Eine Frau erlebt den Sommer: mit kühlem Blick und Herzenswärme.
Die New Yorker Dichterin Mia steckt in einer Krise. Ihr Mann Boris will eine Ehe-Pause. Als Mia feststellt, dass die «Pause» viel jünger als sie und überdies Boris’ Assistentin ist, erleidet sie einen Zusammenbruch. Und beschließt kurzerhand, den Sommer in der Nähe ihrer Mutter, einer rüstigen Neunzigjährigen, zu verbringen. Es ist eine Zeit ohne Männer. Mia trifft die alten Freundinnen der Mutter und unterrichtet eine Gruppe pubertierender Mädchen in Lyrik. Und sie lernt sich selbst neu kennen. Endlich atmet Mia wieder frei durch — bis eine flehende Mail von Boris kommt ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
aus Bremen
5/5
23.07.2017
Buch (Taschenbuch)
komfortable Lösung, auch auf Reisen
.....ich konnte meine Buchbestellung abschicken, und als ich mein Reiseziel erreichte, erwartete mich dort meine Lektüre. So wünscht man es sich!!
Lesebegeisterte
5/5
16.07.2012
Buch (Taschenbuch)
Ein neuer Anfang!
Nach 30 Jahren Ehe braucht Mias Ehemann Boris eine Pause. Hinter dieser Pause steckt eine 20 Jahre jüngere Frau. Mia ist am Boden zerstört. Sie verbringt den Sommer bei ihrer Mutter und erlebt dort so einiges. Lesenswert !!!!!
Odilie Pressberger
aus Regensburg (Donau EKZ)
4/5
30.04.2013
Buch (Taschenbuch)
Für Alle,die gerne analytisch denken.
Die Dichterin Mia wird von ihrem Ehemann Boris (Neurowissenschaftler) mit der Bitte um eine "Auszeit", um eine "Pause", in eine schwere Krise gestürzt. Nachdem sie festgestellt hat, daß diese "Pause" eine Laborassistentin von Boris ist, landet Mia in der Psychiatrie. Aus der Klinik entlassen, verbringt sie den folgenden "Sommer ohne Männer" in Minnesota auf dem Land, in der Nähe des Altersheims, in dem ihre 90jährige Mutter lebt. Mia unterrichtet in einem Lyrikkurs pubertierende Mädchen und reflektiert ansonsten (mit dem typischen rasiermesserscharfen Hustvedt-Intellekt) ihre Situation, ihre psychische Krise. Verblüffend fand ich, wie es die Autorin bei der Schwere des Themas schafft, das Ganze leicht und beinahe beschwingt zu erzählen. Und zu welchem Ende sie die Geschichte bringt! Für Frauen (und Männer) ,die gerne analytisch denken.
Birgit Gantze
aus Linz
3/5
29.08.2012
Buch (Taschenbuch)
Gut, aber oft verwirrend
Dieses buch hat mich aufgrund seines titels sehr gereizt. zugegeben, ich hatte vorher noch kein buch dieser Autorin gelesen. Leider musste ich mittendrin mal aufhören, es zu lesen, da es mir wirklich zu anstrengend wurde. Den ständigen Ausflüchten in ihre eigene Gedankenwelt konnte ich nicht mehr folgen. Es war mir zu viel Abstand zwischen der Handlung und den Gedanken, wobei sie sich darin sogar wörtlich an die/den Leser/in wandte. Trotz allem bereue ich es nicht, dieses Buch dann doch noch fertig gelesen zu haben. Schon allein wegen der wunderbaren literarischen Sprache, die die Autorin verwendet.
Bories vom Berg
aus München
2/5
21.01.2018
Buch (Taschenbuch)
Mit intellektuellem Anspruch…
Mit intellektuellem Anspruch Als Komödie hat Siri Hustvedt ihren Roman «Der Sommer ohne Männer» bezeichnet, er markiert zugleich einen Perspektivwechsel der amerikanischen Autorin, zu dem sie erklärt hat: «Ich habe zehn Jahre lang als Mann geschrieben, ich dachte, es sei jetzt Zeit, wieder als Frau zu schreiben». Zudem scheint der Stoff ja auch geradezu klischeehaft vorgeprägt zu sein, «Mann verlässt Frau», das wird in der Literatur regelmäßig aus weiblicher Sicht erzählt, meistens von Autorinnen. Gibt es denn da noch etwas Neues zu erzählen, ist denn diese archetypische, geradezu banale Konstellation in Frauenromanen nicht schon bis zum Überdruss thematisiert worden? Boris, hoch angesehener Neurowissenschaftler in New York, hat seiner Frau Mia, einer erfolgreichen Dichterin, mit der er seit dreißig Jahre verheiratet ist, in ihrer kriselnden Ehe eine Pause vorgeschlagen. Die «Pause» stellt sich als seine vollbusige, zwanzig Jahre jüngere, französische Laborassistentin heraus. Mia dreht völlig durch und landet für anderthalb Wochen in der Psychiatrie, ehe sie anschließend, - als Reha quasi -, für einen Sommer in ein Provinznest nach Minnesota geht, wo ihre neunzigjährige, noch ziemlich aktive Mutter in einem Heim wohnt. Außerdem ist sie auch engagiert worden, im Kulturzentrum des Ortes einen Poesiekurs für Jugendliche zu veranstalten. Innerhalb dieses Handlungsgerüsts berichtet die Ich-Erzählerin Mia über ihre Verzweiflung, verarbeitet ihre Kränkung, versucht zu begreifen, warum es gekommen ist, wie es kam, rekapituliert ihr Leben bis zurück in die Kindheit. Hustvedt installiert in ihrem männerlosen Roman zwei Frauengruppen, die beide künstlerisch geprägt sind und Mia in ihrem mentalen Chaos Halt geben. Da sind zunächst die von ihr nur als die «Fünf Schwäne» bezeichneten, hoch betagten Freundinnen der Mutter im Altersheim, aber auch die Jugend ist vertreten durch die sieben Mädchen ihrer Poesiegruppe. Und die Nachbarfamilie mit zwei kleinen Kindern sorgt ebenfalls für Trubel, der Mia ablenkt von ihren sinnlosen Grübeleien. Sie schreibt Gedichte, notiert außerdem mancherlei in einem erotischen Tagebuch und führt, zunächst unfreiwillig, eine Email-Korrespondenz mit einem hartnäckigen Stalker, die sich mit der Zeit zu einem geistreichen Gedankenaustausch entwickelt. Der vordergründig banale Plot erhält durch die ausschließlich auf Frauen fokussierte Thematik eine über den Frauenroman hinausreichende Bedeutung, stimmig werden hier die Beziehungen des weiblichen Geschlechts untereinander dargestellt, jung und alt, Mutter und Tochter, Geliebte und Ehefrau, Freundin und Rivalin, - ein Macho würde von latentem Zickenkrieg sprechen. Mit bewundernswertem Scharfsinn zeigt die Autorin geradezu analytisch das komplizierte psychologische Geflecht innerhalb der beiden Gruppen auf, demaskiert kritisch Falschheit, Mobbing, Eifersucht in den femininen Grabenkämpfen, die den Terminus «schwaches Geschlecht» ad absurdum führen. Dieser Roman beinhaltet eine ernstzunehmende Recherche über die Möglichkeit lebenslanger Paarbeziehungen, - und über die Chancen einer Restitution. Mit ihrer Klassifizierung als Komödie hat Siri Hustvedt ihre Absicht verdeutlicht, zur Entkrampfung einer soziologischen Problematik beizutragen, die gleichermaßen brisant und omnipräsent ist. Weniger überzeugend als diese thematische Komponente ihres Romans ist die stilistische Umsetzung des Stoffs. Da wäre die besonders in der ersten Hälfte nervige Zergliederung der Geschichte in Erzählschnipsel zu nennen, die Langatmigkeit des Erzählens auch, wobei die Erzählerin, die sich öfter mal neckisch direkt an den Leser wendet, hier um Geduld bittet. Prosaleser wie mich nerven auch die eingestreuten lyrischen Ergüsse, lächerliche Wortakrobatik in meinen Augen, und mit den Strichzeichnungen konnte ich ebenfalls nichts anfangen. Gleichwohl, dieser Roman ist eine Rarität, ein Frauenroman nämlich mit intellektuellem Anspruch, nicht mehr und nicht weniger.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.