Wien zur Zeit der Oktober-Aufstände von 1848: Eine adlige Familie hat sich in ihre Villa zurückgezogen, pflegt ungerührt ihren althergebrachten Lebensstil und nimmt die Unruhen in den Straßen kurzerhand nicht zur Kenntnis. Nur Benigne, die junge Baronesse, empfindet das eigene, auf kultivierte Konversation gegründete Leben als bedrückend und nahezu gespenstisch und ahnt zumindest, daß auf den brennenden Barrikaden eine neue und ihr fremde Welt entsteht. Da stört unversehens ein Stück Wirklichkeit die vornehme Abgeschiedenheit: Ein bei den Kämpfen verwundeter Student hat auf dem Anwesen Zuflucht gesucht. Die Gegenwart des jungen Mannes verwirrt nicht nur Benigne, sondern bringt die gesamte Ordnung des Hauses vorübergehend ins Wanken.
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