Jeder träumt von Arbeit, die Spaß macht und sinnvoll ist. Dark Horse Innovation weiß, wie es geht: In der von 30 Vertretern der Generation Y gegründeten Berliner Agentur für Innovationsentwicklung gibt es Ideen-Sprints statt Meeting-Marathons, gemeinsame Entscheidungen ohne Chef und einen Preis für die besten Fehler. Im digitalen Wandel setzen sie auf Design Thinking, auf kooperative Zusammenarbeit, individuelle Flexibilität und radikale Selbstentfaltung - und werden so zum Trendsetter der Arbeit im 21. Jahrhundert.
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Thank God it's Monday
Bewertung am 15.11.2014
Bewertungsnummer: 860923
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In der Tat gibt es so manche Ansätze, die gar nicht schlecht soind und über die es sich durchaus lohnt, nachzudenken. Das Buch ist flüssig und interessant gestaltet. Man kann es wirklich gut lesen und hier und da denkt man schon nach, wie man das bei sich selbst umsetzen könnte. Man muss es natürlich individuell sehen und genau das ist es eben, wo die "Schwachstelle" ist. Einerseits möchte man sich gerne anstecken lassen und es auch so machen. Andererseits ist es schlicht und ergreifend nicht immer möglich. Dennoch - das Buch bietet schon einige Anregungen, die nicht von der hand zu weisen sind. Die Cover-Aufmachung wirkt nicht sehr professionell, so dass ich mir Seiten herauskopiert habe, um sie mit Kollgegen zu besprechen. bei dem Cover wäre ich sonst nicht ernst genommen worden. Ich kann nur sagen, dass man mit der richtigen Einstellung an dieses Buch herangehen muss. Wer schon vorab den Kopf schüttelt, hat eben die falsche Einstellung. Innovation erschließt sich eben auch aus Selbsteinsatz. Der muss schon kommen. Dann fängt man im Kleinen an und vielleicht wird es ja mal umfassender.
Kann Arbeit in der heutigen…
seschat am 05.10.2014
Bewertungsnummer: 2702478
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Kann Arbeit in der heutigen Zeit noch Spaß bereiten? Wie können wir dem industriellen Hamsterrad entfliehen und eigene, individuell erfüllende Wege beschreiten? Die Generation Y, dazu zählen alle heute um die 30-jährigen Personen, muss sich diesen und anderen Fragen heute stellen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, es ist nicht einfach trotz guter Qualifikation einen Job zu finden bzw. diesen nicht fremdbestimmt/Chef bestimmt auszuführen. Schlimm wird es, wenn die Karrierelaufbahn in den Händen weniger liegt, denen man zum eigenen Wohl immer schmeichlerisch und devot begegnen muss. Schwimmt man nicht mit dem Strom, wird man schnell wie ein Aussätziger behandelt. Denn eines ist gewiss, die Konkurrenz schläft nicht. Dieser ständige Vergleich und Kampf lässt abstumpfen und zermürbt. Irgendwie verrät man sich damit selbst und innovative Ideen sterben noch vor ihrer Entwicklung. Die 2009 gegründete Agentur "Dark Horse Innovation" agiert anders. Sie forciert eine lockere, freundliche Arbeitskultur fernab der üblichen Strukturen (Hierarchie, Mitarbeitergehorsam etc.). Denn befristete Arbeitsverhältnisse mit wenig Eigenverantwortung und Unterbezahlung habe alle Dark Horse Mitarbeiter bereits kennen und hassen gelernt. Jedem der aus 25 Fachrichtungen stammenden Dark Horser (BWL, Physik, Philosophie, Germanistik etc.) war klar, Arbeit soll wieder Spaß machen. Und damit das so ist, setzt man unternehmensintern auf Ämterrotation, kooperative Zusammenarbeit, gleiche Bezahlung und Selbstentfaltung am Arbeitsplatz. Ob dieses langfristig Erfolg verspricht, wird sich zeigen. Auf jeden Fall beschreitet Dark Horse nach m. E. den richtigen Weg. Marx wäre stolz auf die Berliner Querköpfe, die Innovationen für die Wirtschaft und den öffentlichen Sektor entwickeln, gewesen. Das 30 Mitarbeiter starke Berliner Unternehmen versucht der Generation Y, die hin und hergerissen ist, zwischen Verantwortung und Selbstverwirklichung, zwischen finanzieller Sicherheit und beruflichen Spaß, Auswege aus den alten Arbeitsweltsstrukturen zu zeigen. Hierbei steht die Entwicklung und Etablierung des eigenen Modells im Fokus. In theoretischer Form wird von der Gründung, den innerlichen Ausrichtungskämpfen und den bisherigen Erfolgen von Dark Horse Innovation berichtet. Die Sprache ist daher sehr sachlich und an manchen Stellen sehr langatmig. Als Leser muss man, nach anfänglicher Euphorie, sehr geduldig und ehrgeizig sein, um die gesamten 208 Seiten durchzulesen, weil gute Ideen viel theoretischen Ballast mit sich bringen. Gerade die Projektmanagement-Passagen haben sich hingezogen. Die Erklärung von Fachbegriffen wie z. B. Designifizierung, Sozialkratie und Kontextprinzip empfand ich als sehr gelungen, weil der Leser dadurch die theoretischen Gedankengänge/-gebäude besser verstehen und damit Zusammenhänge herstellen kann. Zudem wird der Fließtext auf witzige Weise durch Zeichnungen im Comicstil aufgelockert. Auch das minimalistische Cover mit dem Titel "Thank God It's Monday" in grellbunten Farben vor schwarzem Hintergrund passt zum Thema "Innovation", denn die neue Generation von Arbeitnehmern will zur "Montagswelt" und nicht zur "Freitagswelt" gehören. D.h., die Arbeitnehmer wollen sich auf Arbeit wohlfühlen und nicht schon am Anfang der Woche denken müssen, wann ist den bald Freitag und das Wochenende steht vor der Tür. Kurzum, Arbeit soll Spaß bereiten und sinnstiftend wirken. Fazit: Dieses "Thank God it's Monday"- Konzept klingt human und sehr zukunftsorientiert, ob es sich in der heutigen Arbeitswelt großflächig etablieren wird, ist fragwürdig, aber wünschenswert. Keine Lektüre für Zwischendurch, sondern zur gewissenhaften Studie. Die Innovation kann schon heute beginnen, warum tun wir's nicht einfach?
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