Klaus Maria Brandauer Ein Königreich für das Theater
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
29.10.2014
Verlag
Braumüller VerlagSeitenzahl
208
Maße (L/B/H)
21,6/14,9/2 cm
Gewicht
401 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99100-121-8
Auf die Titelrolle in Lessings Nathan der Weise an der Burg folgte Schillers Wallenstein, Kleists Dorfrichter Adam, der blinde Ödipus auf Kolonos, zuletzt der Bananen verschluckende Krapp in Becketts Das letzte Band.
Das Rätsel Lear enthüllt die Konturen von Brandauers Theaterkunst zur Gänze. Sichtbar wird dabei das Bemühen eines auch in Hollywood nachgefragten Stars, die Fragestellungen der Theatertradition in ein neues, überraschendes Licht zu rücken.
Nur die Einsamkeit des in die Nacht der Vernunft stürzenden Lear macht die Anlage von Brandauers Kunst deutlich. Diese ist ein Langzeitprojekt. Sie zeigt Potentaten und enthüllt dennoch republikanische Gesinnung. Mit sparsamen Stimmmodulationen und wenigen Gesten führt KMB hinein ins Zentrum seiner Figuren. Er wirbt als Verführer. Er provoziert die Zustimmung des Publikums, indem er es auffordert, mit ihm ein Einsehen zu haben. Ronald Pohls Buch ist die Nachzeichnung eines Gipfelsturms in mehreren verblüffenden Anläufen. Zu Wort kommen Weggefährten wie Hans Neuenfels, Peter Stein und Brandauer selbst. Skizziert wird nicht nur das Werk eines kontrovers diskutierten Einzelgängers, sondern das Vorhandensein eines Traditionsstranges, den man so nicht als gegeben vermutet hätte. In Brandauers Schauspielkunst kulminieren Entwicklungen aus Surrealismus, Epischem Theater und sogar aus der Schwarzen Romantik.
Kundinnen und Kunden meinen
Ganz großes Theater
Marie-Therese Reisenauer aus Wien am 09.11.2014
Bewertungsnummer: 479720
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
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