Produktbild: Reise ohne Landkarten

Reise ohne Landkarten Ausgezeichnet mit dem ITB BuchAward in der Kategorie Das literarische Reisebuch 2016

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.02.2015

Abbildungen

mit Abbildungen und 1 Kte.

Herausgeber

Michael Kleeberg

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19,5/12,8/3,5 cm

Gewicht

433 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Journey Without Maps

Übersetzt von

Michael Kleeberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-041-1

Beschreibung

Rezension

'Eines der besten Reisebücher des 20. Jahrhunderts.' THE INDEPENDENT

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.02.2015

Abbildungen

mit Abbildungen und 1 Kte.

Herausgeber

Michael Kleeberg

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19,5/12,8/3,5 cm

Gewicht

433 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Journey Without Maps

Übersetzt von

Michael Kleeberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-041-1

Herstelleradresse

Liebeskind Verlagsbhdlg.
Tal 15
80331 München
DE

Email: [email protected]

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In den Zeiten von Navigationsg…

Havers am 02.08.2015

Bewertungsnummer: 2708228

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In den Zeiten von Navigationsgeräten, GPS und entsprechenden Smartphone-Apps kann man es sich kaum vorstellen, eine Reise ohne diese Hilfsmittel zu unternehmen. Und wenn diese schon nicht verfügbar sind, gibt es ja immer noch Landkarten, mit deren Hilfe man sich orientieren kann. All dies hatte der englische Romancier Graham Greene nicht zur Verfügung, als er im Jahr 1935 gemeinsam mit seiner Cousine Barbara aufbricht, um Liberia zu Fuß zu durchqueren. Westafrika ist zu diesem Zeitpunkt höchst unzureichend kartographiert, sodass diese Reise ein höchst abenteuerliches Unterfangen darstellt, zumal es auf einer der beiden verfügbaren Karten als weißer Fleck gekennzeichnet, auf der anderen quer mit „Kannibalen“ beschriftet ist. Über die Motivation für diesen Trip ins Unbekannte mag man spekulieren. Einerseits ist es sicher die Faszination einer Reise zu den Ursprüngen der Zivilisation, wie bereits Jahrzehnte zuvor von Joseph Conrad beschrieben, denen Greene erliegt. Es ist die Frage nach dem „Woher?“ und „Wohin?“ der westlichen Gesellschaften, und somit schlussendlich auch eine Pilgerreise zum Innersten, zum Unbewussten des Menschen. Das Reisetempo ist verglichen mit heutiger Zeit eher gemächlich, die Anfahrt per Schiff bietet einen sanften Übergang, und nach der Ankunft in Sierra Leone gilt es zuerst einmal eine größere Anzahl Träger zu verpflichten. Diese schultern nicht nur das Gepäck, sondern ab und an auch Greene und seine Cousine, ein Umstand, der im Hinterkopf des Lesers „Kolonialismus“ aufblinken lässt. Aber man muss diesen Reisebericht natürlich im zeitlichen Kontext sehen, und damals war dies natürlich absolut üblich (heutzutage gibt es das bei Everest-Expeditionen schließlich auch noch). Greene gibt im Wesentlichen seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse wider, beschreibt die Natur, aber auch die Menschen, die ihm auf seinen Wegen begegnen. Politische Kommentare sind eher selten, aber wenn er diese dann einflicht, schimmern schon das eine oder andere Mal Töne durch, die man so heute nicht mehr lesen möchte. Man muss sich bei der Lektüre immer vor Augen halten, dass Greenes „Reise ohne Landkarten“ nicht nur ein autobiographischer Reisebericht sondern auch ein Zeitzeugnis ist, und als solches ist es natürlich äußerst interessant und spannend.

In den Zeiten von Navigationsg…

Havers am 02.08.2015
Bewertungsnummer: 2708228
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In den Zeiten von Navigationsgeräten, GPS und entsprechenden Smartphone-Apps kann man es sich kaum vorstellen, eine Reise ohne diese Hilfsmittel zu unternehmen. Und wenn diese schon nicht verfügbar sind, gibt es ja immer noch Landkarten, mit deren Hilfe man sich orientieren kann. All dies hatte der englische Romancier Graham Greene nicht zur Verfügung, als er im Jahr 1935 gemeinsam mit seiner Cousine Barbara aufbricht, um Liberia zu Fuß zu durchqueren. Westafrika ist zu diesem Zeitpunkt höchst unzureichend kartographiert, sodass diese Reise ein höchst abenteuerliches Unterfangen darstellt, zumal es auf einer der beiden verfügbaren Karten als weißer Fleck gekennzeichnet, auf der anderen quer mit „Kannibalen“ beschriftet ist. Über die Motivation für diesen Trip ins Unbekannte mag man spekulieren. Einerseits ist es sicher die Faszination einer Reise zu den Ursprüngen der Zivilisation, wie bereits Jahrzehnte zuvor von Joseph Conrad beschrieben, denen Greene erliegt. Es ist die Frage nach dem „Woher?“ und „Wohin?“ der westlichen Gesellschaften, und somit schlussendlich auch eine Pilgerreise zum Innersten, zum Unbewussten des Menschen. Das Reisetempo ist verglichen mit heutiger Zeit eher gemächlich, die Anfahrt per Schiff bietet einen sanften Übergang, und nach der Ankunft in Sierra Leone gilt es zuerst einmal eine größere Anzahl Träger zu verpflichten. Diese schultern nicht nur das Gepäck, sondern ab und an auch Greene und seine Cousine, ein Umstand, der im Hinterkopf des Lesers „Kolonialismus“ aufblinken lässt. Aber man muss diesen Reisebericht natürlich im zeitlichen Kontext sehen, und damals war dies natürlich absolut üblich (heutzutage gibt es das bei Everest-Expeditionen schließlich auch noch). Greene gibt im Wesentlichen seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse wider, beschreibt die Natur, aber auch die Menschen, die ihm auf seinen Wegen begegnen. Politische Kommentare sind eher selten, aber wenn er diese dann einflicht, schimmern schon das eine oder andere Mal Töne durch, die man so heute nicht mehr lesen möchte. Man muss sich bei der Lektüre immer vor Augen halten, dass Greenes „Reise ohne Landkarten“ nicht nur ein autobiographischer Reisebericht sondern auch ein Zeitzeugnis ist, und als solches ist es natürlich äußerst interessant und spannend.

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Reise ohne Landkarten

von Graham Greene

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