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Zwei Stellvertreter Gottes standen dem Faschismus gegenüber: Der eine Papst, Pius XII., schwieg öffentlich zum Holocaust. Sein Vorgänger, Pius XI. (1922-1939), galt als wahrer Stellvertreter Christi, der auf der Seite der verfolgten Juden stand und Hitler durch die Enzyklika 'Mit brennender Sorge' in seine Schranken verwies. In der packenden Geschichte über die Geheimbeziehungen des Vatikan zur faschistischen Führung wird deutlich, dass sich Mussolini und Pius XI. zwar hassten, sich aus Gründen des Machterhalts aber dennoch stützten. Der ungebildete, ungläubige Duce und der gottesfürchtige…mehr

Produktbeschreibung
Zwei Stellvertreter Gottes standen dem Faschismus gegenüber: Der eine Papst, Pius XII., schwieg öffentlich zum Holocaust. Sein Vorgänger, Pius XI. (1922-1939), galt als wahrer Stellvertreter Christi, der auf der Seite der verfolgten Juden stand und Hitler durch die Enzyklika 'Mit brennender Sorge' in seine Schranken verwies.
In der packenden Geschichte über die Geheimbeziehungen des Vatikan zur faschistischen Führung wird deutlich, dass sich Mussolini und Pius XI. zwar hassten, sich aus Gründen des Machterhalts aber dennoch stützten. Der ungebildete, ungläubige Duce und der gottesfürchtige Kleriker schlossen einen verhängnisvollen Pakt. Erst mit Einführung der Rassengesetze 1938 und der immer größer werdenden Nähe zu Nazi-Deutschland dämmerte es Pius XI., mit wem er da paktiert hatte. Als er starb, konnte sein Nachfolger Eugenio Pacelli diesen Pakt fortsetzen. David Kertzers bahnbrechende Arbeit, die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, enthüllt das ganze Ausmaß der faschistischen Verstrickung.
  • Produktdetails
  • Verlag: Theiss
  • Seitenzahl: 607
  • 2016
  • Ausstattung/Bilder: 2016. 608 S. 41 SW-Abb., 2 Ktn. 230 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 169mm x 51mm
  • Gewicht: 1004g
  • ISBN-13: 9783806233827
  • ISBN-10: 3806233829
  • Best.Nr.: 44860410
Autorenporträt
Hubert Wolf, geboren 1959, ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster. Er wurde u. a. mit dem "Leibnizpreis" der DFG, dem "Communicator- Preis" und dem "Gutenberg-Preis" ausgezeichnet.
Rezensionen
Besprechung von 27.12.2016
Aus der Schlüssellochperspektive
Der Vatikan und der italienische Diktator Benito Mussolini: Interesse an einem Ausgleich

Liebhaber saftiger Details kommen nicht zu kurz in diesem Buch, das David Kertzer zu weiten Teilen aus Akten der faschistischen Spitzeldienste kompilierte. Den Rest besorgen die erotischen Erinnerungen der schreibfähigen Liebhaberinnen Mussolinis. Kertzer selbst erwähnt in seinem Nachwort 25 000 gesichtete oder kopierte Dokumente, eine Reihe von Mitarbeiter(inne)n und gut zehn Jahre Arbeit an dem Buch, das kaum wegen seiner literarischen Qualitäten mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

Dafür werden die Leser mit einer Fülle unappetitlicher Details entschädigt. Die Hinrichtung des Mussolini-Schwiegersohns und Außenministers Italiens von 1936 bis 1943, des Grafen Ciano - "eine Schlachterei", so ein deutscher Diplomat -, schildert der Autor mit der gleichen hingebungsvollen Detailfreude wie den an den Füßen aufgehängten Mussolini und seine Freundin Clara Petacci, der eine mitleidige Seele den Jupe am Bein hochgebunden hatte. Aber kaum, "damit er nicht über ihren Kopf herunterhing", wie Kertzer erklärt.

Munter geht es dann weiter: Ein Papst, der an Durchblutungsstörungen litt. Ein Kardinal, der sich bei einem willigen Knaben etwas gedankenlos mit unverzollten Zigaretten bedankte. Ein italienischer König, der Adolf Hitler für geisteskrank und drogensüchtig hielt. Und der Erzbischof von Chicago (George Mundelen), der 1937 auf einer Diözesankonferenz vor seinem versammelten Klerus ausholte: "Vielleicht werden Sie fragen, wie es kommt, dass eine Nation von sechzig Millionen intelligenten Menschen sich in Furcht und Knechtschaft vor einem Ausländer, einem österreichischen Tapezierer und dazu einem schlechten, sowie ein paar Helfershelfern wie Goebbels und Göring beugt, die jeden Schritt im Leben des Volkes bestimmen."

"The Pope and Mussolini - The secret History of Pius XI and the Rise of Fascism in Europe", so der sehr viel präzisere Titel der Originalausgabe, ist über weite Strecken ein Buch über zwei Männer, die miteinander ins Geschäft kommen wollten. Mussolini, von Hause aus denkbar antiklerikal, war das klerikale Rom eine Messe wert. Dafür nahm er auch hin, dass seine noch etwas antiklerikalere Ehefrau eine spöttische Miene aufsetzte. Die Kirche half ihm, seine Macht zu konsolidieren. Der Klerus war nicht unfroh, nicht mehr länger verprügelt und zu Rizinusöl gezwungen zu werden. Der Papst war mehr daran interessiert, mit dem faschistischen Regime jenen Ausgleich zu finden, den ihm das liberale Bürgertum verweigert hatte. Dass er sich in seinem vehementen Antikommunismus mit der falschen Bewegung eingelassen hatte, realisierte er erst am Ende seines Lebens. Da war es zu spät.

Sein Nachfolger wurde der geschmeidige Eugenio Pacelli, dann Pius XII.: Auch er hatte keine größeren Probleme, sich mit dem Faschismus zu arrangieren. Dagegen war Pius XI. vehement antinazistisch und sehr verärgert über die knieweichen Reaktionen auf die Rheinland-Remilitarisierung im Jahr 1936 gewesen. Am meisten empörten Papst Pius XI. die wohlwollenden Reaktionen der österreichischen Bischöfe auf den "Anschluss" vom 15. März 1938. Der Erzbischof von Wien, Kardinal Innitzer, wurde zu einem Widerruf gezwungen. Wie der deutsche Botschafter zu berichten wusste, sei der Text "dem Kardinal Innitzer mit einem Druck abgerungen worden, der nur als Erpressung bezeichnet werden kann".

Längst nicht alle im hohen Klerus artikulierten sich so unmissverständlich gegen die faschistischen Rassengesetze wie der Mailänder Kardinal Schuster in seiner Sonntagspredigt vom 13. November 1938, der von einem "Produkt neuheidnischer Ideologie, das niemals von der Kirche akzeptiert werden könne", sprach. Wie und unter welchen Einflüssen der in den Anfängen biologistisch nicht weiter belastete Faschismus sein antisemitisches Profil entwickelte und die Rassengesetzgebung in Italien einführte (und wie sich der Klerus dazu stellte), zählt sicher zu den gelungensten Kapiteln des Buches.

Dem Verlag gebührt ein Kompliment für die umfangreichen, sorgfältig ausgewählten Illustrationen. Und überhaupt für die anständige Ausstattung.

IGNAZ MILLER

David I. Kertzer: Der Erste Stellvertreter. Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus. Theiss Verlag, Darmstadt 2016. 608 S., 38,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Jörg Ernesti liest David I. Kertzers Studie zu Papst Pius XI. Mit Spannung. Das liegt an der "brillanten" Erzählweise des Autors und seinen anschaulichen Charakterisierungen der Protagonisten. Ein Drama sondergleichen, meint Ernesti. Doch dann stellt er fest, dass Kertzer häufig allzu maliziöse Urteile fällt und der bestehenden Forschung außer einer zugespitzten These eigentlich nichts Neues hinzufügt. Vor allem stören den Rezensenten beim Lesen zunehmend die undifferenzierten Überzeichnungen und suggestiven Behauptungen, die ihm bisweilen sogar die Grenzen zur Unseriosität zu überschreiten scheinen. Den Pakt mit dem Teufel Mussolini kann Ernesti jedenfalls nicht erkennen, darüber, meint er, muss weiter gestritten werden, am besten etwas seriöser.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 29.12.2016
Geschäfte mit dem Teufel
David I. Kertzer erzählt, wie Papst Pius XI. mit Mussolinis faschistischem Regime paktierte, und lässt sich vom Enthüllungsfuror hinreißen. Von Hans Woller
Sein Name kommt nur auf einer Seite vor, gleichwohl ist Rolf Hochhuth in David Kertzers Studie über Papst Pius XI. und den italienischen Faschismus omnipräsent. Sein Drama „Der Stellvertreter“ war in den 1960er-Jahren ein Welterfolg; die von Hochhuth provozierten Debatten über Pius XII. und den Holocaust sind seither nicht zur Ruhe gekommen. „Hitlers Papst“ garantiert noch immer Schlagzeilen.
Aber gilt das auch für seinen Vorgänger Pius XI.? Kertzers deutscher Verlag knüpft mit dem Titel „Der erste Stellvertreter“ jedenfalls an Hochhuths Skandalstück an, und auch der Kirchenhistoriker Hubert Wolf schlägt in seinem Vorwort nicht gerade leise Töne an: „Ohne Römische Kurie kein Faschismus, ohne Achille Ratti kein Benito Mussolini, ohne Pius XI. kein Duce“. Pius XI. sei der „erste Stellvertreter“ gewesen, „der den Faschismus und damit vielleicht auch den Nationalsozialismus überhaupt erst möglich machte“. Geschichte kann so einfach sein.
Achille Ratti war von 1922 bis 1939 Papst. In diese Zeit fielen Ereignisse von welthistorischer Relevanz: die Machtergreifung Mussolinis, die Lateranverträge von 1929, das Konkordat mit dem Deutschen Reich 1933 und die Rassengesetze des faschistischen Regimes 1938. Überall war der Papst – so oder so – beteiligt. Die Literatur darüber füllt ganze Bibliotheken, ohne dass die Forschung zu einem Konsens gefunden hätte; auch Pius XI. steht schon lange im Zentrum eines zähen Meinungsstreits. Daran hat sich nach der Öffnung der Vatikanischen Archive für die Amtszeit von Pius XI. im Jahr 2006 wenig geändert. Zahlreiche Forscher haben seither Neues über die Politik des Vatikans zutage gefördert. Kertzer bereichert diesen Kenntnisstand, während ihm der Faschismus und Mussolini ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Er hat sich nämlich nicht damit begnügt, die neu zugänglichen kirchlichen Akten zu konsultieren. Kertzer zieht auch staatliche italienische Dokumente heran, unter denen die Berichte faschistischer Spitzel im Herzen des Katholizismus besonders brisant sind. Mussolinis Agenten saßen überall, sie hörten mit und schrieben auf, was ihnen in der Gerüchtekirche des Vatikans zu Ohren kam.
Was kann Kertzer nicht alles auftischen! Hinter den Mauern des Kirchenstaates toben erbitterte Machtkämpfe, der Papst wird abgeschirmt, überspielt und ausgeschaltet, in seiner Nähe treiben Päderasten ihr Unwesen. Moralisches Versagen mag man der Kirche hier vorwerfen und diesen Vorwurf mit guten Gründen erneuern, wenn es um das Verhältnis zum Faschismus geht. Das ist Kertzer aber nicht genug. Angetrieben und mitgerissen von einem rätselhaften Enthüllungsfuror spricht er von „Partnerschaft“, gar von einem „geheimen Pakt“ zwischen Papst und Mussolini, der namentlich für den „Duce“ lebenswichtig gewesen sei.
Die Belege für diese prallen Thesen sind allerdings dünn. Das, was Kertzer und andere vor ihm ausgegraben haben, eignet sich nicht zum Bildersturz. Es dient höchstens der Ergänzung einer alten öffentlichen Debatte über die politischen Do-ut -des-Geschäfte zwischen der katholischen Kirche und dem faschistischen Regime. Nicht wenige dieser Geschäfte hatten mit weltanschaulichen Affinitäten zu tun; Kirche und faschistischer Staat waren sich einig in der Ablehnung von Kommunismus und Demokratie; beim Papst selbst muss schließlich eine gehörige Portion Patriotismus in Rechnung gestellt werden. Pius XI. begeisterte sich für Mussolinis Visionen von italienischer Pracht und Größe und räumte dem „Duce“ deshalb viel Kredit ein. Mussolini griff der Kirche finanziell unter die Arme, er erlaubte Kreuze in den Schulen und ließ, auf einen Wink des Vatikans, unliebsame Bücher aus dem Verkehr ziehen. Die Kirche revanchierte sich, indem sie kritische Stimmen im eigenen Lager unterdrückte und dem Regime ihren Segen erteilte. Die Verklärung Mussolinis als „Mann der Vorsehung“ war nur eine von vielen dieser verbalen Entgleisungen.
Keine Frage: Viele der von Kertzer beschriebenen Geschäfte und Kompromisse waren faul. Namentlich gilt das für die fast wortlose Hinnahme der Rassengesetze von 1938, die Juden das Leben in Italien unmöglich machen sollten. Pius XI. war selbst nicht frei von antisemitischen Ressentiments. Juden zu diskriminieren, brachte ihn nicht um den Schlaf. Er duldete sogar fanatische Judenfeinde in seiner Umgebung, die noch in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre ihr Gift im Osservatore Romano und der Civiltà Cattolica, dem Kampfblatt der Jesuiten, verspritzten. Von hier aus war es nicht weit zu dem von Kertzer mit Recht angeprangerten Deal vom 16. August 1938. Der Papst verpflichtete sich darin, zur Judenpolitik Mussolinis zu schweigen, während der „Duce“ im Gegenzug versprach, die Katholische Aktion in Ruhe zu lassen, jene Laienorganisation, die dem Papst besonders am Herzen lag, weil er in ihr ein wichtiges Instrument zur Rechristianisierung Italiens erblickte.
Das heißt aber nicht, dass die Kooperation zwischen Papst und „Duce“ ungetrübt gewesen wäre. Sie stand von Beginn an im Zeichen lauernder Skepsis; man traute einander nicht über den Weg. Kertzer verschweigt die daraus resultierenden Konflikte nicht, er gibt ihnen aber analytisch kein Gewicht. Dabei kann auch er nicht übersehen: Der Gegensatz zweier Weltanschauungen, die auf je ihre Weise den ganzen Menschen beanspruchten, war unüberbrückbar und durch keinen noch so geheimen Pakt zu entschärfen. Der seit Längerem bekannte Deal vom August 1938 hielt denn auch nicht lange. Der Papst fand häufig Mittel und Wege, um seine abweichende Meinung kundzutun, und Mussolini träumte nicht nur einmal davon, der Kirche als Konkurrenzinstanz den Garaus zu machen.
Mussolini raste, als der Pontifex maximus schon im September 1938 vor einer Gruppe von Katholiken sagte: „Im geistigen Sinne sind wir alle Semiten.“ Pius XI. zog aus dieser Einsicht nur halbherzige Konsequenzen. Ganz so viel hatte er für die Juden dann doch nicht übrig, als dass er den großen Konflikt mit dem faschistischen Regime riskiert hätte; er sah im „Duce“ immer noch einen Mann, mit dem man reden konnte und der vielleicht sogar Hitler zu bremsen vermochte. Pius XI. verwickelte die Regierung aber in eine zähe Auseinandersetzung über die Frage, wie mit zum Katholizismus übergetretenen Juden und den Ehen zu verfahren sei, die diese Konvertiten mit Katholiken geschlossen hatten. Außerdem warnte er seine Landsleute und Mussolini eindringlich vor einem Bündnis mit Hitler, den er bereits 1937 scharf angegriffen hatte. Schließlich bereitete Pius XI. nicht nur einen Weckruf gegen Rassismus und Judenverfolgung, sondern auch eine Enzyklika über diese brennenden Themen vor. Er haderte mit sich und seinen Versäumnissen und wollte am Ende seiner Tage doch noch ein klares Zeichen setzen.
Der Tod nahm dem Papst im Februar 1939 diese Dinge aus der Hand. Aber nicht nur er – das gleiche Geschäft besorgten zuvor seine engsten Berater. Eine besondere Rolle spielte dabei der spätere Pius XII., dessen Seligsprechungsverfahren in die entscheidende Phase getreten ist. Er verhinderte als Kardinalstaatssekretär alles, was die „Zusammenarbeit des Vatikans mit dem (faschistischen) Regime stören konnte“. Und er war es auch, der den bereits gedruckten Weckruf vernichten ließ und die Entwürfe für eine Enzyklika in die Archive verbannte. Zwei Tage nach seiner Wahl zum Papst versicherte er dem deutschen Botschafter, dass er eine Ära der Verständigung mit der NS-Regierung anstrebe. Sein Vorgänger dürfte sich im Grab umgedreht haben.
Neu sind auch diese Einsichten nicht. Kertzer selbst hat bereits vor 15 Jahren darüber berichtet. Sein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnetes Buch ist keine Sensation und auch kein Musterbeispiel angelsächsischer Geschichtsschreibung. Mut zur Zurückhaltung und zur ausgewogenen Deutung hätten dem Werk ebenso gutgetan wie weniger historische Detailmalerei, die am Ende alles zu überwuchern droht. Erzählkunst in allen Ehren, sie darf aber kein Selbstzweck sein und kann differenzierte Analysen nicht ersetzen.
Hans Woller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Im Frühjahr 2016 veröffentlichte er im Verlag C.H. Beck eine Mussolini-Biografie.
Am Ende seiner Tage haderte
Pius XI. mit sich und wollte
noch ein Zeichen setzen
David I. Kertzer: Der erste Stellvertreter. Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus. Aus dem Englischen von Martin Richter. Konrad Theiss Verlag, Darmstadt 2016. 608 Seiten, 38 Euro. E-Book: 31,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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"Ein anspruchsvoller Blockbuster" Joseph J. Ellis, Pulitzer-Preisträger "Ein neuer Maßstab für das Studium des Papsttums." The Sunday Times "Kertzer erzählt die faszinierende und tragische Geschichte der eigennützigen Unterstützung des Vatikan für Mussolini in seiner frühen und verwundbaren Phase." The New Yorker "Fesselnd ... der wahre Da Vinci Code - aber akribisch dokumentiert." San Francisco Chronicle "Ein Buch, dessen narrative Kraft ebenso beeindruckt wie sein moralisches Feingefühl ... Kertzer hat eine faszinierende Geschichte von zwei reizbaren - und oft irrationalen - Potentaten entdeckt, schildert ihre undurchsichtigen Intrigen und zeigt, wie sie Macht ausübten - mit teils verblüffenden Ergebnissen." The Guardian "David Kertzer ist es gelungen, eine faszinierende Parallelbiographie von Papst Pius XI. und Mussolini zu schreiben; spannend, ohne trivial zu werden." Deutschlandfunk "Er [David Kertzer] kreiert eine erschütterliche Geschichte zum Bündnis von Vatikan und Faschismus und schafft durch seine brilliante Erzählweise und insbesondere seine anschauliche Charakterisierung der Protagonisten eine ganz besondere Dramaturgie, wie sie sonst nur in Thrillern zu finden ist." youngspeech.de "Nach der Lektüre von David Kertzers exzellent geschriebenem Buch wird man das Geschichtsbild revidieren müssen. Pius XI. war - folgt man Kertzer - der erste Stellvertreter, der den Faschismus und damit vielleicht auch den Nationalsozialismus überhaupt erst möglich machte. Aus der einstigen Lichtgestalt wird ein, wenn auch tragischer, Dunkelmann. ... Wer sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigt, kommt an diesem Buch nicht vorbei." Hubert Wolf, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster "Eine kluge, informative und ausgewogene Darstellung des mentalen und kulturellen Beziehungsnetzes zwischen dem Vatikan Papst Pius' XI. und Mussolinis Faschismus." Buchkultur "Ein exzellentes und genaues, dabei leichtfüßig erzähltes Buch." religion.orf.at "Wer sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigt, kommt an Kertzers anschaulich und spannend geschriebenem Buch nicht vorbei..." frankfurt-live.com…mehr