Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes' Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, dem einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist ihm der Mann über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise reicht - und den berühmten Detektiv ins Gefängnis bringt, verdächtig des Mordes …
Erstmals seit dem Tod von Arthur Conan Doyle erscheint ein neuer Roman um den genialsten Detektiv aller Zeiten, aus der Feder des internationalen Bestsellerautors Anthony Horowitz. Es ist Sherlock Holmes' spektakulärster und dunkelster Fall. Jetzt endlich kommt er ans Licht.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
aus Wien
5/5
22.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Weiter so
Wie immer hat es bestens geklappt so wie wir es gewohnt sind.
books and phobia
aus Halle
5/5
27.03.2020
Buch (Taschenbuch)
Sherlock Holmes´ prekärster Fall
Wenn ich bei etwas kritisch bin, dann bei Ablegern von Sherlock Holmes-Romanen, welche nicht Sir Arthur Conan Doyle schrieb. Warum ich mich trotzdem an diesen Roman wagte, war ganz klar die Kurzbeschreibung. Schon die Aufmachung, dass es sich um einen Fall handelte, welcher zu prekär gewesen wäre, als das man ihn einfach veröffentlichte, machte mich sehr neugierig. Trotzdem ging ich etwas verhalten an die Sache heran, da ja schließlich auch der Schreibstil und besonders die Persönlichkeiten der Charaktere erst beweisen mussten, das sie für Sherlock Holmes ausreichen.
Diese Sorgen waren allerdings unnötig. Schon nach ein paar Seiten war ich von der Geschichte gefesselt und erfreute mich an dem geheimnisvollen Abenteuer, welches mir noch bevorstehen sollte. Was mir als Erstes auffiel, war das man fast schon wie gewohnt das Abenteuer aus der Sicht von Dr. Watson erlebte. Dabei schätzte ich es sehr, dass das erzählte höflich und wohlformuliert klang und mir damit noch mehr den Eindruck erweckte, hier wirklich etwas über Sherlock Holmes zu lesen.
Somit las ich mich immer mehr in die Handlung, welche vor Geheimnissen und Mysterien förmlich platzte. Ein großer Hinweis darauf, das hier etwas wirklich Großes ablief, war die Verzweiflung von Mycroft Holmes, welcher trotz seiner Macht keine Hinweise auf die Geschehnisse finden konnte. Somit war für reichlich Spannung gesorgt, welche sich bis zur Auflösung am Ende hielt.
Wenn der Autor eines schaffte, dann seine Andeutungen wahrzumachen. Die anfangs beschriebenen prekären Geschehnisse waren tatsächlich so schlimm, wenn nicht sogar schlimmer. Sie zeigten nicht nur an wie unwichtig wir Menschen sehen, die unter der Armutsgrenze leben, sondern auch wie egal es einigen ist, was mit ihnen passiert. Dass aber genau diese Dinge, die höher gestellten Persönlichkeiten gefährlich werden könnten, hatten sie allerdings nicht bedacht. Somit schaffte es Horowitz mir nicht nur die Tränen in die Augen zu treiben, sondern auch meinen Mund sperrangelweit aufstehen zu lassen. Ich war geschockt, tief traurig, beschämt und unglaublich wütend, wobei sich alles immer wieder abwechselte.
Wer sich an diesen Roman wagt, der sollte bedenken, dass in ihm schlimme Dinge mit Straßenkindern geschehen. Es ist, aus meiner Sicht, der wohl emotionalste Fall Sherlock Holmes, aber eindeutig auch einer der viel Spannung bietet.
„Das Geheimnis des weissen Bandes“ entpuppte sich als spannender Krimi, welcher an die Original-Sherlock-Holmes-Romane sehr gut herankam. Zusammen mit den interessanten und vielschichtigen Charakteren, wurde mir ein tolles Abenteuer geboten, das mich am Ende, dann doch sehr schockierte und traurig machte. Hier versprach die Kurzbeschreibung, wirklich nicht zu wenig.
Igelmanu
aus Mülheim
5/5
15.05.2015
Buch (Taschenbuch)
»Die Ereignisse, die ich im…
»Die Ereignisse, die ich im Folgenden beschreiben will, waren einfach zu ungeheuerlich und schockierend, um gedruckt zu werden. Und das sind sie noch immer. Es ist keine Übertreibung, wenn ich behaupte, dass sie das ganze Gefüge unserer Gesellschaft zerreißen könnten, wenn sie veröffentlich würden, und das ist, besonders in Zeiten des Krieges, ein Risiko, das ich nicht eingehen darf. Wenn ich die Kraft dafür aufbringe, die Niederschrift abzuschließen, werde ich das Manuskript versiegeln und in einem Schließfach im Tresor von Cox & Co am Charing Cross deponieren lassen, wo auch gewisse andere private Papiere von mir aufbewahrt werden. Ich werde Anweisung geben, dass dieses Päckchen erst in hundert Jahren geöffnet werden darf. Man kann zwar nicht wissen, wie die Welt dann aussehen und welche Fortschritte die Menschheit bis dahin gemacht haben wird, aber vielleicht sind künftige Leser im Hinblick auf Skandale und Korruption doch etwas besser gewappnet, als es die heutigen sind. Ihnen hinterlasse ich ein letztes Porträt meines Freundes Sherlock Holmes – und eine Perspektive, die bisher noch ganz unbekannt war.« Wer diesen Absatz des ungemein neugierig machenden Prologs liest, weiß sofort: Niemand anderes als Dr. Watson hat mal wieder zu Feder und Papier gegriffen, um die ermittlungstechnische Meisterleistung seines Freundes Sherlock Holmes niederzuschreiben. Und der Leser dieses Buchs kann sich wirklich glücklich schätzen, dass hundert Jahre seit der Niederschrift vergangen sind – welch tolles Abenteuer würde sonst immer noch in diesem Schließfach vor sich hin schmoren! Alles beginnt ganz harmlos. An einem kalten Novembertag des Jahres 1890 betritt ein besorgter Mann die Räume in der Baker Street 221b – er fühlt sich verfolgt und bedroht und bittet den berühmtesten aller Privatdetektive um Hilfe. Tatsächlich geschieht schon bald ein furchtbares Verbrechen, dem weitere folgen werden. Im Laufe seiner Ermittlungen wird Holmes in eine Verschwörung geraten und auf Dinge stoßen, die selbst er sich zuvor nicht vorstellen konnte… Toll! Großartig! Ich bin total begeistert! Dieser neue Sherlock Holmes Roman hatte alles, was ich mir gewünscht hatte: Viele „Kernsätze“, für die der Detektiv sicher genauso geliebt wird wie für seine phantastische Kombinationsgabe… »Alles eine Frage der Beobachtung und der entsprechenden Schlussfolgerungen.« Einen verzwickten Fall, der reichlich Spielraum zum Mitraten lässt. Wobei Spekulationen ja auch nicht für jeden etwas sind… »Sie wissen, dass ich Spekulationen verabscheue. Es ist zwar manchmal nötig, verschiedene Indizien mit Hilfe der Vorstellungskraft zu verknüpfen, aber das ist etwas völlig anderes.« Der Leser muss auf nichts verzichten. Weder auf die kleinen Wortgefechte mit Dr. Watson… »Sie vergeben mir hoffentlich, wenn ich Ihnen sage, dass Sie wie ein offenes Buch für mich sind, lieber Watson, und dass Sie mit jeder Lebensregung eine weitere Seite aufschlagen.« … noch auf das Mitwirken von Inspektor Lestrade… »Wenn Lestrade mit der Sache befasst ist, kann ich Ihnen versichern, dass er sehr bald zu einem Ergebnis kommt, auch wenn es vollkommen falsch ist.« Der Fall wird ungemein spannend und für Holmes zu einer richtigen Herausforderung! »Höchst sonderbar. … Dieser Fall wird immer komplizierter und merkwürdiger.« Und am Ende dieser 353 Seiten freut man sich natürlich, dass Holmes auch diesen Fall geknackt hat, ist aber trotzdem traurig, dass das Buch schon aus ist. Der Autor ist seit seiner Jugend Sherlock-Holmes-Fan und erhielt für dieses Buch exklusiven Zugang zum Archiv von Arthur Conan Doyle. Das Ergebnis kann ich nur als absolut gelungen bezeichnen. Fazit: Unterhaltsam, knifflig, spannend. Ein Holmes, wie er sein muss. »Die Polizei ist schon da gewesen. Sie haben nichts gefunden.« »Ich bin aber nicht die Polizei.«
Igelmanu66
aus Mülheim
5/5
15.05.2015
Buch (Taschenbuch)
Ein Holmes, wie er sein muss
»Die Ereignisse, die ich im Folgenden beschreiben will, waren einfach zu ungeheuerlich und schockierend, um gedruckt zu werden. Und das sind sie noch immer. Es ist keine Übertreibung, wenn ich behaupte, dass sie das ganze Gefüge unserer Gesellschaft zerreißen könnten, wenn sie veröffentlich würden, und das ist, besonders in Zeiten des Krieges, ein Risiko, das ich nicht eingehen darf. Wenn ich die Kraft dafür aufbringe, die Niederschrift abzuschließen, werde ich das Manuskript versiegeln und in einem Schließfach im Tresor von Cox & Co am Charing Cross deponieren lassen, wo auch gewisse andere private Papiere von mir aufbewahrt werden. Ich werde Anweisung geben, dass dieses Päckchen erst in hundert Jahren geöffnet werden darf. Man kann zwar nicht wissen, wie die Welt dann aussehen und welche Fortschritte die Menschheit bis dahin gemacht haben wird, aber vielleicht sind künftige Leser im Hinblick auf Skandale und Korruption doch etwas besser gewappnet, als es die heutigen sind. Ihnen hinterlasse ich ein letztes Porträt meines Freundes Sherlock Holmes und eine Perspektive, die bisher noch ganz unbekannt war.«
Wer diesen Absatz des ungemein neugierig machenden Prologs liest, weiß sofort: Niemand anderes als Dr. Watson hat mal wieder zu Feder und Papier gegriffen, um die ermittlungstechnische Meisterleistung seines Freundes Sherlock Holmes niederzuschreiben. Und der Leser dieses Buchs kann sich wirklich glücklich schätzen, dass hundert Jahre seit der Niederschrift vergangen sind welch tolles Abenteuer würde sonst immer noch in diesem Schließfach vor sich hin schmoren!
Alles beginnt ganz harmlos. An einem kalten Novembertag des Jahres 1890 betritt ein besorgter Mann die Räume in der Baker Street 221b er fühlt sich verfolgt und bedroht und bittet den berühmtesten aller Privatdetektive um Hilfe. Tatsächlich geschieht schon bald ein furchtbares Verbrechen, dem weitere folgen werden. Im Laufe seiner Ermittlungen wird Holmes in eine Verschwörung geraten und auf Dinge stoßen, die selbst er sich zuvor nicht vorstellen konnte
Toll! Großartig! Ich bin total begeistert! Dieser neue Sherlock Holmes Roman hatte alles, was ich mir gewünscht hatte: Viele Kernsätze, für die der Detektiv sicher genauso geliebt wird wie für seine phantastische Kombinationsgabe
»Alles eine Frage der Beobachtung und der entsprechenden Schlussfolgerungen.«
Einen verzwickten Fall, der reichlich Spielraum zum Mitraten lässt. Wobei Spekulationen ja auch nicht für jeden etwas sind
»Sie wissen, dass ich Spekulationen verabscheue. Es ist zwar manchmal nötig, verschiedene Indizien mit Hilfe der Vorstellungskraft zu verknüpfen, aber das ist etwas völlig anderes.«
Der Leser muss auf nichts verzichten. Weder auf die kleinen Wortgefechte mit Dr. Watson
»Sie vergeben mir hoffentlich, wenn ich Ihnen sage, dass Sie wie ein offenes Buch für mich sind, lieber Watson, und dass Sie mit jeder Lebensregung eine weitere Seite aufschlagen.«
noch auf das Mitwirken von Inspektor Lestrade
»Wenn Lestrade mit der Sache befasst ist, kann ich Ihnen versichern, dass er sehr bald zu einem Ergebnis kommt, auch wenn es vollkommen falsch ist.«
Der Fall wird ungemein spannend und für Holmes zu einer richtigen Herausforderung!
»Höchst sonderbar. Dieser Fall wird immer komplizierter und merkwürdiger.«
Und am Ende dieser 353 Seiten freut man sich natürlich, dass Holmes auch diesen Fall geknackt hat, ist aber trotzdem traurig, dass das Buch schon aus ist.
Der Autor ist seit seiner Jugend Sherlock-Holmes-Fan und erhielt für dieses Buch exklusiven Zugang zum Archiv von Arthur Conan Doyle. Das Ergebnis kann ich nur als absolut gelungen bezeichnen.
Fazit: Unterhaltsam, knifflig, spannend. Ein Holmes, wie er sein muss.
»Die Polizei ist schon da gewesen. Sie haben nichts gefunden.«
»Ich bin aber nicht die Polizei.«
fritste
5/5
14.05.2014
Buch (Taschenbuch)
Sherlock Holmes ist zurück und wie!
Nach dem Tode Sherlock Holmes bringt Dr. Watson einen der spektakulärsten und weitreichendsten Fälle der Beiden, der bis dato geheim gehalten wurde, zu Papier und lässt den größten Detektiven aller Zeiten damit noch einmal in all seiner Genialität auferstehen. Im Jahre 1890 wird der Kunsthändler Edmund Carstairs von einem mysteriösen Unbekannten verfolgt und wendet sich hilfesuchend an Sherlock Holmes. Dieser nimmt den Fall an und gerät bald in einen Strudel aus Verbrechen und Verrat, der nicht nur das Leben eines kleinen Jungen mit einem weissen Band um den Arm fordert sondern auch Holmes selbst in größte Gefahr bringt. Zusammen mit seinem treuen Freund und Wegbegleiter Dr.Watson deckt dieser eine Verschwörung bis in die höchsten Kreise Großbritanniens auf und klärt so das Geheimnis des weissen Bandes.
Horowitz hat es geschafft der Figur Sherlock Holmes neues Leben einzuhauchen und das viktorianische England wieder auferstehen zu lassen. Die Charaktere, insbesondere von Holmes und Watson, entsprechen weitestgehend dem von Doyle gezeichneten Bild. Holmes, noch immer mit einer bemerkenswerten Beobachtungsgabe und Spitzfindigkeit, wird durch Horowitz jedoch menschlicher und verletzlicher, was dem Charakter in meinen Augen mehr Tiefe verleiht und ihn dem Leser näher bringt als es bei Doyle je der Fall gewesen ist. Einerseits knüpft der Autor an die Art des Schreibens von Doyle nahtlos an, andererseits kopiert er dessen Stil nicht einfach, sondern macht seinen eigenen Duktus daraus. Die Dialoge zwischen Holmes und Watson sind gewohnt spritzig, die Geschichte hingegen findet mehr Platz zur Entfaltung, als man es bei den Originalbüchern gewohnt ist. Für Kenner der alten Sherlock Holmes-Bücher ist es eine Freude alte Bekannte wiederzutreffen, wobei diese von Horowitz sehr gut in die neue Geschichte eingewoben wurden.
Das Cover ist zwar relativ schlicht, aber gleichzeitig sehr elegant. Es passt genau zum Stil von Sherlock Holmes und verführt dazu es in der Buchhandlung in die Hand zu nehmen und genauer zu studieren
.
Ein großer Name in einer neuen spannenden Story, ein Muss für alle Fans von klassischer englischer Kriminalliteratur, ganz besonders natürlich für Fans von Sherlock Holmes. Denn Das Geheimnis des Weissen Bandes hat alles was ein großer Sherlock Holmes-Roman haben muss, rätselhafte Verbrechen, ein kongeniales Detektiv-Duo und ganz viel britische Kriminalatmosphäre.
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