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Band 3

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Band 3 Der Weg nach Guermantes

7

34,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.10.2014

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

1010

Maße (L/B/H)

19,5/13,6/5 cm

Gewicht

829 g

Reihe

Reclam Bibliothek 10902

Übersetzt von

Bernd-Jürgen Fischer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-010902-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.10.2014

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

1010

Maße (L/B/H)

19,5/13,6/5 cm

Gewicht

829 g

Reihe

Reclam Bibliothek 10902

Übersetzt von

Bernd-Jürgen Fischer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-010902-1

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: auslieferung@reclam.de

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Im Vorjahr, 100 Jahre nach…

MaWiOr aus Halle am 30.10.2014

Bewertungsnummer: 2703856

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Vorjahr, 100 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Bandes „Auf dem Weg zu Swann“ von „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ begann der Reclam Verlag mit der Ausgabe einer neuen Übersetzung von Marcel Prousts Meisterwerk. Die Übersetzung von Bernd-Jürgen Fischer ist dabei die erste deutsche Übersetzung komplett aus einer Hand. Als Vorlage nimmt sie den erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts edierten endgültigen französischen Text. Nun liegt nach einem Jahr mit „Der Weg nach Guermantes“ bereits der dritte Band des insgesamt siebenbändigen Romanwerks vor. Hier führt der Ich-Erzähler (Marcel), der ein großbürgerliches Leben ohne die geringsten finanziellen Zwänge führt, den Leser in die mondäne Welt des Hochadels ein, genauer in den Alltag der Familie Guermantes, deren Wurzeln bis ins Mittelalter reichen. Da die Dreyfuss-Affäre allabendlicher Gesprächsstoff ist, muss die Handlung also nach 1894 spielen. Ansonsten sind die Gesprächsthemen im Salon meist langweilig und oft nichtssagend. Das gibt Proust die Gelegenheit, die französische Gesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts näher zu beleuchten. Marcel verliebt sich in die deutlich ältere Herzogin von Guermantes (ihr wahres Alter erfährt man allerdings nicht). Sie unternehmen tägliche Spaziergänge, doch die Dame nimmt wenig Notiz von seiner Aufwartung und so erlischt bald wieder seine Zuneigung. Außerdem begegnet er wieder der schönen Mademoiselle Albertine, die sich ihm bisher immer entzogen hat. Darüber hinaus erlebt Marcel die lange Krankheit und schließlich den Tod seiner Großmutter (nach einem letzten Kuss ihres Enkels). „Das entschwundene Leben hatte die Enttäuschungen des Lebens mit sich fort getragen.“ In seiner tiefen Trauer kommt ihn Albertine besuchen. Ein neues Abenteuer zwischen den beiden scheint sich anzubahnen. Bei 1000 Seiten ist der dritte Romanteil natürlich erst einmal ein Lesewagnis, und so erschließt sich das Buch nur langsam und schichtweise. 200 Seiten entfallen dabei auf die äußerst umfangreichen Anmerkungen des Übersetzers, die bei der Lektüre sehr hilfreich sind. Sie verstehen sich nicht als literaturwissenschaftliche Kommentare, sondern verfolgen das bescheidene Ziel, dem Leser von heute Verständnishilfen zu bieten. Mit Neugierde warte ich nun auf die weiteren Bände der Reclam-Ausgabe, die als Hardcover-Version auch sehr ansprechend ist.

Im Vorjahr, 100 Jahre nach…

MaWiOr aus Halle am 30.10.2014
Bewertungsnummer: 2703856
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Vorjahr, 100 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Bandes „Auf dem Weg zu Swann“ von „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ begann der Reclam Verlag mit der Ausgabe einer neuen Übersetzung von Marcel Prousts Meisterwerk. Die Übersetzung von Bernd-Jürgen Fischer ist dabei die erste deutsche Übersetzung komplett aus einer Hand. Als Vorlage nimmt sie den erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts edierten endgültigen französischen Text. Nun liegt nach einem Jahr mit „Der Weg nach Guermantes“ bereits der dritte Band des insgesamt siebenbändigen Romanwerks vor. Hier führt der Ich-Erzähler (Marcel), der ein großbürgerliches Leben ohne die geringsten finanziellen Zwänge führt, den Leser in die mondäne Welt des Hochadels ein, genauer in den Alltag der Familie Guermantes, deren Wurzeln bis ins Mittelalter reichen. Da die Dreyfuss-Affäre allabendlicher Gesprächsstoff ist, muss die Handlung also nach 1894 spielen. Ansonsten sind die Gesprächsthemen im Salon meist langweilig und oft nichtssagend. Das gibt Proust die Gelegenheit, die französische Gesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts näher zu beleuchten. Marcel verliebt sich in die deutlich ältere Herzogin von Guermantes (ihr wahres Alter erfährt man allerdings nicht). Sie unternehmen tägliche Spaziergänge, doch die Dame nimmt wenig Notiz von seiner Aufwartung und so erlischt bald wieder seine Zuneigung. Außerdem begegnet er wieder der schönen Mademoiselle Albertine, die sich ihm bisher immer entzogen hat. Darüber hinaus erlebt Marcel die lange Krankheit und schließlich den Tod seiner Großmutter (nach einem letzten Kuss ihres Enkels). „Das entschwundene Leben hatte die Enttäuschungen des Lebens mit sich fort getragen.“ In seiner tiefen Trauer kommt ihn Albertine besuchen. Ein neues Abenteuer zwischen den beiden scheint sich anzubahnen. Bei 1000 Seiten ist der dritte Romanteil natürlich erst einmal ein Lesewagnis, und so erschließt sich das Buch nur langsam und schichtweise. 200 Seiten entfallen dabei auf die äußerst umfangreichen Anmerkungen des Übersetzers, die bei der Lektüre sehr hilfreich sind. Sie verstehen sich nicht als literaturwissenschaftliche Kommentare, sondern verfolgen das bescheidene Ziel, dem Leser von heute Verständnishilfen zu bieten. Mit Neugierde warte ich nun auf die weiteren Bände der Reclam-Ausgabe, die als Hardcover-Version auch sehr ansprechend ist.

A la Rercheche du temps perdu

Richard Josef Schindler am 19.02.2024

Bewertungsnummer: 2135103

Bewertet: Buch (Set mit diversen Artikeln)

Ich hatte das Buch in der Gesamt Ausgabe des Insel Buch gelesen. Es ist ein Leuchtturm der Weltliteratur wie präzis Sprache genutzt werden kann. Aber man braucht Zeit und Ruhe, um dies analytisch aufnehmen zu können Satz für Satz ein Genuss. Marcel Proust nutzt eine extrem feinsinnige Ironie. Marcel Proust zeigte was Ludwig Wittgenstein mit seiner Aussage sagt Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt. Und in der Beschreibung der Vielschichtigkeit von Personen mit einer extrem feinsinnigen Ironie ist dies eine der Grenzen meiner Welt. Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge. ( 1.1 ) Was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten. (2) Der Sachverhalt ist eine Verbindung von Gegenständen (Sachen, Dingen). (2.01) Logische Abhandlung Ludwig Wittgenstein.

A la Rercheche du temps perdu

Richard Josef Schindler am 19.02.2024
Bewertungsnummer: 2135103
Bewertet: Buch (Set mit diversen Artikeln)

Ich hatte das Buch in der Gesamt Ausgabe des Insel Buch gelesen. Es ist ein Leuchtturm der Weltliteratur wie präzis Sprache genutzt werden kann. Aber man braucht Zeit und Ruhe, um dies analytisch aufnehmen zu können Satz für Satz ein Genuss. Marcel Proust nutzt eine extrem feinsinnige Ironie. Marcel Proust zeigte was Ludwig Wittgenstein mit seiner Aussage sagt Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt. Und in der Beschreibung der Vielschichtigkeit von Personen mit einer extrem feinsinnigen Ironie ist dies eine der Grenzen meiner Welt. Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge. ( 1.1 ) Was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten. (2) Der Sachverhalt ist eine Verbindung von Gegenständen (Sachen, Dingen). (2.01) Logische Abhandlung Ludwig Wittgenstein.

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    Erster Teil

    Zweiter Teil
    Erstes Kapitel
    Zweites Kapitel

    Anhang
    Zum dritten Band der Ausgabe
    Anmerkungen
    Literaturhinweise
    Inhaltsübersicht
    Namenverzeichnis