zu bewerfen, eventuell eine Kleinigkeit zu spenden und sich dann als bessere Menschen zu fühlen? Spenden heißt noch lange nicht teilen und aufnehmen heißt nicht annehmen. Und so wird dieses Kind das, was es braucht, wahrscheinlich nur bei den Freunden finden. „Die Freunde, das sind eine Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung." Die Erzählweise des Autors gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist einfach und sachlich, fast emotionslos. Die Geschichte von Yiza wird schonungslos und authentisch erzählt. So sieht die Realität von vielen Flüchtlingskindern aus. Da helfen die Emotionen weniger. Der Leser bleibt nachdenklich und betroffen zurück und hoffentlich lernt etwas über sich selbst. Beindrückend nüchtern und erschreckend ehrlich geschriebener Roman. Absolut lesenswert, gar keine Frage.

  • larissaslawa

    aus Leipzig

    5/5

    09.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    " Das Mädchen mit dem Fingerhut " von Michael Köhlmeier ist eigentlich eine fiktive Geschichte über ein sechsjähriges Mädchen in einer fremden Stadt irgendwo in Westeuropa. Yiza hat weder eine Familie noch ein Zuhause. Nur einen Fingerhut kann sie ihr eigens nennen. Niemand interessiert sich für sie wirklich, weder Menschen noch Institutionen. Niemand weiß irgendwas über sie und niemand möchte es wirklich wissen. Aber alle glauben zu wissen, was sie braucht und wollen ihr helfen. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht ihretwegen tun, sondern entweder aus den beruflichen Gründen, weil sie es müssen, oder sie helfen ihr, weil sie sich dadurch besser fühlen. Michael Köhlmeier greift sehr aktuelles, sogar akutes Thema auf. Es wird heutzutage viel über die Flüchtlingskrise diskutiert. Die illegalen Migranten, überwiegend aus angeblich sicheren Herkunftsstaaten Osteuropas, die schon lange bei uns und unter uns leben, bleiben immer noch für die Meisten „unsichtbar“. Weil wir sie nicht wirklich sehen wollen. Weil es für uns einfacher ist, die Kriegsflüchtlinge am Bahnhof mit Teddys zu bewerfen, eventuell eine Kleinigkeit zu spenden und sich dann als bessere Menschen zu fühlen? Spenden heißt noch lange nicht teilen und aufnehmen heißt nicht annehmen. Und so wird dieses Kind das, was es braucht, wahrscheinlich nur bei den Freunden finden. „Die Freunde, das sind eine Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung." Die Erzählweise des Autors gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist einfach und sachlich, fast emotionslos. Die Geschichte von Yiza wird schonungslos und authentisch erzählt. So sieht die Realität von vielen Flüchtlingskindern aus. Da helfen die Emotionen weniger. Der Leser bleibt nachdenklich und betroffen zurück und hoffentlich lernt etwas über sich selbst. Beindrückend nüchtern und erschreckend ehrlich geschriebener Roman. Absolut lesenswert, gar keine Frage.

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