Produktbild: Reise ohne Landkarten

Reise ohne Landkarten

1

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20369

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.02.2015

Verlag

Verlagsbuchhandlung Liebeskind

Seitenzahl

358 (Printausgabe)

Dateigröße

2092 KB

Übersetzt von

Michael Kleeberg

Sprache

Deutsch

EAN

9783954380473

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

20369

Erscheinungsdatum

16.02.2015

Verlag

Verlagsbuchhandlung Liebeskind

Seitenzahl

358 (Printausgabe)

Dateigröße

2092 KB

Übersetzt von

Michael Kleeberg

Sprache

Deutsch

EAN

9783954380473

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In den Zeiten von Navigationsg…

Havers am 02.08.2015

Bewertungsnummer: 2708228

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In den Zeiten von Navigationsgeräten, GPS und entsprechenden Smartphone-Apps kann man es sich kaum vorstellen, eine Reise ohne diese Hilfsmittel zu unternehmen. Und wenn diese schon nicht verfügbar sind, gibt es ja immer noch Landkarten, mit deren Hilfe man sich orientieren kann. All dies hatte der englische Romancier Graham Greene nicht zur Verfügung, als er im Jahr 1935 gemeinsam mit seiner Cousine Barbara aufbricht, um Liberia zu Fuß zu durchqueren. Westafrika ist zu diesem Zeitpunkt höchst unzureichend kartographiert, sodass diese Reise ein höchst abenteuerliches Unterfangen darstellt, zumal es auf einer der beiden verfügbaren Karten als weißer Fleck gekennzeichnet, auf der anderen quer mit „Kannibalen“ beschriftet ist. Über die Motivation für diesen Trip ins Unbekannte mag man spekulieren. Einerseits ist es sicher die Faszination einer Reise zu den Ursprüngen der Zivilisation, wie bereits Jahrzehnte zuvor von Joseph Conrad beschrieben, denen Greene erliegt. Es ist die Frage nach dem „Woher?“ und „Wohin?“ der westlichen Gesellschaften, und somit schlussendlich auch eine Pilgerreise zum Innersten, zum Unbewussten des Menschen. Das Reisetempo ist verglichen mit heutiger Zeit eher gemächlich, die Anfahrt per Schiff bietet einen sanften Übergang, und nach der Ankunft in Sierra Leone gilt es zuerst einmal eine größere Anzahl Träger zu verpflichten. Diese schultern nicht nur das Gepäck, sondern ab und an auch Greene und seine Cousine, ein Umstand, der im Hinterkopf des Lesers „Kolonialismus“ aufblinken lässt. Aber man muss diesen Reisebericht natürlich im zeitlichen Kontext sehen, und damals war dies natürlich absolut üblich (heutzutage gibt es das bei Everest-Expeditionen schließlich auch noch). Greene gibt im Wesentlichen seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse wider, beschreibt die Natur, aber auch die Menschen, die ihm auf seinen Wegen begegnen. Politische Kommentare sind eher selten, aber wenn er diese dann einflicht, schimmern schon das eine oder andere Mal Töne durch, die man so heute nicht mehr lesen möchte. Man muss sich bei der Lektüre immer vor Augen halten, dass Greenes „Reise ohne Landkarten“ nicht nur ein autobiographischer Reisebericht sondern auch ein Zeitzeugnis ist, und als solches ist es natürlich äußerst interessant und spannend.

In den Zeiten von Navigationsg…

Havers am 02.08.2015
Bewertungsnummer: 2708228
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In den Zeiten von Navigationsgeräten, GPS und entsprechenden Smartphone-Apps kann man es sich kaum vorstellen, eine Reise ohne diese Hilfsmittel zu unternehmen. Und wenn diese schon nicht verfügbar sind, gibt es ja immer noch Landkarten, mit deren Hilfe man sich orientieren kann. All dies hatte der englische Romancier Graham Greene nicht zur Verfügung, als er im Jahr 1935 gemeinsam mit seiner Cousine Barbara aufbricht, um Liberia zu Fuß zu durchqueren. Westafrika ist zu diesem Zeitpunkt höchst unzureichend kartographiert, sodass diese Reise ein höchst abenteuerliches Unterfangen darstellt, zumal es auf einer der beiden verfügbaren Karten als weißer Fleck gekennzeichnet, auf der anderen quer mit „Kannibalen“ beschriftet ist. Über die Motivation für diesen Trip ins Unbekannte mag man spekulieren. Einerseits ist es sicher die Faszination einer Reise zu den Ursprüngen der Zivilisation, wie bereits Jahrzehnte zuvor von Joseph Conrad beschrieben, denen Greene erliegt. Es ist die Frage nach dem „Woher?“ und „Wohin?“ der westlichen Gesellschaften, und somit schlussendlich auch eine Pilgerreise zum Innersten, zum Unbewussten des Menschen. Das Reisetempo ist verglichen mit heutiger Zeit eher gemächlich, die Anfahrt per Schiff bietet einen sanften Übergang, und nach der Ankunft in Sierra Leone gilt es zuerst einmal eine größere Anzahl Träger zu verpflichten. Diese schultern nicht nur das Gepäck, sondern ab und an auch Greene und seine Cousine, ein Umstand, der im Hinterkopf des Lesers „Kolonialismus“ aufblinken lässt. Aber man muss diesen Reisebericht natürlich im zeitlichen Kontext sehen, und damals war dies natürlich absolut üblich (heutzutage gibt es das bei Everest-Expeditionen schließlich auch noch). Greene gibt im Wesentlichen seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse wider, beschreibt die Natur, aber auch die Menschen, die ihm auf seinen Wegen begegnen. Politische Kommentare sind eher selten, aber wenn er diese dann einflicht, schimmern schon das eine oder andere Mal Töne durch, die man so heute nicht mehr lesen möchte. Man muss sich bei der Lektüre immer vor Augen halten, dass Greenes „Reise ohne Landkarten“ nicht nur ein autobiographischer Reisebericht sondern auch ein Zeitzeugnis ist, und als solches ist es natürlich äußerst interessant und spannend.

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Reise ohne Landkarten

von Graham Greene

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