MBSR (mindfulness-based stress reduction) ist ein wissenschaftlich geprüftes Achtsamkeitstraining bestehend aus Meditationen, Atem- und Yogaübungen. Der weltweit renommierte Achtsamkeitslehrer und Meditationsforscher Jon Kabat-Zinn hat mit der MBSR-Methode Meditation für das alltägliche Leben der Menschen zugänglich gemacht – mit all seinen Schwierigkeiten, Stressphasen und auch gesundheitlichen Problemen (die Originalausgabe heißt bezeichnenderweise Full Catastrophe Living ). Wie hilfreich eine solche Praxis gerade in herausfordernden Zeiten sein kann, wird nirgendwo so deutlich, wie in diesem Klassiker. Gesund durch Meditation ist zu einem der erfolgreichsten Bücher für das sukzessive Erlangen von Gelassenheit, Präsenz und nachhaltiger Gesundheit geworden. Chronisch kranke Menschen und Schmerzpatienten finden hier hilfreiche Hinweise für einen entspannten Umgang mit ihren Beschwerden. Das Phänomen Stress wird anschaulich erläutert und nachhaltige Maßnahmen für eine veränderte Haltung im und zum Leben angeboten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Zürich
5/5
12.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gesund durch Meditation
Dieses Buch ist einerseits eine Einführung in die MBSR-Methode, wie auch ein sehr nützlicher Lebensratgeber. Sei es für Menschen, die in ihrem Leben nach mehr Ruhe suchen, gestresst sind, wie eben auch für Menschen mit chronischen Krankheiten, psychischen oder organischen.
Ich selber kann aus Sicht eines Menschen mit einer chronischen Krankheit sprechen: Das Buch erklärt mir zum ersten Mal was "Akzeptanz" eigentlich bedeutet und wie man diese verstehen kann. Sowohl das Buch, das Wissen von Jon Kabat-Zinn wie auch die Meditationsübungen selber, helfen mir einen neuen Umgang mit der Krankheit zu finden, Angst abzubauen, mehr Sinn im Leben zu sehen und wieder neue Hoffnung für Genesung zu schöpfen.
denise
5/5
15.11.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein gelungenes und umfangreiches Buch zur Achtsamkeit
Das Buch „Gesund durch Meditation – Das vollständige Grundwerk zu MBSR“ (Mindfulness-Based-Stress Reduction = Stressbewältigung durch Achtsamkeit) wurde von Professor Jon Kabat-Zinn geschrieben und wurde von Horst Kappen aus dem Amerikanischen übersetzt. Bei Achtsamkeit handelt es sich um eine besondere Form der Aufmerksamkeit, bei der jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei registriert und zugelassen wird. Herr Kabat-Zinn ist Meditationslehrer und Gründer der Stress Reduction Clinic in Massachusetts. Außerdem arbeitet er bei dem vom Dalai Lama ins Leben gerufenen Mind and Life Institute mit. Darüber hinaus ist er Begründer des Meditationsprogramms MBSR zur Reduzierung von Stress und zur Stärkung des Immunsystems.
Das Buch umfasst 752 Seiten und ist in die fünf folgenden Teile untergliedert:
- Teil I – Die Übung der Achtsamkeit
- Teil II – Paradigmenwechsel: Die neue Sicht von Gesundheit und Krankheit
- Teil III – Stress
- Teil IV – Achtsamkeit in der Praxis: Das Annehmen der ganzen Katastrophe
- Teil V – Der Weg der Achtsamkeit.
Des Weiteren gehören zum Buch insbesondere das umfangreiche Vorwort, „Einführung: Der Umgang mit Stress, Schmerzen und Krankheiten“ sowie ein Anhang mit Muster-Tagebüchern, einem Literatur-, Personen- und Sachregister.
Im MBSR-Ansatz und damit auch in diesem Buch geht es darum, uns bewusst zu machen, was sich von Augenblick zu Augenblick in unserem Geist abspielt und wie unsere Erfahrung durch das Bewusstsein verändert wird.
Im ersten Teil werden die wichtigsten Meditationstechniken sowie der Ablauf des MBSR-Programms einschließlich des Acht-Wochen-Übungsplans erklärt. Auch sind verschiedene Übungen zum Beispiel zur Atmung, zur Sitzmeditation und zum Body-Scan Bestandteil dieses Teils. Neuste Forschungsergebnisse werden im zweiten Teil vorgestellt. Der dritte Teil beschreibt was Stress ist, wie dieser entsteht und wie mit ihm achtsam umgegangen werden kann. Dabei werden der Stressreaktions-Zyklus sowie der achtsame Umgang mit Stress auch durch eine Abbildung erläutert. Gleichzeitig wird aufgezeigt, wie wir mit diesem am besten umgehen können. Im vierten Teil wird vermittelt, wie die Achtsamkeit bei verschiedenen negativen Einflussfaktoren, wie Krankheiten, Angst, Zeitdruck und Problemen bei der Arbeit angewendet werden kann. Im fünften und letzten Teil wird dann erläutert, wie die Achtsamkeit langfristig in den Alltag integriert werden kann.
Die verständliche und teilweise auch bildliche Sprache des Verfassers sowie die Verwendung von eingängigen Vergleichen tragen sehr zu der guten Lesbarkeit des Werks bei.
Das Buch hat mir sehr deutlich aufgezeigt, welche positiven Auswirkungen die Achtsamkeit auf die Gesundheit haben kann. Gleichzeitig ist allerdings auch deutlich geworden, dass die Fähigkeit der Achtsamkeit geübt werden kann und muss. Dafür beinhaltet das Buch hilfreiche Übungen.
Ich nehme sehr viel aus dem Buch mit und empfehle es Personen, die sich tiefgehender mit dem Thema beschäftigen möchten.
Dr_ M
aus Sachsen
5/5
18.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Wieder das Kommando im eigenen Körper übernehmen
Unser Körper folgt unserem Geist. Falls man darauf noch nicht selbst gekommen ist, erfährt man es gleich zu Beginn dieses Buches. Es handelt sich bei ihm um einen der besten Texte zum Thema Selbstheilung, die ich kenne. Im Grunde erklärt sein Autor eine Prozedur, die bereits vor über 2500 Jahren von Buddha entdeckt wurde. Leider verbinden sich mit Buddha eine Menge falscher Behauptungen, beispielsweise die, dass er ein Religionsstifter sei. Der Buddhismus kennt viele Spielarten, darunter auch religiöse. Nun machen Menschen aus allem Möglichen eine Religion. Buddha selbst hielt wohl von Religionen nichts. Fragen nach der Wiedergeburt und anderem Unfug wich er stets aus. Erfunden hat er diese Legenden schon gar nicht, sie bestanden schon vor ihm.
Moderne Neurowissenschaftler oder Psychologen sehen in Buddha heute, was er schon damals tatsächlich war, nämlich der erste und wohl bedeutendste Psychotherapeut. Ihn beschäftigte die Frage, warum Menschen unglücklich sind. Seine Erkenntnis über die Ursachen dieses Gefühls beschreibt der Begriff Erleuchtung. Daraus leitet sich eine Methode ab, die man "Achtsamkeitsmeditation" nennt.
Bei ihr handelt es sich ausschließlich nur um ein Training unseres Geistes. Beobachtet man kommentarlos die Vorgänge in seinem Kopf, dann stellt man leicht fest, dass sich dort ein einziges Chaos abspielt. Ständig kommen neue Gedanken auf und verschwinden wieder. Manchen geht man nach, anderen nicht. Gemeinsam ist ihnen nur, dass sie einen genau von dem Moment ablenken, der gerade ist. Unser Leben findet gerade jetzt statt, aber wir befinden uns fast immer geistig ganz woanders als gerade dort, wo wir wirklich sind. Die Gegenwart nehmen wir nur bedingt wahr, weil wir uns vom eigenen Autopiloten lenken lassen, um mehr Zeit mit Gedanken an alles Mögliche zu verschwenden. Wir leben also größtenteils unbewusst. Und das hat gravierende Folgen.
Uns überkommen Gefühle, über die wir nur schwer Kontrolle gewinnen können. Angst beispielsweise. Bei vielen Menschen steigert sie sich bis in eine Angst vor der Angst. Man fühlt sich ausgeliefert und glaubt schließlich nichts dagegen machen zu können. Nicht selten findet dieser Prozess ein tragisches Ende.
Unser Körper kommt durch viele kleine, aber ständig wirkende Belastungen des sogenannten modernen Lebens wie Krach, ständige Erreichbarkeit, Zeitnot oder das leidige Multitasking in Stresszustände, die wiederum eine Spirale zu noch mehr Stress und körperlichen Langzeitfolgen auslösen können. Will man solche Folgen rückgängig machen oder verhindern, dann muss man die Herrschaft über seinen Verstand zurückgewinnen und ihn dazu erziehen, zu machen, was man will, anstatt ihn sich ungehindert austoben zu lassen.
Allerdings ist das nicht ganz so einfach, denn unser Verstand ist ein raffinierter Geselle. Wenn wir das nämlich als Ziel ausgeben, wird er es nach Kräften sabotieren und dabei leider auch gewinnen. Nichts wollen und nichts tun – das ist, kurz und verwirrend gesagt, unsere Rettung. Für unsere kulturelle Prägung klingt das völlig absurd. Und das ist leider auch der Grund, warum viele Menschen damit entweder nichts anfangen können oder scheitern.
Unter „nichts tun“ versteht man die Achtsamkeitsmeditation und alle damit im Zusammenhang stehenden Ansätze. Sie werden in diesem Buch ausführlich beschrieben und hervorragend gelehrt. Im Gegensatz zu Büchern von Buddhisten geht der Autor ausführlich auf alle Probleme ein, auf die ein von der westlichen Kultur geprägter Mensch dabei trifft. Und außerdem fehlen glücklicherweise die vielen buddhistische Begriffe und der ganze entsprechende kulturelle Hintergrund, der den Kern des Ganzen für unseren Kulturkreis nicht wirklich herausarbeitet, dafür aber Esoteriker bedient.
Der Autor leitete eine amerikanische Stressklinik, in der innerhalb von acht Wochen ein Programm abgespult wird, das offenbar sehr hilfreich ist. Es besteht aus drei Komponenten: dem Body Scan, Yoga und einer Sitzmeditation, in der man nichts weiter tun muss, als den eigenen Atem zu beobachten und das Aufkommen und Verschwinden von Gedanken, die der eigene Verstand erfindet, weil ihm gerade fürchterlich langweilig ist. Sowie man sich an einen Gedanken heftet und ihn verfolgt, vergisst man das Beobachten des Atems. Da sieht man, wie unser Verstand arbeitet. Statt nun ärgerlich zu werden und das Ganze zu kommentieren, lässt man einfach los und beginnt erneut mit dem einfachen Beobachten. Erwartet man durch diese Übung mit der Zeit Fortschritte, steht man erneut auf verlorenem Posten. Wieder hat unser Verstand einen seiner Tricks angewandt und unsere Aufmerksamkeit an sich gezogen und gewonnen. Nichts tun bedeutet nur zu beobachten und nichts wollen keine Erwartungen zu haben, die man ständig überprüft. Das ist ungewohnt, aber anders geht es nicht. Einfach üben und nichts hinterfragen – das allein hilft.
Der Text ist in fünf Teile unterteilt: (1) Die Praxis der Achtsamkeit, (2) Die neue Sicht von Gesundheit und Krankheit, (3) Stress, (4) Praktische Anwendungen im Alltag, (5) Der Pfad der Achtsamkeit. Besonders im vierten Teil geht der Autor auf die üblichen Alltagsprobleme stressgeplagter Zeitgenossen ein, also auf Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Furcht, Angst und Panik, Essgewohnheiten, Umweltstress und anderes.
Das Achtwochenprogramm der Klinik wird an mehreren Stellen besprochen. Es beginnt zunächst mit dem sogenannten Body Scan. Dabei lenkt man die eigene Aufmerksamkeit mit dem Atem fließend durch seinen Körper und nimmt ihn so wahr. Ähnlich wie bei der progressiven Muskelentspannung fühlt man sich danach viel leichter und gelöster. Nach zwei Wochen beginnt die Sitzmeditation. Später dann kommen die im Buch kurz beschrieben Yoga-Übungen hinzu. Auch hier fehlt glücklicherweise das ganze esoterische Brimborium, mit dem Yoga oft begleitet wird. Die Übungen füllen während des Klinikaufenthalts mehrere Stunden aus. Im Alltag wird man das nicht durchhalten können. Doch tatsächlich reichen ein bis zwei Stunden täglich aus, wenn man dabei bleibt.
Nachweisbar kommt es mit diesen Übungen zur Beruhigung und Entstressung von Körper und Geist, was zu einer schrittweisen Gesundung führt. Unser Körper verfügt, solange noch Kraft in ihm ist, über eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit. Man muss ihm dabei eben nur helfen.
Dieses Buch ist wohl die beste Anleitung dazu. Allerdings wird man mit ihm allein bleiben, was die Sache im Gegensatz zu einem Klinikaufenthalt mit einer vorgegebenen Tagesstruktur nicht einfacher macht.
Bewertung
aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn
5/5
04.06.2020
Buch (Taschenbuch)
Gesund durch Meditation
Ich habe dieses Buch auf Empfehlung meiner Osteopathin erworben. Jon Kabat Zinn gibt sehr gute Erklärungen und Übungsanleitungen für die Meditation um mit Schmerzen besser umgehen zu können.
Timo Funken
5/5
25.07.2019
Buch (Taschenbuch)
Gesund durch Meditation
Tolles Grundlagenwerk von Jon Kabat Zinn. Viele praktische Anwendungen, wodurch es sehr anschaulich ist. Ein Buch mit fundiertem Wissen und praktischen Beispielen.
Liebe Grüße
Timo Funken
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