Produktbild: Gottes Werk und Teufels Beitrag
Band 21837

Gottes Werk und Teufels Beitrag Roman. Aus d. Amerikan. v. Thomas Lindquist

Aus der Reihe detebe
18

18,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.02.2000

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

848

Maße (L/B/H)

17,8/11,3/4 cm

Gewicht

547 g

Farbe

Elfenbein / Rost

Auflage

43. Auflage

Originaltitel

The Cider House Rules

Übersetzt von

Thomas Lindquist

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-21837-4

Beschreibung

Rezension

"Dieser Roman scheint mir ein Wendepunkt im Schaffen Irvings gewesen zu sein. Weil ich glaube, daß Irving mit diesem Roman begonnen hat, seine Helden zu lieben, sich darauf eingelassen hat oder besser, die schriftstellerische Kraft gewonnen hat, Gefühle zuzulassen. Die Phantasie, das Chaos. Dieses Chaos ist auch seine Stärke, nun kommt es - gebändigt durch Irvings erzählerisches Können - eleganter daher, nicht mehr so brutal wie in Garp oder dem Hotel New Hampshire. Man läßt sich auf sein Erzählen ein, und nie, auch beim zweiten Mal Lesen nicht, wünschte man es sich kürzer."(Österreichischer Rundfunk)

"Dieser Roman ist universal. Von einem Mann geschrieben, mit einem Mann als Held, kein bisschen feministisch und doch ein flammendes Werk für Frauen. Das mache mal einer nach."(Die Zeit, Hamburg)

"Ein Sprachfeuerwerk an Ironie, Detailtreue und Dialogkunst."(Amica)

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.02.2000

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

848

Maße (L/B/H)

17,8/11,3/4 cm

Gewicht

547 g

Farbe

Elfenbein / Rost

Auflage

43. Auflage

Originaltitel

The Cider House Rules

Übersetzt von

Thomas Lindquist

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-21837-4

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
[email protected]

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
[email protected]

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Ihr Prinzen von Maine, Könige Neuenglands...

Bewertung am 16.10.2017

Bewertungsnummer: 250559

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

..mit diesem Gute-Nacht-Gruß schickt Dr. Larch allabendlich seine Zöglinge in den Schlaf. Er ist Arzt aus Leidenschaft und leitet St.Cloud's eine Klinik und zugleich ein Waisenhaus, dort finden alle die nicht gewollt waren ein Zuhause. Wilbur Larch ist Geburtshelfer, "Gottes Werk", aber gleichzeitig auch ein Abtreibungsarzt "Teufels Beitrag". Auch Homer Wells kommt dort zur Welt und wächst in St. Cloud's heran. Alle Versuche ihm eine Familie zu finden scheitern. Doch Homer möchte auch gar nicht fort, will nicht adoptiert werden. Er möchte bei Dr. Larch bleiben in dem er eine Vaterfigur sieht. Dr. Larch ist das nur allzu recht, er liebt diesen Jungen, möchte ihn fördern, einen Arzt aus ihm machen, der eines Tages sein Werk dort fortsetzt.Hlmer lernt die Geburtshilfe, assistiert auch bei Abtreibungen, nimmt Sektionen vor. Doch er erkennt das "Teufels Beitrag" nichts für ihn ist. Dieser Konflikt führt ihn aus St. Cloud's fort, auf eine Apfelfarm, er versucht ein anderes Leben zu führen jenseits der Medizin. Doch das Leben stellt auch ihn vor Entscheidungen, er muss sich Grundsätzlichen ethischen Fragen stellen, denn nur er kann helfen. Wird er nach St. Cloud's zurückkehren? Lesen Sie selbst. Irving's Roman ist in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts angesiedelt. Die Not vieler Frauen, Vergewaltigung, Inzest, Missbrauch, ungewollte Schwangerschaften sind sein Thema. In Dr. Larch schafft er eine Figur die nicht wegsieht. Er ist Arzt aus Leidenschaft und er erkennt dass nicht nur die ungewollten Kinder seine Hilfe und Aufmerksamkeit brauchen, sondern vor allem auch die Mütter, sie brauchen seine Hilfe in der größten Verzweiflung damit sie nicht in irgendwelchen Hinterhöfen dilettantischen "Engelmachern" Abtreiben ausgeliefert sind. Er begreift seine Verantwortung. Er moralisiert nicht sondern er handelt und bewegt sich damit am Rande der Legalität.Irving ist drastisch, schockierend, polarisiert und fordert seinen Lesern einiges ab. Er entwickelt seine Figuren mit viel Liebe und Empathie, lässt Ihnen Raum, sie wachsen einem an's Herz. Gleichzeitig versteht er es ein schwieriges Thema mit einer gewissen Leichtigkeit, Humor und leisem Spott und Gesellschaftskritik zu erzählen. Er hat sich damit in die Geschichte der amerikanischen Literatur hineingeschrieben. Ein wirklich großer Roman zu einem großen Thema.

Ihr Prinzen von Maine, Könige Neuenglands...

Bewertung am 16.10.2017
Bewertungsnummer: 250559
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

..mit diesem Gute-Nacht-Gruß schickt Dr. Larch allabendlich seine Zöglinge in den Schlaf. Er ist Arzt aus Leidenschaft und leitet St.Cloud's eine Klinik und zugleich ein Waisenhaus, dort finden alle die nicht gewollt waren ein Zuhause. Wilbur Larch ist Geburtshelfer, "Gottes Werk", aber gleichzeitig auch ein Abtreibungsarzt "Teufels Beitrag". Auch Homer Wells kommt dort zur Welt und wächst in St. Cloud's heran. Alle Versuche ihm eine Familie zu finden scheitern. Doch Homer möchte auch gar nicht fort, will nicht adoptiert werden. Er möchte bei Dr. Larch bleiben in dem er eine Vaterfigur sieht. Dr. Larch ist das nur allzu recht, er liebt diesen Jungen, möchte ihn fördern, einen Arzt aus ihm machen, der eines Tages sein Werk dort fortsetzt.Hlmer lernt die Geburtshilfe, assistiert auch bei Abtreibungen, nimmt Sektionen vor. Doch er erkennt das "Teufels Beitrag" nichts für ihn ist. Dieser Konflikt führt ihn aus St. Cloud's fort, auf eine Apfelfarm, er versucht ein anderes Leben zu führen jenseits der Medizin. Doch das Leben stellt auch ihn vor Entscheidungen, er muss sich Grundsätzlichen ethischen Fragen stellen, denn nur er kann helfen. Wird er nach St. Cloud's zurückkehren? Lesen Sie selbst. Irving's Roman ist in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts angesiedelt. Die Not vieler Frauen, Vergewaltigung, Inzest, Missbrauch, ungewollte Schwangerschaften sind sein Thema. In Dr. Larch schafft er eine Figur die nicht wegsieht. Er ist Arzt aus Leidenschaft und er erkennt dass nicht nur die ungewollten Kinder seine Hilfe und Aufmerksamkeit brauchen, sondern vor allem auch die Mütter, sie brauchen seine Hilfe in der größten Verzweiflung damit sie nicht in irgendwelchen Hinterhöfen dilettantischen "Engelmachern" Abtreiben ausgeliefert sind. Er begreift seine Verantwortung. Er moralisiert nicht sondern er handelt und bewegt sich damit am Rande der Legalität.Irving ist drastisch, schockierend, polarisiert und fordert seinen Lesern einiges ab. Er entwickelt seine Figuren mit viel Liebe und Empathie, lässt Ihnen Raum, sie wachsen einem an's Herz. Gleichzeitig versteht er es ein schwieriges Thema mit einer gewissen Leichtigkeit, Humor und leisem Spott und Gesellschaftskritik zu erzählen. Er hat sich damit in die Geschichte der amerikanischen Literatur hineingeschrieben. Ein wirklich großer Roman zu einem großen Thema.

Wer spielt Gott und wer ist der Teufel?

kingofmusic aus Bielefeld am 02.02.2017

Bewertungsnummer: 996390

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich bin stehengeblieben, um die Traumbilder jener Tage vorübereilen zu lassen. Sie sind vorüber, und ich trete die Reise meiner Geschichte von neuem an.“ (S. 430) Wie soll man als Laienrezensent eine Rezension verfassen, die „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving auch nur annähernd gerecht wird? Es wird einem (gefühlsmäßig) nicht gelingen. Dazu ist die Geschichte um Homer Wells, Dr. Wilbur Larch, Melody (um nur die wichtigsten Namen der „Hauptdarsteller“ zu nennen) zu komplex, zu sehr mit ungewöhnlichen Kniffen versehen, als dass man sie mit wenigen Worten beschreiben kann. Aber getreu dem Motto „Versuch macht kluch“ versuch ich´s an dieser Stelle trotzdem *g*. Das erste Zitat stammt nicht direkt aus „Gottes Werk und Teufels Beitrag“, sondern aus einem weiteren Klassiker der Weltliteratur, der im Roman eine (wie ich finde) große Rolle spielt, nämlich „David Copperfield“ von Charles Dickens. Denn Homer Wells hat mit David Copperfield etwas gemeinsam: sie sind Waisenjungen. Zwei weitere Klassiker tauchen immer wieder auf: „Große Erwartungen“ (ebenfalls von Charles Dickens) und „Jane Eyre“ von Charlotte Bronte. Alle drei Romane werden den Waisenkindern in St. Cloud´s abwechselnd jeden Abend vorgelesen und als Gutenachtlektüre verwendet – exakt 20 Minuten lang :-). Als Leser hab ich auch immer Gänsepelle bekommen, wenn mal aus den erwähnten Büchern zitiert wurde. Okay, die Nennung von Literaturklassikern macht ein Buch noch lange nicht zum (modernen) Klassiker. Woran liegt es dann, dass „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ immer noch als einer der besten Romane von John Irving gilt? Ich glaube, zum einen liegt es an der skurrilen Art und Weise, wie John Irving ernste Themen unterhaltsam „zubereitet“. Eines der zentralen Themen dieses Romans ist das Recht der legalen Abtreibung. Man ist als Leser sozusagen hautnah bei mehreren dieser „Teufelsbeiträge“ dabei und erhält so nebenbei auch noch Einblicke in die (weibliche) Anatomie. Stets unterlegt mit schwarzem Humor kommt man auch bei tragikomischen Szenen nicht umhin zu lachen. Zum anderen lässt John Irving seine Figuren „natürlich wachsen“. So umspannt dieser Roman Homers Leben vom Kleinkind über die Pubertät und das Erwachsenwerden bis hin zum Punkt der Selbstfindung und seinem Platz in der Welt. Das nächste Zitat von Wilbur Larch unterstreicht diesen Ansatz der Geschichte: „Homer […], ich erinnere mich nicht an deine Mutter. Ich erinnere mich nicht einmal an dich, als du geboren warst; du wurdest erst später du.“ (S. 140) Tja, mehr kann ich beim besten Willen nicht über dieses Meisterwerk schreiben, außer dass ich es jedem, der ein Faible für anspruchsvolle (amerikanische) Literatur hat, ans Herz legen kann. „Gute Nacht - ihr Prinzen von Maine, ihr Könige Neuenglands.“ „Am allerschwersten fällt es uns doch, hinzunehmen, daß das Verstreichen der Zeit die Menschen, die uns einmal am meisten bedeuteten, einhüllt in Gedankenstriche.“ (S. 636)

Wer spielt Gott und wer ist der Teufel?

kingofmusic aus Bielefeld am 02.02.2017
Bewertungsnummer: 996390
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich bin stehengeblieben, um die Traumbilder jener Tage vorübereilen zu lassen. Sie sind vorüber, und ich trete die Reise meiner Geschichte von neuem an.“ (S. 430) Wie soll man als Laienrezensent eine Rezension verfassen, die „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving auch nur annähernd gerecht wird? Es wird einem (gefühlsmäßig) nicht gelingen. Dazu ist die Geschichte um Homer Wells, Dr. Wilbur Larch, Melody (um nur die wichtigsten Namen der „Hauptdarsteller“ zu nennen) zu komplex, zu sehr mit ungewöhnlichen Kniffen versehen, als dass man sie mit wenigen Worten beschreiben kann. Aber getreu dem Motto „Versuch macht kluch“ versuch ich´s an dieser Stelle trotzdem *g*. Das erste Zitat stammt nicht direkt aus „Gottes Werk und Teufels Beitrag“, sondern aus einem weiteren Klassiker der Weltliteratur, der im Roman eine (wie ich finde) große Rolle spielt, nämlich „David Copperfield“ von Charles Dickens. Denn Homer Wells hat mit David Copperfield etwas gemeinsam: sie sind Waisenjungen. Zwei weitere Klassiker tauchen immer wieder auf: „Große Erwartungen“ (ebenfalls von Charles Dickens) und „Jane Eyre“ von Charlotte Bronte. Alle drei Romane werden den Waisenkindern in St. Cloud´s abwechselnd jeden Abend vorgelesen und als Gutenachtlektüre verwendet – exakt 20 Minuten lang :-). Als Leser hab ich auch immer Gänsepelle bekommen, wenn mal aus den erwähnten Büchern zitiert wurde. Okay, die Nennung von Literaturklassikern macht ein Buch noch lange nicht zum (modernen) Klassiker. Woran liegt es dann, dass „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ immer noch als einer der besten Romane von John Irving gilt? Ich glaube, zum einen liegt es an der skurrilen Art und Weise, wie John Irving ernste Themen unterhaltsam „zubereitet“. Eines der zentralen Themen dieses Romans ist das Recht der legalen Abtreibung. Man ist als Leser sozusagen hautnah bei mehreren dieser „Teufelsbeiträge“ dabei und erhält so nebenbei auch noch Einblicke in die (weibliche) Anatomie. Stets unterlegt mit schwarzem Humor kommt man auch bei tragikomischen Szenen nicht umhin zu lachen. Zum anderen lässt John Irving seine Figuren „natürlich wachsen“. So umspannt dieser Roman Homers Leben vom Kleinkind über die Pubertät und das Erwachsenwerden bis hin zum Punkt der Selbstfindung und seinem Platz in der Welt. Das nächste Zitat von Wilbur Larch unterstreicht diesen Ansatz der Geschichte: „Homer […], ich erinnere mich nicht an deine Mutter. Ich erinnere mich nicht einmal an dich, als du geboren warst; du wurdest erst später du.“ (S. 140) Tja, mehr kann ich beim besten Willen nicht über dieses Meisterwerk schreiben, außer dass ich es jedem, der ein Faible für anspruchsvolle (amerikanische) Literatur hat, ans Herz legen kann. „Gute Nacht - ihr Prinzen von Maine, ihr Könige Neuenglands.“ „Am allerschwersten fällt es uns doch, hinzunehmen, daß das Verstreichen der Zeit die Menschen, die uns einmal am meisten bedeuteten, einhüllt in Gedankenstriche.“ (S. 636)

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