Produktbild: Kann Kapitalismus moralisch sein?
Band 24063

Kann Kapitalismus moralisch sein?

Aus der Reihe detebe
1

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

26.11.2014

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

2270 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Le capitalisme est-il moral?

Übersetzt von

Hainer Kober

Sprache

Deutsch

EAN

9783257606171

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

26.11.2014

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

2270 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Le capitalisme est-il moral?

Übersetzt von

Hainer Kober

Sprache

Deutsch

EAN

9783257606171

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Der französische Philosoph…

MaWiOr aus Halle am 06.09.2011

Bewertungsnummer: 2702702

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der französische Philosoph André Comte-Sponville (Jg. 1952) war bis 1998 Professor an der berühmten Sorbonne. Heute arbeitet er ausschließlich als freier Schriftsteller. In deutscher Sprache sind seine Bücher vor allem im Diogenes Verlag erschienen: „Woran glaubt ein Atheist? - Spiritualität ohne Gott“ (24027) oder „Glück ist das Ziel, Philosophie der Weg“ (06768, mit Zeichnungen von Sempé). Nun liegt hier mit „Kann Kapitalismus moralisch sein?“ eine detaillierte Kapitalismus-Analyse von Comte-Sponville vor. Angesichts der globalen Finanz- und Schuldenkrise ein hochaktuelles Thema. Nach dem Ende des Kalten Krieges war der Kapitalismus noch 1989 als Sieger hervorgegangen. Ist das zwanzig Jahre später nur noch ein Pyrrhussieg? Für seine Betrachtungen erweitert Comte-Sponville das klassische Pascalsche Modell dreier Ordnungen (Körper, Vernunft und Nächstenliebe) durch die Moral auf eine moderne Vierer-Variante. Warum diese Rückkehr der Moral? Für den Autor nach 1968 eine Generations-Erscheinung der 80er und 90er Jahre und zudem eine Folge der Krise der Politik. Doch die Moral ist nicht rentabel und die Wirtschaft nicht moralisch. Diese vier Ordnungen laufen jedoch nie synchron ab, vielmehr folgt jede Ordnung ihrer eigenen inneren Logik. Der Kapitalismus ist weder moralisch noch unmoralisch sondern amoralisch. Das reicht jedoch nicht aus, um ihn zu verurteilen. In der Rückschau ist die Amoralität die Stärke des Kapitalismus gegenüber dem marxistischen Sozialismus. Das ist für Comte-Sponville allerdings kein Grund, Marx auf den Müll zu werfen. Zwar ist seine Vision des Kommunismus gescheitert, aber seine Analyse des Kapitalismus bleibt eine der aufschlussreichsten Untersuchungen. Der Autor geht den unterschiedlichen Wirtschaftssystemen und Unternehmungsführungen nach und unterzieht die Mechanismen der Wirtschaft sowie der Moral einer kritischen Prüfung. Seine Gedanken bleiben dabei nicht widerspruchsfrei und so antwortet er abschließend seinen Kritikern, vor allem aus dem marxistischen Lager, auf ihre Gegenargumente und Anfechtungen. Comte-Sponvilles Analyse ist anschaulich geschrieben und trägt so wesentlich zum Ver-ständnis der komplexen Zusammenhänge der Wirtschaft bei, die für den Normalbürger oft eine Angelegenheit mit sieben Siegeln sind. Eine äußerst wohltuende Lektüre, selbst wenn man nicht immer derselben Meinung ist. Manfred Orlick

Der französische Philosoph…

MaWiOr aus Halle am 06.09.2011
Bewertungsnummer: 2702702
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der französische Philosoph André Comte-Sponville (Jg. 1952) war bis 1998 Professor an der berühmten Sorbonne. Heute arbeitet er ausschließlich als freier Schriftsteller. In deutscher Sprache sind seine Bücher vor allem im Diogenes Verlag erschienen: „Woran glaubt ein Atheist? - Spiritualität ohne Gott“ (24027) oder „Glück ist das Ziel, Philosophie der Weg“ (06768, mit Zeichnungen von Sempé). Nun liegt hier mit „Kann Kapitalismus moralisch sein?“ eine detaillierte Kapitalismus-Analyse von Comte-Sponville vor. Angesichts der globalen Finanz- und Schuldenkrise ein hochaktuelles Thema. Nach dem Ende des Kalten Krieges war der Kapitalismus noch 1989 als Sieger hervorgegangen. Ist das zwanzig Jahre später nur noch ein Pyrrhussieg? Für seine Betrachtungen erweitert Comte-Sponville das klassische Pascalsche Modell dreier Ordnungen (Körper, Vernunft und Nächstenliebe) durch die Moral auf eine moderne Vierer-Variante. Warum diese Rückkehr der Moral? Für den Autor nach 1968 eine Generations-Erscheinung der 80er und 90er Jahre und zudem eine Folge der Krise der Politik. Doch die Moral ist nicht rentabel und die Wirtschaft nicht moralisch. Diese vier Ordnungen laufen jedoch nie synchron ab, vielmehr folgt jede Ordnung ihrer eigenen inneren Logik. Der Kapitalismus ist weder moralisch noch unmoralisch sondern amoralisch. Das reicht jedoch nicht aus, um ihn zu verurteilen. In der Rückschau ist die Amoralität die Stärke des Kapitalismus gegenüber dem marxistischen Sozialismus. Das ist für Comte-Sponville allerdings kein Grund, Marx auf den Müll zu werfen. Zwar ist seine Vision des Kommunismus gescheitert, aber seine Analyse des Kapitalismus bleibt eine der aufschlussreichsten Untersuchungen. Der Autor geht den unterschiedlichen Wirtschaftssystemen und Unternehmungsführungen nach und unterzieht die Mechanismen der Wirtschaft sowie der Moral einer kritischen Prüfung. Seine Gedanken bleiben dabei nicht widerspruchsfrei und so antwortet er abschließend seinen Kritikern, vor allem aus dem marxistischen Lager, auf ihre Gegenargumente und Anfechtungen. Comte-Sponvilles Analyse ist anschaulich geschrieben und trägt so wesentlich zum Ver-ständnis der komplexen Zusammenhänge der Wirtschaft bei, die für den Normalbürger oft eine Angelegenheit mit sieben Siegeln sind. Eine äußerst wohltuende Lektüre, selbst wenn man nicht immer derselben Meinung ist. Manfred Orlick

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