Produktbild: Kann Kapitalismus moralisch sein?
Band 24063

Kann Kapitalismus moralisch sein?

Aus der Reihe detebe
1

11,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.08.2011

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,4/11,6/2,3 cm

Gewicht

291 g

Farbe

Elfenbein / Grau

Auflage

3

Originaltitel

Le capitalisme est-il moral?

Übersetzt von

Hainer Kober

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24063-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.08.2011

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,4/11,6/2,3 cm

Gewicht

291 g

Farbe

Elfenbein / Grau

Auflage

3

Originaltitel

Le capitalisme est-il moral?

Übersetzt von

Hainer Kober

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24063-4

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
[email protected]

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
[email protected]

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Der französische Philosoph…

MaWiOr aus Halle am 06.09.2011

Bewertungsnummer: 2702702

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der französische Philosoph André Comte-Sponville (Jg. 1952) war bis 1998 Professor an der berühmten Sorbonne. Heute arbeitet er ausschließlich als freier Schriftsteller. In deutscher Sprache sind seine Bücher vor allem im Diogenes Verlag erschienen: „Woran glaubt ein Atheist? - Spiritualität ohne Gott“ (24027) oder „Glück ist das Ziel, Philosophie der Weg“ (06768, mit Zeichnungen von Sempé). Nun liegt hier mit „Kann Kapitalismus moralisch sein?“ eine detaillierte Kapitalismus-Analyse von Comte-Sponville vor. Angesichts der globalen Finanz- und Schuldenkrise ein hochaktuelles Thema. Nach dem Ende des Kalten Krieges war der Kapitalismus noch 1989 als Sieger hervorgegangen. Ist das zwanzig Jahre später nur noch ein Pyrrhussieg? Für seine Betrachtungen erweitert Comte-Sponville das klassische Pascalsche Modell dreier Ordnungen (Körper, Vernunft und Nächstenliebe) durch die Moral auf eine moderne Vierer-Variante. Warum diese Rückkehr der Moral? Für den Autor nach 1968 eine Generations-Erscheinung der 80er und 90er Jahre und zudem eine Folge der Krise der Politik. Doch die Moral ist nicht rentabel und die Wirtschaft nicht moralisch. Diese vier Ordnungen laufen jedoch nie synchron ab, vielmehr folgt jede Ordnung ihrer eigenen inneren Logik. Der Kapitalismus ist weder moralisch noch unmoralisch sondern amoralisch. Das reicht jedoch nicht aus, um ihn zu verurteilen. In der Rückschau ist die Amoralität die Stärke des Kapitalismus gegenüber dem marxistischen Sozialismus. Das ist für Comte-Sponville allerdings kein Grund, Marx auf den Müll zu werfen. Zwar ist seine Vision des Kommunismus gescheitert, aber seine Analyse des Kapitalismus bleibt eine der aufschlussreichsten Untersuchungen. Der Autor geht den unterschiedlichen Wirtschaftssystemen und Unternehmungsführungen nach und unterzieht die Mechanismen der Wirtschaft sowie der Moral einer kritischen Prüfung. Seine Gedanken bleiben dabei nicht widerspruchsfrei und so antwortet er abschließend seinen Kritikern, vor allem aus dem marxistischen Lager, auf ihre Gegenargumente und Anfechtungen. Comte-Sponvilles Analyse ist anschaulich geschrieben und trägt so wesentlich zum Ver-ständnis der komplexen Zusammenhänge der Wirtschaft bei, die für den Normalbürger oft eine Angelegenheit mit sieben Siegeln sind. Eine äußerst wohltuende Lektüre, selbst wenn man nicht immer derselben Meinung ist. Manfred Orlick

Der französische Philosoph…

MaWiOr aus Halle am 06.09.2011
Bewertungsnummer: 2702702
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der französische Philosoph André Comte-Sponville (Jg. 1952) war bis 1998 Professor an der berühmten Sorbonne. Heute arbeitet er ausschließlich als freier Schriftsteller. In deutscher Sprache sind seine Bücher vor allem im Diogenes Verlag erschienen: „Woran glaubt ein Atheist? - Spiritualität ohne Gott“ (24027) oder „Glück ist das Ziel, Philosophie der Weg“ (06768, mit Zeichnungen von Sempé). Nun liegt hier mit „Kann Kapitalismus moralisch sein?“ eine detaillierte Kapitalismus-Analyse von Comte-Sponville vor. Angesichts der globalen Finanz- und Schuldenkrise ein hochaktuelles Thema. Nach dem Ende des Kalten Krieges war der Kapitalismus noch 1989 als Sieger hervorgegangen. Ist das zwanzig Jahre später nur noch ein Pyrrhussieg? Für seine Betrachtungen erweitert Comte-Sponville das klassische Pascalsche Modell dreier Ordnungen (Körper, Vernunft und Nächstenliebe) durch die Moral auf eine moderne Vierer-Variante. Warum diese Rückkehr der Moral? Für den Autor nach 1968 eine Generations-Erscheinung der 80er und 90er Jahre und zudem eine Folge der Krise der Politik. Doch die Moral ist nicht rentabel und die Wirtschaft nicht moralisch. Diese vier Ordnungen laufen jedoch nie synchron ab, vielmehr folgt jede Ordnung ihrer eigenen inneren Logik. Der Kapitalismus ist weder moralisch noch unmoralisch sondern amoralisch. Das reicht jedoch nicht aus, um ihn zu verurteilen. In der Rückschau ist die Amoralität die Stärke des Kapitalismus gegenüber dem marxistischen Sozialismus. Das ist für Comte-Sponville allerdings kein Grund, Marx auf den Müll zu werfen. Zwar ist seine Vision des Kommunismus gescheitert, aber seine Analyse des Kapitalismus bleibt eine der aufschlussreichsten Untersuchungen. Der Autor geht den unterschiedlichen Wirtschaftssystemen und Unternehmungsführungen nach und unterzieht die Mechanismen der Wirtschaft sowie der Moral einer kritischen Prüfung. Seine Gedanken bleiben dabei nicht widerspruchsfrei und so antwortet er abschließend seinen Kritikern, vor allem aus dem marxistischen Lager, auf ihre Gegenargumente und Anfechtungen. Comte-Sponvilles Analyse ist anschaulich geschrieben und trägt so wesentlich zum Ver-ständnis der komplexen Zusammenhänge der Wirtschaft bei, die für den Normalbürger oft eine Angelegenheit mit sieben Siegeln sind. Eine äußerst wohltuende Lektüre, selbst wenn man nicht immer derselben Meinung ist. Manfred Orlick

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