Schwarze Jahreszeiten (eBook, PDF) - Glowinski, Michal
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Überleben im Warschauer Ghetto. Jahrzehnte später erinnert sich Michal Glowinski - mittlerweile ein bedeutender polnischer Literaturwissenschaftler - an seine Kindheit im besetzten Polen. Er erzählt eindrücklich: vom ausgemergelten Geiger, der in den Straßen des Ghettos ein Konzert von Mendelssohn spielt, von einem Schachspiel um Leben und Tod, von der Flucht aus dem Ghetto und dem Versteck der Familie in Warschau, von seiner Rettung und der Befreiung durch die Rote Armee. Immer wieder blickt Glowinski aus der Gegenwart auf diese schwarzen Jahre zurück. Wie konnte er überleben? Warum…mehr

  • Geräte: PC
  • ohne Kopierschutz
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  • Größe: 10.86MB
Produktbeschreibung
Überleben im Warschauer Ghetto. Jahrzehnte später erinnert sich Michal Glowinski - mittlerweile ein bedeutender polnischer Literaturwissenschaftler - an seine Kindheit im besetzten Polen. Er erzählt eindrücklich: vom ausgemergelten Geiger, der in den Straßen des Ghettos ein Konzert von Mendelssohn spielt, von einem Schachspiel um Leben und Tod, von der Flucht aus dem Ghetto und dem Versteck der Familie in Warschau, von seiner Rettung und der Befreiung durch die Rote Armee. Immer wieder blickt Glowinski aus der Gegenwart auf diese schwarzen Jahre zurück. Wie konnte er überleben? Warum ausgerechnet er? Warum erinnert er sich - an die Farben und Gerüche im Ghetto, seine Nachbarn und Mitschüler? Was hat seine Erinnerung beeinflusst? Und warum hat er so vieles vergessen? Ein außergewöhnliches und ausgesprochen kluges Buch über die Shoah und das Erinnern.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: wbg Theiss
  • Seitenzahl: 272
  • Erscheinungstermin: 13.04.2018
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783806237542
  • Artikelnr.: 52446352
Autorenporträt
Michal Glowinski, geb. 1934, ist Literaturhistoriker, Kritiker und Prosaist. Er gehört zu den wichtigsten polnischen Literaturwissenschaftlern und ist Autor etlicher Studien über literarische Kommunikation, den Sozialistischen Realismus und kommunistische Propagandasprache. Seit den 1990er-Jahren schreibt Glowinski vor allem autobiografische Erinnerungstexte. Anna Artwinska, geb. 1977, ist Juniorprofessorin für westslawische Literaturen und Kulturen an der Universität Leipzig. Peter Oliver Loew, geb. 1967, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut und lehrt am Institut für Geschichte der Technischen Universität Darmstadt.
Inhaltsangabe
Vorwort von Michal Glowinski 9

Bruchstucke aus dem Ghetto 11
Das Wort 11
Die Farbe 12
Strasenszenen 14
Anblicke des Todes 16
Der Keller 18
Der Weg zum Umschlagplatz 21
Das Tortchen 25
Emil 29
Grosvaters Selbstmord 35
Die Bohnen und die Geige 41
Das Verlassen 49
Der Lange 55
Die schwarze Stunde 73
Offene Abendgesprache 83
Die Villa in der ulica Odolanska 91
Das Haus unter den Adlern 101
Eine Viertelstunde in der Konditorei 111
Der rothaarige Jasio 117
Der Tod von Schwester Longina 123
An einem Sonntagnachmittag 131
Eine Laus auf dem Barett, der Ornat und die Schuhe 149
"Misjudeja" 165
Ich habe den Heiland erschlagen 173
Bucher, die ich in jungen Jahren nicht gelesen habe 187
"Auch Deutsche sind Menschen" 197

Anhang
Bilder aus dem Familienarchiv des Autors 221
Anna Artwinska: Stufen der Erinnerung. Michal Glowinskis autobiographisches Schreiben uber die Shoah 231
Die Herausgeber im Gesprach mit Michal Glowinski -"Schwarze Jahreszeiten" revisited 255
Anmerkungen 266
Abbildungsnachweis 272
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 12.10.2018

So funktionieren Erinnerungsblitze

Welche Farbe hatte das Warschauer Getto? Für Michal Glowinski, der es mit den Augen eines sechs-, siebenjährigen Jungen sah, hatte es "die Farbe des Papiers, mit dem man die auf der Straße liegenden Leichen bedeckte". Eine Farbe, die am ehesten mit dem Wort "ausgeblichen" umschrieben sei. "Schwarze Jahreszeiten", auf Polnisch bereits 1998 erschienen, versammelt Glowinskis Kindheitserinnerungen aus der Zeit der deutschen Besatzung. Diese ergäben keinen zusammenhängenden Bericht, unterstreicht der Literaturwissenschaftler, der in Polen wegen seiner, Victor Klemperers "LTI" nicht unähnlichen, Analysen des "Neusprech" im kommunistischen Polen bekannt ist. Die Erzählungen seien vielmehr "Erinnerungsblitze", die nur das wiedergäben, was er erfahren habe und woran er sich erinnere: der Selbstmord des Großvaters, der ausgehungerte Junge, der ihm auf offener Straße ein Törtchen stahl und es gierig verschlang, oder Schwester Longina, die von ukrainischen Partisanen ermordet wurde. Sie war eine der Nonnen, in deren Waisenhaus in Turkowice er bis zum Kriegsende Unterschlupf fand. Dieses Versteck verdankte er Irena Sendler, die mehr als 2500 Kinder aus dem Warschauer Getto rettete. Neben der poetischen, bildreichen Sprache ist es vor allem Glowinskis tiefe Reflexion über die Funktionsweise der Erinnerung, die dieses Buch so lesenswert macht.

stst.

Michal Glowinski: "Schwarze Jahreszeiten". Meine Kindheit im besetzten Polen.

Hrsg. von Anna Artwinska und Peter Oliver Loew. WBG/Theiss Verlag, Darmstadt 2018. 272 S., geb., 24,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Neben der poetischen, bildreichen Sprache ist es vor allem Glowinskis Reflexion über die Funktionsweise der Erinnerung, die dieses Buch so lesenswert macht." Frankfurter Allgemeine Zeitung "'Schwarze Jahreszeiten' ist eine kraftvolle Geschichte voller sprachlicher und bildlicher Details, aufrichtig und leidenschaftlich geschrieben." The Slavic and East European Journal "'Schwarze Jahreszeiten' ist ein außergewöhnliches Buch in vielerlei Hinsicht - was allerdings keine Überraschung sein dürfte, für jemanden, der das Werk Michal Glowinskis kennt [...] Er ist ein herausragender Historiker und Literaturwissenschaftler." New Polish Writing "Es gibt so viele faszinierend erzählte Episoden in dem Buch, dass man [...] fast sagen könnte, es ist trotz aller Tragik eine vergnügliche Lektüre." Marcia Weiss Posner, Jewish Book Council "Obwohl der Autor von anderen Orten und Überlebensstrategien erzählt als Imre Kertész im Roman eines Schicksallosen, sind sich die Bücher ähnlich: die trockene, beinahe lakonische Sprache baut eine Distanz zur eigenen Kindheit auf. Immer wieder sperrt er sich gegen eine Einordnung seiner individuellen Erinnerung in mittlerweile gut bekannte Zusammenhänge. Gerade dadurch wird glaubwürdig die Perspektive eines Kindes rekonstruiert, das die Welt der Erwachsenen im Schatten des Holocaust nur instinktiv zu verstehen vermochte." Professor Wlodzimierz BORODZIEJ