Produktbild: Alles Zufall

Alles Zufall Die Kraft, die unser Leben bestimmt

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.07.2015

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

378

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,7 cm

Gewicht

418 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-03083-5

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.07.2015

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

378

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,7 cm

Gewicht

418 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-03083-5

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Die Macht des Zufalls Es ist…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 20.07.2016

Bewertungsnummer: 2726735

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Macht des Zufalls Es ist nicht alles Zufall, aber der Zufall spielt im Leben eine weitaus größere Rolle, als uns bewusst ist. Stefan Klein erläutert im ersten Teil des Buches was Zufälle sind und wie sie entstehen. Er unterscheidet zwei Bedeutungen von Zufällen. Zufällig ist, was wir nicht anders erklären können oder wollen. Die Kausalität ist keinesfalls aufgehoben, nur vermögen wir die Ursachen des Geschehens nicht vollständig zu erklären. Die zweite Bedeutung von Zufall hat etwas mit Koinzidenzen zu tun. Das Zusammenfallen von Ereignissen erscheint uns auffällig. Bei einer Verkettung von Ereignissen können wir nicht wissen, ob diese wirklich zufällig zustande gekommen sind. Man kann den Zufall nicht beweisen. In „Der Irrtum des Nostradamus“ stellt der Autor fest, dass Prognosen über längere Zeiträume in dynamischen Systemen unmöglich sind, weil anfängliche Unsicherheiten über die Zeit exponentiell anwachsen. Er resümiert, dass es kein Widerspruch ist, dass die Dinge nach (physikalischen) Gesetzen verlaufen und wir sie dennoch nicht vorhersagen können. Bedeutet das, dass alles nach Plan verläuft? Könnte ein Überwesen mit den Fähigkeiten eines Laplace' schen Dämon den Lauf der Welt in alle Zukunft berechnen? Unter diesen Voraussetzungen eines metaphysischen Determinismus wäre Freiheit eine Illusion. Die Zukunft wäre restlos in der Vergangenheit enthalten. - In der Quantenmechanik liegt der Zufall in den Naturgesetzen begründet. Damit ist dem Laplace' schen Dämon der Garaus gemacht. Der zweite Teil des Buches steht unter dem Motto „Der Zufall als Schöpfer“. Hier geht es u.a. um die Bedeutung des Zufalls während der Evolution. Hier tritt der Zufall in Form von Mutationen auf. Autor Klein erläutert anhand von Beispielen den Unterschied zwischen der zufallsbedingten Evolution und einer Evolution nach Plan. Der Zufall fördert Kreativität und erweist sich als Motor der Evolution. Der Preis dafür ist Unberechenbarkeit und damit Unsicherheit. Aber anders ist Freiheit nicht zu haben. Darwin hat den Menschen die Vorstellung genommen, dass die Entwicklung allen Lebens nur auf ihn abzielte. Im dritten Teil des Buches geht es um den Umgang mit Zufällen. Wir neigen dazu Zusammenhänge zu sehen, wo es keine gibt. Das Gehirn interpretiert ständig und ständig verwechseln wir Koinzidenz mit Kausalität. Muss man sich da noch wundern, dass Verschwörungstheorien wie Pilze aus dem Boden schießen? Die selektive Wahrnehmung zählt zu den wichtigsten Tricks des Gehirns, den Zufall zu leugnen. Auch räumt Autor Klein mit der Vorstellung auf, dass Tumore eine Folge verdrängter Sorgen seien. Klein lässt Erkenntnisse der Hirnforschung und der Psychologie einfließen, setzt sich mit Fragen der Wirtschaft auseinander und rügt den übergroßen Wunsch nach Verlässlichkeit als die eigentliche Ursache der deutschen Krankheit, die dem Land ein niedriges Wirtschaftswachstum und eine hohe Arbeitslosigkeit beschert. Der vierte Teil des Buches zeigt Wege auf, sich vor verhängnisvollen Fehlschlüssen zu schützen. Wir können uns den Zufall zum Freund machen. Wenn aber harmlose Details auf unvorhergesehene Weise zusammenwirken, sind wir machtlos. Kleinigkeiten können zur Katastrophe führen, wie der Autor anhand von Beispielen erläutert. Es ist daher kein Zufall, dass die NASA bei ihrem Raumfahrtprogramm mit alten Rechnern arbeitet, da man deren Fehler kennt. Auch ist es nicht immer sinnvoll, Straßen zu begradigen, weil dann die Wachsamkeit nachlässt und eher mehr als weniger Unfälle passieren. Als wichtiges Rezept bei komplexen Abhängigkeiten empfiehlt der Autor, kleine Schritte zu gehen. Die Evolution ist ein Beispiel für dieses Erfolgsrezept. Stefan Klein deckt eine große Bandbreite ab. Er beleuchtet den Zufall aus unterschiedlichen Perspektiven. Auch wenn viele Erkenntnisse aus anderen Büchern schon bekannt sind, ist es doch diese besondere Fokussierung, welche das Buch lesenswert macht.

Die Macht des Zufalls Es ist…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 20.07.2016
Bewertungsnummer: 2726735
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Macht des Zufalls Es ist nicht alles Zufall, aber der Zufall spielt im Leben eine weitaus größere Rolle, als uns bewusst ist. Stefan Klein erläutert im ersten Teil des Buches was Zufälle sind und wie sie entstehen. Er unterscheidet zwei Bedeutungen von Zufällen. Zufällig ist, was wir nicht anders erklären können oder wollen. Die Kausalität ist keinesfalls aufgehoben, nur vermögen wir die Ursachen des Geschehens nicht vollständig zu erklären. Die zweite Bedeutung von Zufall hat etwas mit Koinzidenzen zu tun. Das Zusammenfallen von Ereignissen erscheint uns auffällig. Bei einer Verkettung von Ereignissen können wir nicht wissen, ob diese wirklich zufällig zustande gekommen sind. Man kann den Zufall nicht beweisen. In „Der Irrtum des Nostradamus“ stellt der Autor fest, dass Prognosen über längere Zeiträume in dynamischen Systemen unmöglich sind, weil anfängliche Unsicherheiten über die Zeit exponentiell anwachsen. Er resümiert, dass es kein Widerspruch ist, dass die Dinge nach (physikalischen) Gesetzen verlaufen und wir sie dennoch nicht vorhersagen können. Bedeutet das, dass alles nach Plan verläuft? Könnte ein Überwesen mit den Fähigkeiten eines Laplace' schen Dämon den Lauf der Welt in alle Zukunft berechnen? Unter diesen Voraussetzungen eines metaphysischen Determinismus wäre Freiheit eine Illusion. Die Zukunft wäre restlos in der Vergangenheit enthalten. - In der Quantenmechanik liegt der Zufall in den Naturgesetzen begründet. Damit ist dem Laplace' schen Dämon der Garaus gemacht. Der zweite Teil des Buches steht unter dem Motto „Der Zufall als Schöpfer“. Hier geht es u.a. um die Bedeutung des Zufalls während der Evolution. Hier tritt der Zufall in Form von Mutationen auf. Autor Klein erläutert anhand von Beispielen den Unterschied zwischen der zufallsbedingten Evolution und einer Evolution nach Plan. Der Zufall fördert Kreativität und erweist sich als Motor der Evolution. Der Preis dafür ist Unberechenbarkeit und damit Unsicherheit. Aber anders ist Freiheit nicht zu haben. Darwin hat den Menschen die Vorstellung genommen, dass die Entwicklung allen Lebens nur auf ihn abzielte. Im dritten Teil des Buches geht es um den Umgang mit Zufällen. Wir neigen dazu Zusammenhänge zu sehen, wo es keine gibt. Das Gehirn interpretiert ständig und ständig verwechseln wir Koinzidenz mit Kausalität. Muss man sich da noch wundern, dass Verschwörungstheorien wie Pilze aus dem Boden schießen? Die selektive Wahrnehmung zählt zu den wichtigsten Tricks des Gehirns, den Zufall zu leugnen. Auch räumt Autor Klein mit der Vorstellung auf, dass Tumore eine Folge verdrängter Sorgen seien. Klein lässt Erkenntnisse der Hirnforschung und der Psychologie einfließen, setzt sich mit Fragen der Wirtschaft auseinander und rügt den übergroßen Wunsch nach Verlässlichkeit als die eigentliche Ursache der deutschen Krankheit, die dem Land ein niedriges Wirtschaftswachstum und eine hohe Arbeitslosigkeit beschert. Der vierte Teil des Buches zeigt Wege auf, sich vor verhängnisvollen Fehlschlüssen zu schützen. Wir können uns den Zufall zum Freund machen. Wenn aber harmlose Details auf unvorhergesehene Weise zusammenwirken, sind wir machtlos. Kleinigkeiten können zur Katastrophe führen, wie der Autor anhand von Beispielen erläutert. Es ist daher kein Zufall, dass die NASA bei ihrem Raumfahrtprogramm mit alten Rechnern arbeitet, da man deren Fehler kennt. Auch ist es nicht immer sinnvoll, Straßen zu begradigen, weil dann die Wachsamkeit nachlässt und eher mehr als weniger Unfälle passieren. Als wichtiges Rezept bei komplexen Abhängigkeiten empfiehlt der Autor, kleine Schritte zu gehen. Die Evolution ist ein Beispiel für dieses Erfolgsrezept. Stefan Klein deckt eine große Bandbreite ab. Er beleuchtet den Zufall aus unterschiedlichen Perspektiven. Auch wenn viele Erkenntnisse aus anderen Büchern schon bekannt sind, ist es doch diese besondere Fokussierung, welche das Buch lesenswert macht.

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von Stefan Klein

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