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Produktbild: Suite française

Suite française Roman

5

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.04.2007

Verlag

btb

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,8 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

6. Auflage

Übersetzt von

Eva Moldenhauer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-73644-7

Beschreibung

Rezension

"Eines der besten Bücher, das je über die Zeit des Zweiten Weltkriegs geschrieben wurde." ("Brigitte")
"Ein großartiges, bewegendes, überaus kluges Buch." ("Frankfurter Rundschau")
"Vielleicht der letzte authentische Roman der großen russischen realistischen Schule." ("Tagesspiegel")
"Eine literarische Sensation - multiperspektivisch erzählt, schnörkellos, sprachlich reich, voller Zartgefühl und ganz unsentimental." ("taz")
"Ein erschütterndes Buch, dicht geschrieben wie eine Chronik oder besser wie ein Tagebuch und eine der ergreifendsten literarischen Wiederentdeckungen der vergangenen Jahrzehnte." ("NDR")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.04.2007

Verlag

btb

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,8 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

6. Auflage

Übersetzt von

Eva Moldenhauer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-73644-7

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: [email protected]

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Zeitzeugenbericht über den 2.…

Gabrielle am 28.06.2022

Bewertungsnummer: 2773881

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zeitzeugenbericht über den 2. Weltkrieg im Herzen Frankreichs als Roman Eigentlich sollte dieser Roman Emigrantin Irène Némirovski, geboren im russischen Kaiserreich, eine Art literarische Suite auf ihre Wahlheimat Frankreich werden. Doch das Werk wurde nie beendet, da die schon lange in Frankreich lebende und berühmte Autorin 1942 von den französischen Behörden an die Deutschen verraten und ausgeliefert wurde, wo sie im KZ Auschwitz verstarb. Dieses Wissen ist beim Lesen besonders berührend, wenn man wahrnimmt, wie sehr Frau Némirovski in die Gesellschaft Frankreichs integriert war und dennoch in ihrem Roman die deutschen Besatzer als Menschen mit ebenfalls warmen Gefühlen darstellt. Was die Schilderung der Massenflucht der Pariser anbelangt, erkannte ich eine Verbindung zu dem Erlebnisbericht des ebenfalls französischen Autors Léon Werth in 33 Tage. Gewalt, Verzweiflung, Mangel an allem Lebensnotwendigen verändern unbestreitbar das Wesen der Menschen. Der kalte Egoismus zeigt sich plötzlich ohne Maske gegen das eigene Volk, ja gegen die eigene Familie und Schutzbefohlenen. Angst ist wirklich kein guter Lehrmeister, denn sie erdrückt die Liebe, ob Nächstenliebe oder Liebe zu den einst angestrebten Idealen. Der Tanz zwischen Liebe und Egoismus zeigt sich auch in den anderen Kriegsszenen, etwa als sich ein deutscher Offizier in eine unglücklich verheiratete Französin verliebt. Die verbotene Liebe zwischen den beiden wird als so zart und unschuldig dargestellt, dass sie an dem Hass ihrer Umgebung zerbrechen muss. Aber ich will nicht zu viel verraten. Die Autorin bewies sehr viel Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis in ihrem Roman. Ihre Schreibweise war außerdem sprachlich sehr ansprechend und fein. Die Sätze, trotz oder gerade wegen der Länge und den vielen Verschachtelungen ein Genuss beim Lesen. Ebenso interessant war für mich als Autorin der Anhang mit den Arbeits-Notizen von Frau Némirovski, sowie die Briefe, die ihr Mann auf der Suche nach ihr schrieb. Die ganzen Umstände um den Roman sind sehr berührend. – Im wahren Leben der Familie der Autorin wurden noch Jahre nach ihrer Deportation und Tötung ihres Ehemannes von den französischen Behörden die beiden kleinen Töchter Némirovski akribisch gesucht, um sie ebenfalls in ein Konzentrationslager zu bringen. Doch Freunde der Autorin versteckten die Kinder, die dieses Manuskript ihrer Mutter im Koffer hatten, immer wieder aufs Neue. Leider sind die geschilderten Szenen des Flüchtlingszuges der Franzosen vor dem Angriff der Deutschen auf Paris von einer erschreckenden Aktualität. Da der Mensch aus seiner Geschichte nichts dazulernt, bleiben solche literarischen Zeitzeugnisse leider immer aktuell. Unbedingt lesenswert!

Zeitzeugenbericht über den 2.…

Gabrielle am 28.06.2022
Bewertungsnummer: 2773881
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zeitzeugenbericht über den 2. Weltkrieg im Herzen Frankreichs als Roman Eigentlich sollte dieser Roman Emigrantin Irène Némirovski, geboren im russischen Kaiserreich, eine Art literarische Suite auf ihre Wahlheimat Frankreich werden. Doch das Werk wurde nie beendet, da die schon lange in Frankreich lebende und berühmte Autorin 1942 von den französischen Behörden an die Deutschen verraten und ausgeliefert wurde, wo sie im KZ Auschwitz verstarb. Dieses Wissen ist beim Lesen besonders berührend, wenn man wahrnimmt, wie sehr Frau Némirovski in die Gesellschaft Frankreichs integriert war und dennoch in ihrem Roman die deutschen Besatzer als Menschen mit ebenfalls warmen Gefühlen darstellt. Was die Schilderung der Massenflucht der Pariser anbelangt, erkannte ich eine Verbindung zu dem Erlebnisbericht des ebenfalls französischen Autors Léon Werth in 33 Tage. Gewalt, Verzweiflung, Mangel an allem Lebensnotwendigen verändern unbestreitbar das Wesen der Menschen. Der kalte Egoismus zeigt sich plötzlich ohne Maske gegen das eigene Volk, ja gegen die eigene Familie und Schutzbefohlenen. Angst ist wirklich kein guter Lehrmeister, denn sie erdrückt die Liebe, ob Nächstenliebe oder Liebe zu den einst angestrebten Idealen. Der Tanz zwischen Liebe und Egoismus zeigt sich auch in den anderen Kriegsszenen, etwa als sich ein deutscher Offizier in eine unglücklich verheiratete Französin verliebt. Die verbotene Liebe zwischen den beiden wird als so zart und unschuldig dargestellt, dass sie an dem Hass ihrer Umgebung zerbrechen muss. Aber ich will nicht zu viel verraten. Die Autorin bewies sehr viel Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis in ihrem Roman. Ihre Schreibweise war außerdem sprachlich sehr ansprechend und fein. Die Sätze, trotz oder gerade wegen der Länge und den vielen Verschachtelungen ein Genuss beim Lesen. Ebenso interessant war für mich als Autorin der Anhang mit den Arbeits-Notizen von Frau Némirovski, sowie die Briefe, die ihr Mann auf der Suche nach ihr schrieb. Die ganzen Umstände um den Roman sind sehr berührend. – Im wahren Leben der Familie der Autorin wurden noch Jahre nach ihrer Deportation und Tötung ihres Ehemannes von den französischen Behörden die beiden kleinen Töchter Némirovski akribisch gesucht, um sie ebenfalls in ein Konzentrationslager zu bringen. Doch Freunde der Autorin versteckten die Kinder, die dieses Manuskript ihrer Mutter im Koffer hatten, immer wieder aufs Neue. Leider sind die geschilderten Szenen des Flüchtlingszuges der Franzosen vor dem Angriff der Deutschen auf Paris von einer erschreckenden Aktualität. Da der Mensch aus seiner Geschichte nichts dazulernt, bleiben solche literarischen Zeitzeugnisse leider immer aktuell. Unbedingt lesenswert!

Freund oder Feind

C. Welser aus Salzburg am 25.01.2019

Bewertungsnummer: 274306

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein wertvolles, berührend geschriebenes, leider unvollständig gebliebenes Romanfragment von Irène Némirovsky. Die Zeit während der deutschen Besatzungsmacht in Frankreich wird mit einem Blick fürs Detail geschildert, die Figuren bleiben jedoch im Fokus der Erzählung. Die Tragik der Zeit spiegelt sich stark in ihnen wider und macht die Geschichte zu einem sehr packenden Leseerlebnis.

Freund oder Feind

C. Welser aus Salzburg am 25.01.2019
Bewertungsnummer: 274306
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein wertvolles, berührend geschriebenes, leider unvollständig gebliebenes Romanfragment von Irène Némirovsky. Die Zeit während der deutschen Besatzungsmacht in Frankreich wird mit einem Blick fürs Detail geschildert, die Figuren bleiben jedoch im Fokus der Erzählung. Die Tragik der Zeit spiegelt sich stark in ihnen wider und macht die Geschichte zu einem sehr packenden Leseerlebnis.

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von Irène Némirovsky

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